Alle Artikel mit dem Schlagwort: Angst

Kinderängste, Einschlafängste, Alpträume, Tips

kinderfantasie und kinderängste ::: 5 tipps gegen monster unterm bett

Kinderängste sind anstrengend. Sie sind unberechenbar und mächtig und begegnen uns in unserem Elternsein in vielen Varianten. Über die Trennungsangst habe ich hier schon geschrieben, heute geht es um Alpträume und die damit verbundene Angst vor dem Einschlafen – aus Angst vor den wiederkehrenden Träumen oder Fantasiegestalten in der sensiblen Einschlafphase. Letzte Nacht war es das Goldkind. Sie schrie plötzlich wie am Spieß, stand aber nicht auf und kam zu uns ins Bett, wie sie es sonst gerne tut, sondern blieb im Bett hocken und weinte. Der Mann holte sie dann zu uns rüber und sie schluchzte noch ein bisschen in meinem Arm und berichtete mir von ihrem Traum, in dem eine Hexe vorkam, die sich in einen Schuh verwandeln konnte und sonst noch so allerhand Scheußlichkeiten. Diese Nachtgespenster und jede Sorte dieser Kinderängste kennen wir hier in vielen Varianten, vor allem bei den beiden Mädchen. Was ist aber das Gegenmittel? Wie vertreiben wir Nachtgespenster, Monster unterm Bett oder eine in einen Schuh verwandelte Hexe? Und was macht man, wenn für ein Kind durch wiederkehrende …

Trennungsangst bei Kindern

geh nicht weg, mama! ::: 5 tipps zum umgang mit trennungsangst bei kindern

Verbrieftermaßen bin ich eine erprobte Mutter, habe mein Mütchen bereits an zwei Kindern im Kindergartenalter gekühlt und sie glücklich eingeschult, habe zig Kinderkrankheiten, Erziehungsexperimente und Verzweiflungstaten hinter mich gebracht und sehe mich dennoch gerade zum dritten Mal beim Goldkind mit der klassischen Trennungsangst bei Kindern konfrontiert. Ach ja. All meine Dreifach-Mama-Erfahrung hat mich nicht davor bewahrt, es musste auch bei ihr so kommen, und wie bei der großen Schwester scheint es das klassische Kita-Alter zu sein,  in dem es auch das Kleine erwischt hat. Sie möchte sich in der Kita nicht verabschieden, obwohl sie offensichtlich sehr gerne dort ist. Sie möchte nicht mit den Geschwistern und den Großeltern alleine Pizza essen gehen, obwohl sie sie alle liebt und ihnen zutiefst vertraut. Sie möchte nicht mit der heißgeliebten Patentante (und den Geschwistern) in den Zirkus gehen, obwohl das zu ihren Lieblingsabenteuern gehört und die Patentante außerdem noch eine Lieblingsperson in ihrer kleinen Welt ist. Jedes Mal bedarf es einer Art ritualisiertem Gespräch, in dem sie sich absichert, ein bisschen weint, sich wieder beruhigt und sich an …

fight the fear ::: brustkrebs, vorsorge und die angst vor dem risiko

Meine Mutter starb an Brustkrebs. Ich schreibe darüber immer wieder in meinem Blog, über ihr Sterben, den Tod, den Abschied und den Umgang mit dem Verlust. Worüber ich noch nie geschrieben habe, obwohl es mich immer begleitet, ist die Angst. Denn als Töchter einer Brustkrebspatientin sind meine Schwester und ich qua Verwandtschaftsgrad schon Risikopatientinnen. Jetzt bin ich 40 und im besten Mammografiealter. Meine Gynäkologin, mit der ich zugleich gut befreundet bin, hat mir natürlich dringend geraten, das jetzt mal flott machen zu lassen, und ich weiß, dass es nötig und wichtig ist, die Vorsorge ernst zu nehmen. Dennoch steht da neben mir immer diese Angst. Es ist natürlich lächerlich, zu denken, dass Diagnosen, Krankheitsverläufe und ganz schlicht auch Schicksale sich ignorieren ließen. Wenn eine Krankheit kommt, dann kommt sie. Ich kann Brustkrebs nicht verhindern, aber ich könnte ihn natürlich durch regelmäßige Vorsorge möglicherweise früh erkennen und behandeln lassen. Ich weiß das. Ich will das aber nicht. Es macht mir Angst, allein das Vokabular: Brustkrebs, Vorsorge, Mammographie… Ich bin wirklich nicht der Typ, der kneift, wenn …

Campweek II

Eigentlich ist es so: Und je mehr ich darüber nachdenke, was gestern zu meinem Campweek-Artikel hier und auch per Email kommentiert wurde, umso klarer wird mir: natürlich ist das Kind okay. Nein, es ist sogar ein großartiges Kind, auf das ich sehr stolz bin und das bereits einen Riesenschritt in Richtung Angst-Besiegen gemacht hat, indem es sich in den letzten 10 Tagen permanent damit befasst hat. Mir fällt ihr geschluchzter Satz ein, mitten in der größten Auseinandersetzung über Angst, Heimweh und der Unmöglichkeit des Ausweichens: „Mama, Papa, danke, dass ihr mit mir darüber redet!“ Natürlich reden wir. Natürlich ist weinen okay. Und Angst haben. Heimweh sowieso. Jetzt bin ich gespannt, um wie viel leichter sie zurück kommen wird: denn ihrer ollen Angst hat sie’s schon jetzt gezeigt. Anna Luz de León on Google+

camp week

Der Tag ist gekommen. Mit diesem Satz begrüßte mich meine große Tochter heute früh – und brach als nächstes in Tränen aus. Wieder mal. Seit knapp 10 Tagen spielen wir ihn durch, diesen und die folgenden vier Tage: die Klassenfahrt. Es ist unglaublich zu sehen, was da mit meinem Kind vorgeht. Egal, was wir tun und sagen, um sie zu unterstützen, sie zu ermutigen, sie zu stärken, nichts scheint diese brodelnde Panik in ihr verhindern zu können, die immer wieder aufsteigt und auch, schön regelmäßig, überschwappt. Die Klassenfahrt steht seit Anfang des Schulljahres auf dem Programm, und genau wie im letzten Jahr ist sie früh im Jahr angesetzt, sozusagen als gemeinschaftsbildende Maßnahme. Seit wir den neuen Stundenplan und alle Schulinfos haben, quält sich das Kind mit dieser Vorstellung: es, allein, für vier Tage. Auf Klassenfahrt! Ein Alptraum. Anna Luz de León on Google+