Monate: September 2015

10 Sätze die ich in Dauerschleife sage

wie meine kinder mich irre machen ::: 10 sätze, die ich seit 10 jahren in dauerschleife sage

Eltern, Mitmütter, Verzweifelte! Ich vermute, ich bin nicht alleine mit diesem Phänomen, aber es ist an der Zeit, dass ich darüber schreibe, weil es mich fast täglich trifft. Ich bin eine erwachsene Frau, ich habe Literatur- und Sprachwissenschaften studiert, ausgerechnet! Und doch gehe ich durch meinen Alltag als Mutter dreier Kinder wie ein Sprach-Zombie. Reduziert auf minimalistische Sätze, auf die kein Mensch hört oder auch nur irgendwie reagiert, habe ich mich sprachlich quasi zurückgebildet. Ich kann im Alltag nur noch die aller einfachsten Sätze auswerfen, es reicht maximal für Subjekt-Prädikat-Objekt oder sogar nur für einfache Befehlsformen. Und ich wiederhole diese Sätze wie so 'ne Lobotomierte, wieder und wieder. Und jetzt habe ich Angst. Vielleicht weitet das Phänomen sich aus? Vielleicht verliere ich meine Fähigkeit, mich differenzierter auszudrücken auch in anderen Bereichen? Und irgendwann höre ich mich immer nur noch an wie die berühmte kaputte Schallplatte? Meine Kinder sind 6, 8 und 12 Jahre alt und ich bin gefangen in der Dauerschleife, seit über zehn Jahren. Ich gehe durch mein Haus und mache dieselben Dinge wie immer, jeden Tag: ich arbeite, ich …

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wir feiern dein leben ::: brief an mein schulkind

Mein kleines großes Mädchen, mein geliebtes jüngstes Kind, der Tag ist gekommen, auf den du so lange gewartet und den du seit Wochen herbei gesehnt hast: die Einschulung. Nicht nur war dieser besonders feierliche Tag so wichtig für dich, an dem dein Papa und ich alle Menschen, die dich besonders lieben eingeladen haben und du in deinem Lieblings“feier“kleid und mit Schulranzen auf dem Rücken loszogst, um in deiner Schule von deiner Lehrerin begrüßt zu werden. Auch die ersten beiden richtigen Schulwochen waren bedeutsam. Alles, was dazu gehört hast du aufgesogen und eifrig umgesetzt: rechtzeitig aufstehen und am Frühstückstisch sitzen, Müsli löffeln und dabei wie die Großen die Wünsche für die Bentobox durchgeben, die ich dir für deinen Tag fertig mache. „Heute haben wir Sport, da bin ich sicher hungrig. Kann ich bitte eine extra Banane haben, Mama?“ Den Schulranzen packen und mir deinen Schulkalender hinlegen, damit ich die Woche „abchecke“ und dir unterschreibe, dass du alle Hausaufgaben gemacht hast, jeden Tag. Deine Lesehefte, die du jeden Morgen in der Klasse als erstes aussuchst, in deinen …

12 von 12, Berlinmittekids, Fleesensee, happy kids, Momblogger, Mama Blog

12 von 12 im september ::: ein tag in fleesensee

Der Herbst ist da. Der September, mein liebster Monat, ist bisher golden und schön. So auch an diesem Samstag, den 12., an dem ich wie immer (wenn mich wie heute die liebe Alu von Große Köpfe per Sertivetweet daran erinnert… Danke!) 12 Bilder gesammelt habe für die Aktion 12 von 12, die jeden Monat bei Caro von Draußen nur Kännchen stattfindet. Heute waren wir den ganzen Tag unterwegs, denn in Fleesensee fand ein Familientreffen statt. Ursprünglich wollten wir gestern schon fahren und bis morgen bleiben, und fast wäre das ganze Wochenende für uns geplatzt, denn der Lieblingsbub kam gestern mit Fieber aus der Schule und das Goldkind hat nach drei Tagen Krankheit zu Hause auch gerade erst den Status erreicht, dass sie gestern wieder zur Schule gehen konnte. Aber wir wollten wenigstens ein paar Stunden mit der Familie verbringen, die wir sonst so selten sehen, und als der Bub heute morgen fieberfrei war, fuhren wir los. Wir kamen am frühen Mittag am Fleesensee an und freuten uns erst mal über die Aussicht. Wunderschön dort! Dann gab’s ein …

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keine worte mehr ::: über menschen in der 2. reihe und #bloggerfuerfluechtlinge

Manchmal gibt es keine Worte. Manchmal kann ich durch nichts ausdrücken, wie ich mich fühle oder was bestimmte Erlebnisse oder auch nur die Kenntnis von Ereignissen mit mir machen. Obwohl Worte meine Sprache sind, vielleicht mehr als alle anderen Ausdrucksmöglichkeiten, bin ich oft – wort-los. Und mein Blog hier ist der Ort, an dem alle anderen, die hier her kommen, um zu lesen, was ich zu sagen habe, miterleben und nachvollziehen können, wie mir die Worte fehlen. Eben habe ich hier auf dem Sofa gesessen, ganz still, meinen drei Monate alten Neffen auf der Brust, der schlief und den meine Schwester mir kurz anvertraute, um sein Bettchen zu machen. Ich saß hier, vor dem Fenster die dunkle Nacht, in meinen Armen ein winziges, perfektes kleines Menschenkind und spürte, wie diese ungesagten, widerspenstigen Worte in meinem Schädel rumorten, in meinem Herzen hin und her gingen und wie ich wieder, wie schon so oft in den letzten Wochen, nicht wusste, was tun damit. Mein Neffenbaby seufzte im Schlaf, grub sein Köpfchen tiefer in die Kuhle unter meinem …