Alle Artikel mit dem Schlagwort: berlin city love

mein Berlin, Scheunenviertel,

mein berlin ::: spaziergang zu meinen lieblingsplätzen

Es ist Herbst geworden in der Stadt, und mit Wehmut denke ich an meine Berliner Sommer-Tipps aus dem Juni, als die Verheißung von Wärme, Badeseen und Frozen Yoghurt in der Luft lag. Aber statt mich der Sommer-Sehnsucht hinzugeben, mache ich heute erneut einen Spaziergang durch „mein Berlin“ und zeige euch ein paar meiner Lieblingsplätze, die auch im Herbst mein Herz höher schlagen lassen. Typisch Berlin ist ja, dass es in jedem Kiez eigentlich alles gibt. Das bedeutet für den Berliner, dass er keine Notwendigkeit sieht, je seinen Kiez zu verlassen, denn dort hat er alles, was er braucht. Warum also nach Pankow fahren, wenn’s in Tempelhof so nett ist? Oder wieso in Neukölln frühstücken, wenn es so tolle Cafés im Friedrichshain gibt? So ähnlich geht es mir auch. Wir bleiben also schön in Mitte, wo „mein Berlin“ heute stattfindet. Ich nehme euch mit auf einen Spaziergang durch mein Berlin und wähle das Scheunenviertel in Mitte, wo ich mich oft und viel aufhalte. Das Wunderbare hier ist, dass man von einer schönen Ecke zur nächsten spazieren …

zujezogn inna hauptstadt ::: bestandsaufnahme einer unbelehrbaren

Wir sind Zugezogene. So, jetzt isses raus. Hier in (Ost-)Berlin ist bekanntermaßen das Label „zugezogen“ etwas, das kein Mensch, der nicht hier geboren wurde, jemals abwaschen, überdecken, sich weg-verdienen oder sonst irgendwie loswerden kann. Man kann hier sein Leben zubringen, sich identifizieren, berlinern können, dieser Stadt seine Lebenskraft, Energie und sein Einkommen widmen, Kinder hier bekommen und ein Haus bauen – man bleibt immer und für immer eine „Zujezogene“. Generationen lang. Im Rheinland, wo ich herkomme, ist das anders. Nicht, dass man diese Art Einstellung nicht dort auch antreffen könnte. Aber im Grunde genommen gilt: wer einmal am Tresen ein Kölsch mitgetrunken hat (am besten an Karneval), gehört dazu, egal, wo er ursprünglich herkommt. Nicht so in meiner Wahlheimat Berlin. Hier wird man als Stadt-Fremde oder -Neuling durchaus skeptisch betrachtet und auch gerne mal kodderschnauzig belehrt: „Ditt heißt Schrippe!“ Schrippe. Nicht Brötchen. Natürlich nicht. Mein Fehler. Das hat mich aber nicht gehindert, trotz meiner wohl lebenslangen tiefen Bindung an das Rheinland, seine Landschaft, seine Menschen, seine Sprache, seine Feste… (Heimwehmodus: off), mein Herz an die …