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winterwetter, suppenwetter ::: goldkinds liebste goldgelbe kürbissuppe

Eigentlich wollte ich nicht mehr übers Wetter meckern, obwohl mir jeden Tag der Hut hochgeht angesichts des Skifahrwetters draußen: blauer Himmel, eiskalter Wind, knirschender Schnee unter den Schuhen und -8°. Frühling, ich sehne mich schmerzlich nach dir!

Aber so lange der Frühling nicht da ist und wir ständig alle so frieren müssen, ist und bleibt es Suppenwetter. Es gibt doch nichts besseres, als von draußen rein zu kommen, zum Beispiel vom Schlittenfahren (im März!), eiskalte Hände und Wangen zu haben und dann eine heiße Suppe zu bekommen. Ich glaube, daher rührte auch der Wunsch des Goldkinds, das sich am letzen Wochenende ihre liebste Kürbissuppe wünschte. „Mit Knusper drin, Mama!“ Gesagt, getan. Kürbisse gibt’s auf dem Biomarkt am Kollwitzplatz gefühlt immer, und so war die Beschaffung der Zutaten schnell erledigt und ich konnte, im Dienste des Goldkindwohles, loslegen.

Und da ich diese Woche den Küchenpost noch schulde, kommt hier für euch das Rezept der liebsten Wintersuppe im Hause Berlinmittemom.

Kürbis, Karotten, Ingwer

Kürbis, Karotten, Ingwer

Kürbissuppen sind kein Geheimnis. Es gibt tausend und ein gutes Rezept für Kürbissuppe, es gibt sie deftig mit Speck oder fein, es gibt sie fruchtig mit Mango oder scharf mit Chili. Und hier gibt es heute die Lieblingsvariante der Berlinmittekids: die goldgelbe Kürbissuppe mit den drei K: Karotten, Kokosmilch und Kürbiskernöl.

Man braucht:

– 1 mittelgroßen Kürbis. z.B. Hokkaido
– 2-3 große Möhren
– 1 große Zwiebel
– 1 fingerlanges, daumendickes Stück Ingwer
– 1 Handvoll Kürbiskerne
– 1 l heiße Gemüsebrühe
– 500 ml Kokosmilch
– Meersalz, Pfeffer, Öl zum Anbraten
– einen Schuss gutes Kürbiskernöl zum Anrichten

So geht’s:

1. Den Kürbis zerteilen und die Kerne und Fasern auslösen. Ich nehme dafür immer einen etwas scharfkantigeren Suppenlöffel. Die gesäuberten Teile in grobe Würfel schneiden.

2. Die Möhren, die Zwiebel und den Ingwer schälen und kleinschneiden. Die Möhren in etwa gleich große Stücke wie den Kürbis, die Zwiebel und den Ingwer in feinere Würfel. Die Gemüsebrühe erhitzen oder zubereiten. Ich habe mir neulich mal die Mühe gemacht, frisch gemachte Gemüsebrühe einzufrieren, aber ich nehme sehr oft auch den fertigen Fond aus dem Glas. Hier passt auch übrigens sehr gut ein Schuss Weißwein, allerdings wirklich nur ein Schuss, sonst „beißt“ sich das mit der Kokosmilch später.

3. Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel- und Ingwerwürfel darin glasig andünsten, dann zunächst die Möhren, nach 1-2 Minuten dann die Kürbiswürfel dazu geben und andünsten. Salzen und mit der Brühe löschen. Hitze reduzieren und etwa 20-25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Die Garzeit hängt von der Größe der Kürbiswürfel ab.

Kürbiswürfel, Karottenstücke, Ingwer und Zwiebeln beim Andünsten

Kürbiswürfel, Karottenstücke, Ingwer und Zwiebeln beim Andünsten

4. In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in der trockenen Pfanne unter ständigem Rühren rösten.

5. Wenn das Gemüse so weich ist, dass es sich mit der Gabel leicht zerdrücken lässt, den Topf vom Feuer nehmen und alles mit dem Pürierstab fein pürieren. Kokosmilch angießen und nochmal 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine Prise Chili schmeckt übrigens auch hervorragend, lasse ich aber wegen der Kinder meist weg.

Jetzt ist die Suppe fertig: heiß, goldgelb und köstlich. Da ich den süßlichen Kürbis-Möhren-Geschmack alleine zu fade finde, salze ich relativ kräftig mit Meersalz nach und gebe außerdem gerne frische Kräuter zum Anrichten dazu, die das Ganze ein bisschen aromatisieren.
Pro Teller kommt eine kleine Spur Kürbiskernöl in die Suppe, darüber die gerösteten Kürbiskerne und die Kräuter der Wahl. Diesmal habe ich, in Ermangelung von etwas anderem, frisches Basilikum ausprobiert. Ich fand die Kombination sehr gut, nehme aber normalerweise entweder Kresse oder Koriander, was den asiatischen Touch noch ein bisschen betont.

Goldgelbe Kürbissuppe mit knusprigen Kürbiskernen und Basilikum

Goldgelbe Kürbissuppe mit knusprigen Kürbiskernen und Basilikum

Goldkind war jedenfalls zufrieden und alle anderen fanden es ebenfalls lecker.

Allerdings möchte ich jetzt bitte, dass das Suppenwetter weg geht. Ich möchte Frühling, auch auf dem Teller! Ich male mir schon Gerichte mit grünem Spargel aus, Salate voll mit frischen Kräutern und grüne Pasta mit knackigen Bohnen, Tomaten und Sardellen…!

Vielleicht müsst ihr euch das Suppenrezept noch ein bisschen aufheben, weil plötzlich das Wetter ganz wunderbar wird und wir alle nur noch im Freien essen und knackiges Gemüse und köstlich mariniertes Fleisch auf unsere Grills werfen? Wäre das nicht herrlich?

So wie es jetzt aussieht, ist das allerdings noch nicht in greifbarer Nähe. Wenigstens ist die Suppe für ein gutes rheinisch-katholisches Mädchen wie mich auch ein perfekt passendes Gericht für den Karsamstag, nämlich fleischlos. Und bei dem vielen vorösterlichen Schnee in der ganzen Republik wärmt sie ganz prima, wenn man vom Eiersuchen wieder ins Haus kommt. In Moonboots.

Ich gebe mich jetzt ans fröhliche (wenn auch späte) Eierfärben mit den Kids und wünsche wunderbare Ostertage mit den Liebsten und jede Menge Sonnenstrahlen zum Schneeschmelzen!

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