Monate: August 2012

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cry baby II

Das Foto hatte ich gesucht: eine wütende weinende 2jährige. Die natürlich gleich getröstet wurde, nachdem sie sich zuerst ein bisschen wehren musste. Lachen darf man natürlich nicht, wenn das Kleinvolk weint und tobt. Dann schon lieber knipsen und sich damit vom Schmunzeln ablenken. Anna Luz de León on Google+

cry baby

Ich hasse es, wenn meine Kinder weinen. Und es ist nicht nur dieses unerträgliche Gefühl, sie leiden zu sehen (und zu hören!), das mir ins Herz schneidet. Oder der Anblick ihrer traurigen kleinen Gesichter. Oder der Schreck, wenn sie sich verletzt haben, der bange Moment, in dem mein Mutterohr unterscheiden muss zwischen dem Weinen wegen eines aufgeschürften Knies oder dem Weinen, weil was gebrochen ist, genäht werden muss oderoderoder. Nein, da gibt es noch mehr und viel weniger liebevolle oder besorgte Aspekte. Ich finde das Geheule abscheulich, dass die Kinder anstimmen, wenn sie ihren Willen nicht kriegen. Es ärgert mich, wenn die Tränen dokumentieren, dass sie irgend einen Bödsinn durchsetzen wollen, via Weinen, weil ich vorher schon NEIN gesagt habe. Ich kann das von Kindergezänk verursachte Gekreisch nicht leiden, dass die Tränen begleitet, wenn sie sich um etwas streiten, sich angiften, gemeine Sachen sagen oder sich sogar gegenseitig hauen/haareziehen/schubsen/random. Und der unrühmlichste Anteil in mir, der das Weinen der Kinder gerne beenden möchte, ist der, der nicht will, dass die Kinder sich im Beisein anderer …

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berlin playground

Immer noch Sonne, Schreibtisch weit weg, Posten bezogen auf dem Aussichtspunkt zum ÜberBewachen der Kids. Manchmal jammern sie ja, sie würden lieber mal wieder auf einen Spielplatz gehen, aber da streike ich meistens. Nichts turnt mich weniger an, als auf nem übervollen Spielplatz in einem Rudel Mütter/Nannies zu hocken, meinen Kindern beim Rutschen zuzuschauen, dabei die unfassbarsten Dialoge rechts und links zwangsweise mit zu hören und dann völlig versandete, verklebte, verstaubte, hungrigdurstige Kinder heim zu lotsen, wovon eins garantiert unterwegs so dringend pullern muss, dass ich noch irgend ein Gebüsch ansteuern muss. Manche Spielplätze allerdings sind die reinsten Perlen, versteckt, lauschig und grün und niemals überfüllt. Auf einem solchen habe ich heute meinen Sohn eingesammelt, der einen Kita-Ausflug dorthin gemacht hatte. So einen Spielpatz lass ich mir gefallen. Obwohl… Nix läuft meinem Garten, der Straße und meiner Treppe den Rang ab! Anna Luz de León on Google+

back to writing

In Berlin scheint die Sonne, es wird warm und herrlich spätsommerlich und es gibt jede Menge zu tun. Das Kleinste bleibt seit dieser Woche (endlich!) auch zum Mittagsschlaf in der Kita, das Große hat bereits die Hälfte der gefürchteten Klassenfahrts-Nächte durchgestanden, der Bub ist mit einem Ausflug in seiner Vorschulklasse beschäftigt – für mich bedeutet das, dass ich mich gleich, mit Kaffee und Wasser bewaffnet, wieder an meinen Schreibtisch setzen werde. Ich werde Zeit zum Arbeiten haben! Und dafür ist es wirklich höchsten Zeit, ich habe schon das Gefühl, dass die Sommerpause mir meinen Fantasie-Nerv aufgeweicht hat. Aber, wie alle Mütter (und überhaupt: Eltern) bestens wissen, es gibt immer diese Phasen, in denen alles möglich ist, trotz Stress, Terminen, Hin und Her. In denen man quasi unbesiegbar ist und alles schafft, auch wenn die Kindern einen permanent fordern. Und dann die Phasen, in denen eigentlich alles ruhig ist – und in denen man trotzdem weniger auf die Reihe kriegt, als in den actionreichen Zeiten. Ich hoffe, diese Regel trifft heute auf mich nicht zu. Kaffee …

