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crafty christmas bei berlinmittemom ::: der adventskalender für den liebsten

Am Sonntag ist der erste Advent. Die Berliner Weihnachtsmärkte haben seit Montag geöffnet, ich werde mich nachher in die Feinheiten der adventlichen Außendeko stürzen, und morgen ist es endlich so weit: das erste Türchen am Adventskalender wird geöffnet.

Meine Kinder sind schon ganz aufgeregt und haben große Erwartungen. Nicht so sehr an den jeweiligen Inhalt ihrer Adventskalender, als eher an das Magische, Heimliche, das mit Weihnachten und der Adventszeit einhergeht:
die großen nostalgischen Papierkalender klebe ich nachts an die Türen der Kleiderschränke in den Kinderzimmern und die 24 Päckchen für jedes Kind werden ebenfalls erst in der Nacht zum 1. Dezember an den großen Adventskranz im Wohnzimmer gehängt. In den nächsten 24 Tagen werde ich kein Problem haben, die Mäuse morgens aus dem Bett zu kriegen, denn der erste Gang wird die drei täglich zum Adventskranz führen. Mit der Schere und einem Hocker ausgestattet rücken sie den bunten Päckchen zu Leibe, befühlen sie, versuchen, zu erraten, was darin sein könnte und schneiden schließlich jeder eins ab. Die roten sind fürs Herzensmädchen, der Lieblingsbub bekommt die grünen und die Päckchen fürs Goldkind sind … na? Selbstverständlich golden!

Den Kranz samt Päckchen kann ich natürlich frühestens am Samstag hier zeigen, dafür habe ich heute Bilder vom Adventskalender für meinen Liebsten.Eigentlich bekommt er gar keinen mehr seit wir so viele Kinder haben und ich außerdem immer auch noch einen Kalender für mein Bonner Patenmädchen mache – ich bin kalendermäßig also stets gut ausgelastet. Aber dieses Jahr habe ich so einen tollen Kalender bei Joannas Liebesbotschaft gesehen, dass ich unbedingt auch so einen machen und verschenken wollte.

Die Idee ist, 24 Liebesbotschaften zu verschenken: für jeden Tag im Advent gibt es einen Spruch oder ein Zitat. Das Ganze würde natürlich auch mit Gutscheinen funktionieren oder sich auf eine Freundin, eine Schwester, einen besten Freund beziehen lassen, aber ich fand die ursprüngliche Idee am Schönsten. Joanna macht auf ihrem Blog auch gleich 24 Vorschläge, was man auf die Zettel schreiben könnte – die habe ich allerdings nicht übernommen, sondern mich bei meiner eigenen Gedichtsammlung zum Thema Liebe bedient und mich außerdem von meinem LOVE-Board bei Pinterest inspierieren lassen.

Ich habe mir außerdem kurzerhand die notwendigen Dinge im Bastelladen, bei meiner Blumenfrau und bei Holamama gekauft (ein ganz wunderbarer Shop übrigens) und mich ans Basteln gemacht. Und da der Mann nicht erwartet, dass ich nachts irgendwelche Überraschungen für ihn aufbaue und ich die Bastelei gestern und vorgestern bequem beim Hüten des kranken Lieblingsbubs erledigen konnte (im Gegensatz zu all den anderen Dingen, die ich eigentlich erledigen wollte/müsste/sollte!), ist der Kalender fertig und ich kann ihn hier zeigen.

Stempel, Tags und bronzefarbene Glitzersterne. Außerdem Ösen und Ösenzange. Kann losgehen!

Stempel, Tags und bronzefarbene Glitzersterne. Außerdem Ösen und Ösenzange. Kann losgehen!

Tags mit den Liebesbotschaften sind per Goldraht an den grünen Hartriegelzeigen angehängt. Manche mit Stern, manche mit Herzchentag, manche nackig.

Tags mit den Liebesbotschaften sind per Goldraht an den grünen Hartriegelzeigen angehängt. Manche mit Stern, manche mit Herzchentag, manche nackig.

