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book heaven ::: analoge leseliste (und stapelweise vorfreude)

Winterzeit, Lesezeit.

Ich weiß, alle Welt stürzt sich in ihre Ebook-Readers, seien es die Kindles oder entsprechend ge-app-ten Ipads. Ich nicht. Ja, wir besitzen einen Kindle und ja, ich kann auch ganz komfortabel damit lesen. Aber das ersetzt mir nicht, niemals nicht, das Hochgefühl beim Anblick eines unberührten weil noch ungelesenen Bücherstoßes.

Während meine Große sich nämlich durch ihr Weihnachtslesefutter wühlt, der Lieblingsbub ständig mit der Nase in seinen neuen Büchern steckt und sich überhaupt wahnsinnig für Lesen und Schreiben interessiert und das Goldkind eigentlich immer wieder ihre neuen Bücher vorgelesen haben möchte (Zunge schon fusselig gelesen), stapeln sich bei mir die Leseschätze aus der Christkind- und Nikolauszeit. Der Liebste hat mich nämlich dieses Jahr förmlich mit Büchern überschüttet und, was soll ich sagen, er hätte mich kaum mit etwas anderem glücklicher machen können. (Klar, gegen edlen Schmuck habe ich nie etwas einzuwenden: diamonds are a girl’s best friend! Und Schuhe. Taschen! Ach, ihr wisst schon.)

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Ich liebe Bücher. Das ist noch zu schwach ausgedrückt: ich brenne für Bücher, für geschriebenes, gedrucktes Wort. Nichts beschert mir größere Vorfreude, als ein neues, ungelesenes Buch, das nur auf mich wartet. Und wenn ich ein Buch beende, das ich leidenschaftlich gern gelesen habe, ist es wie ein schmerzlicher Abschied für immer: nie wieder kann ich an den Anfang zurück, als ich das Buch zum ersten Mal öffnete, nicht ahnend, welche wunderbare Welt ich darin finden würde. Es tut mir jedes Mal leid, diese Welt verlassen zu müssen und nicht wieder in den Zustand des Unwissens zurückkehren zu können.

Obwohl also zu Jahresanfang Listen von zu lesenden Büchern, gekoppelt an den Vorsatz, wieder mehr zu lesen, keine Seltenheit sind in den diversen Blogs, teile auch ich hier mal all meine neuen, unberührten Schätze, die nur auf mich warten. Falls ich abends mal nicht zu müde zum längeren Lesen bin. Oder mich nicht am Lesestoff meiner Kinder verausgabt habe. Hier also die Bücherwelten, die nur darauf warten, von mir betreten zu werden, bald!

1. In einer Person (John Irving)

2. Das Geburtstagsgeschenk (Barbara Vine)

3. Glaube der Lüge (Elizabeth George)

4. 1Q84 (Haruki Murakami)

5. Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber. Dorothy Parker Biographie“>Michaela Karl: Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber: Dorothy Parker. Eine Biographie (Michaela Karl)

6. Infanta (Bodo Kirchhoff)

7. Später Regen (Elke Naters)

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Eine Bunte Mischung. Angefangen habe ich schon mit Barbare Vine’s Geburtstagsgeschenk, aber die anderen liegen da auch so reizend in der Gegend herum, dass ich sicherlich nicht mehr lange widerstehen kann, sondern schon mal blättern werde. Ich gehören ja zu den Menschen, die gerne nach den ersten 30 Seiten schon mal querlesen. Ja, auch die letzten Seiten. Interessanterweise tut das meiner Leselust keinen Abbruch, und ich tauche nach dem Stöbern immer sehr gerne wieder an der Stelle in die Handlung ein, an der ich abgesetzt hatte.

Am meisten freue ich mich wahrscheinlich auf John Irving. Oder Elke Naters? Oder die Dorothy-Parker-Biographie! Den aktuelle George lese ich hauptsächlich der Vollständigkeit halber, der hat eigentlich von eingefleischten Inspector-Lynley-Fans nur schwierige Kritik bekommen. Das muss ich natürlich überprüfen.

Ich werde berichten, was am besten war. Und warum.

Und was lest ihr gerade?

4 Kommentare

  1. Niki sagt

    Nach dem neuen Kathy-Reichs-Thriller freue ich mich gerade riesig auf das neue Buch von Joanne Harris, „Peaches for Monsieur Le Curé“ (Fortsetzung von „Chocolat“). Dir viel Spaß mit Deiner Liste!

  2. Bücher, Bücher, Bücher… her damit!!! Schade nur das ich kaum Zeit habe welche zu lesen. Ich lasse schon meine Maus Auto fahren, so dass ich wengistens da mal Zeit zum Lesen habe. Ok, abends auf Toilette habe ich auch noch kurz Zeit, aber ansonsten ist eher selten. 🙁

    Ick lese gerade „Früher war das aus Holz“ von Tilmann Prüfer. Literarisch keine Hochkultur, aber es zaubert mir immer ein Schmunzeln ins Gesicht, wenn ich mich an meine Kindheit erinnere.

    lg. Chris

    • berlinmittemom sagt

      Ach ja, das kennt man ja: die Lesezeit ist selten und kostbar. Ich lese auch oft auf dem Klo! Und wenn ich könnte, würde ich auch unter der Dusche lesen, denn da bin ich ja auch ungestört. 🙂 Liebe Grüße!

  3. Schön formuliert hast du das, ich bin ihnen auch verfallen, den gedruckten Buchstaben zwischen hinreißenden Buchdeckeln. Lese gerade Axel Rühles „Ohne Netz“ über sein analoges halbes Jahr, unterhält mich und hält mir ab und an den Spiegel vor, welches Netz im Leben wirklich zählt. Und danach wartet schon ein verlockender Bücherstapel, dito…

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