Alle Artikel in: leben mit kindern

Zoff ums Zeugnis oder Lernen für's Leben?

zoff ums zeugnis? ::: elterntalk mit expert*innen beim studienkreis

In Berlin gab es letzte Woche Halbjahreszeugnisse. Seit wir Schulkinder haben, also seit das Herzensmädchen vor achteinhalb Jahren eingeschult wurde, ist es bei uns Tradition, dass das Zeugnis gemeinsam geöffnet und gelesen wird, so dass wir bei jeder Note bzw. bei jeder Bemerkung gleich darüber sprechen können. In der Grundschulzeit gab es noch keine Noten, der von dem Kind empfundene Druck war also überschaubar, aber seit sie auf der weiterführenden Schule ist, sind ihre Zeugnisnoten natürlich ein Thema. Aber Zoff ums Zeugnis gab es bei uns noch nie. Einerseits weil wir überzeugt sind, dass Noten nicht alles sind (darüber schrieb ich vor drei Jahren schon mal unter dem Hashtag #mehralsnoten), andererseits ist es uns vor allem wichtig, dass sie ihre eigenen Erwartungen erfüllt, nicht unsere. Sie geht nicht für uns in die Schule, sondern für sich selbst und mit ihren knapp vierzehn Jahren ist sie inziwschen auch lebenserfahren genug, das zu begreifen. Aber funktioniert das immer so mit den durchaus verschiedenen Erwartungen auf Eltern- und auf Kinderseite? Gerade wenn es um Noten geht, ist es nicht …

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ich wünsch mir die kinder noch mal klein ::: ein blick in die vergangenheit

Der Schnee ist da. Wir wachen morgens auf und da liegt er, frisch gefallen und weiß im Garten. Die Kinder, eben noch müde in ihren Betten und mit der üblichen morgendlichen Abwehr, wenn ich sie wecke, um sie zur Schule zu schicken, rennen blitzschnell ans Fenster und jubeln! Schnee! Wo sind unsere Schneehosen? Wo die Handschuhe? Wann können wir einen Schneemann bauen? Und dann muss ich sagen: "Nach der Schule, meine Goldschätze. Jetzt anziehen, frühstücken, ab zum Bus!" Die Kinder maulen und fallen gleich wieder in ihre Morgenlethargie, die Freude kriegt einen Dämpfer und der ganze Schnee macht ihnen nur noch halb so viel Spaß. Das ist einer der Momente in unserem Leben, in dem ich plötzlich unser gemeinsames "früher" schmerzlich vermisse. Nicht, dass ich die aktuellen Lebensphasen meiner Kinder nicht mögen würde, im Gegenteil. Sie sind wundervoll und ich liebe es, wie selbständig und groß sie durch ihr Schulleben gehen. Aber an solchen Tagen wünsche ich mir die Zeiten zurück, als sie klein waren. Kita-klein. Wir-bleiben-heute-alle-zu-Hause-und-gehen-rodeln-klein. Mittagsschlaf-und-Kakao-klein.  Ein Schulkind zu sein ist großartig. Die stolzen Gesichter …

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was wir brauchen ::: über die echten bedürfnisse von kindern

Heute ist Nikolaus. Die Kinder haben am Morgen voller Begeisterung und mit glänzenden Augen ihre gefüllten Stiefel ausgeleert und jeder ein Buch ausgepackt. "Jedes Jahr an Nikolaus bekommen wir ein neues Buch. Ich l i e b e das so!" jubelte der Bub und drückte seinen neuen Buchschatz ans Herz. Traditionell ist Nikolaus bei uns vor allem geprägt davon, dass wir die Stiefel putzen und aufstellen und dabei die Nikolausgeschicht erzählen, vielleicht ein Lied singen, auf jeden Fall aber vor allem den Zauber dieser Nikolausnacht heraufbeschwören. In jeden Stiefel kommt ein Stück Zucker für's Eselchen, der Nikolaus bekommt einen Teller mit Plätzchen hingestellt und dann wird das Licht ausgemacht und die Tür zu, damit der Nikolauszauber sich entfalten kann. Am nächsten Morgen ist die Freude darüber, dass er tatsächlich da war, die größte Freude. Niemand erwartet große Geschenke, niemand ist enttäuscht, die Herzen sind erfüllt und froh. Heute morgen brachte mich das zum Nachdenken darüber, was meine Kinder wirklich brauchen, was die tatsächlichen Bedürfnisse von Kindern sind, neben den Grundbedürfnissen nach Liebe, einem sicheren Zuhause, ausreichender und …

