Monate: Januar 2013

#aufschrei ::: twitter hashtag, sexismus-debatte und die frage nach den töchtern

Die Sexismus-Debatte mit all ihren Facetten bewegt meine ganze Twitter-Timeline, und ich freue mich darüber, dass ich dort so viel Ermutigendes lese: Frauen, die ihre Erlebnisse teilen und sich dennoch nicht als Opfer fühlen bzw. bezeichnen (lassen). Männer, die laut darüber nachdenken, was sie anders machen könnten im täglichen Zusammenleben mit Frauen: privat, beruflich und auch in ganz zufälligen Zusammenhängen. Die üblichen abfälligen Stimmen von Männern wie Frauen, die sich einerseits auslassen, dass Frauen sich jetzt auf einmal beschweren, dann sei es ja all die Jahre wohl nicht schlimm genug gewesen und sich andererseits empören, wie man/frau sich denn über solche Kinkerlitzchen aufregen könne, schließlich würden ja in Afrika Kinder verhungern, es gäbe illegale Abtreibungen und außerdem Krieg in der Welt, sind ignorant, dumm und rückständig. Aber das war ja zu erwarten, und ich stelle einigermaßen erleichtert fest: zumindest in meinem direkten Umfeld, virtuell wie analog, sind sie in der Minderzahl.  Uff. Anna Luz de León on Google+

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book heaven ::: analoge leseliste (und stapelweise vorfreude)

Winterzeit, Lesezeit. Ich weiß, alle Welt stürzt sich in ihre Ebook-Readers, seien es die Kindles oder entsprechend ge-app-ten Ipads. Ich nicht. Ja, wir besitzen einen Kindle und ja, ich kann auch ganz komfortabel damit lesen. Aber das ersetzt mir nicht, niemals nicht, das Hochgefühl beim Anblick eines unberührten weil noch ungelesenen Bücherstoßes. Während meine Große sich nämlich durch ihr Weihnachtslesefutter wühlt, der Lieblingsbub ständig mit der Nase in seinen neuen Büchern steckt und sich überhaupt wahnsinnig für Lesen und Schreiben interessiert und das Goldkind eigentlich immer wieder ihre neuen Bücher vorgelesen haben möchte (Zunge schon fusselig gelesen), stapeln sich bei mir die Leseschätze aus der Christkind- und Nikolauszeit. Der Liebste hat mich nämlich dieses Jahr förmlich mit Büchern überschüttet und, was soll ich sagen, er hätte mich kaum mit etwas anderem glücklicher machen können. (Klar, gegen edlen Schmuck habe ich nie etwas einzuwenden: diamonds are a girl’s best friend! Und Schuhe. Taschen! Ach, ihr wisst schon.) Anna Luz de León on Google+

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12 von 12 im januar

Heute ist es zum ersten Mal in 2013 soweit: es ist Zeit für  „12 von 12„! Mein drittes Mal und, wie ich befürchte, mein langweiligstes Mal. Ich sitze nämlich zu Hause fest und beglucke ein krankes Kindchen. So ist denn auch dieser Umstand der rote Faden meiner „12 von 12„. Ich hoffe, keiner langweilt sich beim Anschauen in diesem Monat. Hier also meine Bilder des Tages, ganz unspektakulär… Anna Luz de León on Google+

mütter-krankheiten. heute: das stellvertreter-hypochondrie-syndrom

Heute ist der Tag. Ich werde nicht länger leugnen, dass ich zu der heimlichen Gruppe Mütter gehöre, die an einem schwerwiegenden und die Lebensqualität beeinträchtigenden Syndrom leiden. Nein, ich habe lange genug geschwiegen und meine Familie und Freunde darüber belogen, wie es um mich wirklich steht. Das muss vorbei sein. Ich muss endlich dazu stehen, auch wenn es schwer fällt. Ich bin selbstdiagnostizierte Stellvertreter-Hypochonderin. Für mich bedeutet das, dass jedes Mal, wenn in der Umgebung meiner Kinder (Kita, Schule, Nachbarschaft, Freundeskreis, am Telefon, im Skype-Videocall mit der Freundin in Israel, random…) ein Keim auftaucht, ich innerlich in Panik gerate und versuche, Maßnahmen zu ergreifen, damit meine Kinder sich nicht anstecken oder durchrechne, wie lange ich noch habe, bis sie krank werden. Interessanterweise ist diese Art der Hypochondrie dabei tatsächlich auf die Kinder beschränkt – für mich selbst greift das Syndrom nicht. Wie bei den meisten Syndromen dieser Art (ich habe das Stellvertreter-Hypochondrie-Syndrom noch nicht näher klassifiziert: ist es eine Zwangserkrankung? Oder erfüllt es eher die Kriterien einer Phobie…?) gehört zu den Symptomen auch die Leugnung …

