Monate: Mai 2014

Mutmachparade, Texte zum Mut machen, Blogparade, Jazzblog

zur mutmachparade ::: wir sind in die welt gestellt um zu leben

Es scheint, wenn ich über Mut und Ängste nachdenke, dass ich immer wieder auf die essentiellen Themen (meines) Lebens zurückkomme: Geburt und Tod, Leben und Sterben. Aber vielleicht sind das auch tatsächlich die Themen, die allem zugrunde liegen? Heute geht es um die Mutmachparade von Hannes, der auf seinem schönen Jazzblog dazu aufruft, zum Thema zu bloggen. Also spinne ich meinen Faden mal weiter, den von den großen Themen im Leben und erzähle heute, was ich unter Mut verstehe. Als meine Mutter starb, tat sie das bewusst. Vier Wochen lang. Sie realisierte, sie verabschiedete sich, sie machte Ordnung, sie führte noch einmal alle ihre Liebsten zusammen. Sie betete, sie söhnte sich aus, sie umarmte ihr Leben und versuchte, dessen Ende anzunehmen. Aber sie wurde auch wütend und hatte Angst, sie weinte und sie litt. Sie trauerte um ihre Autonomie, die ihr in den Monaten zuvor Stück für Stück verloren gegangen war und immer weiter entglitt und sie trauerte um die Lebenszeit, die ihr nicht mehr gegönnt war und um all die Dinge, die sie noch hatte tun, …

12 von 12 im Februar, Kita, Basteln

europawahl mit kinderaugen ::: einblick in 5 ansichten meiner kinder

Lieblingsbub und Goldkind sind jetzt fünf und sieben Jahre alt. Damit sind sie noch zu klein, um mit ihnen über Politik zu sprechen. Sie wissen auch nicht, was Europa ist: „Ist das eine Stadt, Mama? Oder ein Land? Ist das größer als Berlin? Oder in Berlin drin?“ Das Konzept eines Kontinents ist viel zu abstrakt für ihr Weltverständnis und das Konzept einer politischen Größe Europa erst recht. Ich spreche also mit meinen Kindern nicht über die Europawahl oder darüber, worum es dabei gehen könnte. Dies ist kein Artikel, in dem ich die Europawahl mit Kinderaugen zeige, indem ich mit den beiden Kleinen politische Thesen diskutiert hätte. Aber sie machen sich dennoch Gedanken über die Welt, in der sie leben, immer. Sie formen in ihren Köpfen ein Bild über die Welt, in der sie groß werden. Und sie machen sich eine Vorstellung davon, wer sich darin wie bewegt und lebt. Das Weltbild meiner Kinder ist klein, weil es (im besten Sinne) naiv ist. Einerseits. Andererseits ist es nämlich unglaublich groß, weil es in ihren Köpfen keine Grenzen gibt. Sie wissen …

was ich von meinen kindern lerne, carpe diem regeln

was ich von meinen kindern lerne ::: 5 carpe diem-regeln für jeden tag

Diese Tage sind wundervoll. Endlich ist Sommer in Berlin und die Stadt zeigt sich von ihrer ganz und gar zauberhaften Seite. Und ich folge meinen Kindern durch ihre Sommerfreuden: frozen yogurt essen und dabei ausprobieren, wie groß die Portion sein darf, die man essen kann, ohne dass man Bauchschmerzen bekommt. Auf dem Wasserspielplatz in Klamotten durch die Fontäne rennen und dabei laut kreischen, weil es so großartig kalt ist. Im hellsten Sonnenschein mit beiden Füßen voran auf dem Lieblingsspielplatz aufs Trampolin springen, dass die Zöpfe nur so fliegen. Auf dem Balkon Picknick machen und lauter Sommerköstlichkeiten in sich hinein stopfen, die es nur jetzt so gibt: reife Tomaten, kalte Wassermelone aus dem Kühlschrank, Radieschen, die zwischen den Zähnen knacken, wenn man hineinbeißt und natürlich die süßen Erdbeeren. Abends auf der Wiese liegen und zuhören, wie die Nachbarskinder Klarinette üben und dabei Geschichten erzählen, bis es langsam immer dunkler wird. Bei vielen dieser Dinge bin ich nur die Zuschauerin. Ich bin dabei, ich organisiere alles, ich ermögliche, dass sie passieren. Aber ich hüpfe nicht selbst mit Klamotten in …

