herz & seele

tag 23 ::: wofür ich 2013 besonders dankbar war. eine liste.

Die Jahresrückblicke sind da. Im Fernsehen kann man die unsäglichsten Zusammenstellungen von angeblich wichtigen Ereignissen und berührenden Momenten, außergewöhnlichen Menschen und lustigsten Zufällen sehen – oder es lassen, denn all das ist doch ziemlich beliebig, und wer, bitte schön, vermag zu sagen, was für uns alle tatsächlich gleich wichtig war?

Jede Rückschau ist subjektiv, der Jahresrückblick 2013 ist da keine Ausnahme. Ich möchte daher ebenfalls subjektiv bleiben, wenn ich heute meinen persönlichen Jahresrückblick 2013 versuche, oder zumindest einen Ausschnitt zeige. Es geht nämlich in dieser Liste hier heute um die Dinge, für die ich 2013 besonders dankbar war. Und bin! Denn diese Dankbarkeit hört nicht am 01.01.2014 auf. Da es mich kurz vor Weihnachten noch mal so richtig hin gehauen hat, kommen hier gleich 12 Erlebnisse, Augenblicke, Dinge… für die ich in diesem Jahr besonders dankbar bin. Manches in diesem Jahresrückblick 2013 gilt sicher nicht nur für dieses Jahr, anderes wiederum ist „typisch ’13“.

1. Ich bin dankbar für die Frauen, die nicht die Klappe halten und ihre Gesichter zeigen und Namen sagen, wenn es um diese Themen geht: Alltagssexismus. Die #aufschrei-Debatte via Twitter hat mich bewegt und aufgewühlt, und ich war und bin den wunderbaren Initiatorinnen bis heute dankbar für ihren Mut und ihre Unnachgiebigkeit. Es ist egal, wie lange ein (verbaler) Übergriff her ist: es ist nie zu spät, sich zu wehren.

2. Meine Kinder sind anstrengend. ALLE Kinder sind anstrengend. Sie zanken über die immer selben Dinge und ich reagiere fast immer auf dieselbe Weise, die natürlich nicht dazu führt, dass sich etwas ändert. Ich bin dankbar dafür, dass ich manchmal Menschen begegne, die mir eine neue Perspektive geben, eine Idee und einen Aufhänger, meinen eigenen Alltag mit den Kindern anders anzugehen. Zum Beispiel im Februar, bei meinem Versuch mit dem Rollenwechsel. Klappt manchmal immer noch…

3. Meine Kinder sind außerdem wahnsinnig. Wunderlich. Ulkig. Und ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich das sehen, erleben, dabei sein darf, dass ich genießen kann, wie grenzenlos ihre Fantasie ist und wie sie sich in ihre Spiele hineingeben, mit ganzem Herzen und allem, was sie haben. Ich muss das nicht immer verstehen und zum Mitspielen tauge ich auch nicht immer, aber als Zuschauerin bin ich, glaub ich, ganz ok.

4. Im April begann das Gestalt anzunehmen, was sich schon seit Januar summend wie eine unsichtbare Energie ausgebreitet hatte: die erste Umsetzung von „virtueller Begegnung“ zu „Real-Life-Begegnung“ für mein Blog fand statt – und was für eine! Ich bin dankbar für ein unglaublich intensives Wochenende in Hamburg mit Blogst, für einen Workshop mit wunderbaren Frauen (Ihr! Die Besten!) und das Entstehen von schönen Kontakten und Verbindungen in alle Richtungen. Danke, Clara und Ricarda, für Blogst! 2013 habt ihr wieder gezeigt, was ein Netzwerk wirklich kann: es bringt Menschen zusammen, es bündelt Kräfte, es vervielfältigt Ideen und ist eine stets lebendige, sich bewegende und wachsende Quelle der Inspiration. Ihr seid der Kern dessen, ich bin euch dankbar.

BlogST Workshop is on!

BlogST Workshop is on!

5. Ich bin dankbar für die Lehrerinnen und Erzieherinnen meiner Kinder. Es sind kluge, menschliche, liebe- und respektvolle Frauen, die den Kindern offen und dabei ganz klar begegnen. Die Atmosphäre in Schule und Kita ist geprägt vom respektvollen Umgang miteinander, ganz gleich, ob es der Umgang zwischen gleich großen Menschen ist oder der mit viel, viel kleineren Menschen. Eine Zeitungsmeldung im Mai und die dazu passenden Tweets aus meiner Mama- Timeline dort haben mich erschüttert und mir wieder sehr bewusst gemacht, was für ein Glück meine Kinder haben.

