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tv, spielkonsole & internet ::: über den versuch einer vernünftigen haltung

Kinderschutzsoftware, Mediennutzung, Medienerziehung mit Kindern, Fernsehen, Bildschirmzeit, Watchever, iPad

Kennt ihr das?

Es ist Wochenende, die Kinder wachen früh auf und kommen ins Schlafzimmer gepoltert, sie möchten beschäftigt werden, sie möchten ins Bett und kuscheln, sie fangen an zu spielen und zu zanken, und irgendwann kommt die unausweichliche Frage: „Dürfen wir fernsehen?“ Oder wie bei den Berlinmittemomkids: „Dürfen wir was gucken?“
In 2 von 3 Fällen lautet unsere Antwort „nein“, aber natürlich gibt es auch die anderen Fälle, in denen wir nach zu kurzen Nächten einwilligen und dankbar noch eine halbe Stunde weiterschlafen, während Bibi, Heidi & Co den morgendlichen Sitter-Dienst übernehmen. Ich kann nicht behaupten, dass ich nicht jedes Mal hinterher ein schlechtes Gewissen hätte und mich fühle, als hätte ich den Kindern eine Familienportion Fastfood zum Frühstück gestattet. Mit Ketchup galore.

Denn seit ich Kinder habe, beschäftigt mich die Frage nach dem „richtigen Umgang“ mit Fernsehen, Computer, Bildschirmmedien allgemein. Schon seit Wochen möchte ich darüber bloggen und habe immer wieder festgestellt, wie komplex das Thema ist und wie schwierig ich es finde, zusammen zu fassen, worum es mir persönlich im Alltag mit meinen Kindern dabei geht.

Heute versuche ich mal, euch grob zu umreißen, wie weit ich bisher mit dem Versuch gekommen, eine konsequente und (subjektiv) vernünftige Haltung dazu einzunehmen. Seid gewarnt: viele Fragen bleiben offen und ich bitte dringend um eure Meinungen, Erfahrungen und Kommentare!

Als Angehörige der Generation mit einer prädigitalen Kindheit, zudem noch im ländlichen Randgebiet einer kleinen Stadt, bin ich natürlich mit einer viel geringeren Medienpräsenz aufgewachsen, als es heute üblich ist: mit „nur“ drei Programmen, Kinderprogramm höchstens 15 Minuten am Tag, wenn überhaupt. Bereits zehn Jahre später, als meine Schwester ein kleines Mädchen war, war das alles schon ganz anders, und ich als damals vielleicht 15jährige war empört über die Großzügigkeit, mit der meine Mutter die kleine Schwester RTL schauen ließ: Kabelfernsehen! Da gab’s samstags morgens schon um 7 Uhr die ersten japanischen Zeichentrickserien. Ich fand es schauderhaft, für meine Schwester sind es schöne Kindheitserinnerungen.

Mit meinen eigenen Kindern ist der Umgang mit Medien gemäß der Zeit, in der sie aufwachsen, ein völlig anderer. Dennoch habe ich die Dinge im Kopf, mit denen ICH groß geworden bin, und die werde ich auch als Maßstab nicht los: zu viel Fernsehen schadet der kindlichen Entwicklung! Wir sind doch super groß geworden mit wenig Fernsehen, wieso nicht meine Kinder? Ich muss dosieren, vorauswählen, einschränken – zum Besten meiner Kinder!

Der Maßstab aber stammt aus den späten 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und die Wirklichkeit sieht heute ganz anders aus. Nicht nur ist das TV-Angebot ein viel umfassenderes, es gibt auch außer der klassischen Flimmerkiste noch tausend andere elektronische Verführungen, die es einzusortieren gilt – für die Kinder und für mich. Und: die Realität des kindlichen Alltags ist ohnehin im Durchschnitt eine völlig andere, als sie es während meiner Kindheit war. In allen Bereichen. Der Zugang zu digitalen Medien ist Normalität, auch für den kleinen Menschen des 21. Jahrhunderts. Die Herausforderung für die Eltern ist also, die eigenen Maßstäbe ins digitale Zeitalter zu übersetzen, anzupassen und neue Regeln zu finden, an die sich alle halten können.

Das Herzensmädchen hat zum ersten Mal ferngesehen, als sie 3 war und eine Lungenentzündung hatte: nur mit eingeschalteter Glotze war sie einigermaßen dazu zu bewegen, ihre angeordneten vier mal 15 Minuten Inhalierzeit mit dem Pari-Boy zu absolvieren. Mit schlechtem Gewissen kaufte ich eine Pingu-DVD und kramte meine alten Disney-DVDs raus, die ich sie portionsweise sehen ließ: Susi & Strolch, Aristocats, Cinderella. Und natürlich war es damit unwiderruflich um sie geschehen und wir konnten nie wieder in den unschuldigen Zustand zurück, in dem das Kind noch nicht wusste, was Fernsehen bedeutet: eintauchen in eine Welt, neue Welten entdecken, ein Teil einer Geschichte werden und sie intensiv mit erleben. Sie war angefixt.

