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familien-veggie-challenge ::: ein vegetarisches experiment zu fünft

Vegetarisches Experiment, veggie challenge, vegetarisch essen mit Kindern, gesunde Ernährung

Heute geht es um ein Familienexperiment, ein vegetarisches Experiment, mit dem wir fünf heute in die neue Woche gestartet sind. Ich will euch erzählen, was wir genau machen und wie es dazu kam. Das war nämlich so…

Wir sind Fleischesser. Wer mein Blog schon länger liest, findet in der Rubrik „Hell’s kitchen – Berlinmittemom kocht“ zwar auch fleischlose Rezepte, aber man kann dennoch sagen, dass wir alle fünf gerne und regelmäßig Fleisch essen. Wir achten zwar darauf, was für Fleisch wir essen (bio & lokal) und ich schmeiße nicht jeden Tag 1kg Bratwurst auf den Grill, dennoch ist vor allem die fast tägliche Wurst auf dem Schulbrot eine von meinen Kindern sehr geschätzte Gewohnheit. Aber die Kinder sind ja schlau. Sie stellen kluge Fragen, sie wollen hinter die Dinge schauen und sie kommen zu eigenen Schlüssen, die sich nicht unbedingt mit der gemütlich-etablierten Lebenshaltung von Mama und Papa decken. Das gilt für Fragen nach Gott, nach der Liebe, nach Politik, nach der Weltordnung, nach Werten und eben auch nach Ernährungsprinzipien. Warum sind die Dinge so, wie sie sind? Was davon ist unsere Entscheidung und wo unterliegen wir Sachzwängen? Sie sind schlau, und deshalb bin ich theoretisch darauf vorbereitet, dass sie auch was ihre Ernährung betrifft, andere Entscheidungen treffen, als wir es zur Zeit für sie tun. Kann sein, sie werden mal ganz auf Fleisch verzichten wollen oder noch einen Schritt weiter gehen und sich von tierischen Produkten gänzlich verabschieden. Aber noch ist es nicht so weit. Noch mögen sie, wenn die Dinge so sind wie immer. Das mögen ja die meisten Kinder, je kleiner, desto mehr.

Vegetarisches Experiment, veggie challenge, vegetarisch essen mit Kindern, gesunde Ernährung

Aber wir hatten im August fast zwei intensive gemeinsame Wochen mit unseren liebsten Freunden aus Israel, erst eine auf dem Darß und dann noch ein paar lange Berliner Tage, bevor sie zurück nach Jerusalem reisten. Bei unserem ersten gemeinsamen Abendessen nach der Abreise der kleinen Familie, stellte das Goldkind plötzlich Fragen:

Goldkind: „Sind Celli und Franzi Vegetarier? Die essen nie Salami auf dem Brot oder Schinken…“

Lieblingsbub: „Nein, sind sie nicht. Wir haben doch zusammen Burger gegrillt, da haben sie beide welche gegessen. Hab ich genau gesehen.“

Goldkind: „Stimmt. Aber warum essen sie keine Wurst? Mögen die das nicht?“

Lieblingsbub: „Vielleicht wollen sie nicht so gerne, dass ein Tier stirbt. Müssen die nämlich für die Wurst. Vielleicht wollen sie nur manchmal, dass ein Tier stirbt… Mama, wieviele Tiere müssen sterben für ein Wurstbrot?“

Äähhm, nja. Bei der detaillierten Beantwortung dieser Frage musste ich passen, aber das Thema war auf dem Tisch. Nicht zum ersten Mal, denn natürlich gibt es im Umfeld viele vegetarische Freunde und Freundinnen, kleine und große. Aber diesmal war es anders. Der Bub, ohnehin derjenige unter den Kindern, der am meisten leidet, wenn ein Tier leiden muss (hier dürfen nicht mal Wespen erschlagen werden, ohne dass er anfängt zu weinen und uns als Mörder zu bezeichnen), dachte laut darüber nach, ob vegetarisch Sein eine Alternative für ihn sei.