Morgenroutine mit Kindern, Alltag mit Kindern, Bento Zen, Bentoboxen für Kinder

zenmom vs. morgenmufflon ::: morgenroutine mit kindern bei berlinmittemom

Ich bin ja eine Bento-Irre wie meine treuen Leser*innen sehr wohl wissen. Und immer, wenn ich meine aktuellen Brotdosen für die Kinder morgens bei Instagram oder auch auf meiner Facebookseite poste, fragt mindestens eine von euch, wann ich dafür aufstehen muss oder wieso ich nicht morgens komplett durchdrehe, wenn ich im Frühstückschaos auch noch Obst auf lustige Spießchen stecke und Brote in Häschenform aussteche. Da dachte ich mir, ich beschreibe euch mal einen typischen Start in den Tag im Hause Berlinmittemom. Morgenroutine mit Kindern heißt nämlich für die vielen Seelen in meiner Brust auch immer: die Balance halten zwischen cooler Zenmom und ausgeflippt keifendem Fischweib. Ihr kennt das. (Ihr kennt das doch, oder?!) It’s all about Bento-Zen! Bento-Zen ist meine Erfindung für das Morgenmufflon in mir, um mich nicht vor sieben schon aufzuregen. Denn hier wohnen ja nun mal diese drei wunderbar wilden Kinder, die auch morgens schon quirlig und sehr präsent sind – für ein Morgenmufflon wie mich quasi täglich eine Herausforderung. Ich möchte nämlich morgens nicht sprechen, keine Bibi&Tina-CDs hören, keine selbstgemalten Bilder …

Kindermund, Spaziergang, Goldindsprech

was wir von der welt verstehen ::: (gold)kindermund am mittwoch

Heute hatte ich eine der seltenen Situationen, in denen ich mit dem Goldkind alleine war und somit in den Genuss dessen kam, was allgemein unter Kindermund zusammengefasst wird. Abgeholt als Mittagskind und damit exklusiv mit mir unterwegs, redeten wir über dies und das, und während sie an meiner Hand die windige Schwedter Straße hinauf spazierte und über Mäuerchen kletterte, bekam ich mal wieder einen Einblick in ihre kleine Weltanschauung. Erstaunliches habe ich da erfahren… (Gold-)Kindermund am Mittwoch! „Na, Goldkind? Was hast du heute in der Kita gemacht?“ Sie balanciert gerade über eine niedrige Mauer und schaut konzentriert auf ihre Füße. „Das kann ich dir nicht sagen.“ Mäuerchen zu Ende, energischer Sprung nach unten, nächstes Mäuerchen gesichtet und drauf zu gehalten. „Warum nicht? Ist das ein Geheimnis?“ Sie steht schon wieder oben, macht jetzt Seitwärtsschritte, weil ein üppiges Gebüsch weit in ihre Bahn hineinragt und sie sich vorbeidrücken will. „Nein, aber wir haben wirklich wahnsinnig komplizierte Sachen gemacht. Das würdest du nicht verstehen.“ Zungenspitze raus zum Balance halten, Gänsefüßchen vorwärts, ein Arm nach mir ausgestreckt, aber …

