Alle Artikel mit dem Schlagwort: goldkind

Kindermund, Spaziergang, Goldindsprech

was wir von der welt verstehen ::: (gold)kindermund am mittwoch

Heute hatte ich eine der seltenen Situationen, in denen ich mit dem Goldkind alleine war und somit in den Genuss dessen kam, was allgemein unter Kindermund zusammengefasst wird. Abgeholt als Mittagskind und damit exklusiv mit mir unterwegs, redeten wir über dies und das, und während sie an meiner Hand die windige Schwedter Straße hinauf spazierte und über Mäuerchen kletterte, bekam ich mal wieder einen Einblick in ihre kleine Weltanschauung. Erstaunliches habe ich da erfahren… (Gold-)Kindermund am Mittwoch! „Na, Goldkind? Was hast du heute in der Kita gemacht?“ Sie balanciert gerade über eine niedrige Mauer und schaut konzentriert auf ihre Füße. „Das kann ich dir nicht sagen.“ Mäuerchen zu Ende, energischer Sprung nach unten, nächstes Mäuerchen gesichtet und drauf zu gehalten. „Warum nicht? Ist das ein Geheimnis?“ Sie steht schon wieder oben, macht jetzt Seitwärtsschritte, weil ein üppiges Gebüsch weit in ihre Bahn hineinragt und sie sich vorbeidrücken will. „Nein, aber wir haben wirklich wahnsinnig komplizierte Sachen gemacht. Das würdest du nicht verstehen.“ Zungenspitze raus zum Balance halten, Gänsefüßchen vorwärts, ein Arm nach mir ausgestreckt, aber …

Streifzug, Friedhof, Colours, Herbstfarben

streifzug mit goldkind ::: ein friedhof, hagebutten & das leben nach dem tod

Es hat aufgehört zu regnen und der blaugoldene Herbst ist da – endlich ist die Zeit für einen Lieblings-Streifzug zum Herbstschätze-Sammeln wieder da. Nachdem mein Goldkind letzte Woche ja tagelang mit Inhaliergerät und widerlichen Hustenattacken ans Haus gefesselt war (und ich mit!), gönnten wir zwei uns an ihrem ersten fieberfreien und einigermaßen fitten Tag einen ausführlichen Gang über den Friedhof. Ja, Friedhof. Ganz in unserer Nähe ist nämlich einer der schönsten und wildesten Friedhöfe von Ostberlin, den wir vor allem deshalb gerne besuchen, weil er mitten im Trubel der Stadt so abgeschieden ist. Schon mit dem ersten Schritt durchs Tor empfängt uns die Atmosphäre der Stille und Ruhe, die uns erst mal tief Luft holen lässt.     Außerdem ist der Friedhof besonders im Herbst ein wahres Eldorado für meine Kinder und ihre Sammelleidenschaft. Dort gibt es Hagebutten, Kastanienbäume, die sich unter der Last der Früchte nur so biegen und jede Menge anderer Bäume, die das Goldkind von mir vorgestellt haben möchte. Außerdem natürlich die schönsten Herbstblätter in allen Farben! Es ist perfekt für einen …

12 von 12 im mai ::: happy mother’s day

12 von 12 im Mai – und das auch noch an Muttertag! Eigentlich hätte ich sicherlich vielfältige Bilder gemacht von Selbstgemaltem und Blumen, Frühstück im Bett und sonnendurchfluteten Ausflugslandschaften. Aber nein. Ich habe seit vorgestern zwei kranke Kinder, das Goldkind und den Lieblingsbub, und wir waren das ganze Wochenende zu einem Familientreffen im Burghotel in Bad Belzig, was zwar sehr schön war, aber offensichtlich die Beschaffung von Blumen und Devotionalien deutlich erschwert hat. Das Frühstück im Bett gab’s dann auch nur für die Fieberkinder, und der Tag war gefüllt mit Packen, Abschiednehmen und Nach-Hause-Fahren. Aber wir haben es geschafft. Die kranken Mäuse lagern auf der Couch und schwitzen die Blitz-Grippe raus, das Herzensmädchen bummelt durchs Haus und der Mann grillt draußen unverdrossen – trotz Regen. Die kleine Minipause nutze ich für meine 12 von 12. Trotz eingeschränkter Motivauswahl viel Spaß beim Schauen der Bilder.   Der Tag beginnt tatsächlich mit Frühstück im Bett – allerdings nicht für mich, sondern für meine fieberkranken Kinder, die dringend nach Tee mit Honig verlangen. Dann bekomme ich doch noch …

goldkinds indianerparty ::: kuchen, federschmuck und ein echtes feuer

Wer meine Facebook-Seite mit liest oder mir auf Instagram folgt, hat es in den letzten zwei Wochen mitbekommen: mein Goldkind, das im April 4 wurde, hat endlich seine erste echte Kindergeburtstags-Party gehabt! Letztes Jahr war sie irgendwie noch zu klein, außerdem waren alle Großeltern da – das war Besuch genug fürs Glück des dreijährigen Geburtstagskindes. Dafür hat sie sich dieses Jahr umso mehr darauf gefreut, endlich zum ersten Mal in ihrem kleinen Leben auch eine echte Kinderparty zu feiern und ihre Freundinnen und Freunde einzuladen. Und sie hatte genaue Vorstellungen: einen Kuchen mit Smarties sollte es geben. Schokolade! Dann was mit Zitrone. Und mit Erdbeeren. Natürlich erfüllte ich dem Geburtstagskind die Wünsche für die Kaffeetafel gern. Nach einigen Überlegungen, was für eine Art Fest sie feiern wollte, wünschte sie sich einen Indianergeburtstag. Das wiederum war für mich ein leichtes Spiel, weil ich das Thema bei der Großen schon mal hatte und einige Spiele und Aktivitäten einfach so aus dem Archiv wieder hervor holen und für sie anpassen konnte. Außerdem ist es so, dass ich die …