Lieblingsbub: „Ich habe alle Tiere so lieb, Mama, und ich möchte nicht, dass ein Mama-Schaf weint, weil wir das Lämmchen gegessen haben. Das ist schrecklich! Aber…“

Goldkind, trocken: „Aber es schmeckt saulecker, das Lämmchen. Auch wenn es traurig ist.“

Lieblingsbub: „Aber ich liebe Wurstbrot so sehr, Mama! Das find ich am leckersten! Ich weiß gar nicht, was ich sonst auf dem Brot so doll mag, wie Wurst.“

Daraufhin schaltete sich das Herzensmädchen ein und zählte eine lange Liste leckerer Sachen auf, die stattdessen auf dem Brot sein könnten und der Bub begann, das zustimmend in Erwägung zu ziehen. Dann erinnerten wir uns noch gemeinsam an die wurstfreie Zeit in Israel im letzten Sommer und was wir dort alles leckeres gegessen hatten anstelle von Salami, Lyoner oder der heißgeliebten Leberwurst. Und schließlich war die Idee geboren: wir starten ein vegetarisches Experiment, als Familie. Wir verzichten auf alle Wurst und wursthaltigen Snacks in den täglichen Bentoboxen (da sind ja gerne mal Minibulettchen oder Geflügelwiener-Minis drin) und reduzieren den Fleischkonsum bei gekochten Mahlzeiten auf zwei Mal die Woche: ein Mal unter der Woche, ein Mal am Wochenende. Das Herzensmädchen hat sich außerdem entschieden, auch in der Schule das vegetarische Mittagessen zu nehmen. Wir waren alle ganz euphorisch und uns auch sofort einig, dass wir das als Familie machen wollen, alle Fünf.

Vegetarisches Experiment, vegetarisch essen mit Kindern,  gesunde Ernährung

Starttag für unser vegetarisches Experiment war heute, und die Brotdosenbefüllung heute morgen war die erste bewusst wurstfreie im Hause Berlinmittemom. Der Bub hatte stattdessen die süße Variante, um ihn über den Wurstverzicht zu trösten und ihn langsam an was anderes außer das heißgeliebte Wurstbrot heranzuführen: „PB & J“ alias Erdnussbutter und Erdmeermarmelade. Das Goldkind bekam Frischkäse und Alfalfasprossen, die es furchtbar gerne isst. Und das Herzensmädchen hatte Gouda, Sandwichcreme und Rucola. Für den Berlinmittedad habe ich heute morgen ein Sandwich mit Ziegenkäse, Feigensenf und Gurken gemacht. Außerdem gab es wie sonst auch jede Menge Obst, Gemüse, Nüsse und Cracker mit Kräuterquark im Extradöschen zum Dippen.

Ich bin gespannt, was die Kinder heute nachmittag sagen: ob es ihnen geschmeckt hat, ob sie die fehlende Wurst vermisst haben oder ob sie gar nicht gemerkt haben, dass etwas an ihren Bentoboxen anders war als sonst. Unser vegetarisches Experiment läuft jetzt offiziell erst mal für eine Woche mit der Option auf Verlängerung – je nach dem, wie verzichtbar die Kinder nach der ersten Woche die Wurst wirklich finden.

Es geht mir nicht darum, die Kinder oder uns als Familie jetzt komplett auf eine vegetarische Lebensweise umzustellen. Aber das Bewusstsein dafür, was wir essen, ist wichtig, und der Berlinmittedad und ich sind uns einige darin, dass Kinder in allen Bereichen nur zu guten, selbständigen Entscheidungen kommen können, wenn sie möglichst viel darüber wissen und Dinge ausprobieren dürfen. Das gilt auch für ihre Ernährung. Unser vegetarisches Experiment dient also in erster Linie dem Schärfen unseres Bewusstseins: was essen wir? Wo kommt es her? Was muss dafür passieren, damit wir das auf dem Teller haben? Gibt es möglicherweise andere Lebewesen, die von unserer Entscheidung darüber, was wir essen, betroffen sind?