finding berlinmittemom

Gerade habe ich mir die Statistiken für mein Blog angesehen und musste bei den Such-Logs laut lachen: neben den Schlagworten, die logischerweise zu Berlinmittemom führen, nämlich die, die gezielt nach dem Blog suchen, gibt es die unfassbarsten Suchbegriffe, die auf erstaunliche Weise mit irgend etwas auf meiner Seite matchen. Von absurd über lustig bis unerklärlich ist alles dabei. Hier mal meine Top Five: 1. meine kleine tochter rülpst und furzt wie ein mann – mein persönlicher Liebling! Wer sucht nach sowas und warum? Und wie findet dieser jemand sich dann bei mir wieder? Die Tochter, zu deren Verhalten gegoogelt wird, gefällt mir jedenfalls. Ich könnte sofort einen Blogeintrag über sie schreiben! 2. Jungs lernen im Sitzen zu pinkeln in Kita – auch sehr heiter. Wie mitten aus meinem Leben gegriffen. Und deshalb findet man natürlich meinen Stehpinkler – Artikel. 3. Domina Krankenschwester Movies – die Suchbegriffe in der Kombination finde ich persönlich suspekt bis bedenklich. Schön, dass dann mein Artikel auftaucht, in dem ich darüber schreibe, wie meine zwei Kleinen mit mir Doktor spielen! 4. …

Campweek II

Eigentlich ist es so: Und je mehr ich darüber nachdenke, was gestern zu meinem Campweek-Artikel hier und auch per Email kommentiert wurde, umso klarer wird mir: natürlich ist das Kind okay. Nein, es ist sogar ein großartiges Kind, auf das ich sehr stolz bin und das bereits einen Riesenschritt in Richtung Angst-Besiegen gemacht hat, indem es sich in den letzten 10 Tagen permanent damit befasst hat. Mir fällt ihr geschluchzter Satz ein, mitten in der größten Auseinandersetzung über Angst, Heimweh und der Unmöglichkeit des Ausweichens: „Mama, Papa, danke, dass ihr mit mir darüber redet!“ Natürlich reden wir. Natürlich ist weinen okay. Und Angst haben. Heimweh sowieso. Jetzt bin ich gespannt, um wie viel leichter sie zurück kommen wird: denn ihrer ollen Angst hat sie’s schon jetzt gezeigt. Anna Luz de León on Google+

camp week

Der Tag ist gekommen. Mit diesem Satz begrüßte mich meine große Tochter heute früh – und brach als nächstes in Tränen aus. Wieder mal. Seit knapp 10 Tagen spielen wir ihn durch, diesen und die folgenden vier Tage: die Klassenfahrt. Es ist unglaublich zu sehen, was da mit meinem Kind vorgeht. Egal, was wir tun und sagen, um sie zu unterstützen, sie zu ermutigen, sie zu stärken, nichts scheint diese brodelnde Panik in ihr verhindern zu können, die immer wieder aufsteigt und auch, schön regelmäßig, überschwappt. Die Klassenfahrt steht seit Anfang des Schulljahres auf dem Programm, und genau wie im letzten Jahr ist sie früh im Jahr angesetzt, sozusagen als gemeinschaftsbildende Maßnahme. Seit wir den neuen Stundenplan und alle Schulinfos haben, quält sich das Kind mit dieser Vorstellung: es, allein, für vier Tage. Auf Klassenfahrt! Ein Alptraum. Anna Luz de León on Google+

frühstück!

Die Magen-Darm-Verstimmung ist um die Ecke, die Tage von Kräutertee und trockenem Toast sind vorbei, also habe ich mir heute wieder meinen Lieblingsstart in den Tag gegönnt. Und weil’s so lecker war und ich so viel Spaß mit meiner neuen favorite Iphone-App beim Bearbeiten des Fotos hatte, zeige ich euch das Ergebnis. Anna Luz de León on Google+