Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dankbarkeit

Gänseblümchen pflücken, Leben mit Kindern, Dankbarkeit, Menschsein, Helfen, Obdachlose, die Welt retten, make the world a better place,

der kaffee auf der parkbank ::: eine geschichte vom menschsein

Es ist Montag früh. Ich stehe in meiner Küche und mache Kaffee für den Mann und mich und mische Saft und Wasser für die Kinder. Im Toaster bräunen drei Scheiben Vollkorntoast und eins nach dem anderen torkeln die müden Schulkinder die Treppe herunter und lassen sich auf ihre Plätze am Tresen fallen, wo sie immer frühstücken. Das Radio dudelt, der Kaffee duftet und ich lasse meinen Blick aus dem Fenster auf die kleine Grünfläche vor dem Haus schweifen – da sehe ich sie. Auf der Parkbank, nur zwanzig Meter von meinem Küchenfenster entfernt, liegt eine Frau. Sie hat sich in eine große rotkarierte Wolldecke eingewickelt und schläft, den Kopf auf ihrer Tasche. Ihre Sandalen stehen fein säuberlich unter der Bank und unter ihren Füßen hat sie eine weitere Tasche eingerollt. "Da liegt jemand", kommentiert der Mann ganz richtig, als er Milch in die Kaffeebecher gießt und mir einen reicht. Die Kinder werden munter und gehen an die Balkontür, die ebenfalls auf die Grünfläche zeigt. "Ja, da liegt jemand. Eine Frau!" "Warum liegt die da, Mama? Ist …

Familienzeit, Großfamilie, Berlinmittekids, Sylt, Strand

einfach da sein ::: geschenkte familienzeit auf sylt

Es ist Ostermontag. Drei von fünf Kindern spielen Karten, zwei springen Seil, alle verstehen sich gerade mehr oder weniger gut, aber selbst wenn sie mal streiten, bleibt immer klar: diese Fünf lieben sich. Sie gehören zusammen. Sie sind – Familie. Ich denke im Moment darüber nach, was Familie für mich bedeutet, über die Grenzen meines kleinen Fünfer-Clübchens hinaus, das ich mein eigen nenne. Ich denke darüber nach, wie viel öfter wir die Gelegenheit ergreifen, uns über unsere Unterschiede zu definieren, uns voneinander abzugrenzen um unsere Individualität zu schärfen, anstatt die Gemeinsamkeiten zu betonen und sie zu spüren.  Wir sind auf Sylt. Seit Samstag sind wir erstmalig auf dieser berühmten Nordseeinsel und das Wetter ist das Sahnehäubchen auf zwei bisher schon wundervollen, hellen Tagen hier. Es ist das zweite Mal, dass wir gemeinsam mit meinen Schwiegereltern und Schwager und Schwägerin nebst Neffe und Nichte eine Woche der Osterferien gemeinsam verbringen, und wir alle freuen uns schon seit Wochen auf diese gemeinsam verbrachte Zeit. Denn im Alltag trennen uns täglich mehrere hundert Kilometer und die Cousins und Cousinen sehen …

Naschtüten, Flüchtlinge, Syrien, Hilflosigkeit

all you have shall some day be given ::: über flüchtlinge, hilflosigkeit und übers geben

„All you have shall some day be given; Therefore give now, that the season of giving may be yours.“ (Khalil Gibran) Heute habe ich viele Gründe, um dankbar zu sein und könnte meine Liste mit mehr als nur drei Punkten füllen. Wir hatten das traditionelle Schulkonzert zur Weihnachtszeit und der Lieblingsbub, Hand in Hand mit seiner besten Freundin, sang aufs Zauberhafteste, so dass ich heulen musste. Das wäre so ein Punkt. Und das Goldkind hatte einen Ausflug ins Puppentheater und hat mir begeistert die lustigsten Sachen davon berichtet. Auch so ein Punkt. Das Herzensmädchen ist den ganzen Weg von der Schule zur Kirche gerannt, um noch rechtzeitig da zu sein, damit sie ihren Bruder singen hören kann. Und sie kam mit roten Bäckchen an, glücklich, es geschafft zu haben und strahlte vor Stolz über ihren kleinen Bruder auf der Bühne. Noch ein Dankbarkeitspunkt. Zack. Einfach so, als wäre es nichts. Dann erzählt unser Schulleiter nach dem Konzert von den syrischen Flüchtlingen, die gerade ganz in der Nähe der Kirche in einem Krankenhaus untergebracht worden sind, sechzig …