Es gibt noch viele Fragen in diesem Zusammenhang – dieses Ernährungs-Experiment ist nur ein Anfang, mit dem wir unseren Kindern (und uns selbst!) die Tür zu neuen Erfahrungen und neuem Wissem öffnen möchten, damit sie irgendwann selbst entscheiden können, was sie essen möchten und warum. Ich weiß nicht, was am Ende dieses Experiments steht und zu was für Schlüssen wir dabei kommen. Aber ich werde natürlich berichten, wie unsere Veggie-Challenge verläuft und wie die einzelnen Familienmitglieder sie bewerten.

Wäre so ein vegetarisches Experiment auch was für euch? Oder lebt ihr sowieso schon vegetarisch? Was ist euch in der Ernährung eurer Kinder ganz grundsätzlich wichtig? Worauf achtet ihr?

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und allen neuen Erstklässern einen tollen ersten Schultag!

signatur

20 Kommentare

  1. Viel Spaß beim Experiment. Wir leben als Familie vegetarisch, es ist nur Thema, wenn wir woanders auswärts essen. Die Kinder sind es anders nicht gewohnt. Sie probieren sich auch mal durch Wurst und Fleisch. Die Tochter isst gerade nicht vegetarisch, der Rest der Familie schon. Der sechsjährige betont sogar, daß er Vegeatarier ist. Mir ist wichtig, daß die Ernährung a)ausgewogen, natürlich und gesund ist und b) daß die Kinder wissen, wo das Zeug herkommt. Am Anfang war ich da noch sehr emotional, was Ernährung betrifft. Jetzt bin ich wieder etwas gelassener geworden. Wichtig ist mir aber vorallem in den ersten Jahren so viel Frischkram wie möglich, um die Grundprogrammierung schonmal vorzunehmen 🙂

    • Die Gelassenheit ist ja in so vielen Dingen im Leben fundamental wichtig. Wenn man sie doch immer punktgenau bei Bedarf abrufen könnte! Was wäre das Leben dann schön! 🙂

  2. Viel Spaß beim Experimentieren! Ein Rezepttipp: Die vegane Bolognese von Attila Hildmann. Die schmeckt bestimmt auch den Kindern supergut. Und kein bisschen nach Tofu. Im Grunde geht das mit jedem Bolognese-Rezept: Man presst das Wasser aus dem Tofu, mit den Händen, und zerkrümelt ihn dann zur Hackfleischform. Scharf anbraten, das Restwasser muss verdampfen. Den Rest dann wie gewohnt, und lange einkochen lassen. Manche merken nicht mal, dass das kein Fleisch ist 🙂

  3. sereni sagt

    Viel Spaß beim Ausprobieren!
    Bei mir ist es so, dass in meiner Herkunftsfamilie alle vegetarisch waren. Zuerst mein Vater, dann mein Bruder und ich, irgendwann meine Mutter. Sie isst mittlerweile wieder Fleisch, der Rest von uns nicht.
    Meine Große mag Fleisch gerne und isst auch oft auswärts, bei ihrem Papa, bei ihren Omas, im Kindergarten, demnächst im Hort. Daheim nicht, aber ich schreibe ihr nichts vor. Das Thema kommt naturgemäß öfter auf, aber sie kann sich nicht durchringen. Dann soll es auch nicht. Mein Mann ist vom Fleischesser zum Fast-Vegetarier geworden, seit er mich kennt. Und unsere Kleine mag weder Wurst noch Fleisch noch Käse noch Kuhmilch. Sie lebt freiwillig vegan. Sie ist aber noch nicht einmal 2 😉 Mal sehen, wo das noch hingeht. Sie ist generell sensibler und wird für das Thema eventuell offen sein. Aber auch sie wird viel außer Haus essen, weil wir nunmal beide berufstätig sind. Wenn sie weiterhin das Fleisch einfach weglässt, kann man sie vielleicht wirklich Vegetarier nennen 😉

  4. Liebe Anna Luz,

    schon lange lese ich bei Dir, will Dir auch schon so oft schreiben weil ich Deinen Blog mag – aber jetzt habe ich endlich einen konkreten Anlass. Du schreibst, dass Du Fleisch und Wurst bio und regional kaufst. Ersteres mache ich auch, zweiteres ist manchmal schwierig, da landet dann oft Chiemgauer Wurst oder so im Einkaufswagen, nicht gerade regional. Da ich halbwegs in Deiner Nähe wohne, würde ich mich über eine bio + regionale Metzgerei Empfehlung sehr freuen. Danke:-)

    Liebe Grüße von der Breze (die seit rund 20 Jahren vegetarisch is(s)t – aber drei von fünf aus der Familie nicht!)

