Alle Artikel in: herz & seele

Bay of Islands, Neuseeland - berlinmittemom.com

Zurück aus Neuseeland | Hello, 2018.

Ich bin wieder da. Also hier. Oder doch nicht? Wenn ich die Augen schließe, sehe ich da noch immer die wunderbaren Bilder aus Neuseeland – Aotearoa, das Land der langen weißen Wolke. Und ich seufze ein bisschen und atme tief ein. Und wenn ich die Augen aufmache – bin ich wieder hier. Jedenfalls physisch. Es ist 4:50 am 08. Januar 2018 und dank meines grandiosen Jetlag bin ich bereits seit über einer halben Stunde wach. Mein Nachteulengen ist kaputt seit wir zurück sind, und so bin ich die letzten Abende, statt wie gewohnt zu schreiben und ewig wach zu bleiben, jeweils schon um halb neun oder neun ohnmächtig eingeschlafen, um dann entsprechend früh wieder aufzuwachen und mich im Bett umher zu wälzen. Und nachdem ich seit Tagen tatenlos vor dem Laptop sitze, die Finger schwebend über der Tastatur und doch voller Zögern und Zweifel, nutze ich (wahrscheinlich erstmalig in meinem Nachteulenleben) die frühe Stunde und schreibe einfach drauf los. Dies ist der erste Beitrag im neuen Jahr, das sich für mich einerseits noch so taufrisch …

Frohe Weihnachten | berlinmittemomm.com

Frohe Weihnachten! Merry Kiwi Christmas!

Ihr Lieben, hier kommen die besten Weihnachtswünsche und liebste Grüße aus Neuseeland für euch. Wir sind inzwischen von Auckland über Taupo und Rotorua nach Wellington gefahren, haben viel gesehen und unsere Herzen mit Bildern, Geschichten und unvergesslichen Eindrücken gefüllt. Und das Wichtigste: wir sind wieder komplett! Denn das Neuseelandkind ist wieder bei uns und wir sind alle wahnsinnig froh darüber. Wer meinen Instastories folgt, konnte und kann ein bisschen mitverfolgen, was wir so erleben und auch, wie unser Wiedersehen war. Mein Plan, unser Reisetagebuch zu verbloggen, klappt allerdings leider mangels Verbindung von hier unten nicht so gut. Aber für einen Weihnachtsgruß von Herzen an euch reicht es allemal. Ich wünsche euch wundervolle, friedliche und fröhliche Weihnachtstage, gefüllt mit Liebe, Licht und Zeit für die liebsten Menschen. Genießt die Tage und bleibt gesund. Frohe Weihnachten! Wir lesen uns hier spätestens im neuen Jahr wieder! Dann geht es weiter mit Geschichten, Bildern, Reiseberichten, Buchtipps und allerhand Quatsch aus dem Leben mit dem #berlinmittemomtribe. Bis dahin habt es schön, seid behütet und geliebt und passt aufeinander auf. Merry …

Adventskranz | berlinmittemom.com

Weihnachtsliebe, Weihnachtsschmerz | Die Geschichte vom Christbaumschmuck

Es ist Weihnachten und wie jedes Jahr stelle ich bereits spätestens bei Einsetzen der Adventszeit fest, wie sehr ich diese Zeit im Jahr liebe, obschon ich das Wetter und das ewige Dunkel draußen verabscheue. Aber die Heimlichkeiten zur Adventszeit, die Vorfreude auf den Christbaumschmuck, die Lichter, die wir anzünden, wie ich das Haus nach und nach festlich schmücke – das erfreut mein Herz. Ich habe Adventstraditionen und -rituale, von denen ich eigentlich niemals abweiche (außer in diesem Jahr ein bisschen, erstmalig!) und auf die ich mich jedes Jahr wieder freue, sei es das Plätzchenbacken mit und ohne Kinder, der große Adventskranz, an denen ich die Säckchen für die Kinder aufhänge oder das Vorbereiten des Weihnachtsessen, das ebenfalls jedes Jahr das gleiche ist. Ich nenne das immer mein „Weihnachtsmojo“ und ich mag das an mir sehr. Aber seit meine Mutter tot ist, hat vieles davon einen schmerzlichen Anflug, denn sie ist es, die das in mich gepflanzt hat. Sie hat mein Weihnachtsmojo in mir angelegt, als ich das Kind und sie die Mama war, die all …

Darss, Ostsee, Familienurlaub

Haus der glücklichen Erinnerungen ::: Über das Wiedererkennen von Glück

Manchmal gibt es Erinnerungen, die unwillkürlich in uns aufsteigen, wie Luftblasen im Wasser. Andere sind so tief in uns verborgen, dass wir sie kaum je wiedersehen. Und eine weitere Art von Erinnerungen hüten wir wie einen Schatz, den wir niemals jemandem zeigen, aus Angst, ihn ganz zu verlieren. Hier auf dem Darss sind viele Erinnerungen für mich ganz nah. Schmerzlich nah. Und manche handeln vom… Glück. Ich dachte, ich fühle es nur allein. Ich dachte, vielleicht waren die Kinder noch zu klein und können sich nicht erinnern. Ich vergaß für einen Moment, dass ihr Sensorium unendlich viel feiner ist, als das der meisten Erwachsenen. Aber dieser Irrtum dauerte nur einen Augenblick, denn sie sind voll dabei. Wie immer. Und sie kriegen alles mit. In dem Augenblick, als wir die Tür aufschließen und das Haus betreten, sind die Bilder da. Erinnerungen an helle Tage, Momente kostbar wie Edelsteine, die ich tief in mir aufgehoben habe und die jetzt aufleuchten in all ihrer Klarheit. Wir waren natürlich seitdem schon hier. Wir waren sogar oft wieder hier, aber …

