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lieblingsbub-talk zur nacht

Bevor ich den großen Mädchen (ja, schon wieder ein Übernachtungskind im Hause Berlinmittemom, diesmal die Lieblingsfreundin vom Herzensmädchen) den Saft abdrehe und wieder zu meinen Nachbern zum Geburtstagfeiern rübergehe, schnell eine Anekdote von gestern, die ich noch loswerden muss.

Der Lieblingsbub hat eine Rotznase. Und weil er das so übertrieben eklig findet, stellt er sich wahnsinnig an beim Naseputzen. Als würde man ihn ermorden wollen. Mindestens. Und wie um sich von seinem Schmerz übers Naseputzen abzulenken, hatte er sich heute früh darauf verlegt, mir, während ich versuchte, seine Nase vom Rotz zu befreien, permanent die Hände ins Dekolleté zu stopfen, meinen Busen zu befühlen, das ganze Programm. Ich bin ja da normalerweise recht tolerant, aber irgend wann reicht es auch mir. Ich ermahnte ihn also:

„Bub, jetzt lass das mal sein, ich möchte das nicht!“
Er fummelt weiter und sagt dazu auch noch dauernd: „Busi, Busi, Busi!“
Ich wieder: „Jetzt isses aber mal gut, ich habe doch gesagt, ich möchte das nicht. Hör‘ also bitte auf damit. Jetzt.“
Er legt sein ganzes entzückendes kleines Gesicht in Falten und sieht sorgenvoller aus, als Mutter Beimer bei der Verkündung schlechter Neuigkeiten durch ihren Hans.
Und dann seine Erklärung:
„Aber Mama, liebe süße kleine Mama! Was soll ich denn machen? Und ich bin einfach so…. so interessiert an Busis!“

Ich bin fast zusammengebrochen vor Lachen. Ich meine, der Knabe ist 5! Was soll denn das noch werden?

Ich habe dann dem Vater der Kinder verkündet, der Sohn sei in der allerakutesten ödipalen Phase und es sei von zentraler Bedeutung, dass er jetzt eine stabile und gute Bindung an seinen Vater habe. Sonst bliebe er darauf hängen und das wollten wir ja alle nicht. Und dann haben wir beide noch mal sehr gelacht.
Und das fummeln habe ich ihm dennoch untersagt. Fürs Erste.

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