Alle Artikel mit dem Schlagwort: Brief

Liebe Mama, Brief an meine tote Mutter, Krebs, Verlust, Tod, Trauer, mit Kindern über den Tod sprechen

Brief an mein jüngeres Ich ::: Initiative gegen Altersarmut

WERBUNG | Letzte Woche war Vatertag und meine Kinder haben für ihren geliebten Papa ein Video zusammengeschnitten und mit Musik und persönlichen Botschaften unterlegt. Es entstand eine wunderschöne und berührende Reise in die gemeinsame Vergangenheit und ein sehr liebevoller Rückblick auf die Anfänge unseres Elternseins. Es war erstaunlich, wie weit weg diese Anfangsphase mit unseren Babys bereits ist, obwohl gefühlt doch noch gar nicht so viel Zeit vergangen zu sein scheint. Tatsächlich sind viele Jahre wie mit einem Wimpernschlag verflogen – und das macht mich nachdenklich. Wir denken oft an die Vergangenheit, an früher, an schöne Stunden und überwundene Schwierigkeiten, aber denken wir auch an die Zukunft? An u n s e r e Zukunft, nicht nur die unserer Kinder? Im Rahmen der Initiative gegen Altersarmut der Stuttgarter Lebensversicherung habe ich einen Brief an mein jüngeres Ich geschrieben, in dem es genau darum geht: um den Blick in die Zukunft und die (Vor-)Sorge für uns selbst. In der Kampagne kommen vier Rentner zu Wort, die ebensolche Briefe an ihr jüngeres Ich geschrieben haben, ihr bisheriges Leben …

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kleine künstlerin der freude ::: brief für mein geburtstagsmädchen

Mein Geburtstagsmädchen, mein kleinstes Kind, gestern Abend habe ich dich ins Bett gebracht und du hast aufgeregt gekichert und gesagt: "Morgen hab ich Geburststag, Mama! Kannst du es glauben? Ich werde ACHT!" Und wir haben ein Spiel daraus gemacht. Ich habe gesagt, wie klein du noch bist und dass du sicherlich nicht acht wirst, sondern höchstens vier. Das sei immerhin die Hälfte von acht. Und du hast gelacht und gesagt, was für ein Quatsch das sei und ob ich nicht zählen könnte. Ich müsse mich damit abfinden, dass es so sei: du wärst jetzt definitiv nicht mehr k l e i n. Wir küssten uns und ich sagte dir gute Nacht und während ich dann, wie an jedem Vorabend eines Geburtstages in diesem Haus, Geschenke einpackte und Kuchen backte, dachte ich über deine Worte nach. Wie wichtig es dir ist, dass ich dich als g  r o ß ansehe und wie eilig es dir damit ist, zu wachsen und größer zu werden! Ich erinnere mich an dieses Geburtstagsgefühl, an diesen Wunsch, endlich zu den Großen …

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wenn es dunkel wird ::: ein brief über das einschlafen

Der Tag mit dir geht zu Ende. Wir machen die Dinge, die wir immer tun: Abendbrot vorbereiten, duschen und den Schlafanzug anziehen, dann den Schulranzen packen. Wir reden, deine Schwestern albern mit dir herum, aber du bist ein bisschen ruhiger als die beiden und spätestens wenn es ans Zähneputzen geht, sehe ich es wieder ganz deutlich: du möchtest nicht schlafen gehen. Es ist dunkel, die Nacht kommt. Wenn es dunkel wird, rückst du näher an mich heran. Du wirst leiser. Du wirst kleiner. Du rollst dich in meinem Arm zusammen, du brauchst die Nähe und Sicherheit meiner Umarmung. Seit wann ist das so? Manchmal macht die Dunkelheit dir immer noch Angst. Oder wieder? Es kommt mir so vor, als würden die Phasen, in denen du selbstsicher durch deine Welt gehst, kommen und wieder vergehen und wieder kommen und wieder vergehen. Dein Wachsen und Werden verläuft nicht linear, es verläuft in Wellen. Und jetzt gerade möchtest du dich umdrehen und weglaufen, zurück zu mir, zurück zur Basis. Das Einschlafen fällt dir schwer. Das ist untypisch und …

Brief an eine Mutter, Ermutigung, Leben mit Kindern, Babyjahre, Rat von einer Mama, kindliche Entwicklung, Kindheit, Kleinkind, Autonomie, Perönlichkeitsentwicklung

wo die wilden kerle wohnen ::: brief an eine mutter IV

Liebe kleine Mama, eben saßen wir zusammen und sahen deinem Baby beim Spielen zu, wie so oft in den letzten zehn Tagen. Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf, wenn ich euch zusammen sehe und mir wurde klar, es wird wieder Zeit für einen neuen Brief an dich, einen Brief an eine Mutter, wie ich schon einige geschrieben habe – inspiriert durch dich und dein Kind. Dein Baby ist kein Baby mehr, so viel ist uns beiden klar, auch wenn wir es immer noch "Baby" nennen. Es ist ein Kind. Ein Kleinstkind von 17 Monaten, ein wunderbarer, leidenschaftlicher Wirbelwind, der durch das Haus fegt und alles und alle mitreißt. Es ist dein Sohn, der jetzt läuft, am Tisch mit isst, erste Worte spricht und sich überhaupt sehr vielfältig ausdrückt.  Ich beobachte fasziniert, wie er sich wieder verändert hat, seit ich euch im Juli zuletzt gesehen hatte und stelle fest, dass ich fast vergessen hatte, wie es ist, ein so kleines Menschenkind im Haus zu haben. Jemanden, dessen kleiner Geist noch nichts weiß von Regeln oder …

