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die große und die kleine ::: über schwesternliebe und großen altersabstand

Schwesternliebe, Geschwisterliebe, Geschwisterbeziehung, Altersabstand, Altersunterschied, Leben mit Kindern, Alltag, Familienalltag

Ich bin eine große Schwester. Mein Bruder ist knapp drei Jahre jünger als ich, was ja ein ziemlich gängiger Altersabstand ist. Von meiner Schwester trennen mich aber tatsächlich neun Jahre, und unsere ganze Kindheit war geprägt von diesem großen Altersabstand zwischen uns, den „Großen“ und ihr, der „Kleinen“, auch wenn das der Geschwisterliebe im Allgemeinen und der Schwesternliebe im Besonderen keinen Abbruch getan hat. Aber so verrückt es klingt, die Unterteilung aus der Kindheit wirkt in manchen Bereichen bis heute nach. Meine Mädchen haben nicht ganz so einen großen Altersabstand wie meine Schwester und ich, aber es sind immerhin auch über 6 Jahre, und mir kommt es so vor, als sei das gerade im Moment – wahnsinnig viel.

Ich denke oft über die Schwesternbeziehung, die Schwesternliebe zwischen diesen beiden nach, weil sie so, SO verschieden sind und die Verschiedenartigkeit als trennendes Element auf den großen Altersunterschied noch obendrauf kommt. Was haben sie gemeinsam? Worin sind sie sich ähnlich? Und wie ist eigentlich die Perspektive der Großen auf die kleine Schwester? Und wie sieht die Kleine die Große?

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Die Sicht der großen Schwester: Ich schaue zurück und da bist du

Als das Goldkind geboren wurde, meine Kleinste, war das Herzensmädchen bereits sechs Jahre alt und stand kurz vor dem Ende ihres Vorschuljahres. Sie war eine geübte große Schwester, schließlich war der Lieblingsbub noch nicht mal zwei und ihre große Liebe. Sie hat ihn sicherlich mitunter zu heftig bemuttert, aber die Bindung war stark. Und dann das Schwesterchen! Sie war selig! Sie trug sie herum (Herzinfarktmomente bei den Eltern!), wickelte sie, wiegte sie, schob sie im Kinderwagen durch den Garten und hätte sie am liebsten noch selbst gestillt, wenn das gegangen wäre. Aber von Anfang an schien es mir, als spüre mein großes Mädchen auch die große Verantwortung für nun zwei Minigeschwister, an die ich mich aus meiner eigenen Kindheit ebenso gut erinnere.

Und dann war da die Eifersucht. Denn natürlich ist man mit sechs nicht „groß“, man ist ein kleines Kind, ein Fast-Schulkind, in dessen Leben sich so viel verändert und in dem noch weitere große Veränderungen anstehen. Sie brauchte mich genauso dringend wie die beiden Kleinen, dennoch war ihre Position die großen Schwester, von der erwartete wurde, „vernünftig“ zu sein, auch mal zu warten, zurückzustecken – selbst wenn ich mich bemühte, das nicht über zu strapazieren.

Sie wurde eingeschult und ein neues Leben begann, in dem ich nicht mehr so dicht an ihr dran war. Sie kam gut klar, aber sie führte von nun an ein (kleines) eigenes Leben ohne uns, während die beiden Kleinen gemütlich bei mir zu Hause blieben und all das auskosteten, das sie vielleicht auch manchmal noch gerne gehabt hätte. Sie ging gern zur Schule und war eifrig und enthusiastisch, aber wenn sie nach Hause kam, fand sie unsere Idylle vor und – flippte nicht zu selten aus. Die Kleinen waren vor allem miteinander und mit mir in Beziehung, das Herzensmädchen und ihr Papa waren außen vor, denn sie waren die beiden, die das Haus verließen und einen Großteil des Tages alleine verbrachten. Oder zumindest ohne uns. Das war eine merkwürdige Übergangszeit, in der alle ihre neuen Rollen noch einübten, die Beziehungen sich veränderten und das Goldkind seinen Platz in der Familie fand und ausfüllte.