Mit den kleinen Geschwistern ging das Ganze natürlich viel früher los, denn als der Lieblingsbub geboren wurde, war das Herzensmädchen bereits gute 4 und begann ungefähr während des ersten Lebensjahres des kleinen Bruders damit, unter der Woche täglich ca. 20 Minuten fern zu sehen. Für den Lieblingsbub war also das Vorkommen von Fernsehen Teil seines Alltags, seit er um die entsprechende Zeit wach und zugegen war, also etwa seit er 14 Monate alt war. Dasselbe gilt fürs Goldkind.

Mit jedem Kind mehr machte ich mir mehr Gedanken, was gut und nützlich oder auch einfach nur schön sein kann am Fernsehen und was zu viel ist, mal abgesehen von passenden und unpassenden Inhalten, nach denen ich die Sendungen immer vorsortiert habe. Ich habe mich auch, wie es nun mal meine Art ist, auf eine wissenschaftliche Art und Weise damit befasst: ich habe mich mit Pro und Contra belesen, die Ausführungen von Verharmlosern und Übertreibern verfolgt und immer versucht, meine eigene Haltung in einer guten Mitte zu finden und auch zu bei zu behalten.

Gelandet bin ich ungefähr hier: es gibt nunmal Fernsehen, damit muss man umgehen lernen. Das ist wie mit verbotenen Süßigkeiten – je mehr das Ganze verteufelt und entzogen wird, umso begieriger sind die Kinder darauf. Also habe ich sie kontrolliert schauen lassen und bin, vor allem bei neuen, unbekannten Inhalten, viel dabei geblieben, um zu sehen, wie sie das Gesehen aufnehmen.

Zwei Berlinmittekids beim "gucken" via iPad im Urlaub.

Zwei Berlinmittekids beim „gucken“ via iPad im Urlaub.

Außerdem wird Menge und Inhalt kontrolliert. Im Klartext heißt das, dass meine Kinder so gut wie noch nie tatsächlich Live-Fernsehen geschaut haben (außer, wenn Papa Fußball sieht!). Fürs Kinderprogramm gilt, wir suchen Wunschsendungen oder ausgewählte Dinge auf ausgewählten Kanälen gemeinsam aus und zeichnen das auf. Jedes Kind hat da natürlich seine Lieblinge. Und jeden Abend dürfen sie eine dieser ca. 15-20 Minuten langen Sendungen anschauen. Im Wechsel ist jeder mal mit Aussuchen dran. Was sie daher nicht kennen, ist das Einschalten zu einer festen Tageszeit, weil man sonst eine bestimmte Sendung verpassen könnte. Sie lassen nicht alles fallen, um pünktlich zu Yakari vor der Glotze zu sitzen. Wenn es Yakari sein soll, dann ist er eben auf der Festplatte und kann abgerufen werden. Oder auch nicht. Ebenfalls unbekannt ist ihnen das Prinzip des Umschaltens oder Einfach-Weiterschauens, wenn die ausgewählte Sendung vorbei ist. Danach kommt nämlich nix mehr, die Aufnahme ist zu Ende. Am Wochenende machen wir manchmal „Kinderkino“, dann wird gemeinsam eine DVD ausgesucht und eine ausführliche Pyjama-Party abgehalten. Unter der Kuscheldecke auf der Couch. Mit Popcorn! Soweit, so gut. Bis jetzt.

Denn inzwischen müssen wir noch mit ganz anderen Medien operieren: wir besitzen seit Jahren einen iPod und einen iPod Touch, außerdem zwei iPhones und inzwischen auch zwei iPads, wovon seit dem letzten Sommer einer, von allen möglicherweise unpassenden Apps gereinigt und mit einer Internetkontrollfunktion versehen, dem Herzensmädchen „gehört“ bzw. zur Verfügung steht. Eine Nintendo DS nennt sie seit ca. zwei Jahren ebenfalls ihr eigen und versenkte sich in alle neuen Devices mit Inbrunst.

Es brauchte also eine Erweiterung der Fernsehregel, die ja schon erprobt war und gut funktionierte. Jetzt galt es, die anderen elektronischen „Spielzeuge“ einzubauen und erneut zu bewerten: was ist gut und was ist zuviel? Können wir als Eltern permanent an Laptop und Ipad sitzen und aufs Iphone starren und von den Kindern glaubhaft Abstinenz fordern? Wieviel Sinn macht es, den Kindern zu predigen, zu viel Bildschirmzeit sei schädlich für sie und gleichzeitig selbst in jeder Situation online zu sein, Emails abzurufen, schnell was zu googlen?

Das Herzensmädchen nutzt „ihr“ iPad vor allem zum Musikhören, das heißt, sie ist hier zu Hause im W-Lan und greift auf mein Spotify-Konto zu, um Musik und Hörspiele zu hören. (Ja, an alle, die meine Playlists auf Spotify abonniert haben oder manchmal in Facebook oder Twitter verfolgen, was ich so höre: iiiich bin das nicht mit dem 150. Durchlauf von Gangnam Style oder Justin Bieber’s „Baby“!)
Wenn sie was für die Schule machen muss, benutzt sie mein Macbook unter meiner mehr oder weniger aufmerksamen Aufsicht (je nach dem, was die Kleinen dann gerade parallel so anstellen!).
Aber alles andere musste neu geregelt werden, denn da gibt es noch diverse Spiele und Mal-Apps, Skype-Gechatte mit Freundinnen, Filmchen und Fotos machen und bearbeiten etc. Die Bildschirmzeit hat sich also vermehrt: zusätzlich zu der knappen halben Stunde TV am Tag kommt jetzt noch die Nutzung von iPad und Nintendo.

