Alle Artikel in: das wilde leben

Mut statt Angst | Berlinmittemom.com

Mut statt Angst ::: Interview mit der Juramama zum Thema „Entsorgte Mütter“

Im Juni gab es bei NIDO einen Artikel mit dem Schlagwort „Entsorgte Mütter„, der mir das Herz schwer gemacht hat – und den ich auf meiner Facebookseite geteilt habe. Viele Fragen kamen auf, viele verunsicherte Mütter fragten nach den rechtlichen Grundlagen für die Dinge, die im darüber Artikel zu lesen sind, wie eine Mutter von dem Vater ihrer Kinder systematisch abgedrängt, bedroht und von den Kindern entfremdet wird. Es geht um die vielleicht größte Angst einer Mutter: ihre Kinder zu verlieren.  Ihre Existenz bedroht zu sehen, nicht nur in ihrer Rolle als Mutter ihrer Kinder, sondern ganz grundsätzlich. Im Artikel berichtet eine Mutter auf eindringliche Weise von einer solchen Erfahrung und auf meiner Facebookseite wurde mitgelitten. Aber mir stellte sich bald die Frage: wie realistisch ist ein solches Szenario eigentlich? Müssen Mütter in gewaltvollen Beziehungen Angst haben, dass ihnen so etwas passiert, wenn sie sich von den Vätern ihrer Kinder trennen? Ich habe mir zum Beantworten dieser und vieler anderer Fragen meine liebe Kollegin Nina Straßner aka die Juramama eingeladen, die sich als Juristin mit genau …

Babyfüßchen | Berlinmittemom.com

Wenn Mama nicht mehr kann ::: Die Haushaltshilfe über die Krankenkasse

Werbung | Vor kurzem war ich gemeinsam mit anderen Bloggerinnen von der Siemens Betriebskrankenkasse zu einem Workshop eingeladen, wo wir einiges über die Krankenkassenleistungen für Familien gelernt haben. Vieles war mir natürlich schon bekannt, wie beispielsweise die Übernahme der Kosten für Vorsorge- und  Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft oder der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, die im gelben U-Heft dokumentiert werden. Aber einige der Leistungen, die die SBK übernimmt, waren mir auch neu. Dabei ist es nicht nur nützlich zu wissen, welche Art von Leistungen einem bei der gesetzlichen Krankenversicherung zustehen. Und es ist wichtig zu wissen, wo man wann Hilfe bekommt, wenn man sie am dringendsten braucht. Der Workshop hat mich nämlich an eine Begebenheit erinnert, die mich sehr bewegt hat, auch wenn ich nicht selbst betroffen war. Denn manchmal lernt man im Leben durch besondere Ereignisse schmerzlich, wie es ist, Hilfe zu brauchen. Ich hatte immer das Glück, durch Familie und liebe Freunde aufgefangen zu sein, wenn ich Unterstützung brauchte. Aber einer meiner liebsten Freundinnen ging es nicht so… Vor zwei Jahren war sie hochschwanger und freute sich …

Anna Luz de León | Berlinmittemom.com

44. Was mir nicht fehlt ::: Geburtstagsvorabendnachdenkerei

12. Juli 2017. Es regnet und stürmt seit heute Mittag. Aber ich bin in Sicherheit, im Trocknen, im Warmen. In meinem Haus. Morgen ist mein Geburtstag, ich werde vierundvierzig Jahre alt. 44. Pasch 4, wie meine Freundin Ann immer sagt. Und während ich Tee trinke und in den Regen schaue, denke ich darüber nach, wie mein Leben ist. Heute, am Vortag meines Geburtstages. Mir fällt ein, wie alle meine Geburtstage waren, wie in meiner Kindheit die Geburtstagsfrühstücke waren, das Wecklied mit Gitarre am Bett für jedes Geburtstagskind, der Lieblingskuchen und die Feste, die wir im Garten feierten. Ich denke an die Jahre als Teenie, in denen sich die Feiern veränderten und von Nachmittagen im Garten zu Abenden wurden und irgendwann zu langen Sommernächten, gefüllt mit Küssen und zu viel Wein. Ich erinnere mich an die Gesichter meiner Eltern an jedem meiner Geburtstage, an ihr verliebtes Lächeln und diese Freude, wenn sie mir eine Freude machten, dem Geburtstagskind. Und ja, ich vermisse (wie immer) meine Mutter, die zuletzt meinen achtunddreißigsten Geburtstag erlebte, bevor sie vier Wochen …

Sand auf der Couch ::: Warum ist hier immer alles erlaubt?

Es ist Montag und das ist schön. Warum ich das sage? Weil ich wieder ein Wochenende voller Sand auf der Couch und diverser anderer Geduldsproben für meine mütterliche Langmut hinter mir habe, an dem ich mich fragten, wie so eigentlich ausgerechnet hier immer alles erlaubt ist. Wie das so war bei uns am Wochenende…? Lest selbst! ::::: Samstag Nachmittag, 17:20, ich sitze auf dem Balkon, die Sonne scheint, eigentlich ist alles schön. Und ich bin genervt bis zum Anschlag! Ich bin so genervt, dass ich ungerecht werde und meckerig und komplett sinnlos in meinen Aussagen gegenüber den Kindern oder dem Mann zum Beispiel, aber ich bin so genervt von all den Schuhbergen, den Sandhaufen, den dreckigen Joghurtbechern, die hier stehen gelassen werden, dem Geräuschpegel, dass ich platzen könnte! Es ist Samstag und die Kinder bewegen sich wie immer an den Wochenenden frei fluktuierend durch die Zeit und die diversen Räume, innen wie außen. Und das ist schön, sie sind happy, sie singen und tirilieren geradezu, ja, sehr schöne glückliche Kinder sind das. Und auf eine …

