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nordliebe ::: sechs fragen an helene stolzenberg

Vor einiger Zeit bekam ich eine Email von einer Leserin. Das passiert mir jetzt nicht so selten und freut mich natürlich immer, aber in diesem Fall entstand daraus etwas besonders Schönes, nämlich ein ausführlicher Emailwechsel und in der Folge dieser Artikel.

Wer mir da schrieb war Helene Stolzenberg, Gründerin und Inhaberin von Nordliebe, einem ziemlich neuen Online-Shop für Kinder, der die Liebe zu skandinavischem Design wiederspiegelt und in den ich mich gleich beim „Betreten“ verliebt habe. Denn Helenes wunderschöner Shop ist allein schon von der Aufmachung her dazu angetan, einer meiner Lieblingsplätze zu werden.

Nordliebe öffnet die Tür zu skandinavischer Kindermode genauso wie zu Kleinmöbeln im Retrodesign oder klassischen Geschirrserien. Hier gibt es viel Besonderes für Kleine und für Große, und ich habe ehrlich gesagt ganz schön viel Zeit damit verbracht, ausführlich durch die einzelnen Kategorien zu schlendern.

Wer hier schon länger mitliest, hat sicher längst mitbekommen, dass ich meistens und vor allem ausführlich auf der Suche nach schönen Kindersachen bin, wenn ich die Onlineshops durchforste. Typisch Mama. Ein paar meiner dänischen Lieblingslabels fand ich auch gleich bei Nordliebe, dazu einige mir bisher unbekannte Marken, die definitiv das Potential haben, zu Lieblingslabels aufzusteigen. Und ja, meine Vorliebe für skandinavische Kindermode ist ungebrochen. Ich war also entzückt darüber, zum Beispiel Aya Naya hier zu finden und habe mich gefreut, so ein tolles rockiges Label entdecken zu können, wie Rockefella. Und natürlich hatten sofort meine Kinder was davon.

Diese zauberhafte Bluse von Aya Naya kann mein Goldkind jetzt ihr eigen nennen. Sie sagt jetzt schon, es sei ihre Lieblingebluse und ich muss sie ihr mehr oder weniger vom Leib reißen und in die Waschmaschine diskutieren, damit sie sie überhaupt wieder her gibt. Und das, wo sie sonst so auf Kleidchen fixiert ist! Und der Lieblingsbub, der ja neuerdings so cool ist, dass es hinter ihm schneit, wenn er irgendwo lang geht, hat einen echten Rabauken-Gürtel bekommen – ein Prunkstück von Rockefella aus Stockholm.

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Aber Nordliebe ist so viel mehr als nur ein Shop für Kindermode oder überhaupt: „nur“ ein Shop für Kinder. Meine Designvorliebe wird hier befriedigt, meine Liebe zu schönen Einrichtungsgegenständen, ebenso wie die Liebe für verspielte Details.

Es ist offensichtlich: dass Helene sich bei mir gemeldet hat und mir ihren Shop vorstellte, passt wie die Faust aufs Auge, und ich freue mich sehr, dass ich Nordliebe und ihre Gründerin heute auf dem Blog habe und euch ans Herz legen kann. Und weil ich es anders machen wollte als in einer meiner sonstigen Shopvorstellungen, habe ich sie ein paar Dinge über Nordliebe gefragt.

Hier also meine sechs Fragen an Helene und in ihren Antworten ein schöner Einblick in die Entstehung und die Bedeutung von Nordliebe.

1. Eine kurze Selbstbeschreibung: Wer bist du?

Ich heiße Helene, bin eigentlich Beraterin für Public Relations und Public Affairs, bin alleinerziehende Mama einer dreijährigen Tochter und Gründerin von Nordliebe.

2. Wie kam es zur Gründung von Nordliebe?

Ich habe früher in einer Agentur gearbeitet. Doch nach der Rückkehr aus der Elternzeit musste ich leider feststellen, dass sich das Alleinerziehenden-Dasein ohne Großeltern in Berlin nicht unbedingt mit dem stressigen und arbeitsreichen Agenturalltag verträgt. Ich habe es ein Jahr lang probiert und war am Ende völlig ausgebrannt. Ich habe meinen Job gekündigt, ganz ohne Plan und mir erst mal Zeit genommen mich neu zu sortieren. Ich hatte schon lange den Plan von einem Shop wie Nordliebe, aber weder Zeit noch Mut. Doch je mehr ich in mich ging, desto klarer wurde mir: Wenn ich das jetzt nicht mache, dann werde ich das immer bereuen, so ein “now or never”-Moment. Die Zeit der Gründung und die davor war schon ziemlich hart. Man muss schon sehr an eine Sache glauben, um so einen Schritt zu gehen. Es gab viele Abende, an denen ich voller Zweifel alleine am Küchentisch saß. Aber ab dem Tag, an dem Nordliebe online ging, wusste ich, dass es so richtig war. Ich habe diese Entscheidung seitdem keine Sekunde bereut.