Je älter das Goldkind wurde, desto einzigartiger wurden die Bindungen an die Geschwister. Für das Herzensmädchen formte sich der Platz im Herzen ihrer kleinen Schwester und in ihrem formte sich der für die Kleine – Schwesternliebe. Die Große weihte die Kleine in Spiele und Geheimnisse ein, flocht die Haare, war zuständig für Geschichten und das Bauen von geheimen Höhlen, aber natürlich auch immer für das Durchsetzen von Regeln, eine Rolle, die sie sich selbst gesucht und besetzt hat. Sie ist eben immer und jederzeit die Große: die, die sich zuständig fühlt, die Kleinen beschützt und sie anleitet. Aber eben auch die, die durchaus mal die Machtposition ausnutzt und sich als Aushilfserziehungsberechtigte aufspielt. (Ich kenne diese Rolle, ich hatte sie selbst als Kind und als große Schwester von zwei jüngeren Geschwistern.)

Heute ist die Schwesternliebe zwischen den beiden aus der Perspektive der Großen geprägt von Fürsorglichkeit und dem Wunsch, die Kleine möge klein bleiben. Oft sagt die Große "Du darfst nicht wachsen, du sollst wieder ein niedliches Baby sein oder wenigstens der zweijährige Lockenkopf mit Schmusebäckchen!" Sie schaut zurück, woher sie kommt und sieht die kleinen Geschwister, diese kleine Schwester, die ihr nachfolgt und einen Weg nimmt, der ihrem ähnlich, aber nicht identisch ist. Sie gibt Dinge, Wissen, Erfahrung weiter an die Kleine, die aber natürlich alles auf ihre ganz eigene Weise macht. Sie will sie prägen, sie will für sie da sein und sie sieht, glaube ich, wie die Dinge sich bei der kleinen Schwester in so vielen Aspekten wiederholen.

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Die Sicht der kleinen Schwester: Du gehst voran, ich folge

Für die Kleine ist die Perspektive ganz anders, denn aus ihrer Sicht war ja die Große immer schon da, genauso wie wir als Eltern und der große Bruder. Ich kannte nie ein geduldigeres Baby, das im Größten Tohuwabohu schlief, das kaum meckerte, wenn die Großen sie püngelten, das am glücklichsten war, wenn es mittendrin sein konnte im Tun und Werden der großen Geschwister.

Als sie begann, mobil zu werden, entdeckte sie den großen Bruder neu, denn der besetzte quasi den für sie neu eroberten Lebensraum. Dort saß er, baute mit Klötzchen, schaute Bücher, spielte Ball und bettete Puppen und Kuscheltiere ins Puppenbett oder fütterte sie mit Löffelchen aus der Puppenküche. Und sie war begeistert und tauchte ein in diese neue Welt – seine Welt. Das Herzensmädchen, die große Schwester, deren Erscheinen das Goldkind stets mit Strahlen, Klatschen und lauten Quietschgeräuschen begleitete und die sie herumtrug, Kitzelspiele mit ihr spielte, für sie sang, Fingerspiele für sie machte, sie fütterte und mit in den Garten nahm, war für die Kleine immer eine Quelle der Zerstreuung und ein Grund, sich laut zu freuen – die erste Fassung der Schwesternliebe aus der Perspektive der Kleinen. Aber als Spielkameradin taugte sie nicht. Während die beiden Kleinen erstmalig eine echte Beziehung aufbauten, an der Erde herumkollerten und die ersten kleinen Streiche ausheckten, saß das Herzensmädchen am Tisch und schrieb oder malte, las Bücher, kletterte auf hohe Leitern, fuhr Fahrrad, Rollschuh und ´Roller und bewohnte eine komplett andere Welt als die beiden Kleinen.