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Brief an mein jüngeres Ich ::: Initiative gegen Altersarmut

WERBUNG | Letzte Woche war Vatertag und meine Kinder haben für ihren geliebten Papa ein Video zusammengeschnitten und mit Musik und persönlichen Botschaften unterlegt. Es entstand eine wunderschöne und berührende Reise in die gemeinsame Vergangenheit und ein sehr liebevoller Rückblick auf die Anfänge unseres Elternseins. Es war erstaunlich, wie weit weg diese Anfangsphase mit unseren Babys bereits ist, obwohl gefühlt doch noch gar nicht so viel Zeit vergangen zu sein scheint. Tatsächlich sind viele Jahre wie mit einem Wimpernschlag verflogen – und das macht mich nachdenklich. Wir denken oft an die Vergangenheit, an früher, an schöne Stunden und überwundene Schwierigkeiten, aber denken wir auch an die Zukunft? An u n s e r e Zukunft, nicht nur die unserer Kinder? Im Rahmen der Initiative gegen Altersarmut der Stuttgarter Lebensversicherung habe ich einen Brief an mein jüngeres Ich geschrieben, in dem es genau darum geht: um den Blick in die Zukunft und die (Vor-)Sorge für uns selbst. In der Kampagne kommen vier Rentner zu Wort, die ebensolche Briefe an ihr jüngeres Ich geschrieben haben, ihr bisheriges Leben …

Tischdeko für den Rockstar Kindergeburtstag

we will rock you! ::: der rockstar-kindergeburtstag mit fräulein feiertag

Zwei Wochen ist sie nun her, die legendäre Party, das rauschende Fest: unser Rockstar Kindergeburtstag. Wer mir auf Instagram folgt, hat sicherlich einige der Bilder schon gesehen (und vielleicht auch die Instastory vom Partytag?), aber natürlich m u s s diese schöne Party auch hier noch gezeigt werden. Das Fazit sei vorangestellt: es war unfassbar schön! Zum Teil verdanke ich das allein schon der Tatsache, dass das Goldkind sich so ein cooles Motto ausgesucht hat. Eine Rockstarparty gab es nämlich in ihrem Freundinnenkreis und auch hier bei uns bisher noch nicht und alle hatten einfach total viel Lust dazu. Außerdem hatte ich aber wunderbare Hilfe von meiner lieben Freundin Joana, die mit ihrer kleinen feinen Eventagentur Fräulein Feiertag schon einiges an Partyerfahrung auf dem Zettel hat und mir beim Sammeln von Ideen und natürlich auch bei der Umsetzung geholfen hat. Aber der größte Spaßfaktor waren unsere kleinen Gäste selbst: der Rockstar Kindergeburtstag war vor allem deshalb so wunderschön, weil alle Kids so happy und so enthusiastisch dabei waren. Dieser Geburtstag war die Ausnahme von der Regel: …

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keine angst, kein hass ::: was wir uns wünschen

Heute sollte hier eigentlich ein ganz besinnlich-beschaulicher Blogpost erscheinen, in dem ich darüber schreiben wollte, was für uns als Familie an Weihnachten eigentlich w i r k l i c h wichtig ist. Worum es bei uns geht, wenn Heiligabend endlich da ist und worauf wir Wert legen, fernab von Geschenken und Festessen (obwohl das natürlich auch eine große Rolle spielt). Es sollte um unsere Bedürfnisse als Familie gehen und darum, was wir uns wünschen.  Tatsächlich hat sich unsere Welt verändert und mit ihr auch der Blick auf Wünsche zu Weihnachten und irgendwie ist jetzt alles anders. Was wir uns wünschen ist etwas anderes. Vorgestern Abend um kurz nach 20 Uhr klingelte mein Telefon und mein Mann war dran. "Hier ist ein LKW in den Weihnachtsmarkt gefahren, hinten rein und hier an der Seite wieder raus. Ich hab den Knall gehört und aus dem Fenster geschaut und jetzt…" Er hörte sich erschüttert an aber auch ungläubig. Sein Büro ist direkt am Breitscheidplatz in Charlottenburg und er kann aus einem der Räume von oben direkt auf die Gedächtniskirche …

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verlier dich nicht! ::: 10 tipps für auszeiten im mama-alltag

Mittwoch Mittag, letzte Novemberwoche. Meine To Do-Liste ist so lang, dass ich das Ende nicht mal mehr sehen kann und ich bin mitunter so unter Druck, dass meine paradoxe Reaktion darauf ist, alles erst recht zu verschleppen, zu spät aufzustehen, zu spät ins Bett zu gehen, alle möglichen Dinge last-minute zu machen, Termine der Kinder zu verwechseln und zu vergessen und zwischendurch panisch nach Luft zu schnappen. Und ich bin nicht allein. Denn wenn ich mit meinen Freundinnen spreche, höre ich überall ähnliche Geschichten. Und nein, das liegt nicht daran, dass das alles Frauen wären, die ihre Zeit mit selbstgebastelten Adventskalendern verplempern, statt die wirklich wichtigen Dinge zu machen. Aber es sind alles Mütter. Frauen, die immer, jeden Tag versuchen, in allen Bereichen alles richtig zu machen – oder wenigstens so gut wie möglich. Frauen, die im Spannungsfeld von Vereinbarkeit leben, zwischen Jobs und Kindern, Familienarbeit und Freelancewahnsinn, Selbständigkeit und Familienbett. Denn wir sind immer DA. An allen Fronten volle Pulle dabei. Zu Hause, in der Schule, der Kita, im Job, bei Terminen, hier noch …