Alle Artikel mit dem Schlagwort: Aufschrei

es gibt keine grenzen in kinderköpfen ::: maischberger und der homophobie-talk

Also gestern. Sah ich Maischberger. Und ohne den beständigen Austausch darüber mit meinem Mann und nebenher mit meiner Twitter-Timeline, hätte ich es wahrscheinlich nicht ausgehalten. Denn es ging um Homosexualität. Und um Kinder. Und um den heiligen Zorn von zwei vorsintflutlichen Homophoben, die dort ungehindert vom Leder zogen, dass es eine Freude war. Nicht. Kurz zu den Hintergründen: es geht um die Debatte um den neuen Bildungsplan der Rot-Grünen Regierung in Baden -Württemberg, in dem die Aufklärung über sexuelle Vielfalt einen Platz gefunden hat und der beinhaltet, dass in Schulen künftig auch darüber gesprochen werden soll, dass es noch mehr gibt, als Heterosexualität. Das hat die Gerechten auf den Plan gerufen und sie eine Petition anschieben lassen, in der sie sich vor der sexuellen Umerziehung ihrer Kinder verwahren. Heiliger Bimbam! Das war also das Set-Up gestern abend: Maischberger und der Homophobie-Talk. Ich habe mir im Nachgang darüber Gedanken gemacht, was mich eigentlich an dieser TV-Diskussion am meisten aufgeregt  hat und habe mal wieder meine „Brille“ aufgesetzt, durch die ich hier in meinem Blog am häufigsten …

#aufschrei ::: twitter hashtag, sexismus-debatte und die frage nach den töchtern

Die Sexismus-Debatte mit all ihren Facetten bewegt meine ganze Twitter-Timeline, und ich freue mich darüber, dass ich dort so viel Ermutigendes lese: Frauen, die ihre Erlebnisse teilen und sich dennoch nicht als Opfer fühlen bzw. bezeichnen (lassen). Männer, die laut darüber nachdenken, was sie anders machen könnten im täglichen Zusammenleben mit Frauen: privat, beruflich und auch in ganz zufälligen Zusammenhängen. Die üblichen abfälligen Stimmen von Männern wie Frauen, die sich einerseits auslassen, dass Frauen sich jetzt auf einmal beschweren, dann sei es ja all die Jahre wohl nicht schlimm genug gewesen und sich andererseits empören, wie man/frau sich denn über solche Kinkerlitzchen aufregen könne, schließlich würden ja in Afrika Kinder verhungern, es gäbe illegale Abtreibungen und außerdem Krieg in der Welt, sind ignorant, dumm und rückständig. Aber das war ja zu erwarten, und ich stelle einigermaßen erleichtert fest: zumindest in meinem direkten Umfeld, virtuell wie analog, sind sie in der Minderzahl.  Uff. Anna Luz de León on Google+