Die neue Regel lautet also: eine Stunde Bildschirmzeit am Tag, aufgeteilt idealerweise auf eine halbe Stunde TV und eine halbe Stunde iPad/Nintendo. Die Zeit für Schularbeiten oder Musikhören wird nicht eingerechnet. Sie muss mir Bescheid sagen bzw. mich fragen, wenn sie ans Ipad geht, nach einer halben Stunde sage ich an, dass die Zeit um ist. Wenn sie dann entscheidet, dass sie weiter spielen/chatten etc. möchte, fällt TV für den Tag aus.

Das klappt mal gut und mal nicht so gut. Manchmal fällt ihr auch die Entscheidung schwer und es hilft ihr, wenn ich dann eingreife und ihr das abnehme. Und auf jeden Fall begreift sie, dass es nicht darum geht, ihr den Zugang aus Prinzip zu regulieren, sondern ihr einen guten Umgang damit bei zu bringen, der ihr nicht ihre Zeit auffrisst. Sie hat nämlich selbst schon festgestellt, wie sehr sie in den Sog geraten kann und dabei gar nicht merkt, dass sie jetzt alle freie Zeit damit verballert hat. Dabei wollte sie doch noch Fahrrad fahren, ein Bild zu Ende malen, Lesen, mit ihrer Freundin spielen etc.

Für den Moment sind wir also ganz okay im Umgang mit den Bildschirmmedien, sie und ich. Aber wie immer ist das älteste Kind das Versuchskaninchen in den Erziehungsfragen, während die beiden Kleinen schon genauestens beobachten, was hier wie läuft und versuchen, ihr Stückchen vom Kuchen abzukriegen.
Und auch hier werden neue Regeln notwendig, denn ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass die zwei alles mit i- vorne dran inzwischen mit links bedienen können, ohne dass es ihnen jemand jemals bewusst gezeigt hätte, im Gegenteil. Aber das Passwort, mit dem der Mann sein iPhone (und iPad) gesichert hat, ist bei den Kindern längst ins kollektive Wissen übergegangen, und in jedem unbewachten Augenblick entsperrt vor allem der Lieblingsbub eins der Spielzeuge, um Fotos zu machen (vornehmlich von sich selbst oder verschiedenen Einzelteilen seiner Person, was sehr lustig aussieht…) und irgendwelche Apps zu entern. Jüngst erwischte ich das Goldkind mit vom Lieblingsbub professionell entsperrtem iPad auf dem Schoß, lustig Temple Run spielend, wobei sie sich übrigens erstaunlich geschickt anstellte…

Die zwei halte ich im Moment damit in Schach, dass sie sich, wenn sie den ganzen Tag die Finger von iPads und iPhones lassen und keine unbefugten Zugriffe versuchen, abends jeweils 5 Minuten Spielzeit verdienen können. Außerdem haben wir die Passwörter geändert. Für den Moment reicht das.

Dabei ist mir jetzt schon klar, dass das hier erst die Spitze des Eisbergs ist und dass die ganze Thematik eine viel grundsätzlichere ist. Das Goldkind zum Beispiel sagte gestern abend wichtig: „Wenn ich mal so groß bin, dann kriege ich auch ein iPad. Und Kopfhörer. Und dann spiele ich auch in meinem Zimmer damit und arbeite, so wie Margareta. Und der Papa. Und du, Mama.“ Und damit hat sie genau den wunden Punkt getroffen: im Hause Berlinmittemom = „Haus Medienpräsenz“ lässt sich Medienabstinenz von den Kindern schwer einfordern, es sei denn, Mama und Papa überdenken ihren eigenen Umgang damit.

Wir haben deshalb jetzt auch immer konsequent handyfreie Mahlzeiten (meine Instagram-Essens-Fotos sind also eigentlich immer Latergrams…) und klappen die Macbooks abends erst auf, wenn die Kinder schon im Bett sind. Die Problematik bleibt aber: von der Wetter-App bis zum RSS-Reader, von den Emails bis zur Tageszeitung, von Ebay bis zu den Facebook, Twitter, Instagram und Google+ : die Erwachsenen in der Familie sind voll vernetzt und ständig online, wenn sie wollen. Und dass wir kaum mehr fernsehen hat wohl eher etwas mit dem schlechten Programm und den veränderten Konsumgewohnheiten zu tun, als mit freiwilliger Selbstkontrolle in Sachen Bildschirmzeit.