Nordliebe ist wirklich ein Herzensprojekt. Ich wollte, dass der Shop genau so aussieht, deshalb habe ich auch das Design selbst gemacht. Alleine das Logo hat ewig gebraucht. Mein Programmierer hat mich sicherlich das eine oder andere Mal verflucht weil ich einfach so darauf festgelegt war, wie der Shop funktionieren sollte. Aber es ist wichtig, dass man es so macht, wie man es für richtig hält. Ich habe mir sehr viele Shops angeschaut und überlegt, was gut ist und was man besser machen könnte. Nordliebe sollte schön und schlicht sein. Kein unnötiger Schnickschnack, weder im Design noch in der Bedienung. Die Produkte stehen immer im Vordergrund, darum ist der Rest so reduziert. Wir sind damals tausendmal durch den Shop und durch den Bestellprozess gegangen und haben immer wieder was rausgeschmissen, so lange, bis nur noch das wirklich Nötigste da war.

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3. Wieso skandinavisches Design?

Ich habe schon sehr früh meine Liebe zu Skandinavien entdeckt. Auf meinen Reisen habe ich so schöne Dinge gefunden, die es hier einfach nicht gibt. Skandinavisches Design ist einfach unvergleichlich: zeitlos, simpel, fröhlich. Viele Designklassiker kommen aus Skandinavien und sind bis heute modern geblieben. Außerdem haben die Skandinavier einen unvergleichlichen Kleidungsstil. Sie haben einfach Spaß an Mode und das zeigen sie auch. Das fehlt mir hier oft.

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4. Auf was achtest du bei der Auswahl der Produkte für deinen Shop?

Ich achte zuerst einmal darauf, dass ich Dinge finde, die man hierzulande nicht oder nur sehr selten bekommt. Ich bin viel in Skandinavien unterwegs, treffe Händler und Designer, treibe mich auf Messen und Flohmärkten und in kleinen Boutiquen herum. Für mich ist alles interessant, was ein gutes Design hat. Das können neue Artikel oder Retro-Designs sein. Ich verkaufe nur, was mir gefällt und woran ich glaube. Dann achte ich natürlich auf ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Es gibt sicherlich viele tolle Artikel, die in Skandinavien sehr begehrt, aber für den deutschen Markt einfach zu teuer sind. In Skandinavien ist man insgesamt eher bereit mehr Geld für Design auszugeben, weil es als eine Investition angesehen wird und weil es einen großen Respekt für die Leistung des Designers gibt. Und letztendlich lege ich Wert darauf, dass die meisten Produkte nicht nur fürs Kinderzimmer sondern auch für die Zimmer der Großen geeignet sind bzw. mitwachsen.

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5. Was sind deine Lieblingsprodukte in deinem eigenen Shop?

Ich mag am liebsten die Kreationen der schwedischen Designerin Ingela P. Arrhenius, die schlichten maritimen Designs von emma & malena und eigentlich alle Poster und Drucke. Denn mit einem guten Bild kann man einen Raum ganz schön verändern und es gibt viel zu wenige schöne Bilder fürs Kinderzimmer.

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6. Was wünschst du dir für Nordliebe?

Dass Nordliebe weiter so fleißig wächst und bald ein paar Geschwisterchen bekommt. Ich habe da schon einige Ideen…

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Ich bin jedenfalls auf Helenes neue Ideen sehr gespannt und hoffe, dass ich noch viel und lange von Nordliebe und den kleinen Geschwistern hören und sehen werde. Einstweilen werde ich meine Kids in ihren neuen Nordliebe-Errungenschaften bewundern und weiterhin mit ein, zwei, sieben Sächelchen im neuen Lieblingsladen der Woche liebäugeln.

Ihr auch?

Liebe, Licht und Erbsen für alle!

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