Für die kleine Schwester war die Große ein Wunderding, eine Botin aus einer fernen Welt, die sie gerne betreten wollte, die aber noch eine Nummer zu groß für sie war. Aber diese Welt war wie verzaubert und hatte eine ungeheure Anziehungskraft. Kaum konnte sie laufen und wusste die Große in der Schule, startete sie die ersten Ausflüge in das Schwesternreich: das Zimmer der großen Schwester. So oft sie konnte ging sie in unbeobachteten Momenten dorthin, schaute die Bücher an, wühlte durchs Playmobil und die Schleichfiguren, legte sich dort ins Bett, klaute kleine Kuscheltiere und nahm sie wie Trophäen mit in ihre Welt. Schon früh gab es darüber Streit zwischen den Schwestern und je älter die Kleine wurde, desto geringer ist das Verständnis der Großen für die Raub- und Entdeckungszüge der kleinen Schwester in ihr persönliches Reich. Aber bei aller Verschiedenheit zwischen den beiden ist die Perspektive der Kleinen genau diese geblieben: was die Große tut ist bewunderns- und nachahmenswert, ihre Welt ist eine Art Zauberreich und überhaupt ist sie in den Augen der Kleinen wundervoll. Manchmal auch wundervoll schrecklich, aber immer wundervoll.

Und natürlich ist die Große oft die, die die Kleine tröstet, wenn es Ärger gibt. Vor allem wenn das Goldkind mal mit mir im Clinch liegt, gibt es keinen besseren Trost, als von der großen Schwester ins Bett gebracht zu werden, vorgelesen zu kriegen und bekuschelt zu werden. Nicht selten ist die Große auch die Mittlerin zwischen der Kleinen und mir und macht der Kleinen vor, wie Versöhnung mit Mama funktionieren kann.

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Schwesternliebe – Altersabstand

Natürlich heißt all das nicht, dass nur die pure Liebe zwischen den beiden herrscht. Sie streiten und kühlen ihr Mütchen aneinander wie alle Geschwister. Auch der relativ große Altersabstand ändert daran nichts. Mein Blick ist vor allem meistens darauf gerichtet, was die beiden verbindet. denn der Stopper in der Schwesternbeziehung ist der Lieblingsbub, der im Alter so dicht am Goldkind ist. Die beiden sind verschworen und zwischen sie geht kein Blatt Papier, da ist die Große manches Mal außen vor. Aber ich sehe, dass die Schwesternliebe dennoch ihren Weg findet, und immer öfter scheint dabei der Altersabstand keine so riesige Rolle mehr zu spielen. Obschon die Welten der beiden nach wie vor Lichtjahre voneinander entfernt erscheinen, werden die Berührungspunkte häufiger und auch intensiver. Im Moment gehen die beiden gerne zusammen ins Bad: eine duscht, eine liegt in der Wanne, sie waschen sich die Haare, föhnen sich gegenseitig und probieren Frisuren aneinander aus. Das Bad steht hinterher unter Wasser und alles liegt voll nasser Handtücher, aber bis dahin gibt es viel Gekicher, gemeinsames Singen und die absurdesten Haaraufbauten – die einen in Dunkelbraun und die anderen in Gold.

Ich sehe die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden und ich sehe die großen Unterschiede. Ich staune darüber, wie es sein kann, dass zwei Töchter von mir so gegensätzlich sein können und dann fallen mir meine Schwester und ich selbst wieder ein. Wir sehen uns zwar ähnlicher als meine beiden Töchter einander, aber wir sind ebenso verschieden wie diese beiden. Und doch gab es bis zur Geburt meiner Kinder kaum ein stärkeres Verbundenheitsgefühl als das zu meiner Schwester und meinem Bruder. Zwei mit denselben Wurzeln wie ich, zwei mit denselben Erinnerungen, derselben Geschichte und vor allem: zwei, die so gut wie alles über mich wissen. Die mich fast so gut kennen, wie ich mich selbst und die mich lieben, so wie ich bin. 