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mama, ich hab‘ bauchweh! ::: verlustängste bei kindern – symptome und tipps

Als meine Mutter starb, bombardierte mein damals achtjähriges Herzensmädchen mich damit: Verlustängste. Sie geriet regelrecht in Panik, wenn wir das Haus ohne sie verließen, konnte bei niemandem mehr übernachten und wollte am absoluten Tiefpunkt nicht mal mehr im Auto warten, wenn ich auf der Tankstelle zum Bezahlen ging. Es war herzzerreißend! Und anstrengend. Verlustängste bei Kindern sind aber längst nicht immer so eindeutig identifizierbar und längst nicht jedes Kind kann sich so ausdrücken, wie mein Herzensmädchen damals, die mir unter Tränen sagte: "Ich hab Angst, dass ihr auch sterbt, Mama! Wenn du ins Flugzeug steigst habe ich Angst, dass du abstürzt und wenn du mit dem Auto fährst, hab ich Angst, dass du einen Unfall hast!" Sie konnte schon immer gut ihre Gefühle in Worte fassen, aber Kinder sind verschieden. Und auch Verlustängste bei Kindern drücken sich unterschiedlich aus. Da ist es je nach Kind und Situation gar nicht so leicht, zu erkennen, womit man es zu tun hat. Symptome: Bauchweh, Tränen, Klammeräffchen Das Goldkind hat Bauchweh. Heute ist der dritte Tag in Folge, an dem ich …

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werdet die, die ihr sein sollt ::: was erziehung für uns bedeutet

Erziehung. Muss das sein? Was bedeutet Erziehung überhaupt? Ist das noch zeitgemäß? Sind wir darüber nicht hinweg? Oder brauchen wir sie jetzt mehr denn je? Ich habe mich darüber mal mit meinen Kindern unterhalten. Dabei ist zufällig ziemlich genau das heraus gekommen, was ich persönlich darüber denke… Wir waren auf einem Spaziergang durch den Park. Es wurde geklettert, hin und her gerannt, Stöcke wurden gefunden, mitgeschleift und wieder liegengelassen, Hände wurden in den Brunnen getaucht und kleine Abhänge wurden erklommen. Mit dabei, meine Minions, das Herzensmädchen und noch zwei befreundete Kinder, Goldkinds Freundin Klein-I und ein guter Freund vom Lieblingsbub. Während wir so Richtung Ententeich spazierten trottete mein Bub plötzlich neben mir her und es war klar, der will reden. "Na, Bub? Alles ok?" "Ja, klar. (Pause) Du, Mama?" "Hmm." "Der Niko, der hatte neulich Hausarrest. Das bedeutet, er durfte nicht raus zum Spielen, weil er was Doofes gemacht hatte. Kennst du sowas?" "Ja, das kenne ich." (Aus meiner Erfahrung mit meinen Kindern weiß ich, dass ich jetzt nichts sagen darf, was wertend ist. Er …

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abschied von den sommerferien ::: vom werden und wachsen