Glitzerstern und Herzchentag im Detail.

Glitzerstern und Herzchentag im Detail.

Die Kinder haben übrigens meine 24 Liebesbotschaften müde belächelt. Sie fanden es wohl weder festlich, noch adventlich genug und außerdem „is es doch keine Überraschung, Mama, wenn du das jetzt schon da dran hängst!“ Stimmt. Aber der Liebste hat sich gestern abend schon sehr gefreut und außerdem ein kleines bisschen ein schlechtes Gewissen bekommen, weil er natürlich KEINEN Adventskalender für mich hat. War ja klar, gehört ja auch seit 10 Jahren nicht mehr zu unseren Gewohnheiten, uns gegenseitig Adventskalender zu basteln. Aber das schlechte Gewissen lasse ich ihm noch ein bisschen. Es schadet nie, moralisch im Vorteil zu sein. Gnihihi….

Und am Wochenende fotografiere ich den „echten Adventskranz, Mama, den mit den Päckchen dran, weißt du nicht mehr?“ Doch, weiß ich noch. I’m on it.

7 Kommentare

  1. Waaaaaah…. wie geil… am besten ist: „is es doch keine Überraschung, Mama, wenn du das jetzt schon da dran hängst!“ – so goldig!

    Der Tag mit dem Glitzerherz ist so wunderschön…

    schönes WE nach Berlin!
    Joanna

    • martina van Middelaar sagt

      Also ehrlich gesagt ärgerst Du mich mit diesem Blogbeitrag fast ein wenig.- Der Adventskalender ist so schön, den würde ich glatt kaufen und dann schreibst Du noch von 98 Päckchen die alle selbst ausgesucht und eingepackt wurden….. So und das von einer Mutter von 3 KIndern mit einem grossen Haus und einem Job.- Wir „normalen“ Mütter hassen solche Supermamis weisst Du das nicht ????? :))))

      • Liebes,

        das tut mir leid: ich wollte dich nicht ärgern.
        Und ganz ehrlich, wenn ich ihn hätte kaufen können – ich hätt’s wahrscheinlich getan. Ich hab das vor allem deshalb gemacht, weil ich irgend etwas Produktives machen MUSSTE, während ich neben dem hustenden Bub ausharren musste und an Arbeiten nicht zu denken war – und schon gar nicht daran, die vielen Päckchen für die Kids einzupacken. Mit dem Kalender fürs Patenmädchen habe ich es mir dieses Mal „einfach“ gemacht, indem ich die schönen Ikea-Papiertüten mit den internationalen Weihnachtsmännern genommen habe. Und da ich den verschicken musste, war ich auch schon letztes Wochenende damit fertig. Adventskränze mache ich grundsätzlich nicht selbst, die lasse ich machen – da hab ich keinerlei Ambitionen. Und, due to sickness and pre-christmas-crafting, habe ich die letzte Woche so gut wie nichts von meinen Schreib-To-Do’s geschafft: das fühlt sich besch…eiden an.
        Du siehst, das mit der Supermami ist relativ.
        Besser?
        😉
        Ein wunderbares Schneewochenende für Euch, fröhliches schlitteln!

    • Danke, liebe Joanna, das wünsche ich dir und deinen Süßen auch: einen herrlichen ersten Advent. Und danke dir noch mal für die Inspiration – die Idee ist zwar eigentlich „einfach“, aber man muss sie dennoch erst mal haben. 🙂
      Hier herrscht eitel Freude deshalb.

      Liebe Grüße aus Berlin!

    • Ja, finde ich auch, deshalb habe ich das ja auch so begeistert nachgemacht: Joanna hat oft so kreative Ideen, über die sie dann bloggt. Nicht immer alles meins (eigentlich bin ich nämlich gar keine crafty mom, nur an Weihnachten!), aber das hier hat mich überzeugt. Und den Liebsten jetzt auch!

  2. Pingback: » holamama ::: lieblingsladen für crafter, bastlerinnen & papierverliebte berlinmittemom

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