Das sehe ich auch zwischen meinen Kindern. Und ich hoffe und wünsche mir, dass meine Mädchen noch mehr Gemeinsamkeiten finden und viele zweisame Momente erleben werden. Dass sie am Leben der anderen teilnehmen werden, auch wenn sie bestimmt immer wieder Phasen erleben werden, in denen sie weit voneinander entfernt zu sein scheinen, weil sie so unterschiedliche Dinge erleben. Dass sie zusammen sein werden, wenn sie ihr Glück teilen wollen und dass sie zusammen sein werden, wenn sie schwere Zeite durchleben. Dass sie einander ihre Kinder in die Arme legen, so wie meine Geschwister und ich das auch tun und dass sie spüren werden, wie heftig man die Kinder der eigenen Geschwister lieben kann, weil man in ihnen das geliebte Geschwister wieder findet, mit dem man so viel Leben geteilt hat. Dass sie all das erleben und dass ihre Herzen verbunden bleiben für immer.

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Gerade für meine Töchter wünsche ich mir, dass sie erleben und genießen werden, wie der Altersabstand zwischen ihnen immer weniger wichtig wird, während die Schwesternliebe weiter wächst im Laufe der Jahre. So wie ich es mit meiner kleinen Schwester erlebe. Unsere Lebensphasen nähern sich immer weiter aneinander an und wir genießen es sehr, einander so nah zu sein.Auch wenn wir ein bisschen natürlich immer die Kleine und die Große bleiben werden.

Wie ist das bei euren Kindern? Habt ihr zwischen den Geschwistern einen großen oder eher einen kleinen Altersabstand?

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13 Kommentare

  1. Verena sagt

    Wunderschön geschrieben, Anna, und genau zur rechten Zeit.

    Unsere beiden trennen 18 Monate. Schon ganz ordentlich. Die ersten zwei Jahre waren schön , aber auch unendlich anstrengend und geprägt vom finden der eigenen Rolle in der Familie. Ob groß oder klein. Aber nun, der "Große" ist fast 5 und die Kleine 3 , sind gerade wir Erwachsenen etwas mehr im Flow und können mal mehr mal weniger entspannt unsere Kinder im Leben begleiten.

  2. Ach ja Schwesternliebe (Nur deshalb kann ich den DisneyKitsch von Anna & Elsa ertragen) 

    Hier haben wir fast 4 Jahre Abstand, und vieles was du schreibst, kann ich auch hier sehen. Die Große, die mit erziehen möchte, sich verantwortlich fühlt, aber manchmal noch klein sein will. Die Kleine, obwohl erst 9 Monate, Himmelt die Große an und ist im Paradies, wenn sie mal in deren Zimmer spielen darf. Ich hoffe so sehr, dass die beiden eine tolle Beziehung haben, denn auch meine kleine Schwester war der wichtigste Mensch in meinem Leben vor den Kindern. Und leider habe ich gesehen, wie Neid und Eifersucht die Schwesternbeziehungen meiner Mutter und meiner Großmutter, bis in den Tod, vergiftet haben. 

    Danke für den schönen Text! 

  3. Anja Behr sagt

    Bei mir ist es ähnlich! Meine große Tochter wird im Dezember 10 und ihr kleiner Bruder ist 6 Monate alt! Im Moment ist alles noch sehr harmonisch, sie liebt ihn über alles und er himmelt seine große Schwester total an! Ihr hat er auch sein erstes Lächeln geschenkt! Jetzt freut sie sich auf die Zeit, in der sie ihm all die neuen Sachen beibringen kann und ihr altes Spielzeug wieder herausgekramt wird! 

