Alle Artikel mit dem Schlagwort: erziehung

Erziehung, was Erziehung bedeutet, Kindermund, Mamablogger, wieso Erziehung, Regeln, Orientierung, Elternsein, Leben mit Kindern, erziehen, Geborgenheit, Konsequenzen, Strenge, darf ich mit meinem Kind Schimpfen

werdet die, die ihr sein sollt ::: was erziehung für uns bedeutet

Erziehung. Muss das sein? Was bedeutet Erziehung überhaupt? Ist das noch zeitgemäß? Sind wir darüber nicht hinweg? Oder brauchen wir sie jetzt mehr denn je? Ich habe mich darüber mal mit meinen Kindern unterhalten. Dabei ist zufällig ziemlich genau das heraus gekommen, was ich persönlich darüber denke… Wir waren auf einem Spaziergang durch den Park. Es wurde geklettert, hin und her gerannt, Stöcke wurden gefunden, mitgeschleift und wieder liegengelassen, Hände wurden in den Brunnen getaucht und kleine Abhänge wurden erklommen. Mit dabei, meine Minions, das Herzensmädchen und noch zwei befreundete Kinder, Goldkinds Freundin Klein-I und ein guter Freund vom Lieblingsbub. Während wir so Richtung Ententeich spazierten trottete mein Bub plötzlich neben mir her und es war klar, der will reden. "Na, Bub? Alles ok?" "Ja, klar. (Pause) Du, Mama?" "Hmm." "Der Niko, der hatte neulich Hausarrest. Das bedeutet, er durfte nicht raus zum Spielen, weil er was Doofes gemacht hatte. Kennst du sowas?" "Ja, das kenne ich." (Aus meiner Erfahrung mit meinen Kindern weiß ich, dass ich jetzt nichts sagen darf, was wertend ist. Er …

Lieblingsbub, alles nur eine Phase, Entwicklungsphasen, Erziehung, Entwicklung, Persönlichkeit, Kindlicher Charakter, leben mit Kindern, Tipps

alles nur eine phase? ::: über das vertrauen ins eigene kind

Im Zusammenleben mit Kindern ist  das oft DER tröstende Satz: "Es ist alles nur eine Phase!" Aber irgendwann kommt mal der Punkt in jedem Mutterleben, an dem wir genau diesen Glaubenssatz in Frage stellen. Nach meiner persönlichen Erfahrung kommt der Punkt auch mehrfach. Und bei jedem weitern Kind ist es etwas anderes, das den Zweifel an der Wahrheit dieses Satzes hochspült. Am Dramatischsten habe ich das wohl mit dem Lieblingsbub erlebt… Der Lieblingsbub war noch nicht ganz zwei Jahre alt, da schien es, als wäre er plötzlich wie verwandelt. Mein sonniges Baby, das so unkompliziert schlief und wuchs, lachte und krabbelte, stillte und aß, war auf einmal vollkommen verändert. Hatte ich in den letzten zwei Jahren gedacht, ich hätte das jetzt raus mit diesem Muttersein und sein sich mühleloses Einfügen in unsere Familie sei zum Teil auch mein Verdienst, belehrte er mich jetzt eines Besseren.  Er weinte viel. Es schien mir, als würde er jede Gelegenheit ergreifen, nur um zu weinen. Und alles wurde potentiell zum Problem. Saß er auf dem falschen Schoß: jammern und klagen. War …