Was also weiter tun? Die Kinder peu á peu an einen „guten“ Umgang mit elektronischen Medien heranführen, okay. Aber was ist gut? Ich habe die Frage für meine Kinder und für den Moment beantwortet – vorerst. Denn sie werden größer und die Anzahl der Devices im Haus wird zunehmen, ebenso wie die Interessen sich verändern werden. Im Moment gehören wir ja sogar noch zu den wenigen, die keine Spielkonsole haben wie PS3, X-Box oder Wii – ich mag mir gar nicht ausmalen, was ich dann für Diskussionen führen und Überlegungen anstellen müsste!

Für uns geht es längst nicht mehr um die Frage, ob es auch nur ansatzweise vertretbar ist, ein zweijähriges Kind stundenlang vor der Glotze zu parken oder um die konsequente Einhaltung von diesbezüglichen Regeln. Es geht um die (durchaus nahe) Zukunft und um eine grundsätzliche Haltung zum Umgang mit Medien. Mit dem Internet. Mit Vernetzung. Mit den eigenen Daten.

Ich frage euch Eltern, wie macht ihr das? Wer von euch hat schon größere Kinder und muss sich mit dem Thema auseinander setzen? Was für Regeln stellt ihr auf, falls ihr das tut? Wie formuliert ihr sie, warum tut ihr das und wie haltet ihr sie ein?

Ich bin wirklich gespannt auf hoffentlich viele Kommentare und Erfahrungsberichte!

19 Kommentare

  1. Liebe Anna,

    darüber hätte ich neulich auch fast geschrieben – das ist tatsächlich ein komplexes Thema, und eines, das alle Eltern angeht.

    Ich plaudere hier mal etwas aus dem Nähkästchen: meine Kinder dürfen bei schlechtem Wetter, und im Winterhalbjahr, deutlich mehr ferngucken, als pädagogisch sinnvoll ist. Ich bin ja extrem alleinerziehend, habe keine Entlastung in Form von Familie oder gelangweilten Freunden vor Ort, und irgendwann habe ich mir mal gesagt, dass es besser für uns alle ist, wenn die Kinder etwas zu viel ferngucken und ich dafür nicht übellaunig, pampig und sogar fies zu ihnen werde. Es ist bei mir also eine Frage des geringeren Übels.

    Im Sommer, oder im Frühling und Herbst, wenn das Wetter gut ist, ist TV, Spieleconsole und PC gar kein Thema, bei allen drei Kindern. Die WII wird sowieso sehr selten benutzt, der Nintendo liegt auch meistens in der Ecke, und Computerspiele faszinieren bei uns keinen so richtig. Es ist also im Prinzip immer eine Fernseh-Frage, wenn ich über Medien nachdenke.

    Da meine drei ganztags im Kindergarten sind und auch der Hort/die Kita nur 30 Tage Schliesszeit hat, muss ich auch gar nicht so oft übers Fernsehen nachdenken. 🙂

    Herzlichen Gruss, Christine

    • Liebe Christine,

      danke dir für den Blick ins Nähkästchen. 🙂

      Das mit den Jahreszeiten kenne ich auch. Aber ich habe da manchmal das Gefühl, dass das ab und zu bei uns sehr kontraproduktiv ist: meinen bewegungsgeilen Sohn bei zu schlechtem Wetter mit TV ruhigstellen zu wollen, bewirkt dann des öfteren, dass er NACH dem Fernsehen erst recht die Wände hochgeht, weil er nicht ausgelastet ist. Ein Teufelskreis.

      Aber es stimmt: wenn das schöne Wetter draußen lockt, bleibt eigentlich von meinen auch keins vor der Kiste hocken. Anders ist es da schon bei der Großen mit dem allgegenwärtigen Internet (Fluch und Segen des W-Lan!). Ich bin gespannt, wie es diesen Frühling (so er denn jemals kommt…) und Sommer sein wird, sie hat nämlich ganz neu ein Samsung Galaxy Mini zum Geburtstag bekommen. Und ach, es ist ein Smartphone. Wie könnte es anders sein.

      Ich werde berichten.
      Liebe Grüße!

  2. Meine Kinder (4 und 6) dürfen nur am Wochenende und nur vormittags fernsehen, da ich die erfahrung gemacht habe, dass sie zu lange zu aufgewühlt und mit dem verarbeiten beschäftigt sind, um dann abends irgendwann auch zur ruhe zu kommen. Dabei gibts nur Filme aus der Konserve, Fernsehen gibt es nur bei den Omas. Wir haben weder Schüssel auf dem Dach noch Kabelfernsehen.

    An guten Tagen bleibt auch bei mir das Handy in der Tasche und der Computer aus, bis die beiden im Bett sind. Aber ich bin zu internetaffin, um mich wirklich konsequent vom Internet entfernt zu halten. Schließlich verdiene ich ja auch mein Geld damit.

    Ich bin gespannt darauf, welche Technik- und Konsumwünsche auf uns zukommen, wenn die Große dieses Jahr in die Schule kommt. Bisher sind wir von Spielkonsolen und co verschont geblieben.