12 von 12, draußen nur Kännchen, Linkparty

12 von 12 im mai

„Ich mag den Mai bisher überhaupt nicht, Mama!“ So spricht das Goldkind und sagt auf meine Nachfrage, warum das denn so sei mit vorwurfsvollem Unterton: „Na, dieses Wetter! Was sagst du dazu?“ Ich schließe mich der Empörung an, zähle den Mai nachdrücklich an und drohe hiermit, dass ich ihn verfrüht für beendet erklären werde, wenn das nicht besser wird. So. Einstweilen zeige ich euch heute am 12. Mai, meine 12 von 12. Denn das ist ja das Schöne am Mai: einen zwölften hatter. Here we go, 12 von 12 im Mai! It’s a Leberwurstheart kind of morning… Regen vor meiner (Kräuter-)Küchenfensterbank. Frühstück für Frau Mierau und ihren entzückenden Babysohn ist fertig! „Wenn ich Wunschpunkte hätte wie das Sams, Mama, dann könntest du dir wünschen, dass ich immer bei dir bleibe. Aber weil ich keine hab, geh ich jetzt in die Schule.“ Lieblingsbub-Malereien. Frau Mieraus Babysohn denkt beim Frühstück an seine Tiere. Die müssen auch was haben. Fliederpracht. Schmacht. Tomate mit Basilikum zu Mittach. Abholung vom Lieblingsbub in der Schule. Er möchte aber lieber noch mit …

Strawberry Cheesecake im Glas, Muttertag, Dessert, Rezept, Törtchenzeit

pimp your muttertag ::: strawberry-cheesecake im glas

Morgen ist es soweit: mein elfter Muttertag ist da. Der Mann hat mich heute schon mit einem Arm voll Pfingstrosen und Hortensien beschenkt, weil er der Meinung war, bis morgen werden die Blumen nicht schöner. Und ich habe mir eben mein neues Lieblingsbackbuch geschnappt und in Anlehnung an ein Rezept für Himbeer-Cheescake den leckersten Strawberry-Cheesecake im Glas gemacht. Ich mag gerne, wenn es sonntags was Süßes gibt, doch ich habe weder immer Lust, etwas zu backen, noch habe ich immer die Zeit dazu. Aber morgen fände ich das schön, also habe ich mir was rausgesucht, was schnell ging und heute schon gut vorzubereiten ist. Im neuen und ganz großartigen Backbuch meiner Bloggerfreundin Jessi von Törtchenzeit las ich ein Rezept für Himbeer-Cheesecake im Glas. Weil es aber jetzt hier überall die süßesten, leckersten Erdbeeren von Karls zu kaufen gibt, habe ich das Rezept kurzerhand abgewandelt und einen Strawberry-Cheesecake im Glas draus gemacht. Das braucht man für den Strawberry-Cheesecake im Glas 10-12 Vollkornkekse ca. 50g Butter 200g Mascarpone 200g Schlagsahne 1 Vanilleschote 2 EL Zucker + 1 TL …

Muttertag, Mama Blogs

nicht nur zum muttertag ::: 10 mama blogs mit den besten tipps für mamas

Muttertag. Ihr wisst schon. Es wird gebastelt (meist nicht ohne die Hilfe von… na? Genau: Mama!), Blumen werden verschenkt und in der Blogosphäre und der Online-Welt sprießen die Geschenketipps und Gewinnspiele rund um den Mama-Feier-Tag. Schön so. Aber ich wollte etwas anderes machen. Deshalb habe ich die Autorinnen einiger meiner liebsten Mama-Blogs gebeten, mir jede einen ihrer essentiellen, super simplen Alltagstricks zu verraten, damit ich hier ein paar der schönsten Tipps für euch Mamas zusammenstellen kann. Womit ist uns Mamas denn schließlich am meisten geholfen, am Mutter- wie an jedem anderen Tag? Mit geteiltem Wissen, geteilter Freude, vielleicht auch geteiltem Leid manchmal. Und der Muttertag ist ein schöner Anlass, mit euch zu teilen! Mama-Blogs hängt oft das Klischee an, dort würde ein perfektes Leben simuliert, das anderen „Normalo“-Müttern Druck macht oder eine heile Welt vorspielt, die es so im echten Leben gar nicht geben könnte. Ich freue mich deshalb besonders, dass ich euch, meine lieben Leser*innen, hier heute mit zehn ganz verschiedenen Alltagstipps aus zehn ganz verschiedenen Mama-Blogs beschenken kann, denn es ist doch so: was auch immer wir …