    • Liebe Breze, dank dir für deinen Kommentar, ich freu mich sehr, dass du mein Blog magst! 🙂 Zu deiner konkreten Frage: ich kaufe der Einfachheit halber oft Neuland-Fleisch, das ja nicht zwangsläufig hier aus der Region kommt. Da gibt’s einen Metzger auf der Greifswalder Straße. Ansonsten oft das Fleisch vom Metzger in der Bio Company. Ich frage dann schon genauer nach, wo das Fleisch herkommt. Was die Wurst angeht, gefällt mir „Meine kleine Farm“ von der Grundidee sehr gut. Kennst du das schon?

      http://www.meinekleinefarm.org/

      Liebe Grüße!

  5. Sonja sagt

    Und bei mir ist es genau umgekehrt: Meine Challenge wäre, wenn ich jeden Tag Fleisch essen müsste. Ich esse meistens nur einmal pro Woche Fleisch, manchmal auch gar nicht, obwohl ich mich wahrlich nicht als Vegetarierin verstehe. Im Gegenteil, ich esse es sehr gern, aber nur gutes (dieser ganze Wurstkram kann mir allerdings gestohlen bleiben, ich bevorzuge mein Fleisch am Stück, mit wenigen Ausnahmen), und gutes Fleisch ist kompliziert und erfordert Planung, und damit bin ich nicht gut. Wenn ich über die ganzen „ein fleischfreier Tag pro Woche“-Kampagnen lese, bin ich immer wieder total verblüfft, dass Fleisch offensichtlich bei vielen vielen Leuten jeden Tag dazu gehört. Umgekehrt ist die ganze Vegetarierwelt aber auch nix für mich, da ist mir zu oft zu viel anstrengende Ideologie und Überzeugung und Grünkern dabei. Mich interessiert auch nicht wirklich, ob das Hühnchen, das ich esse, glücklich war (wenn ich will, dass es glücklich ist, sollte ich es halt nicht essen), sondern dass es nicht mit Antibiotika etc. vollgestopft ist, weil ich das nicht essen will. Bin ich damit allein? Einfach nur so (fast) fleischlos glücklich, ohne jedwede Überzeugung dahinter? 🙂

  6. Und bei mir ist es genau umgekehrt: Meine Challenge wäre, wenn ich jeden Tag Fleisch essen müsste. Ich esse meistens nur einmal pro Woche Fleisch, manchmal auch gar nicht, obwohl ich mich wahrlich nicht als Vegetarierin verstehe. Im Gegenteil, ich esse es sehr gern, aber nur gutes (dieser ganze Wurstkram kann mir allerdings gestohlen bleiben, ich bevorzuge mein Fleisch am Stück, mit wenigen Ausnahmen), und gutes Fleisch ist kompliziert und erfordert Planung, und damit bin ich nicht gut. Wenn ich über die ganzen "ein fleischfreier Tag pro Woche"-Kampagnen lese, bin ich immer wieder total verblüfft, dass Fleisch offensichtlich bei vielen vielen Leuten jeden Tag dazu gehört. Umgekehrt ist die ganze Vegetarierwelt aber auch nix für mich, da ist mir zu oft zu viel anstrengende Ideologie und Überzeugung und Grünkern dabei. Mich interessiert auch nicht wirklich, ob das Hühnchen, das ich esse, glücklich war (wenn ich will, dass es glücklich ist, sollte ich es halt nicht essen), sondern dass es nicht mit Antibiotika etc. vollgestopft ist, weil ich das nicht essen will. Bin ich damit allein? Einfach nur so (fast) fleischlos glücklich, ohne jedwede Überzeugung dahinter? :).