sentimental journey ::: geburtstagsbrief ans goldkind

Heute ist der 06. April, und der Tag begann schon vor dem Aufstehen mit Geburtstagsliedern am Bett des kleinsten meiner Kinder: dem Goldkind, meinem kleinen Mädchen, das heute seinen vierten Geburtstag feiert. Die beiden Großen hatten sie schon seit zwei Tagen gebrieft, sie müsse un-be-dingt liegen bleiben und dürfe nicht aufstehen, außer sie müsse Pipi machen, dann schon. Aber dann müsse sie sich gleich wieder hinlegen und warten, bis die Geburtstagssänger kämen, das sei Geburtstagspflicht. Und dann ginge er aber los, der beste aller Tage im Jahr für sie würde beginnen und SIE sei die Hauptperson, das Geburtstagskind! Alles ist also seit Tagen voller Vorfreude, es wurden Kuchen gewünscht („Schokolade, Mama, das wünsche ich mir. Mit rosa Herzchen!“ Seufz.) und es wurde geübt, wie es ist, wenn man morgens im Bett liegen bleibt, wenn alle anderen schon so allmählich aufstehen und sich heimlich irgendwo treffen. Und zwischen all den Vorbereitungen, dem Verpacken von Geschenken in (rosa) Papier, dem Backen von Marmorkuchen und Schokoldadentorte und Zitronenmuffins, der Auswahl von bunten Kerzen und schönen Blumen, werde ich …

niemand stop the muuuusic ::: mutterhirn in nöten

Heute muss ich berichten, was meine Kinder mir angetan haben. Mal wieder. Ein Wunder, dass ich noch in der Lage bin, all das aufzuschreiben. Aber ich fühle, dass ich eine Dokumentationspflicht ihrer Machenschaften habe. Wer weiß, wann ich dieses Wissen mal brauchen werde…! Alles fing ganz harmlos an, geradezu harmonisch: Wochenende. Der Samstag war da! Mit Ausschlafen, Kakao & Kaffee in unserem Bett, beschaulichem Aufwachen unter Geplapper und Gezänk zwischen den ausgeschlafenen Ferienkindern. Dann ein spätes Frühstück, ausführlich, mit allem, was der Kühlschrank hergab. Sogar die Sonne war da und schien durch die Fenster. Alles wunderbar. Während der Tisch vollgekrümelt und abgegessen da stand, wir gemütlich Zeitung lasen und Einkaufszettel schrieben, fingen die Kinder an, eine ihrer völlig wahnsinnigen Unterhaltungen zu führen, die jedes erwachsene Gehirn komplett überfordern. Ich stelle mir dann immer so ein großes, schwerfälliges Etwas vor, leicht angegraut, dass den kleinen flink-wieseligen Multitasking-Gehirnen der kleinen Menschlein einfach nicht folgen kann. Keine Chance, die sind viel zu wendig. Lieblingsbub: „Mama, ich hab mir das neue T-Shirt angezogen, obwohl ich weiß, dass das zu …

geschwisterspiele ::: mausi-kumpel und katzi-alda

Freitags sind die Kinder platt. Normalerweise krauchen sie maulig und meckerig in die Bude, wenn wir vom Freitagstermin aus Lichtenberg zurück kommen und sind zu nichts mehr zu gebrauchen. Außer zum Zanken. Nach einer unerträglichen Autofahrt, bei der ich ein Telefonat mit meiner Schwester mehrfach durch gebrüllte Befehle unterbrechen musste („Nimm den Finger von deiner Schwester aus dem Mund!“ „Hör auf, an der Fensterscheibe zu lecken!“ Lass die Trampelei gegen meinen Sitz mit den rotzdreckigen Stiefeln so.fort.sein!“ „Haareziehen is nich!“ Undsoweiter. Seufz), war ich hier zu Hause auf das Fortfahren mit der Feldwebelmethode gefasst. Oder zumindest auf die Rolle als Schiedsrichterin zwischen vor allem den beiden Kleinen, die total aufgebracht und rotbackig und übermüdet waren. Nach einer Runde Streit um die Malvorlagen und die neuen Stifte, verzog sich jeder in eine Ecke. Und als ich eben anfing, Bolognese zum Einfrieren anzusetzen, entspann sich ein interessantes Spiel: Lieblingsbub: „Komm, Rosanna, wir spielen Katze und Maus. Du wärst die Katze und müsstest mich fangen, ja?“ (Ich stöhnte innerlich, Fange-Spielen IM Haus endet meistens mit Verletzten. Oder Gezänk. …

das passt nicht zu dir! ::: ein abendgebet

Es ist Abend, es ist still im Haus. Der Bub, der sowieso immer gleich schläft wie ein Stein, pennt schon seit kurz nach acht, das Herzensmädchen ist in ein neues Geburtstagsbuch vertieft und das Goldkind lauscht im Halbschlaf noch der leise murmelnden Madita-und-Pims-CD. Ich habe aller meiner Ämter gewaltet, weil der Mann aushäusig Schulorga-Kram erledigt: den Kindern das Essen verabreicht, sie gewaschen und umgezogen, sie 20 Minuten vorausgewähltes TV-Programm sehen lassen, eine neue pädagogische Maßnahme zur Vermeidung von Abendstreit beim Zähneputzen ausprobiert (erfolgreich! Davon berichte ich gesondert.), zwei mal vorgelesen, beim Bub eine Seite Yakari (der Blitz soll mich treffen!) und beim Goldkind eine Lachgeschichte. Und dann. Wollte das Goldkind gesungen und gebetet haben. Anna Luz de León on Google+