Die Sommerferien sind vorbei. Nur noch das Wochenende liegt zwischen uns und dem Beginn des neuen Schuljahres. Und wie immer nach den Sommerferien kann ich es sehen: die Kinder sind gewachsen. Es ist nicht nur, dass die Schuhe aus dem Frühjahr jetzt drücken und neue her müssen, es ist nicht nur, dass die Arme und Beine scheinbar zu lang aus den Ärmeln der Hosen und Shirts herausragen. Nein, es ist der Blick, mit dem sie in die Welt schauen. Es ist das, was sie in den letzten sechs freien Wochen für sich entdeckt und erobert haben. Es ist, dass sie wieder ein Stückchen mehr geworden sind. Und darüber möchte ich heute schreiben – von ihrem werden und wachsen. Gestern beim Abendessen sprachen wir darüber, dass die Ferien sich dem Ende neigen und die Schule beginnt. Der Bub ist aufgeregt und vorfreudig und plapperte über seine Kumpels, auf die er sich freut, über das Fußballtraining, das wieder losgeht und über die neue Klassenlehrerin, die er noch nicht kennt. Er sagt, es wird Zeit, dass er wieder „richtig …

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alles nur eine phase? ::: über das vertrauen ins eigene kind

Im Zusammenleben mit Kindern ist  das oft DER tröstende Satz: "Es ist alles nur eine Phase!" Aber irgendwann kommt mal der Punkt in jedem Mutterleben, an dem wir genau diesen Glaubenssatz in Frage stellen. Nach meiner persönlichen Erfahrung kommt der Punkt auch mehrfach. Und bei jedem weitern Kind ist es etwas anderes, das den Zweifel an der Wahrheit dieses Satzes hochspült. Am Dramatischsten habe ich das wohl mit dem Lieblingsbub erlebt… Der Lieblingsbub war noch nicht ganz zwei Jahre alt, da schien es, als wäre er plötzlich wie verwandelt. Mein sonniges Baby, das so unkompliziert schlief und wuchs, lachte und krabbelte, stillte und aß, war auf einmal vollkommen verändert. Hatte ich in den letzten zwei Jahren gedacht, ich hätte das jetzt raus mit diesem Muttersein und sein sich mühleloses Einfügen in unsere Familie sei zum Teil auch mein Verdienst, belehrte er mich jetzt eines Besseren.  Er weinte viel. Es schien mir, als würde er jede Gelegenheit ergreifen, nur um zu weinen. Und alles wurde potentiell zum Problem. Saß er auf dem falschen Schoß: jammern und klagen. War …

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mama, es juckt! ::: 6 tipps für empfindliche kinderhaut (werbung)

Als das Herzensmädchen noch ein Baby war, sah ich es zum ersten Mal: ihre empfindliche Kinderhaut reagierte bei Kontakt mit Pflegeprodukten oder auch Nahrungsmitteln mit vorübergehenden Rötungen und kleinen Pustelchen und mir wurde klar, sie hat meine sensible Haut geerbt. Natürlich ist Baby- und Kinderhaut immer empfindlicher als die von Erwachsenen, aber meine Geschwister und ich waren bereits alle drei Kandidat*innen für Ölbäder, Fettsablen&Co gewesen und mein Bruder entwickelte sogar recht früh eine manifeste Neurodermitis, daher war ich besonders aufmerksam bei meinen eigenen Kindern. Und es kam, wie es kommen musste: alle meine drei Kinder zeigen schnell Hautreaktionen, haben im Winter eine Neigung zu trockenen und schuppigen Hautflechten und reagieren leicht allergisch auf Mückenstiche. Zum Glück verteilen sich diese Attribute gerecht auf drei Kinder und bisher hat keins von ihnen Anzeichen einer echten Neurodermitis gezeigt (*klopftdreimalaufholz*). Aber das Thema empfindliche Kinderhaut begleitet uns stetig und so habe ich in Zusammenarbeit mit Apotal, einer Versandapotheke, deren Service ich in diesem Zusammenhang gleich mal ausprobieren konnte, unsere persönlichen Erfahrungen damit aufgeschrieben. 6 Tipps für empfindliche Kinderhaut 1. Konsequente Pflege Feuchtigkeit …