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Zarte Mandelherzen, Weihnachten in meinem Backbuch, Plätzchenrezepte bei Berlinmittemom

Ich backe selten. Nicht, dass ich nicht gerne backen würde, aber eigentlich beschränken sich meine Backaktivitäten auf besondere Anlässe. Ich backe zu Geburtstagen, wenn ich liebe Menschen eingeladen habe, zur Einschulung, zur Taufe, zu Geburten und zu Abschlussfeiern. Aber einen meiner Lieblingsanlässe zum Backen zelebriere ich jedes Jahr aufs Neue und freue mich schon wochenlang darauf: Weihnachten.

Im letzten Jahr habe ich so unsortiert gepostet in der Vorweihnachtszeit, dass ich keine Luft mehr hatte, um meine Lieblingsplätzchenrezepte zu verbloggen. Dafür gibt es in diesem Jahr die Mini-Serie Weihnachten in meinem Backbuch, in der ich euch ein paar meiner Lieblingsplätzchen-Rezepte vorstellen möchte. Ich weiß, es gibt sicher ausgefallenere Rezepte, sorgfältigeres Styling und überhaupt alles „more fancy“ als in meinem kleinen selbst zusammen gestellten Backbuch, aber dafür sind meine Rezepte alltagstauglich, eifrige kleine Helferhändchen schaden den Projekten nicht und ich versprechen – es ist alles saulecker.

Heute starte ich die Serie also mit einem Plätzchenrezept meiner Mama: es gibt zarte Mandelherzen.

Zarte Mandelherzen, Weihnachten in meinem Backbuch, Plätzchenrezepte bei Berlinmittemom

Das ist ein Rezept, das meine Mutter erst in den letzten Jahren ihres Lebens entdeckt und gebacken hat, so einfach es auch ist. Dafür kamen die zarte Mandelherzen aber gleich bei allen Plätzchenverzehrer*innen so gut an, dass sie sie fortan jedes Jahr aufs Neue backte, in ausreichenden Mengen zum Verschenken und selber essen. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass der zugrunde liegende Teig sich auch gut mal einen Tag im Kühlschrank hält: für die doppelte Menge Plätzchen muss also nicht gleich der ganze Teig mit einem Mal verbacken werden.

Das braucht ihr für 2 Bleche zarte Mandelherzen:

  • 250g Butter
  • 150g Puderzucker
  • 2 Eigelb
  • 100g ungeschälte gemahlene Mandeln (geht auch mit geschälten, dann wird aber der „Mandeleffekt“ nicht so intensiv)
  • 350g Mehl
  • ca. 150 ungeschälte Mandeln am Stück

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Und so wird’s gemacht:

1. Abgewogenes Mehl in eine ausreichend große Schüssel oder auf die saubere Arbeitsfläche sieben, den Puderzucker dazu geben und das erste Eigelb in eine Mulde hinein setzen. (Das zweite kommt später zum Einsatz.)

2. Die kalte Butter in Stückchen schneiden und dazu geben, dann alles mit den Händen verkneten. Natürlich geht das auch mit den Knethaken eines Handrühres, aber ich persönlich mache diesen Teig immer lieber mit der Hand. Dann erwische ich besser den Punkt, an dem er perfekt ist: geschmeidig aber nicht zu weich. Jetzt muss der Teig für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

3. In der Zwischenzeit die ganzen Mandeln mit kochendem Wasser überbrühen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Jetzt lässt sich die Haut ganz einfach abziehen. Dann die Mandeln mit einem scharfen Messer halbieren und beiseite stellen.

4. Den Teig aus der Kühlung nehmen und ausrollen, dann die Herzen etwa 1/2 cm dick ausstechen. Durch den Mandelanteil im Teig dürfen die Herzen nicht zu dünn ausgestochen werden, sonst werden sie beim Ausstechen brüchig. Ansonsten gilt hier wie bei jedem Knetteig: schnell ausstechen, sonst wird der Teig zu warm und nichts geht mehr. Falls das doch passiert: Pause einlegen und den Teig wieder kurz in den Kühlschrank legen.

5. Die fertigen Mandelherzen mit Eigelb bestreichen und mit den geschälten Mandelhälften belegen.

6. Im vorgeheizten Backofen bei 160° (Umluft) 15-20 Minuten backen. Unbedingt nach 15 Minuten prüfen, wie weit die Plätzchen schon sind, sie dürfen nämlich nicht zu dunkel werden. Sie sind genau richtig, wenn sie einen hellen Karamellton bekommen haben, dann sind sie perfekt zart.

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Falls ihr jetzt Lust bekommen habt, die süßen kleinen Dinger nach zu backen: nur zu, es ist genau so einfach, wie es sich liest. Im nächsten Kapitel von Weihnachten in meinem Backbuch zeige ich euch dann das Spritzgebäck meiner Oma… Oder die saftigen Lebkuchen? Oder Pfefferkuchenherzen? Was meint ihr? Was sind eure Lieblings-Plätzchensorten, die an Weihnachten nicht auf dem süßen Teller fehlen dürfen?

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