Liebesbrief an meine Freundin

ein geteiltes leben ::: liebesbrief an meine freundin

In meinem Leben gibt es einige liebe Menschen außerhalb der Familie, die mir schon lange und eng verbunden sind. Jede hat ihren unauslöschlichen und einzigartigen Platz in meinem Herzen und jeder dieser Plätze ist gleichberechtigt. Seit Freitag sind wir bei den liebsten Freunden in Bonn und mal wieder stelle ich fest, dass ich, wenn ich hier angekommen bin, alles loslassen und ich selbst sein kann. Zu Hause. Zeit für einen Liebesbrief an meine Freundin, die mich hier erwartet hat – so wie seit Jahrzehnten schon. … Liebes, ich sitze in deinem schönen Haus auf der Couch und die Kinder haben sich überall verstreut. Eben sind wir vom Frühstückstisch aufgestanden und haben den Tag zusammen geplant. Ich freue mich auf noch zwei Tage mit dir und deiner Familie hier. Aber heute muss ich dir mal sagen, was mir alles durch den Kopf geht. Gestern haben wir über's Älterwerden gesprochen. Zuerst ganz lustig und flapsig: was wir für Veränderungen an uns bemerken, wie die Fältchen zu Falten und zu Furchen werden, wie die Züge im Gesicht sich verändern, …

Liebe Mama, Brief an meine tote Mutter, Krebs, Verlust, Tod, Trauer, mit Kindern über den Tod sprechen

liebe mama… ::: über die unbescheidenheit der sehnsucht

Liebe Mama, heute ist kein besonderer Tag, kein Geburtstag, nicht dein Todestag, niemand hat etwas über dich gesagt oder nach dir gefragt. Es ist ein Tag wie jeder andere und das heißt, ich denke an dich. Wie immer. Das habe ich vorher nicht gewusst, so wie ich so vieles vorher nicht wusste, aber es ist tatsächlich so – du bist immer in meinen Gedanken. Ich sage das den Kindern oft, wenn wir über dich sprechen. Überhaupt: über den Tod und was mit den Menschen passiert, die sterben und nicht mehr bei uns sind. Ich sage, dass du in unseren Gedanken und in unseren Erinnerungen bist, in unseren Herzen, für immer. Dass alles, was du für uns warst, in uns ist und weiterlebt. Und du damit auch. Dass das jetzt deine Art ist, da zu sein. Nicht mehr physisch, nur noch in unserer Erinnerung. Aber da. Wir reden oft darüber, denn die Kinder denken auch an dich. Sie vermissen dich und dann fragen sie nach dir. Unser Gespräch nimmt jedes Mal diese Richtung. Aber die Wahrheit ist, liebe …

Brief an eine Freundin, Fremdenhass, Facebook, Refugees Welcome, Flüchtlingshilfe, soziale Netzwerke

wir sind nicht mehr dieselben ::: brief an eine freundin

Liebe Freundin, meine Freundin für viele Jahre … sind wir noch Freundinnen? Ich weiß es gerade nicht. Ich habe heute festgestellt, dass wir uns seit fast einem Jahr nicht gesehen und nicht gesprochen haben. Wir haben gechattet und auch auf Facebook "kommuniziert" – aber das zählt nicht. Wenn ich an dich denke, sehe ich meine Freundin von früher, all deine Licht- und Schattenseiten, all die schönen Momente, die wir geteilt haben, mit und ohne unsere Kinder. Früher waren wir viel zusammen. Ich hätte wahrscheinlich meistens gewusst, wo du bist, was du gerade machst, wie es dir geht. Ich hätte auch gewusst, was du für richtig oder falsch hältst, ich hätte mit dir über Dinge gesprochen, vielleicht auch gestritten, aber es wäre niemals fremd gewesen. Jetzt sehe ich – dein Facebookprofil. Und da sehe ich, dass du DInge teilst, die mich ratlos machen. Lustige, aber nichtssagende Sprüche – ok. Bilder von deinen matschbespritzten Felgen, weil du offenbar seit Neuestem Mountainbiking betreibst – ok. Aber immer öfter auch populistische Sprüche, geteilt von den Seiten fragwürdiger Politiker*innen oder …

wir feiern dein leben ::: brief an mein schulkind

Mein kleines großes Mädchen, mein geliebtes jüngstes Kind, der Tag ist gekommen, auf den du so lange gewartet und den du seit Wochen herbei gesehnt hast: die Einschulung. Nicht nur war dieser besonders feierliche Tag so wichtig für dich, an dem dein Papa und ich alle Menschen, die dich besonders lieben eingeladen haben und du in deinem Lieblings“feier“kleid und mit Schulranzen auf dem Rücken loszogst, um in deiner Schule von deiner Lehrerin begrüßt zu werden. Auch die ersten beiden richtigen Schulwochen waren bedeutsam. Alles, was dazu gehört hast du aufgesogen und eifrig umgesetzt: rechtzeitig aufstehen und am Frühstückstisch sitzen, Müsli löffeln und dabei wie die Großen die Wünsche für die Bentobox durchgeben, die ich dir für deinen Tag fertig mache. „Heute haben wir Sport, da bin ich sicher hungrig. Kann ich bitte eine extra Banane haben, Mama?“ Den Schulranzen packen und mir deinen Schulkalender hinlegen, damit ich die Woche „abchecke“ und dir unterschreibe, dass du alle Hausaufgaben gemacht hast, jeden Tag. Deine Lesehefte, die du jeden Morgen in der Klasse als erstes aussuchst, in deinen …