  4. Liebe Anna,

    große Schwester, kleine Schwester – für mich ist das ein so schwieriges Thema, auch wenn es in den letzten Jahren leichter geworden ist … Fünf Jahre trennen uns, die Große, ständig Bewunderte, die mir so oft als Vorbild gezeigt wurde und die bis heute so anders ist als ich. Ständig hatte ich das Gefühl, nur "hinterherzuhecheln". Habe darunter leiden müssen, dass sie sich als Teenie Freiheiten herausgenommen hat, die bei mir dann unter dem Motto "Zügel anziehen" eingeschränkt wurden (Beispiel: exzessives Ausgehen), Und auch wenn sich einiges verschoben hat, durch das sehr unterschiedliche Verhältnis, das wir zu unseren Eltern haben, die sehr unterschiedlichen Perspektiven, die wir auf unsere Kindheit haben, durch die gefühlte Verringerung des Altersuntschieds und die sich angleichenden Lebensverhältnisse etc. – ich werde immer die Kleine bleiben. Nicht, weil sie es fordert, sondern weil ich nicht anders kann. Wenn sie mich kritisiert, bin ich stinksauer oder am Boden zerstört. Wenn mir etwas an ihr nicht passt, halte ich den Mund – wie käme ich dazu, die Große zu kritisieren? Gleichzeitig versuche ich immer wieder, zwischen ihr und meinen Eltern zu vermitteln – zu ihren Gunsten, selbst wenn ich insgeheim meinen Eltern recht gebe. Auch wenn vieles einfacher geworden ist, unser Verhältnis besser und enger ist – es bleibt für mich, in meinem Inneren, kompliziert …

  5. Nachtrag: Unsere Jungs werden viereinhalb Jahre trennen. Ich hoffe, dass ich einige Fehler meiner Eltern vermeiden werde, was die Geschwisterbeziehung betrifft! Und ich wünsche ihnen eine glückliche, liebevolle Bruderbeziehung!

  6. Hey Anna…das War ein wunderbarer Text der mich zu Tränen rührte. Denn bei und ist es ähnlich liebevoll und jeder versucht sich einzuordnen und zu orientieren. Meine Große ist 7 und gerade in die Schule gekommen. Der Sohn ist 2 Jahre und 4 Monate jünger und meine kleine ist 18 Monate alt. Bei mir gibt es noch eher die enge Verbindung der beiden Großen und ich frage mich oft wo die kleinste da bleiben soll….aber sie ist so wach und present..sie wird sich nicht abhängen lassen. Das ist spannend zu beobachten, wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln. Schreib doch mal wie es dem Lieblingsbub da mitten drin so geht…iCh hoffe immer ich werde meinem Sandwichjungen gerecht….liebe grüße…Nora 

  7. Sylvia sagt

    Liebe Anna,

    danke für diesen wunderschönen Text. Für mich kommt er zur richtigen Zeit, frage ich mich gerade oft wie es sein wird, wenn wir zu Viert sind. Wie es ist, wenn der Abstand der Kinder 4 Jahre beträgt. Mein Mann und seine jüngere Schwester trennen 5 Jahre, ich bin die Älteste von dreien, meine Geschwister sind "nur" 15 Monate auseinander und waren immer beieinander. Die "Mädels Sachen " spielte meine Schwester eher mit mir. Ich fühlte mich oft ausgeschlossen.

     

  8. Liebste Anna, eine so schöne Ode an die Schwesternliebe! Meine Schwester und mich trennen nur 1,5 Jahre und ich bin froh, dass wir noch immer so eng sind… Ich liebe es einfach, eine Schwester zu haben, die mich auch genauso liebt, wie ich bin. Solche Menschen sind kostbar und daher tut es mir immer leid, wenn Familien zerbrechen und Geschwister sich zerstreiten. Grüß Deine Mädels (und natürlich den Mittelsmann) ganz lieb. <3 Fee 

  9. Katja sagt

    Liebe Anna, ein wirklich schöner Text! Meine Große wird bald 9 Jahre, mein bisher Kleiner 7, und meine jetzt Kleine morgen 2 Monate. Die Große ist die beste große Schwester, die man sich wünschen kann – und ich hoffe, es ist nicht bloß die Anfangsbegeisterung, sondern bleibt auch so!! Mein Mittlerer war anfangs eher zurück haltend dem Baby gegenüber, inzwischen geht er als Erstes zu ihr, knutscht sie ab und streichelt sie lange 🙂 Ich wünschte, es bliebe alles so easy, und bin gespannt, was sich zwischen den Dreien entwickelt. 