Hate speech, Kinder, Sprache, Erziehung, Diskriminierung

anders ist nur anders, nicht schlechter ::: hate speech im kinderalltag

"Hate speech is, outside the law, speech that attacks a person or group on the basis of attributes such as gender, ethnic origin, religion, race, disability, or sexual orientation." (Quelle: Wikipedia) Triggerwarnung: der Text zitiert Hate Speech zum Zwecke der Differenzierung zwischen Diskriminierungen und Beleidigungen. Heute morgen habe ich einen großen Fehler gemacht. Ich hätte es besser wissen müssen, aber ich habe die Facebook-Kommentare unter einem verlinkten Huffington Post-Artikel gelesen. Nicht irgend ein Artikel, sondern eine Zusammenfassung der gestrigen Sendung von Günther Jauch, in der es unter anderem um das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer ging, wo erneut über 700 Menschen auf der Flucht ertrunken sind. Ohne jetzt inhaltlich darauf eingehen zu wollen: die Kommentare sind Hate Speech in Reinkultur, und obwohl ich es hätte wissen können, hat es mich mal wieder fassungslos gemacht. Das Ausmaß an Hass, Verachtung und Brutalität in den einzelnen Aussagen ist für mich schier unerträglich, und mir sind dabei mal wieder Dinge durch den Kopf gegangen, die ich mich auch im Bezug auf (meine) Kinder schon oft gefragt habe: mache ich mit ihnen alles richtig? Wie …

Free Range Parenting, Helicopter Parenting, Erziehung, Freiheit, Muttersein

free range parenting ::: übers loslassen und starkmachen

Meine Kinder fordern mich heraus, jeden Tag. Alle Eltern kennen das. Aber es sind nicht nur die vielen kleinen Dinge im Alltag oder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, die mich fordern und mich immer wieder dazu bringen, mich mit mir selbst und meinen Überzeugungen auseinander zu setzen. Nein, da liegt noch etwas anderes zugrunde, dem ich seit einiger Zeit auf der Spur bin, etwas Größeres, Grundsätzlicheres, das meine Mutterpersönlichkeit formt und das ich heute versuchen möchte, zu benennen. Was ist eigentlich meine Aufgabe als Mutter meiner Kinder? Worum geht es ganz grundsätzlich? Was ist die fundamentale Herausforderung, der ich mich stellen muss und vor der ich nicht kneifen kann? In Erziehungsdingen mach ich's vor allem aus dem Bauch raus. Nicht, dass ich nie Ratgeber gelesen oder andere mir vertraute Menschen nach ihren Erfahrungen oder ihrer Meinung gefragt hätte, im Gegenteil. Das habe ich oft getan, um im Abgleich besser zu justieren, was mir eigentlich wichtig ist. Aber ein Buch über Erziehungsmaximen als Bibel oder das starre Festhalten an einer bestimmten pädagogischen Ausrichtung war für mich nie der Weg. Ich habe mich vor allem eher …

momsrock, Lucie Marshall, Blogparade, Berlinmittemom

last-minute-mom & was-soll-sein-attitüde ::: mein beitrag zu #momsrock

Lucie Marshall, liebe Kollegin und Tausendsassa, hat zu einer Blogparade mit dem Titel #momsrock aufgerufen. Es geht darum, sich selbst zu loben, die eigenen Qualitäten als Mutter mal zu benennen und sich darin zu suhlen. Eigenlob, bäm! Ehrlich gesagt, ich glaube, dass ich in vielen Dingen eine ganz gute Mutter bin: ich bin ziemlich lustig die meiste Zeit, ich denke mir wahnsinnig gern Quatsch aus für meine Kinder und ich kann endlos lang vorlesen, Geschichten erzählen und auch zuhören. Ich stehe für meine Kinder ein, wenn sie es brauchen und ich stehe auch für sie grade, wenn sie Mist gebaut haben. Ich bin wahnsinnig gern mit meinen Kindern zusammen und genieße unser Zusammensein so sehr, dass unsere Familienzeit für mich immer oberste Priorität hat. Ich bin großzügig mit meiner Liebe, großzügig in materiellen Dingen und großzügig, wenn es um klassisches Fehlverhalten meiner Kinder geht. Mein Haus ist offen: meine Kinder bringen ständig ihre Freund*innen mit und das ist mir recht so. Meistens jedenfalls. Aber abgesehen davon und mal ganz ohne all die Dinge, wegen deren Mangel …

