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meerjungfrauen, feenhüte und federn ::: einblicke ins mädchenzimmer

Mädchenzimmer, Kinderzimmer, Einrichtung, gestalten

Als ich neulich einen Frühlingsausblick aus Goldkinds Mädchenzimmer auf Instagram postete, war das Echo dort und auch auf meiner Facebookseite eindeutig: so ein schönes Zimmer, zeig uns mehr davon!

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Das will ich gerne tun – auch wenn ich selbstverständlich die kramigen Playmobilecken und den Haufen mit Plüschtieren in der Ecke nicht zeigen werde. Wie die Chaosstrecken in Kinderzimmern aussehen, wissen wir Eltern doch alle, oder? Wobei das fast schon wieder einen eigenen Blogpost wert wäre…

Aber heute zeige ich euch mein momentanes Lieblingszimmer unter den Zimmern meiner Kinder: das pinke Mädchenzimmer vom Goldkind. Während nämlich mein Herzensmädchen mich erstens in ihrem Zimmer noch nie machen ließ, wie ich wollte und im Moment gerne umgestalten will, selber aber noch nicht weiß wie, teilen mein kleinstes Kind und ich eine ungebrochene Liebe zu Pink und haben es gerne freundlich und hübsch. Was das Zimmer noch zu meinem Lieblingszimmer macht? Es hat am meisten Sonne und wird von dem Kind bewohnt, das sich momentan noch am friedlichsten auf Einrichtungs- und Gestaltungsideen einlässt. Ich genieße also „unser“ Mädchenzimmer, so lange es dauert!

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Bevor ich mit dem Goldkind schwanger war, war dieses Zimmer unser Gästezimmer. Was für ein Luxus! Wir hatten zum ersten (und einzigen) Mal in unserem Leben ein Gästezimmer, mit einem vollwertigen Bett, in dem unser Besuch komfortabel schlafen konnte. Natürlich war mir immer klar, dass dieses Zimmer das dritte Kinderzimmer werden würde, wenn es denn so käme, aber als es so kam, tat es mir für einen klitzekleinen Moment lang leid, dass ich nicht das Babyzimmer einrichten UND mein Gästezimmer behalten konnte. Aber in dem Augenblick, als ich wusste, dass mein Baby ein Mädchen war, stürzte ich mich voller Glück in die Gestaltung des Mädchenzimmers. Die Zimmer bekame einen neuen Anstrich und neue Vorhänge, und ich suchte eine Retrobordüre mit passender Tapete aus, die auf jeweils einer langen und einer kurzen Wand bis zur halben Höhe geklebt wurden. Wir waren erst zwei Jahre zuvor in unser Haus eingezogen, so dass mein Einrichtungsfieber noch nicht abgeklungen war. Ich zapfte also meine Inspirationsquellen von neuem an und gab mich einem Mädchenzimmer-Gestaltungsrausch hin. (Wat ne Muddi, ey.)

Alles, was ich beim Herzensmädchen auf keinen Fall wollte, nämlich eine typisch rosafarbene Mädchenzimmer-Einrichtung mit Blümchenvorhängen und pastelliger Tagesdecke, war mir bei meinem dritten und letzten Kind gerade recht. Ich gestehe an dieser Stelle, dass sogar der Kinderwagen vom Goldkind ein pinkes Verdeck hatte. Eine Freundin, die mich in der Einrichtungsphase des neuen Mädchenzimmers besuchte, bemerkte dann auch treffend: „Man sieht aber schon sehr genau, dass du dich freust, dass es wieder ein Mädchen wird!“ Und so war es.

So wie das Zimmer heute aussieht, war es natürlich damals noch nicht. Es gab ein wunderschönes weißes Babybettchen, in dem heute meine süße Nichte schläft und das nach zweieinhalb Jahren durch das Himmelbett ersetzt wurde. Es gab kein großes Expedit voller Bücher und Spielzeugkörbe, sondern ein halbhohes, das vor allem mit Babydeko und wenigen Büchlein gefüllt war. Statt des gestreiften Sessels stand ein Sofa dort, auf dem ich immer stillte und auf dem wir später gemeinsam Bücher anschauten, kuschelten, Geschichten erzählten, Lieder sangen. Nur die Kommode ist noch dieselbe, wir haben lediglich das Wickelbrett entfernt. Damit wurde aus dem ehemaligen Wickeltisch eine kindgerechte Kommode, in deren Schubladen jetzt Malsachen, Schleichtiere, Krimskrams und Geschmeide wohnen. Das Meerjungfrauenplakat stammt übrigens noch aus meiner Kindheit und hing bestimmt zwanzig Jahre lang im Flur auf unserer Kinderetage, die meine Geschwister und ich bewohnten. Nach dem Tod meiner Mutter habe ich es mitgenommen, und es hat vor ganz kurzem erst seine neue Besitzerin gefunden. Das Goldkind liebt tatsächlich dieses Bild ganz besonders, schließlich hegt sie quasi von Geburt an eine große Meermädchenliebe – ihr wichtigstes Kuschelutensil seit sie auf der Welt ist, ist eine Meerjungfrauenstrickpuppe.