6. Mütter müssen erfinderisch sein, wollen sie ihre eigenen Nerven schonen – und die der Kinder! Ich bin dankbar für die Ideen, die mir dazu manchmal kommen: was hilft, wenn der Alltag stressig ist und die Alltagsdinge mit den Kindern dennoch erledigt werden müssen – baden, essen, anziehen, zähneputzen, schlafengehen? Ich habe 10 nicht so alltägliche Varianten im Selbstversuch für euch getestet und war ganz zufrieden.

7. Im Juli wurde ich 40 – dafür alleine bin ich schon dankbar. Aber was es außerdem für mich noch bedeutet, 40 geworden zu sein, wie dankbar ich bin für meinen Weg bis hier her und vor allem für meine bisherigen Wegbegleiter, das ist mir bei meinem Geburtstagswunsch klar geworden, beim Kerzenauspusten. Ich bin dankbar für die Lebensfreude, mit der ich großgeworden bin, für die viele Liebe, die mir mein Leben lang geschenkt wurde, für die Verbindungen zu meiner Familie, denen, die noch da sind und denen, die schon vorausgegangen sind. Und ich bin bei aller Trauer dankbar, dass ich die Tochter meiner Mutter sein konnte, 38 Jahre lang.

Minikranz mit Geburtstagskerzen in der Dose

Mini-Geburtstagskerzen, Riesen-Geburtstagswunsch

8. Der August war geprägt von unserer großen Familienreise nach Israel, zur Hochzeit unserer lieben Freunde in Jerusalem. Diese Reise hat uns alle verzaubert, und ich bin wahnsinnig dankbar, dass wir das gemeinsam erleben durften. Nicht nur, ein Land zu bereisen, das wir sonst sicher so ohne weiteres nicht aufgesucht hätten, sondern vor allem all das dort zu erleben, was im Umfeld der Hochzeit passierte. Wir wurden für ein paar Tage aufgenommen in die Arme einer beeindruckenden und wunderbaren Familie, die uns selbstverständlich mit einbezog. Von dieser Begegnung, diesen besonderen Tagen, sprechen wir noch heute. Wir sind verliebt in Israel, und wir kommen sicher zurück, irgendwann!

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9. Ich liebe, wo wir leben und wie wir leben – das würde auch schon erklären, wieso mein Blog Berlinmittemom heißt. Aber es gibt diese besondere Zeit im Jahr, wenn die Berliner wieder aus den Sommerferien zurück sind aber der Sommer noch nicht vorbei ist, wenn die Touristenströme ein bisschen nachlassen und sich dieses einzigartige Spätsommerlicht auf die Stadt legt – ich bin dankbar, genau dann hier zu sein, in meinem Berlin. Danke, du großartige, dreckige, lärmige, einzigartige und wunderbare STADT.

mein Berlin, Scheunenviertel,

10. Im Oktober habe ich die Chance zu einer großartigen Zusammenarbeit gehabt, die mich inhaltlich bewegt hat und die insgesamt wunderbar war (und sie ist noch nicht vorbei, juhu!): ich hatte meine große Aktion „Gemeinsam für starke Mädchen“ auf dem Blog, die auf die BodyTalk Workshops aufmerksam machen sollte. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, an so etwas beteiligt zu sein und dafür, wie viel Resonanz diese Aktion bekommen hat. Ihr alle mit euren Likes, Shares, Kommentaren und eurer Präsenz im Netz, meine lieben Leserinnen, habt mir dabei geholfen. DANKE!

11. Ich hatte eine wunderbare Mutter, darüber schrieb ich schon oft. Aber ich habe auch eine wunderbare Stiefmutter. Es war lange an der Zeit, darüber hier zu schreiben und über diese besondere Beziehung zu sprechen zwischen Stiefmutter und Stieftochter. Liebste Viola, ich danke dir – für alles.

12. Der Dezember war ganz und gar der Dankbarkeit gewidmet und ich bin immer noch bewegt davon, wie viele von euch auf das Thema eingestiegen sind. Und damit komme ich auch (endlich!) auf dem Punkt: ich bin in diesem Jahresrückblick 2013 vor allem euch dankbar, meine Leserinnen. Ihr Treuen und Neuen, ihr Häufigen und Raren, ihr Besonderen, Einzigartigen und Wunderbaren: DANKE. Von Herzen. Euch allen fröhliche Weihnachten, ganz schöne Feiertage mit euren Liebsten und fürs neue Jahr alles, was ihr euch wünschen könnt. Wo ihr mich 2014 findet, wisst ihr ja: ich werde hier sein. Ihr auch?

 

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