    Liebe Grüße in die Hauptstadt  

  10. Ach Herrlich..das ist wunderbar geschrieben und trifft es auf den Punkt 🙂 bei uns war und ist es genau SO ! ..wobei ich die Große bin und war. Schwesternliebe bleibt immer etwas ganz besonderes und wie du schon schreibst, verringert sich der "gefühlte Altersabstand" mit steigendem Alter. Interessen und Themen werden sich immer ähnlicher. Dennoch bleibe ich für "meine Kleine" immer "die Große" – und das ist auch irgendwie schön so. 🙂

  11. Doreen sagt

    Der Artikel ist so schön und passt genau in unser Familienleben! Meine beiden Mädels trennen 10 Jahre (12 und 2) und es hat uns viel Kraft und Feingefühl gekostet bis sich die "Große" an die neue Situation gewöhnt hatte. Sie ist ja quasi als Einzelkind aufgewachsen, musste nichts teilen und keine Rücksicht auf Geschwister nehmen. Doch mittlerweile ist sie die coolste und stolzeste große Schwester, die wir uns wünschen können. Sie hat erkannt, dass sie ihre Kindheit in vollen Zügen geniesen konnte und gesteht ihrer Schwester dementsprechend die gleichen Vorzüge zu. Zudem haben wir kleine Auszeiten eingerichtet, in denen wir gezielt etwas machen, das auf ihre Teenie-Bedürfnisse zugeschnitten ist (Kino, Kurztrip, Konzertbesuche). Ich liebe meine Kinder und bin überglücklich die Entscheidung zum zweiten Kind getroffen zu haben!

     

  12. Kathi sagt

    Ein wunderbarer Text. Vielen Dank dafür.

    Ich habe eine Schwester, uns trennen 16 Monate. Die vielen Jahre zusammen und das gemeinsame Aufwachsen haben ihre Spuren hinterlassen. Wir können gegenseitig in uns lesen, wie in einem offenen Buch. Oft reicht ein Blick und jede weiß, was die andere gerade denkt oder fühlt; ich kann nicht beschreiben wieso – es ist einfach so. Insbesondere als Teenies haben wir uns aber aufs äußerste gestritten und der anderen nichst gegönnt, waren neidisch und böse zueinander. Aber nach der Pubertät, seit jede ihre Persönlichkeit und ihren Patz gefunden hat, ist die Schwester das größte Geschenk! Eine Partnerin fürs Leben, dessen Liebe so sicher ist wie die der Eltern und eigenen Kinder. Wer so eine Schwester hat, der ist niemals allein. 

    Ich hoffe sehr, dass ich meiner Tochter (4) auch einmal dieses Geschenk machen kann. Momentan geht es leider noch nicht, aber dein Text macht mir Mut, dass es dafür nicht schon zu spät ist.

  13. Michi sagt

    Soo schön geschrieben..meine große (10) liebt ihre drei kleinen Geschwister abgöttisch. Die mittlere ist 3, die Zwillinge (M/J) sind fast 11 Monate. Aber für die große war es anfangs schwer, sie war schon 7, als die Schwester kam und musste sich umstellen, zurückstecken. Nach der Geburt der Zwillinge war es nicht mehr ganz so dramatisch, aber man merkt dennoch, dass sie gern mehr Zeit mit mir alleine verbringen würde. Der Altersabstand zwischen den großen kommt mir riesig vor..dennoch können sie zusammen spielen, baden lieben beide, Haare kämmen, fangen spielen usw. Ich hoffe, das bleibt noch einige Jahre so schön. Aber auch hier ist es so, dass die drei Kleinen vermutlich inniger miteinander sein werden, sie sind ja nur 2 Jahre auseinander.

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