  7. Ich bin jetzt 14 und essw schon seit 2 einhalb Jahren kein Fleisch mehr. Fisch habe ich in dieser Zeit jedoch fast immer gegessen , da meine Mama gesagt hat es wäre besser für die Entwicklung und da ich evtl noch wachsen muss . Ich habe mich aber jezt dafür entschieden, dass ich nach den Sommerferien (in 5 Tagen) auch auf Fisch verzichte . Ich habe auch noch ein Rezpt Idee :

    Vegetarische Lasagne
    Die Lasagne ist nicht mit extra viel Gemüse , sondern ist eher wie mit Hackfleisch Sauce : als Hackfleisch Ersatz nimmt man einfach grünkern . Im Internet findet man Rezept zum so eine Sauce zu zubereiten . Dann einfach mit der Sauce so fortfahren wie gewohnt.

    Dein Blog ist super ♥
    Liah

  8. Julia sagt

    Ich bin seit ein paar Jahren Vegetarier und finde es super, dass ihr dieses Experiment macht! 🙂 Besonders wunderbar finde ich, was du deinen Lieben tolles auf’s Brot haust!! Klingt superlecker und kein Bisschen langweilig! Bin gespannt, wie es dann geschmeckt hat. Eines meiner vegetarischen Lieblingsgerichte sind Tofuklößchen in Lauchsoße. Am besten mit Kartöffelchen dazu =) Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese milden Klößchen bei Kindern gut ankommen.

    Für 4 Personen (also lieber verdoppeln…)

    400g Tofu
    1kl. Bund Petersilie
    1/2 Zitrone
    Salz
    1 Ei
    2 EL Semmelbrösel (evtl mehr)
    1Stange Lauch
    3EL Butter
    2EL Mehl
    1/2 Gemüsebrühe (normalerweise ein Schluck Weißwein, für Kinder lieber ohne, denk ich)
    100g Sahne

    Zuerst den Tofu grob würfeln, dann mit dem Ei pürieren. Gehackte Petersilie und abgeriebene Zitronenschale , Semmelbrösel, Salz und Pfeffer dazugeben und mit den Händen kneten. Aufpassen, dass genug Salz drin ist. Ich denke, man merkt ganz gut, ob noch Semmelbrösel reinmüssen, nämlich dann, wenn sich nicht ganz einfach tischtennisballgroße Klößchen formen lassen.
    (jetzt vielleicht die Kartoffeln aufsetzen)
    In einem großen Topf Salzwasser zum kochen bringen, Hitze reduzieren und Klößchen darin 10 Minuten garziehen lassen. Danach Klößchen aus dem Wasser holen und im Nudelsieb über dem Wasser warmhalten und abtropfen lassen.

    Für die Soße den Lauch putzen und ich schmale Streifen schneiden. Butter in einem Topf zerlaufen lassen, Lauch kurz darin andünsten. Mehl darüberstäuben. Brühe und Sahne dazugießen und mit dem Schneebesen schnell verrühren. Die Soße mit Salz, Pfeffer und evtl Muskatnuss würzen und 5 Minuten köcheln lassen.

    Das Pürieren ist ganz wichtig, ansonsten ist nichts besonderes zu beachten. Schmeckt super! Würde mich ganz arg freuen, wenn du es ausprobierst!!

    Viele Grüße und viel Erfolg bei eurer Veggi-Woche!!

  9. huhu 🙂

    wir leben jetzt seit anfang des jahres grösstenteils vegetarisch- oft auch vegan.

    nachdem unser (fleisch)konsum öfter thema unserer gespräche waren, hat der gatte den vorschlag gemacht, zumindest unsere gewohnheiten stark zu ändern. also gab es (wie in alten zeiten *lol*) freitags fisch und am sonntag den „braten“
    allerdings hab ich mich nicht darauf gefreut (so schnell entwöhnt 😉 ) dass ich beschloss komplett veggie zu leben, seit juni auch das pubertier und seit kurzem misssunshine. jetzt sind es nur noch 2 fleischesser 😀

    interessant an der entwicklung der kinder, finde ich, dass es am anfang sehr großes mißtrauen gab (und ja: auch gemaule 😉 ) aber nun jeder zufrieden ist und unsere rezeptsammlung ist wesentlich gewachsen….