Brief an eine Mutter | Berlinmittemom.com

Bereust du, dass ich da bin? ::: Regretting Motherhood aus Sicht des Kindes

Dieser Artikel ist überfällig, schon lange. Nicht nur, weil mich das Thema damals sehr bewegt hat: Regretting Motherhood. Nicht nur, weil ich eine der Mütter bin, die immer wieder verbale Dresche dafür kriegt, dass sie in dieser (Mutter)Rolle grundglücklich ist, trotz aller Herausforderungen, Abgründe, der riesigen Aufgabe, die auch mich mitunter erdücken kann – wie uns alle. Nicht, weil es hier um mich ginge. Darum nicht.  Sondern weil es in dieser ganzen (wichtigen) Diskussion über #regrettingmotherhood eine Gruppe Menschen gibt, denen keiner zuhört, die keine Stimme und kaum eine Lobby haben: es sind die Kinder der Mütter, die ihre Mutterschaft nachhaltig bereuen. Und nein, ich meine nicht die Mütter, die manchmal ausbrechen wollen, die sich nach Ruhe und ungestörtem Nachtschlaf sehnen, die sich nach Pausen sehnen, nach Entlastung und nach Unterstützung. Die meine ich nicht. Es geht um die Mütter, die niemals, ihr ganzes Leben lang nicht mit ihrer Mutterrolle klar kommen und darum, wie sie damit umgehen. Denn so sehr ich auch verstehe, dass es wichtig für sie ist, das äußern zu dürfen, sich ausdrücken zu dürfen, …

Am Grab | Berlinmittemom.com

die grundmelodie der trauer ::: über besuche am grab und rituale

Letzte Woche war ich mit den Kindern am Grab meiner Mutter. Wir machen das jedes Mal, wenn wir in der alten Heimat sind und jedes Mal berührt es mich. Das Grab ist der Ort geworden, an den ich konkret gehen kann, dort kann ich Blumen einpflanzen oder aufstellen, Kerzen anzünden und eine liebevolle Geste da lassen. Ich habe wenigstens für den Moment das Gefühl, ich könnte noch etwas für meine Mama tun, auch wenn es nur ein kleines Ritual der Widmung und der Trauer ist. Aber ich gehe gern ans Grab, und vielleicht hat das mit meiner katholischen Sozialisation zu tun, denn ich erinnere mich an die Gänge "auf's Grab" zu allen möglichen Anlässen im Kirchenjahr als etwas durch und durch Positives. Ich liebte meine Großeltern und die Schwestern, den Bruder und die vielen Cousinen meiner Mutter und natürlich meinen eigenen Cousinen und den einen Cousin, und all diese lieben Menschen trafen sich dann und standen am Grab beispielsweise der Urgroßeltern. Und es wurde geredet, gelacht, Kerzen angezündet, Blumen arrangiert, manchmal wurde gesungen und in meiner …

Flatlay Kraft der Erinnerung | Berlinmittemom.com

anker der liebe ::: über vergänglichkeit und die kraft der erinnerung

Neulich saß ich mit einer Runde lieber Freundinnen beim Frühstück und wir quatschten über unsere Leben und Kinder und Jobs und einfach alles. Und ich weiß nicht mehr wie, aber irgendwann erzählte ich eine Anekdote aus dem Leben meiner Uroma, der Großmutter meiner Mutter, die zu den sagenumwobensten Figuren meiner Familiengeschichte gehört und von der mir schon als Kind erzählt wurde. Zitate von ihr haben sich bis heute in meiner Familie gehalten und wenn ich meine Geschwister, Tanten oder Cousinen treffe, fallen auch bei ihnen die Zitate und Sprüche, die von dieser Uroma Trudi stammen. Genau wie ich als Kind, lieben auch meine Kinder die lustigen und außergewöhnlichen Geschichten über ihre Vorfahrin und hören kichernd und fasziniert zu. Obwohl sie sie nie kannten und ich sie nie kannte, ist sie unvergessen und lebt in den Geschichten in der Familie fort. Bilder gibt es von ihr nur wenige, aber das liegt natürlich an der Zeit, in der sie geboren wurde und gelebt hat und in der Fotos ohnehin eine Seltenheit waren. Aber durch die sagenhaften Geschichten …

Kinder am Strand auf Sylt

meine privilegierten kinder ::: über privilegien und verantwortung

Meine Kinder sind mein Ein und Alles. Sie sind meine erste Priorität, ob ich wache oder schlafe. Sie sind in meinem Herzen auf Platz Eins. Ihr Wohlergehen ist mein erster Gedanke, ihre körperliche und seelische Unversehrtheit meine Verantwortung, ihr behütetes Aufwachsen das, wofür ich arbeite, jeden Tag. Ihr Vater und ich tun alles dafür, dass sie gut groß werden und alle Chancen und Möglichkeiten haben. Wir sind ihre Eltern. Wir beschützen sie, wenn es sein muss, wir fordern sie heraus, wenn sie es brauchen, wir lassen sie los, wenn es Zeit ist, wir halten sie in unseren Armen, immer, wenn sie es möchten. Wir sind die Basis und das Nest. Wir bereiten den Boden, auf dem sie sicher stehen und gehen. Wir lieben sie bedingungslos, egal, was sie tun und genauso, wie sie sind. So verstehen wir unser Elternsein. Und ich bin sicher, dieses Gefühl für unsere Kinder teilen wir mit allen Eltern auf dieser Welt. Aber nicht alle Familien haben dieselben Bedingungen. Nicht alle Eltern können diese Wünsche, Gefühle und Gedanken, ihr persönliches Verständnis von …