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Das Zimmer ist ein bisschen „erwachsener“ geworden. Das Goldkind sammelt inzwischen Dinge – manche verstehe ich, manche nicht. Sie liebt bunte Federn in allen Farben und Formen und verstreut sie überall. Sie hat viele Bücher, die sie wie einen Schatz hütet – vor allem die, die ihr von den großen Geschwistern überlassen werden. Und ganz wichtig sind ihr ihre Fotografien an ihrer Pinnwand: sie selbst, ihre Geschwister, die wenigen Bilder mit meiner Mutter vor ihrem Tod. Auch der Fotokalender ist für sie etwas Besonderes: jedes meiner Kinder bekommt zu Weihnachten von mir einen eigenen Kalender, den ich mit für das jeweilige Kind besonderen Bildern gestalte. Ihre Freunde sind darin, wichtige Ereignisse aus dem Vorjahr, innige Bilder mit den Geschwistern. Das sind die liebsten Stücke rund um ihr Bett, die sie sich jeden Tag anschaut.

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Wie jedes Kind verkleidet sich mein Goldkind gern. Im pinken Mädchenzimmer macht sich natürlich ein farblich passender Feenhut auch aus Mama-Sicht gut. Chichichi… Die meisten anderen Verkleidungsutensilien sind in einer großen Kiste versammelt und werden in der Regel nur zum Verkleiden rausgeholt. Obwohl… gerade heute habe ich irgendwo ein paar Vampirzähne herumliegen sehen.

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Wir lieben das pinke Mädchenzimmer, aber ich bin gespannt, wie lange diese Pinkphase beim Goldkind noch anhält. Beim Herzensmädchen war sie sehr kurz und hat sich in der Zimmereinrichtung niemals widergespiegelt. Ihr Zimmer wird definitiv meine nächste Baustelle im Haus. Wir denke schon fleißig an Lösungen für eine Umgestaltung herum: wie macht man aus einem Zimmer, das noch deutlich den Kleinkindstempel trägt, eine coole Teenie-Bude mit genug Platz zum Lernen und für Besuch? Vorschläge irgendjemand?

Und falls euch der Einblick ins Mädchenzimmer heute gefallen hat – wollt ihr das Jungszimmer auch sehen?

signatur

Bezugsquellen: Bett & Nachttisch: Opsetims. Teppich, Garderobe & Kommode: Car. Sessel & Nachttischlampe: Ikea. Tagesdecke & Kosmetiktasche: Pip-Studio. Leuchte auf der Kommode: Annette Frank. Spielzeugkörbe & Schmuckkästchen: Rice. Lampions: MIMI’lou. Tapete & Bordüre: casadeco via kinderräume.

10 Kommentare

  1. Rebekka sagt

    Das ist ja zum dahinschmelzen schön und lässt mein Mädchenherz höher schlagen. Da ich einen Babysohn habe möchte ich natürlich gerne das Jungszimmer sehen.

    Liebe Grüße Rebekka

  2. Ich finde es toll, denn genau so sehen Kinderzimmer aus, Spielzeugkörbe, Puppenbetten neben dem eigenen Bett und ganz viel Kleinkram!
    So schön ich das ein oder andere durchgestylte Kinderzimmer (bei Printerest z.B.) mag, aber kein Kind würde sich so richtig darin wohlfühlen! Lili jedenfalls nicht 🙂
    Pink haben wir zum Glück schon durch, sie mag Mamas schwarz/weiß-Liebe, aber mit einem Tick Türkis.

    Lieben Gruß Michéle

  3. Oh, das Zimmer ist herzallerliebst. Man merkt wie wichtig Dir der Wohlfühlcharakter ist. Und die vielen kleinen Details. Ich mag besonders die Fotos, die Verbundenheit Deiner Kinder zeigen. (Meine sind da eher wie Hund und Katz).
    Und wie macht man ein Kinderzimmer in eine Teenie-Bude? Der ulltimative Ratschlag wird es wohl nicht geben, (dazu kenne ich ja auch die Begebenheiten nicht). Aber unsere Große hat diesen Schritt schon gemacht. Sie ist jetzt 14. Sie hat konsequent aussortiert und sämtliche Spielsachen verbannt. Keine Poster oder Bilder mehr an den Wänden bzw. die Bilder werden jetzt erwachsener. Alles weiß gestrichen und mit weißen Möbeln (die wahren vorher auch schon da). Alleine, dass die Wände keine Farbe mehr haben und sämtliche Spielsachen fehlen, hat das Zimmer schon total verwandelt. Das Bett umgestellt, eine Komode ersetzt. Romantische Blumentöpfe mit Nagellackflaschen gefüllt und alles ein bißchen minimalistisch gehalten. Da sieht man nichts mehr vom „Kind“. War allerdings alles von ihr selbst geplant. Ich denke, das aussoritieren und nicht jeden Kram in eine Ecke stellen wollen, macht schon einiges aus.
    Wir renovieren gerade das Zimmer der Mini (10). Noch nicht fertig, aber in Teilen schon im Blog zu sehen. Gerade hat der Göga den begehbaren Schrank fertig gestellt. Der muss jetzt noch Regalböden etc. bekommen und dann können wir einräumen.
    Liebe Grüße aus der Pfalz
    Susanne

