Alle Artikel mit dem Schlagwort: kindermund

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ein song und seine folgen ::: wie ich meinen kindern zweifelhaftes wissen vermittle

Das Leben mit Kindern ist ein Vabanquespiel, oder wie das heißt. Man weiß nie, was passiert, wenn man ihre Köpfchen mit Dingen füttert. Mit Musik. Mit Geschichten. Mit Anekdoten aus ihrer Kindheit. Mit neuen Eindrücken. Aber vor allem – mit Wissen. Die Kenntnis von den Dingen ist eine heikle Sache, wenn es darum geht, wie Kinder diese Kenntnis verarbeiten. Was sie daraus machen. In aller Unschuld meistens. Und manchmal eben auch alles andere als unschuldig. So ist es zum Beispiel schon hart an der Grenze, wenn die kleine Tochter ihren noch recht neuen Freundinnen im Beisein der Eltern erzählt: "Meine Eltern hatten ungefähr 1000 Mal Sex! Und das ist nur mein Bruder Schuld, weil der nicht kommen wollte und da mussten sie das so oft üben, bis es endlich klappte. Bei mir nicht, ich kam direkt, da brauchten sie das nur einmal zu machen!" Aber immerhin lässt sich in diesem Zusammenhang ziemlich einfach herleiten, was tatsächlich hinter dieser Aussage steckt und dass es sich vielmehr um einen zeitweise unerfüllbar erscheinenden Kinderwunsch ging und nicht etwa …

ich bin eure glückliche mama ::: über das gefühl vom richtigsein

Letzte Woche fuhr ich mit dem Lieblingsbub im Auto vom Fußballtraining nach Hause, nur wir beide. Wir quatschten so über seinen Tag, er aß seinen Obstsnack und das Radio lief. Irgendwann drehte er lauter, weil er einen Song erkannte: „Ne ganz normale fünfzig Stunden Woche Heim kommen und erst mal für die Kleinen kochen Ist für sie ja kein Problem Weil die Kids für sie an erster Stelle stehen Sie fragt sich wie es gelaufen wär' Ohne Kinder Selber laufen lernen Aber ihr Tag lässt keine Pause zu Sie will träumen, macht die Augen zu (…)“ Beim Refrain sang er laut mit und ich fragte mich gerade, woher er den Song kennt, da sagt er: „Mama, fragen sich alle Mütter, wie es gelaufen wär’, ohne Kinder? Würden sie alle manchmal lieber was anderes machen und doch lieber ohne ihre Kinder sein? Und keine Mütter?“ Und jetzt folgte ein Gespräch zwischen uns, das eigentlich nur ganz kurz dauerte und das mir doch so wichtig war. Denn während ich dem Lied lauschte, ging mir durch den Kopf, …

Berlinmittekids, Desensibilisierungstherapie, Mamablog, Aufklärung, Schimpfwörter, Tipps, Kindermund, lustig

kindermund: rühreier, uschi & ein sack ::: die desensibilisierungstherapie

Mein Sohn ist ein Schatz. Ein liebevoller, empathischer kleiner Mensch, der in der Regel sehr bewusst durchs Leben geht und mit dem man überall auftauchen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass er was anstellt oder sich daneben benimmt (außer wenn er Hunger hat. Dann wird er böse. Aber das ist ein anderes Thema…). Ich würde zu Zeiten sogar eine Garantie dafür übernehmen, dass er überall wunderbar klar käme: im Sterne-Restaurant ebenso wie im Museum oder im Konzertsaal oder bei "Königs" am Esstisch. ABER.  Es gibt leider eine massive Einschränkung, die ich seit einiger Zeit machen müsste, wenn es um die "Königstauglichkeit" meines Sohnes ginge. Er ist nämlich absolut NULL in der Lage, sich zusammen zu reißen, wenn es um bestimmte Reizwörter geht. Oder Wörter, die sich auf die Reizwörter reimen. Oder ihn daran erinnern. So ungefähr. Alles, was aus dem thematischen Umfeld von primären und sekundären menschlichen Geschlechtsmerkmalen kommt, löst garantiert einen Anfall von Albernheit aus, der leicht bis zum Zusammenbruch führen kann. Aller Beteiligten. Und das geht zum Beispiel so. Es ist Ostern. …

