leben mit kindern
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in der kammer des schreckens

Es war mal wieder soweit: das Zimmer meiner Großen, das zugleich das unordentlichste Zimmer im Haus ist, musste ausgemistet werden. Und um den ganz großen Diskussionen darüber zu entgehen, was aus welchen Gründen aussortiert oder weggeworfen wird, habe ich den ersten Schwung in Abwesenheit der Zimmer-Bewohnerin heute morgen alleine erledigt. Und ich hab’s geschafft: ein Müllsack voller Plunder ist weg, eine Kiste voller potentiellem Flohmarktkram ist gepackt.

Es ist unfassbar, was eine 9jährige alles an Zeugs anhäufen kann! Ich weiß nicht, ob das einfach alterstypisch ist oder ob meine Tochter tatsächlich ein speziell chaotisches Kind mit Messie-Neigung ist, aber der Hang, alles zu behalten, nichts jemals wegzuwerfen oder wenigstens darüber nachzudenken, dass man es weggeben könnte, macht mich irre! Ich bin wahrlich keine übermäßig ordentliche Person, und ich habe sehr großes Verständnis dafür, dass man seine Chaosecken haben muss, schon allein aus Gründen der Kreativität. Aber das, was sich in den Schubladen meiner Tochter immer wieder sammelt ist einfach… unfassbar. Es ist eine Art URSUPPE aus Puppenkleidung, Playmobil-Teilen, schrecklichen Miniaturfetzchen von Polly Pocket-Zubehör (verflucht seist du, Polly!), Lego, Zettel, Zettel in rauen Mengen, ungespitzten Buntstiften, Spielzeugresten aus Ü-Eiern und von furchtbaren Kinderzeitschriften (auch das einen eigenen Blog-Artikel wert…), Barbie-Beinen, Barbie-Schuhe, Barbie-Haarbürsten etc. Und das sind nur die Schubladen-Inhalte.
Es gibt ja noch das Bücherregal. Und das CD-Regal. Und den Schuhkarton mit Nintendo-DS-Zubehör. Und die Kiste mit den Bastelsachen. Und meinen absoluten Alptraum: den Schreibtisch. Aber den habe ich heute noch nicht angerührt. Das ist selbst für mich, die hartgesottene Kammer-des-Schreckens-Entrümplerin, zuviel an einem Tag. Ich muss mich zuerst von heute erholen.

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  1. Dieser blogpost ist ja schon älter und ich musste sooo lange danach suchen. Ja, es ist nervig, aber DAS ist die Realität. Wir sind gerade auf der Suche nach Ideen für das Zimmer unserer fast 8 jährigen. Auf sämtlichen Blogs, Instagram und pinterest sieht aber nur toll dekorierte Zimmer ohne Playmobil und Plastikkram mit wenigen skandinavischen Design Spielzeug und ordentlich drappierten Ostheimer Landschaften. Das ist frustrierend. Meine Tochter hortet gerade jetzt im Herbst den halben Wald in ihrem Zimmer. Gerade sagte mein Mann zu mir "Du kannst aber doch nicht deine Wohnträume auf eine Achtjährige stülpen, sie muss sich doch selbst wiederfinden." Die süße Hasen Lampe hab ich gleich wieder weggestellt. Ein bisschen traurig bin ich, die Waldorf Bilder von der Wand zu nehmen, um "Mako" Poster aufzuhängen, aber meine Mutter musste ganz andere Poster ansehen. 😉 Jedenfalls danke für diesen kleinen Blogpost. Er ist so herrlich authentisch.

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