    das einzige, was uns an der ganzen geschichte nervt: die ständigen fragen…. wie man das schafft? was man dann kocht?warum? wieso? weshalb? etc
    noch nie in meinem leben musste ich soviel über meine ernährung sprechen wie in den vergangenen monaten. wobei alle echt neugierig sind (ohne vorbehalte und so) aber irgendwie scheint das vielen familien unwirklich…

    lg und eine schöne restwoche
    tina

  10. Hey Anna! Das ist eine tolle Idee. Ich finde es wichtig, dass Kinder wissen, dass das Tiere sind, die sie da essen. Ich vergesse das ja selber manchmal, dass die Salami mal ein Schwein war. Manchmal würde ich auch gerne wieder (war schon mal Vegetarierin zu Teenie-Zeiten) fleischlos essen, aber ich scheitere wie Dein Lieblingsbub an meiner Wurstliebe und an meinem Mann, für den Fleisch als Südafrikaner sowas wie Brot für andere ist. Aber mal sehen, vielleicht wird es doch noch was. Wünsche Euch viel Spaß beim vegetarischen Genießen! 🙂
    Liebe Grüße,
    Marisa

  11. Heike sagt

    Mein Mann und ich sind Vegetarier. Unsere beiden Kinder haben bislang keine Tiere gegessen. Meine Tochter (6 Jahre) hinterfragt auch ständig, was bei uns auf den Tisch kommt (ist da Weizen drin? Wieviel Zucker hat das? usw.). Dass die meisten anderen Menschen Tiere essen, kann sie gar nicht begreifen und möchte am liebsten alle bekehren. Ich muss sie dann immer darauf hinweisen, dass wir uns von anderen ja auch nicht vorschreiben lassen, Tiere zu essen.

    Da fällt mir grad noch eine Unterhaltung zwischen einem mir unbekanntem Vater und Sohn am letzten Sonntag im Kindertheater „Das Dschungelbuch“ ein:
    Auf der Bühne tanzen Geier und singen ein Lied darüber, dass sie die Müllabfuhr sind und alle toten Tiere aufessen. Der Junge dann zu seinem Vater: Iiiiiihhhhh, essen Geier wirklich tote Tiere?? Die Betonung lag auf tot! Der Vater bejahte und ich dachte mir und musste mich dann zurückhalten nichts zu sagen: was bei euch sonst so auf dem Teller liegt, ist doch auch totes Tier, aber das ist ja kaum einem bewusst.

    Toll, dass sich deine Kinder da Gedanken drüber machen!!! Die meisten essen, ohne sich zu überlegen, was sie da essen.

    Es müssen ja nicht alle gleich Vegetarier werden, die sich über die Ernährung Gedanken machen, aber weniger Fleisch und Wurst zu essen und auf Bioprodukte umzusteigen ist doch auch schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.

    Ich hoffe, es fällt euch nicht allzu schwer und ihr habt ein Erfolgserlebnis!

  12. Bin gespannt, wie sich meine beiden Kinder mal entwickeln. Die eine wird sicher immer Fleisch essen, sie alles, was irgendwie mit Fleisch zu tun hat und mag mit ihren zarten 9 Jahren schon blutiges Steak. Die andere ist da eher vorsichtig und lässt das meiste Fleisch liegen, nur gelegentlich ein bisschen Hühnchen, was dann jedes Mal mit dem Satz: „Das arme Hühnchen“ kommentiert wird…;-)

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  14. Marianne sagt

    Ich mag es so sehr, wie du mit den Kindern bist.
    Meine Tochter ist vier und Typ Fleischfresser. Sie liebt es… am liebsten Huhn im ganzen….dann frägt sie schon mal nach, ob das nun ne Mama, papa oder ein baby sei und isst munter weiter.
    An sich, denke ich, sollte man Kindern halt irgendwann mal genau sagen wo das Fleisch herkommt und wie. Man sagt ja auch, jeder sollte mal selbst schlachten oder gucken, wenn man schon Tier isst. Hm.

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