Berlinmittekids, Gürteltierschule, Goldkind, Kindermund

die gürteltierschule ::: kranke kinder, berufswünsche und das magische weltbild

Kranke Kinder zu Hause zu haben, hat viele Aspekte. In den letzten zwei Wochen konnte ich dazu mal wieder ein eindrückliche Erfahrungen sammeln, hatte ich doch letzte Woche drei Tage das Goldkind und in der Woche davor das Herzensmädchen krank zu Hause. Natürlich verbringe ich mehr Zeit mit meinen kranken Hasen, als mit den gesunden Kindern, die über die Hälfte des Tages in der Schule verbringen, denn das Kind zu Hause kriegt selbstverständlich meine volle Aufmerksamkeit: ich koche Tee, bereite den Inhalator vor, mache kleine frische Obstmahlzeiten zurecht, wenn der Appetit nicht so groß ist, dass er für Frühstück und Mittagessen reicht und wechsele bei Fieberkindern regelmäßig die Bettwäsche. Außerdem kommt dazu noch die Zeit, die wir mit Medikation, Fiebermessen und assistierter Körperpflege verbringen, denn ein kreislaufschwaches Fieberkind braucht schon mal Unterstützung beim Haarekämmen oder Zähneputzen, auch wenn es die im normalen Alltagsablauf längst nicht mehr nötig hat. Und während wir also unsere Tage so eng miteinander verbringen, reden wir. Wieviel und worüber, das hängt natürlich wieder vom individuellen Zustand des Kränkelchens ab, aber wir reden. Während sich die …

12 von 12, Dankbarkeit statt Sachen, Lieblingsbub

über menschen, mäuse, jungs und mädchen ::: dankbarkeit statt sachen tag 4

Meine Adventschallenge „Dankbarkeit statt Sachen“ ist heute ganz leicht für mich, denn eigentlich richtet sich meine Dankbarkeit heute in erster Linie auf eine ganz besondere Situation und ein Geschenk, das einer meiner liebsten Herzmenschen mir gemacht hat: ich durfte an einem Stück Wunder teilhaben. Ich werde nämlich wieder Tante und war heute bei dem ersten 3D-Schall dabei. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mich berührt hat, da dieses kleine Menschlein auf dem Bildschirm zu sehen… Ein Wunder, ein perfektes kleines Wesen, noch so winzig und doch vollkommen, ausgestattet mit allem, was es zum Leben braucht. Auf wenigen zarten Zentimetern. Das mag sich für manche komisch anhören, aber das ist für mich immer wieder wie eine Art Beweis, dass es einen Gott gibt, ein höheres Wesen, einen Plan, irgend etwas, denn ich bin mir so sicher, dass das keine Laune des menschlichen Entwicklungsprozesses ist. Es ist ein Wunder, es ist alles so fein gemacht und ausgedacht, das halte ich für Schöpfung und nicht für ein evolutionäres Zufallsprodukt. Aber das nur am Rande. Mein*e ungeborene*r Nichte/Neffe ist …