Gastbeitrag, Lisa Harmann, Stadtlandmama, Mama Blogs, Ich glaub mich tritt ein Kind, Dankbarkeit statt Sachen

überrascht, überwältigt, überglücklich ::: stadtlandmama lisa über dankbarkeit

Heute habe ich einen Überraschungsgast für euch auf dem Blog: meine liebe Kollegin Lisa von Stadtlandmama hat für meinen Adventskalender Dankbarkeit statt Sachen einen wunderbaren Text über die Entwicklung ihrer Gefühle als Mutter geschrieben. Im Januar des neuen Jahres werde ich Lisa noch mal für Berlinmittemom interviewen, über ihr Buch „Ich glaub mich tritt ein Kind“ befragen und auch ein Exemplar verlosen, aber für heute geht es um Dankbarkeit. Danke dir, liebe Lisa, dass du hier mit meinen Leser*innen und mir deine Gedanken teilst! „Überrascht. Überwältigt. Überglücklich.“ Das waren die Worte, die wir auf die Geburtsanzeige unserer Zwillingsjungen schrieben. Aber da muss doch etwas von Dankbarkeit stehen! Sagte mir eine Verwandte. Und der Gedanke war mir ganz fremd. Ich fühlte mich in dieser ersten Zeit mit meinen kleinen Kindern einfach euphorisiert, eben genauso, wie wir es dann schrieben: Überglücklich. Nicht dankbar, sondern einfach happy. Am Anfang der Schwangerschaft waren wir überrascht gewesen, wir hatten ja schließlich noch ein Wickelkind zu Hause, als sich die Zwillinge ankündigten. Die Überraschung wich einer Überwältigung – in alle Richtungen. Sorgen …

tag 12 mit dankbarkeit statt sachen ::: halbzeit, weihnachtsaction und käsetoast

Ich habe 12 von 12 verpasst. Vor lauter vorweihnachtlichen Aktivitäten und Schulgedöns, mit und ohne Stress. Und mein Tag endete mit zwei heulenden Mädchen und Käsetoast aus dem Backofen. Aber von vorne. Die Kinder waren schon beim Aufstehen unleidlich. Während der Bub über seine Schuhe lamentierte und aufgeregt war, weil in der Schule seine erste kleine „Präsentation“ vor uns Eltern anstand, knatschte das kleinste Mädchen vor sich hin, klagte über Husten und Kopfschmerzen. Ich ignorierte das fürs Erste, weil auch der Pre-Teen in der Schule präsentierten sollte und also beide Elternteile drinegnd gefragt waren. Wir fuhren also alle zusammen in die Schule und verteilten uns auf die zwei großen Kinder, während das Kleine unter Protest in seinem Gruppenraum im Kitatrakt verschwand. Ich habe sie also nach der Präsentation (die übrigens herzzerreißend süß war!) wieder abgeholt und mit nach Hause genommen fürs Kränkel-Programm: Couchgeliege, „Halalieren“ (= Inhalieren), Thymiantee trinken, warmes Kleiekissen auf die Brust. Und natürlich Bespaßung, also known as Krankenpflege. Also nüscht mit Arbeiten. Oder Geschenke-Orga. Seufz. Zu allem Übel hatte ich um 15h einen …

Dankbarkeit statt Sachen, Weihnachtskarte, Weihnachtspost, Familiensache

blitz-dankbarkeit an tag 10 ::: bitte tanzen sie jetzt!