    LG Tina

    • Liebe Tina,
      das ist auch genau mein Problem: der Mann und ich sind beide Online-Junkies, arbeiten in Onlinezusammenhängen, ohne Internet wäre das Leben nicht (mehr) denkbar. Wie will ich also den Kindern verklickern, dass für sie die Regeln andere sind? Also GANZ andere? Nicht nur den Umfang der Nutzungszeit oder die Intensität betreffend, sondern grundsätzlich?
      Ich finde das wirklich schwierig. Und bin ebenso wie du gespannt, wie das weiter geht.
      Ich bin auf alles eingestellt – theoretisch…

      LG Anna

  3. Hm, mein Sohn ist mit seinen drei Jahren ein typischer Digital Native: Kann meinen iPod mittlerweile instinktiv bedienen und weiß, wo „seine“ Apps sind. TV-technisch gucken wir nur ab und zu die Zoosendungen um kurz nach 16 Uhr im Ersten, und ab und zu erhascht er mal ne Runde Fußball. Allerdings mehr bei Mama als bei Papa. 😉 Ich versuche zwar, die Menge einzuschränken, aber für mich ist vor allem wichtig, dass das „Gucken“ so interaktiv wie möglich bleibt, d.h. ich stelle halt auf immer wieder Fragen und rede mit ihm. Was macht der Pingu da gerade? Wieso trägt der Tierpfleger den Vogel da zum Tierarzt? Wie viele Hunde sind da in der Zähl-App zu sehen? Erzähl mir mal, was in der Bob-der-Baumeister-Folge passiert ist! So ist es dennoch halbwegs ein Miteinander als nur Berieselung, hoffe ich. Wii kennt er, weil er gerne mal meinen Personal Trainer mimt, wenn ich das Wii Fit-Programm benutze. Und er ist ein harter Coach. 😉

    Ansonsten schließe ich mich Christine an: Auch bei uns kommt es manchmal vor, dass der Sohnemann eine Runde Pingu zu viel guckt, weil ich einfach gerade durchatmen muss – bei mir mangelt es zum Glück nicht an Unterstützung, da sind es mehr die mentalen Tiefs, bei denen ich dafür sorgen muss, dass alle Beteiligten möglichst unbeschadet hindurchkommen …

    Wie es weitergeht mit den neuen und alten Medien? Hm. Die Sache ist so im Wandel, ich kann mir da nichts konsequent vornehmen. Das Wichtigste ist eh, dass ich mich selber daran halte, nicht dauernd erreichbar zu sein und nicht alles sofort im Netz zu verbreiten. Und auch das klappt mal mehr, mal weniger und erfordert sicher in Zukunft wieder mehr Umdenken.

    Eins weiß ich aber schon jetzt: Wenn mein Kind dann mal ins Internet darf, soll er verinnerlicht haben, dass das, was man im Web sagt, auch im echten Leben Konsequenzen hat. Dass man vorgeben kann, jemand anderes zu sein, davon aber beim besten Willen nichts hat und vor allem eh früher oder später davon eingeholt wird. Und dass er immer im Hinterkopf haben soll, dass am anderen Ende der Leitung auch ein Mensch sitzt.

    • Danke für deine Gedanken!

      Das ist ein ganz wichtiger Punkt, über den ich auch schon viel nachgedacht aber noch nichts dazu aufgeschrieben habe: authentisch sein, echt sein im Netz. Ich persönlich finde das wahnsinnig wichtig, und es ist eins von diesen virtual insanity-Dingen, die mich immer schon irre gemacht haben: dass es immer diese Leute gibt, die denken, sie könnten sich virtuell einen Ton herausnehmen, den sie im echten Leben niemals anschlagen würden, geschützt durch eine Pseudo-Anonymität. Ganz schwieriges Thema.
      Bei der Großen fängt es hier ja schon an: via Skype kriegte sie zum Beispiel grade so einen komischen Kettenbrief von einer Freundin, der schon ein bisschen gruselig war und einen ganz fiesen Ton hatte. Den hat sie auch vor lauter Schreck mal schön weitergeleitet: an Oma, Opa, Patenonkel usw. Das Echo war natürlich dementsprechend, so dass das Thema dadurch auch auf den Tisch kam und wir dann in Ruhe mal darüber sprechen konnten.

      Ich hoffe einfach, dass man immer so nah dran bleibt an den eigenen Kindern, dass man solche Sachen mitbekommt und reagieren kann.

      Was du übers Interagieren vs. Berieselung sagst, finde ich schön. Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt, vor allem, je kleiner die Kinder sind. Dabei bleiben und drüber sprechen.

      Aber das ist wahrscheinlich überhaupt eine Erziehungs-Weisheit, online wie offline, oder?

      Liebe Grüße!