Minions, Despicable me, Zipups, Familienkino, Geschwister

übers teilen ::: warum nicht immer alles gleich sein muss

Das Leben ist ungerecht. Kinder wissen das sehr gut. Meine jedenfalls stimmen regelmäßig bei passender und unpassender Gelegenheit das vielstimmige Geschrei an, es sei alles „sooo unfair!“ und immer bekämen die Geschwister mehr, dürften mehr, hätten das schönere Tischset/Sitzplatz/blabla und würden sowieso immer bevorteilt. Wir kennen das. Und obwohl ich mir wirklich immer Mühe gebe, sehr SEHR gerecht zu sein zu meinen Kindern, bin ich sicher, dass mir das nicht immer gelingt. Weil es nämlich unmöglich ist, immer alle Streitereien zu verfolgen und ein Auge auf jede Situation zu haben, in der die Kinder über vermeintliche Ungerechtigkeiten streiten. Und weil ich das auch gar nicht möchte. Ich liebe sie gleich, ich möchte gleich viel Gutes, Schönes und Wunderbares für jedes von ihnen, ich gebe mir Mühe, ihre Bedürfnisse im Auge zu haben und so gut ich kann fair zu sein – und alles, was ansonsten ihrer Meinung nach ungerecht ist und unfair, damit müssen sie klar kommen. Ich bin aber außerdem der Ansicht, dass nicht immer alles gleich sein muss. Jedes meiner Kinder ist einzigartig, …

Daumenlutscher, Goldkind, Nuckel, Entwöhnung, Eziehung

meine daumenlutscher-kinder ::: von der erziehungsnorm zur gelassenheit

Im Vorfeld zur Blogst-Konferenz habe ich wenig gebloggt. Auch jetzt wirkt der Sog der Konferenz noch nach und es fällt mir noch ein bisschen schwer, mich auf meine Themen zu konzentrieren. Aber ein Thema schleppe ich schon ewig mit mir herum und ausgerechnet am Vorabend zur Konferenz kochte es wieder hoch: Daumenlutschen, Schnullerentwöhnung, überhaupt – der ganze Themenkomplex rund ums Nuckeln bei Kindern. Ich hatte nämlich auf meiner Berlinmittemom-Facebookseite ein Bild vom Abendprogramm meiner zwei Minions gepostet, darauf sitzen die zwei einträchtig in ihren Schlafanzügen auf dem Sofa, gebadet und abgefüttert und schauen sich vor dem Schlafengehen noch eine Folge Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig auf dem iPad an – beide mit Daumen im Mund. Ich fragte die Follower meiner Seite, wie denn ihr Abendprogramm so aussehen würde, ohne auf die Daumenlutscher einzugehen, denn darum ging es mir bei dem Post gar nicht. Kurz bevor ich das Bild machte, dachte ich allerdings wirklich für einen Augenblick darüber nach, die Kinder zu bitten, ihre Daumen aus den Mündern zu nehmen fürs Foto, verwarf das aber dann gleich wieder. Es IST ja …

Tischmanieren bei Kindern, Kindererziehung, Ellenbogen vom Tisch

ellenbogen vom tisch? ::: tischmanieren bei kindern im alltagscheck

Neulich schrieb ich über’s Essen und die Erwartungen an das Essverhalten von Kindern. Nicht nur wurde der Artikel wahnsinnig oft geteilt, viel kommentiert und der Link durch die Gegend getweetet, es haben auch andere Mama Blogs die Thematik aufgegriffen und über ihre Familien-Essgewohnheiten geschrieben. Quasi als Nebenprodukt ist jetzt eine Blogparade zum Thema Tischmanieren bei Kindern entstanden, die von meinen lieben Bloggerfreundinenn Mia von Mama Mia und Béa von der Tollabox angestoßen wurde. Da kann ich natürlich nicht meine Klappe zu halten, wa. Also geht’s hier heute um die Frage: brauchen Kinder die aktive Erziehung zu konventionellen Tischmanieren? Oder sind Tischmanieren bei Kindern nicht so wichtig? Sind wir froh, wenn sie überhaupt was essen und nehmen dafür in Kauf, dass sie die Ellenbogen auf dem Tisch haben und mit vollem Mund sprechen? Was ist uns wichtig, wenn wir mit unseren Kindern am Tisch sitzen und eine Mahlzeit einnehmen? Vorbild sein oder Parolen ausgeben? Natürlich kann ich wie immer nur von unseren persönlichen Erfahrungen berichten und was Tischmanieren bei Kindern und Tischsitten im Allgemeinen angeht, gilt …