Ihr Lieben, heute gibt’s die Dankbarkeit in Blitz-Variante vorneweg und weil’s so schön war (und bei Spotify jetzt so viele meiner Weihnachtsplaylist folgen) den Soundtrack zu meinem Happy-Dezember dazu. Der Tag ist zwar nämlich regnerisch und fies nieselig, aber ich habe schon ein Freundinnenfrühstück im Anna Blume abgehalten, ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk für meine Tante bekommen und in einem meiner Lieblingsläden gestöbert: bei Ting! Bei mir ist es also trotz Wetter vorweihnachtlich und schön. Ich bin heute dankbar für… 1. … ein schönes und ausführliches Gespräch ohne Unterbrechungen mit meiner lieben Freundin Alex, die ich viel zu selten „exklusiv“ sehe (also ohne Männer und ohne Kinder). Danke, du Liebe, für dein Sosein und dein Lachen und deine mich immer so entwaffnende Ehrlichkeit. Frühstück mit der Freundin. #leckerchen #tuesdaystreat #annablume #prenzlberg #kollwitzkiez #nomnom #food #foodpic A post shared by Anna Luz de León (@berlinmittemom) on Dec 10, 2013 at 1:31am PST 2. … die Vorfreude auf ein mittlerweile traditionelles Weihnachtsessen heute abend, zu dem ich mich mit meinen beiden liebsten Ex-Kinderbetreuerinnen, Vizemüttern und Babysittern treffe. So eine schöne …

Dankbarkeit statt Sachen, Tag 5, Nikolaus

dankbarkeit, dankbarkeit, puh ::: tag 5 mit kopp, vorfreude & einem schwein

Liebe Leute, heute wird’s schwer mit der Dankbarkeit. Ich muss wirklich doll nachdenken und kriege dabei schon wieder Kopfschmerzen, denn ich habe heute einen fiesen Migränetag hinter mir (danke, Xaver!) und habe den halben Tag mit nem kühlen Lappen auf’m Kopp in der Gegend rumgelegen. Nein, wirklich nichts, wofür ich dankbar bin. Hmpff. Aber ich wollte mich in Dankbarkeit ü b e n, dass war die Grundidee dieses etwas anderen Adventskalenders, deshalb gilt aussetzen nicht. Und jammern darf ich nur, wenn ich dennoch drei Gründe finde, um dankbar zu sein. Also dann. Heute bin ich dankbar für… 1. … meinen Mann, der mir heute früh einfach nur ein Wasser und eine Tablette gereicht und die Kinder komplett übernommen hat. Die Tür vom Schlafzimmer ging wieder zu, ich konnte meine Migräne wegschlafen und musste mir um nichts mehr Gedanken machen. Sogar die Brotdosen hat er hübsch gemacht, wie mir die Kinder am Nachmittag berichteten. Danke, mein Herz. 2. … die Vorfreude der Kinder auf den Besuch des Nikolaus. Wie jedes Jahr haben wir die Stiefel geputzt, …

Dankbarkeit statt Sachen, Berlinliebe, Fernsehturm, Wasserturm

dankbarkeit statt sachen! ::: tag 2 meiner challenge of thankfulness

Der zweite Tag meiner Christmas Challenge of Thankfulness war ein Tag voller unerwarteter Sonne, einem Haus voller Kinder, von denen die Hälfte mir nicht gehört und mit mindestens drei vollwertigen Gesprächen unter Erwachsenen. Und voller Kommentare von euch! Scheinbar hat meine Idee für den etwas anderen Adventskalender über Dankbarkeit bei euch einen Nerv getroffen: sowohl hier als auch auf meiner Facebook-Seite beteiligt ihr euch fleißig an meiner Christmas Challenge und erzählt mir von den schönen Momenten eurer ersten Dezembertage und wofür ihr so dankbar seid. Ihr seid großartig und ihr beflügelt diese ganze Idee geradezu! Außerdem hat heute die großartige Clara von Tastesheriff auf ihrem Adventskalender der anderen Art meine Christmas Challenge über Dankbarkeit verlinkt und sie weiterempfohlen. Unsere zwei Adventskalenderideen passen nämlich sehr gut zusammen: bei Clara geht’s um Dinge, die gut tun und um Alltagsrituale, die einem ganz gewöhnlichen Tag den besonderen Moment verschaffen – mit einer klitzekleinen Kleinigkeit. Und ist das schon mein erster Punkt zum Dankbar-Sein am 02. Dezember 2013? Heute war ich dankbar für… 1. Ein Mittagessen beim Lieblingsvietnamesen in …