  4. Diana sagt

    Bei uns läuft es ähnlich wie bei euch. Wir nehmen jeden Tag ca. 2 Sendungen vom KIKA auf, die ich auf der Homepage, unter Berücksichtigung der Interessen der beiden Großen, ausgewählt habe. Die sind immer fest eingespeichert. Über Wochen…
    Die gehen in der Regel jeweils 20 -30 Minuten. Die dürfen sie am Tag auch schauen, entweder gemeinsam eine oder jeder darf eine auswählen, wenn sie getrennt schauen. Aber dann wann es zeitlich passt und nicht wann sie gerade im TV kommen. (So kann ich sie auch mal früher ins Bett bringen…)
    PC und iphone werden hier gleich gewertet. Spielen sie an den Geräten was, ist die Bildschirmzeit um (noch…).
    Der Kleine interessiert sich noch nicht so sehr dafür. Meist geht er nach 10 Min TV von alleine wieder spielen. Vielleicht weil er mit den Sendungen der Großen nicht viel anfangen kann?
    Wir haben bewusst keine privaten Sender eingespeichert. Nur die öffentlichen. Mal sehen wie lange das noch gut geht… Ich bin sicher irgendwann können wir die Kinder nicht mehr komplett davon fernhalten auch die blöden privaten kennen zu lernen…
    DVDs dürfen sie zwischendurch gucken. Dann auch mal eine in einem Rutsch. Und das auch mal unter der Woche (Krankheit, Regen, nix los…).
    Spielkonsolen, Nintendo usw gibts noch nicht hier. Wäre zu schön, wenn das so bleibt. Bisher besteht daran kein Interesse.
    Wir Eltern sehen so gut wie gar nicht fern, aber ich weiß, dass wir mit iphone und Internet kein gutes Vorbild sind… Mist!

    • Hört sich so an wie bei uns. Und ich glaube, was Natalie schreibt ist wichtig: dabei bleiben, dran bleiben, mitreden, ein Aktivität draus machen und nicht einfach nur Anschalten/Abschalten.

      Was das Vorbild angeht: ich bin mir so unsicher. Eigentlich könnte so ein Vorbild ja auch ein gutes sein, solange man es als Eltern schafft, die Prioritäten richtig zu setzen. Konsequent. Oder?
      Ach, wir werden da noch viel erleben, denke ich! 😉

  5. Caro sagt

    Liebe Anna,
    ich bin von deinem Bericht begeistert, denn du triffst es auf den Punkt. Wir denken an unsere Kindheit zurück und sind der Meinung dass damals alles anders-irgendwie besser war.Das Kinderprogramm von heute finde ich abscheulich. wo sind die schönen sachen von früher hin?
    Aber diese schönen sachen von früher sind deshalb so schön für mich weil sie meine Kindheit prägen,weil ich gerne an diese Zeit zurückdenke.
    Unsere eigenen Kinder werden andere Sendungen gucken die wir wahrscheinlich abscheulich finden, aber die bei unseren Kindern genau die selben Erinnerungen wach rufen werden, wie es bei uns heute der Fall ist.Bei der Wahl der Sendungen muss auch gesagt werden, dass Kinder einige Dinge anders wahrnehemn als Erwachsene das tun. Eine Sendung die für uns irgendwie grausam ist, wird von Kindern nicht als solches empfunden . ( beispiel viele von mir geliebte Walt Disney Filme, so kann ich heute König der Löwen kaum noch gucken ohne das Wohnzimmer unter Wasser zu setzen. Kindern geht das nicht so.)
    ich finde den Umgang wie er bei euch im Hause stattfindet eigenltich sehr Beispielhaft. so ist doch alles drin was wichtig ist ( Tv, Pc oder auch mal ne Spielekonsole) und trotzdem noch genug Zeit für andere Dinge. ich finde, dass es wie bei so vielen Dingen im Leben auf die Mischung ankommt. Ein Kind von heute OHNE jegliche Medien zu erziehen halte ich für genauso schädlich wie den übermäßigen Konsum dessen. Müssen wir ja auch an die Zukunft denken. Unsere Kinder werden es schwer haben einen Job zu finden ohne Pc Kenntnisse.
    Und die abendlichen Kuschelstunden vor einem Zeichentrickfilm, wenn man sich mit Freundinnen, Decken und Gummibärchen auf die Couch kuschelt, sind einfach so schön dass sie zwischendurch mal sein müssen!

  6. Doro sagt

    Ein Thema, das mir auch viel Kopfzerbrechen bereitet. Ich will meine Kinder auch nicht in eine Außenseiter-Position bringen. Zunächst verhalte mich mal ganz passiv. Gottseidank ist mein Großer naiv. Er kennt „Cars“ und „Spiderman“ etc. irgendwie aus dem Kindergarten, aber dass man das auch gucken kann, das schnackelt er noch nicht. Und ich werde es ihm bestimmt nicht sagen! Sobald er aber irgendwie anfängt zu leiden, weil alle Kinder XY gucken/ spielen – nur er nicht – dann werde ich wohl irgendwie was unternehmen müssen. Oder wäre es fairer, ihn nicht erst ins Hintertreffen geraten zu lassen? Keine Ahnung. Aber was das Große und Ganze angeht: Ich denke, solange die Kinder ein einigermaßen vorbildhaftes Medien-Konsum-Verhalten bei den Eltern sehen, kann nicht viel schief gehen. Ganz ähnlich wie beim Essen. Das hoffe ich zumindest. Wenn sie sehen, dass Fernsehen nicht nur zum Abschlaffen da ist, dann ist das schon mal gut. Und dass das Internet eine hilfreiche Funktion ist und kein Selbstzweck. Dazu gehört dann aber auch, dass die Eltern sich ein bisschen zusammenreißen und den eigenen Konsum bewusst regeln. Im Nachhinein ist man ja auch selbst sauer mit sich, wenn man zu viel Zeit online verbringt. Oder?
    Man muss ja auch mal bedenken, dass wir bald die totalen Medien-Loser in den Augen unserer Kinder sind und dass wir dann gar nicht mehr verstehen werden, was unsere Kinder im Netz so treiben. Wahrscheinlich ist Twitter und Facebook in 10 Jahren nur noch was für alte Säcke, total uncool.