Mama hat jetzt keine Zeit

Ein Quasi-PS ::: Blog-Lieblinge #1 in 2013

Jetzt habe ich meinen Artikel über die Berliner Mama-Blogs gerade erst veröffentlicht, da lässt mir der Gedanke keine Ruhe, dass ich schon läääängst mal wieder eine eigene Blog-Lesesliste erstellen und hier teilen wollte. Mein letztes Mal ist schon zu lange her. Es wird Zeit. Wie ich im vorhergegangenen Eintrag schrieb: ich liebe es, durch mein Blog vernetzt zu sein. Und es sind so viele verschiedene tolle Blogs da draußen! Menschen, die über Dinge schreiben, auf die ich nicht mal kommen würde. Menschen, die auf ihren Blogs zeigen, worin sie besonders gut sind (und wovon ich zum Teil keinen Schimmer habe). Menschen, die Einblicke gewähren, ihr Leben mitteilen, wunderschön erzählen. Da ist so viel, was mich inspiriert, dass es mir schwer fällt, eine Auswahl zu treffen, aber ich versuche es dennoch. Vorauswahlkriterium ist heute: keine Blogs aus meiner Blogroll und keine Blogs aus dem vorhergegangenen Post – wegen der Wiederholungen. Hier also für Euch einige meiner liebsten Blogs. Die ich so gerne lese, die mich zum Lachen, zum Nachdenken, zum Schreiben bringen. Inspirationsfutter für Berlinmittemom! Anna …

Idda van Munster - we can blog it

mama blog berlin ::: google, eine leseliste und 8 mamablogs aus der hauptstadt

Sophie von Berlin Freckles hat letzte Woche in einer Leseliste  7 Blogs vorgestellt, die Google ausspuckt, wenn das Such-Log „Mama Blog Berlin“ lautet. Herausgekommen ist eine Zusammenstellung von Mütterblogs, unter anderem Berlinmittemom, die vor allem zwei Kriterien erfüllen: wir sind Mütter und wir leben in der Hauptstadt. Witziger Weise kenne (und lese) ich alle diese Blogs (bis auf einen, aber das hole ich jetzt nach), und als ich Sophies Frage unter las: „Sind das nun typische Mütterblogs aus der Hauptstadt?“, fragte ich mich meinerseits, was unsere Blogs denn, neben dem Google-relevanten, noch gemeinsam haben. Denn genau betrachtet sind sie sehr verschieden und jede von uns Bloggerinnen pflegt ihren eigenen Stil bei der Auswahl der Themen, Gestaltung der Artikel und natürlich ihren eigenen Ton. Ich finde, wir sind unverwechselbar! Anna Luz de León on Google+

i've lost my mind

ferienkinder: mother’s nightmare oder der traum von der seligen sprachlosigkeit.

Ferienkinder. Ich habe seit Tagen drei Ferienkinder zu Hause. Und was sich nach fröhlich-freundlicher Stimmung anhört, nach Immenhof und Liedchengeträller ist in Wirklichkeit Mother’s Nightmare. Ich habe mich selten so sehr danach gesehnt, die Bande sämtlich wieder aus dem Haus zu haben. Nicht nur sind die Kids alle chronisch unterbeschäftigt und vor allem der Lieblingsbub motorisch nicht ausgelastet und daher, in Intervallen, unausstehlich quengelig und hyperaktiv. Es regnet auch seit Tagen ohne Unterlass, und was vorgestern irgendwie noch gemütlich war, als die am 25.12. hier verlassenen Weihnachtsgeschenke noch für stundenlange, selbstzufriedene Beschäftigung gesorgt haben, ist spätestens heute sowas wie Wasserfolter. Spätestens ab 14:00, wenn ihnen ihre eigenen Ideen ausgehen, gehen sie mir unwahrscheinlich auf die Ketten. Und es sind nicht die täglichen Ansinnen wie die Frage nach Spielen, nach Hilfe beim Anziehen, Popo-Abputzen, Haare-Kämmen, die Bitte nach neuem Malpapier (Kleber, Schere, Stiften), der Begutachtung des neuesten Meisterwerks oder der neu aufgefädelten Perlenkette oder den rudimentären Rufen: Hunger! Durst! Müde! Nein, es ist die Tatsache, dass irgendwann an jedem Tag scheinbar der Punkt erreicht ist, wo …