Aufklärung mit Kindern, Berlinmittekids, Kindermund

barbie kriegt’n kaiserschnitt ::: aufklärung mit kindern, das update

Es gibt Themen, die gehen nicht weg. Fragen, die die Kinder in den verschiedenen Altersstufen immer wieder stellen und deren Antworten offenbar niemals nachhaltig ausreichen – sie kommen immer wieder mit ähnlichen oder denselben Fragen bei mir an und lassen mich nicht von der Angel. Aufklärung mit Kindern ist innerhalb der Familie offenbar ein unerschöpfliches Thema – je mehr Kinder, desto öfter. Und, wie ich berichten kann, desto lustiger. Ich schrieb ja schon mal davon, wie der Lieblingsbub mir seine Theorie seiner eigenen Menschwerdung präsentierte, indem er mich fragte, ob ich ihn „aus Matsch zusammengebröselt“ hätte, wie Gott einst Adam und Eva. Ziemlich witzig, die Idee. Inzwischen interessiert ihn viel eher der Aspekt, der in den Themenbereich sexuelle Aufklärung mit Kindern fällt. Er will nämlich jetzt viel eher wissen, wie das genau vonstatten geht. Uff. Und überhaupt wollen alle ganz verschiedene Sachen wissen und fordern unseren elterlichen Expertenstatus ständig heraus. Und unsren Humor! Den auch. Ich habe ja schon öfter darüber geschrieben, wie Aufklärung mit Kindern in den verschiedenen Altersstufen so aussehen kann, aber mit den neuen Phasen …

Goldkind, Babywearing, Puppentrage

schwangere sachen ::: wie sich das goldkind das leben vorstellt

Mein Goldkind unterhält mich zur Zeit ziemlich gut. Sie ist der Meinung, sie sei ein völlig anderer Mensch geworden seit dem letzten Schuljahr, hauptsächlich, weil sie jetzt ein Vorschulkind ist. Es ist rührend und witzig zugleich, dabei zuzusehen, wie sich in ihrem Kopf die Welt nach ihren Vorstellungen formt. Sie ist in diesem magischen Alter, in dem sie glaubt, dass sie genau jetzt verstanden hat, wie die Welt sich dreht und wie die Regeln sind. Das ist faszinierend. Dann kommen schon mal so Sätze heraus wie „Männer machen kein Yoga, das ist viel zu schwer. Das ist nur was für Frauen. Und Kinder!“ oder „Ich esse natürlich noch eine zweite Portion Nudeln, denn ich bin jetzt ein Vorschulkind. So ist das nun mal, wenn man sich verändert. Und ich verändere mich gerade!“ Langweilig wird es mit ihr gerade jedenfalls nicht. Sie lernt wahnsinnig viel, schließt neue Freundschaften, erobert sich neue Räume, drinnen wie draußen und wagt sich allein in neue Bereiche vor, die sie vorher lieber nur von weitem und an meiner Hand betrachtet hat. Zu ihrer …

First grade love, Sandkastenliebe, Verliebtheit bei Kindern

first grade love ::: über s.o.s., eine kleine liebe und coole jungs

First grade love, Sandkastenliebe, childhood sweetheart – ich erinnere mich an nichts dieser Art aus meiner Kindheit. Und auch beim Herzensmädchen gab es das nicht wirklich. Aber bei meinem Herrn Sohn stelle ich gerade so etwas fest und bin ziemlich hingerissen von seinen kleinen großen Gefühlsäußerungen. Manchmal frage ich mich, wie sehr mein Sohn wohl davon profitiert, dass er als Sandwichkind zwischen zwei Schwestern aufwächst. Es ist jedenfalls offensichtlich, dass er sich mit Mädchen gut versteht und nicht diese nicht altersuntypische Mädchen-sind-doof-Attitüde an den Tag legt – jedenfalls noch nicht. Ganz im Gegenteil. Er hat’n Schlag bei den Mädchen, er spielt gerne auch mit Mädchen und der klischeebehaftete „Mädchenkram“ schreckt ihn nicht ab. Inzwischen hat er wohl auch heraus gefunden, dass er gut ankommt und mag das selbst. Es gefällt ihm, dass er auch mal ausweichen kann und nicht immer auf dem Schulhof mitbolzen oder -kloppen „muss“, wenn das unter seinen Kumpels grade angesagt ist. Er ist nämlich zwar sehr gerne mal wild, oft wird ihm das aber zuviel und er zieht sich zurück. Er …