  7. Pingback: Kinder – Webnews vom 18. März 2013Kidsclub | Kidsclub

  8. Unser Lieblingskind ist zwar erst 1 1/2, aber der Lieblingsmann ist durch und durch Fernsehmann und auch beim Heimatsender tätig. Da ist es schwer. Das Kind liebt bereits Yakari (das Buch mit der Tippfunktion für Indianergesang und Wiehern von kleiner Donner reicht ja nicht) und ganz ab und zu Sonntags, wenn einer von uns noch ein wenig länger Augenpflege braucht, darf er mit uns auf einem unserer i-s via Youtube eine Folge sehen. Und er liebt Fußball. Aber: er durchsucht bereits die Tageszeitung nach brauchbaren Fußballbildern. Wenigstens ein klassisches Medium… Mal sehen, wo das so hingeht. Wir Großen schauen nur am späteren Abend fern, meistens Nachrichten und Tatort via mediathek. Aber, dass wir gucken, weiß er…

  9. Marie 3013 sagt

    Liebe Anna,

    vielen Dank für die ausführlichen Einblick in deine Auseinandersetzung mit dem Medien-Thema! Als Kindheitspädagogin und 3-fache Tante aus Leidenschaft beschäftige ich mich seit geraumer Zeit ebenfalls mit dem komplexen Thema. Ich denke, dass Medien, auch die jeweils neuesten Medien wie Tablets, zur Lebensrealität und -Welt von Kindern gehören, wie hier bereits oft deutlich geworden ist. Kinder können sie im familiären Umfeld sowie in institutionellen Rahmen wie der Kindertagesstätte und der Schule fast schon selbstverständlich verwenden. Die entscheidende Frage ist somit nicht, ob, sondern wie, in welchem Alter, unter welchen Rahmenbedingungen, in welchem Umfang und zu welchen Anlässen Kindern der Zugang zu welchen Medien ermöglicht werden kann und sollte. Es muss also darum gehen, Kindern Möglichkeiten und Anregungen zu geben, kreativ und phantasievoll mit den neuen Medien umzugehen. Die Welt – und nicht nur die digitale Welt – wird ständig komplizierter und Kinder suchen Orte und Gelegenheiten, sie besser zu verstehen, um sie mit zu gestalten. Deshalb ist es ja auch selbstverständlich wichtig, die Zeit im Blick zu behalten und auch die Art von Apps, mit denen sich die Kinder beschäftigen. Bei meiner Suche nach sinnvollen Apps, die diese Kriterien erfüllen, bin vor kurzem auf eine sehr innovative Lern-App gestoßen – Toywheel – die Kinder entsprechend ihres Alters auch dazu anregen soll, ihre Freizeit auf vielfältige Weise zu gestalten. Meine 5-jährige Nichte war ganz begeistert von den Bastel-Tipps und hat ihre eigenen Ideen daraus entwickelt. D.h. diese App regt eben nicht nur an, die Zeit vor dem Gerät zu verbringen, sondern verbindet den Umgang mit Medien mit dem Erwerb unterschiedlicher Kompetenzen für den Alltag, teilweise auch in Interaktion mit Eltern oder Freunden aber es gibt auch viele Aktivitäten, die für die Autofahrt etc. geeignet sind. Vielleich schafft man mit dieser Art von Angeboten den erwünschten Spagat zwischen Medien und ganzheitlichem Lernen…

    • Marie 3013 sagt

      .. Ach ja, außerdem bin ich bei der Recherche auch auf den Entdeckertag in Berlin am 25.08. gestoßen. Hier können Kinder wohl alle möglichen Dinge und Spielideen ausprobieren. Schaut mal im Betahaus Berlin von 10-14 Uhr vorbei. Der Eintritt ist frei!

  10. Bei uns hängt das sehr vom jeweiligen Kind ab. Die Mädels nutzen Notebook, Smartphone und TV, wenn es ihnen passt – die haben nämlich auch noch andere Hobbys, so dass sich die Zeiten in m.E. sinnvollen Grenzen halten. Der Hahn im Korb muss sich hingegen gewissen Regeln unterwerfen, da er sonst kein Limit finden würde.
    … und die Jüngste? liebt Musik, Kuscheltiere und Mia and Me – alles andere interessiert (noch) nicht.

  11. Tja, bei uns liegt das alles noch ganz anders. Ich habe eine Webagentur. Und durch meinen Beruf als staatl. anerkannter Erzieher spezialisiert für Webseiten mit Kinder/Jugend-Content.