  4. Pia sagt

    Ganz bezaubernd! Darf ich fragen, wie groß das Zimmer ist? Unsere Kinderzimmer sind leider sehr klein (10qm) und ich bin stets auf der Suche nach platzsparenden (oder besser: platzschaffenden) Ideen für kleine Räume. Auf dem Foto mit Ausschnitt Bett/Sessel sieht das Goldkind-Zimmer auch nicht so groß aus? Ganz liebe Grüße, Pia

  5. Susann sagt

    Eine Idee noch für das Teenie-Zimmer: Was ich sehr mochte an meinem Teenie-Zimmer war mein Bettsofa. Das war in meinem kleinen 10qm-Zimmer sehr praktisch um sowohl einen Schlafplatz als auch ein Sofa für Besuch zu haben. Und obwohl wir jetzt keinen Fernseher mehr haben, habe ich meinen Fernseher in Teenie-Zeiten sehr geliebt. Auf dem Schulhof kam eben doch oft die Frage „Hast du gestern die Sex&the City-Folge gesehen?“

  6. Jacqueline sagt

    Hallo liebe Anna,
    ich bin erst seit kurzem auf deinen Blog aufmerksam geworden, aber seitdem stille Leserin 🙂
    Ich (40) bin stolze Mama einer 18 Monate jungen Tochter und finde mich in vielen Posts wieder. Ich freue mich dich weiter begleiten zu dürfen und hoffe, dass es noch viele lustige aber auch nachdenkliche Beiträge von dir geben wird.
    Der Grund meines heutigen Schreibens ist das wunderschöne Kinderzimmer deines jüngsten Kindes, dem Goldkind (?).
    Unser Tochter wird nun größer und ich suche seit langem nach einem schönen Sessel wie dieser hier und nach einer schönen weißen Wandgarderobe… Und bitte wo bekommt man ein solches Traumbett? Dafür ist es bei uns zwar noch zu früh… aber die Zeit rennt. Ich wäre dir sehr dankbar um einen kleinen Tipp. Alles Gute für dich und deine Familie.
    Liebste Grüße,
    Jacqueline

    • Liebe Jaqueline, danke dir für deinen lieben Worte zu meinem Blog – freut mich sehr, dass du meine Leserin bist! Der Sessel ist ein Ikea-Exemplar mit Extra-Bezug, die weiße Wandgarderobe gab’s mal bei car-selbstbaumoebel.de und das Bett ist vom niederländischen Möbeldesigner Opsetims. Kein Schnäppchen aber dafür lange einsetzbar. Die Streben für den Himmelaufbau lassen sich einzeln anschrauben, dann ist es auch ohne Himmel noch lange als klassisches Jugendbett für größere Kinder geeignet. Aber auch bei car-Selbstbaumoebel findet man schöne Kinderbetten. Liebe Grüße!

  7. Jacqueline sagt

    Oh ich habe deine Antwort heute erst gesehen. Vielen lieben Dank für die Tipps. Habe euch auf Instagram auf dem Darß begleitet. So schön zu lesen. Liebe Grüße! 

  8. Birgit sagt

    Wunderschönes Kinderzimmer! Ich lese Deinen Blog sehr sehr gerne! Bei uns sind die Mädels zu zweit in einem Zimmer. Die Größere (12 geworden) möchte jetzt aber langsam ihre eigene Ecke haben… Wir haben ihr ein Hochbett bestellt, wo man unten sich mit Gardinen verstecken kann. Ich hoffe für die nächsten paar Jahren wird das für sie erst mal reichen… Die Kleine (6 Jahre) möchte natürlich jetzt auch ein Hochbett. Wir haben zusammen jetzt eins im „Jungel-Design“ ausgesucht (das hier: http://www.kindermoebelparadies.de/Hochbetten/Etagenbett-mit-Spielbett::3310.html ). Sie bekommt dann auch Gardinen unten und kann sich so auch verstecken. 🙂 Die Wände werden dann auch neu gestrichen, damit die 2 Seiten noch besser „getrennt“ werden. Ich mache mir bisschen Sorgen – vielleicht wird es zu bunt und auch zu „auseinander“ – aber Hauptsache, die Kids finden es am Ende schön. 🙂

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