    Meine Agentur ist bei uns unterm Dach. Meine beiden (M,6 & J,3) sehen Papa also täglich am Bildschirm arbeiten. Und logisch…permannent online. Tablet, Smartphone, PC, Notebook..Ihr wisst schon 🙂

    Für die beiden also wirklich etwas alltägliches. Schwer war es immer, den beiden klar zu machen das ich arbeite.

    Meine 6-jährige hat jetzt ein ausrangiertes Notebook von mir bekommen. Das darf sie benutzen um mit Spotify Musik zu hören. Wenn sie fragt, darf sie am Tag eine Folge Horseland auf YT gucken. TV ist eigentlich immer nur dann ein Thema wenn langweile aufkommt. Macht man ihr dann ein spannendes Angebot ist TV sofort wieder vergessen.

    Mein Kleiner hat überhaupt kein Interesse an dem „Zeug“. Das wichtigste für ihn ist, dass sein Ball nicht platt ist. Ob Regen, Schnee, Sonne…der kleine Mann ist immer nur draußen und versinkt in seinen Bilderbüchern.

    Aber eines wußte ich immer von Anfang an. Meinen Kindern sollte es nicht so gehen. Für meine Eltern (ich selber bin Jahrgang 66) war alles Elektronische Teufelszeug.

    Aber….Jetzt, wo wor relativ weit auseinander wohnen, haben meine Eltern zumindest den Vorteil von Skype kennen gelernt. 🙂

    Und ich bin meinem Vater dankbar, dass er mit 75 anfing sich für Notebooks zu interessieren. So kennen meine Kinder Oma und Opa nicht nur von Bildern und zur Weihnachtszeit.

  12. Pingback: raus aus dem rapunzelturm, ran an die smartphones ::: medienkompetenz mit kindern

  13. Christine sagt

    Der Eintrag ist jetzt zwar schon ein Jahr alt, ich gebe aber einfach trotzdem mal meinen Senf dazu. Ich habe (noch) keine eigenen Kinder, allerdings Geschwister, zu denen ich einen großen Altersunterschied habe – ich könnte ihre Mutter sein und übernehme in vielen Belangen auch einen Teil der Mutterrolle.

    Ich selbst bin ohne Fernsehen (wir hatten keinen) und Computer (wir haben einen bekommen, als ich 12 war) aufgewachsen. Das war für meine Generation zwar nicht vollkommen abnormal, aber doch eher ungewöhnlich. Die meisten Kinder konnten fernsehen und auch einen Computer nutzen. Als ich älter wurde (ca. ab Teenager-Alter), brauchte ich Zugang zu Internet und Computer (für schulische Zwecke). Ich (=vollkommener Analphabet, was digitale Medien angeht) hatte innerhalb allerkürzester Zeit raus, wie was funktioniert. Die Benutzung von Computer, Tablet & Co. ist ja mittlerweile so intuitiv gestaltet, dass du schon fast nichts mehr falsche machen kannst. Was den zeitlichen Umgang damit angeht: Anfangs (so die ersten paar Wochen) habe ich es echt übertrieben. Aber dann war ich „übersättigt“. Und auch heute ist es noch so, dass ich nach spätestens einer Stunde den Computer ausschalte, weil ich das Bedürfnis dazu habe.
    Meine Geschwister wachsen natürlich nicht mehr ganz so strikt auf. Meine Eltern sind „weicher“ geworden und natürlich sind mittlerweile auch die entsprechenden Geräte (Lapop, Tablet, Smartphone) im Haus. Die drei Kleinen (4, 6, 11) dürfen MAL eine Dvd gucken oder sonntags die Sendung mit der Maus. Die 11-jährige darf MAL an den Computer und eine e-mail schreiben oder was für die Schule nachgucken. Tablet spielen ist die absolute Ausnahme und wird höchstens mal als Belohnung oder während langen Fahrten rausgerückt. Wir haben eine Wii, aber die ist nicht so interessant. Fragt man das Mädchen, ob sie für 40€ ein Wii-Spiel oder für 40€ Bücher haben möchte, so fällt die Antwort ganz deutlich zugunsten von Letzterem aus 😉

    Ach, und zum Thema Smartphone: Ich habe einen Laptop, ich habe einen Tablet, ich habe einen Ipod, aber was ich nicht habe und auch nicht haben möchte, ist ein Smartphone. Ich hasse, hasse, hasse es, wie die meisten Leute ständig an ihrem Smartphone kleben. Ich will auch gar nicht immer und überall erreichbar sein, Facebook und e-mail reichen mit zu Hause und im Büro.

    Vielleicht sind wir nicht unbedingt beispielhaft, weil ich denke, dass meine Geschwister auch nicht unbedingt die typischen Kinder sind, die total auf sowas anspringen – insofern ist es auch leichter, die Bildschirmzeit zu limitieren.
    Aber wir sind auch ein Beispiel dafür, dass viele Wege zum Ziel führen und niemand sich Gedanken machen muss, weil er noch nicht damit begonnen hat, sein 7-jähriges Kind an einen bewussten Umgang mit digitalen Medien zu gewöhnen.

    Liebste Grüße!

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