Alle Artikel mit dem Schlagwort: kindermund

First grade love, Sandkastenliebe, Verliebtheit bei Kindern

first grade love ::: über s.o.s., eine kleine liebe und coole jungs

First grade love, Sandkastenliebe, childhood sweetheart – ich erinnere mich an nichts dieser Art aus meiner Kindheit. Und auch beim Herzensmädchen gab es das nicht wirklich. Aber bei meinem Herrn Sohn stelle ich gerade so etwas fest und bin ziemlich hingerissen von seinen kleinen großen Gefühlsäußerungen. Manchmal frage ich mich, wie sehr mein Sohn wohl davon profitiert, dass er als Sandwichkind zwischen zwei Schwestern aufwächst. Es ist jedenfalls offensichtlich, dass er sich mit Mädchen gut versteht und nicht diese nicht altersuntypische Mädchen-sind-doof-Attitüde an den Tag legt – jedenfalls noch nicht. Ganz im Gegenteil. Er hat’n Schlag bei den Mädchen, er spielt gerne auch mit Mädchen und der klischeebehaftete „Mädchenkram“ schreckt ihn nicht ab. Inzwischen hat er wohl auch heraus gefunden, dass er gut ankommt und mag das selbst. Es gefällt ihm, dass er auch mal ausweichen kann und nicht immer auf dem Schulhof mitbolzen oder -kloppen „muss“, wenn das unter seinen Kumpels grade angesagt ist. Er ist nämlich zwar sehr gerne mal wild, oft wird ihm das aber zuviel und er zieht sich zurück. Er …

Alltag mit Kindern, Minions, Anekdoten, Kindermund

reg dich nich auf, mama! ::: anekdote aus dem alltag mit kindern

Ich habe das Gefühl, es gab hier in letzter Zeit eher ernstere Themen aus meinem persönlichen Alltag mit Kindern. Zeit für ein Anekdötchen der heiteren Art, richtig? Und da vor allem der Vorrat an Unfugsideen der Kleinen, von mir auch liebevoll „meine Minions„ genannt, niemals erschöpft zu sein scheint, kann ich heute  mit einer Geschichte von gestern aufwarten: Alltag mit Kindern as we love it. Wir kommen immer um etwa halb vier nach Hause, falls kein Kind irgend eine Nachmittagsaktivität hat. Gestern wirkten die Kids beim Abholen alle drei sehr erschöpft, so dass der Bub sein Fußballtraining canceln durfte und das Herzensmädchen die Französisch-AG. Stattdessen fuhren wir auf kürzestem Weg nach Hause, aßen Erdbeeren mit Vanilleeis und ruhten uns aus. Auch das ist Alltag mit Kindern: mal aus den Routinen ausbrechen können. Um Kraft zu tanken, brauchen meine vitalen Kinder aber ja nie lange, und so waren die zwei Kleinen bereits nach einer halben Stunde wieder auf dem Weg nach draußen. Innerhalb kürzester Zeit hatten sie sich mit ihren Freund*innen aus der Straße zusammen gefunden und begehrten …

Kindermund, Spaziergang, Goldindsprech

was wir von der welt verstehen ::: (gold)kindermund am mittwoch

Heute hatte ich eine der seltenen Situationen, in denen ich mit dem Goldkind alleine war und somit in den Genuss dessen kam, was allgemein unter Kindermund zusammengefasst wird. Abgeholt als Mittagskind und damit exklusiv mit mir unterwegs, redeten wir über dies und das, und während sie an meiner Hand die windige Schwedter Straße hinauf spazierte und über Mäuerchen kletterte, bekam ich mal wieder einen Einblick in ihre kleine Weltanschauung. Erstaunliches habe ich da erfahren… (Gold-)Kindermund am Mittwoch! „Na, Goldkind? Was hast du heute in der Kita gemacht?“ Sie balanciert gerade über eine niedrige Mauer und schaut konzentriert auf ihre Füße. „Das kann ich dir nicht sagen.“ Mäuerchen zu Ende, energischer Sprung nach unten, nächstes Mäuerchen gesichtet und drauf zu gehalten. „Warum nicht? Ist das ein Geheimnis?“ Sie steht schon wieder oben, macht jetzt Seitwärtsschritte, weil ein üppiges Gebüsch weit in ihre Bahn hineinragt und sie sich vorbeidrücken will. „Nein, aber wir haben wirklich wahnsinnig komplizierte Sachen gemacht. Das würdest du nicht verstehen.“ Zungenspitze raus zum Balance halten, Gänsefüßchen vorwärts, ein Arm nach mir ausgestreckt, aber …

Kleine Philosophen, Kinder reden über Gott und die Welt

wir wachsen aus der erde und sind luft ::: kleines philosophenwissen

Die Kinder heutzutage wissen so viel! Eigentlich wissen sie alles. Ich bin immer wieder überrascht und berührt, was sie sich so alles in ihren kleinen Köpfen zurecht zimmern. Davon wie die Welt so funktioniert, wie alles zusammen hängt und warum die Dinge so sind, wie sie sind. Kleine Philosophen sind sie, nichts weniger als das. Am Wochenende gab es im Hause Berlinmittemom schon beim Frühstück kleine Philosophen: der Lieblingsbub und das Goldkind erörterten die Seinsfragen zwischen weich gekochtem Ei und Obstsalat. Bub: „Rosanna, weißt du eigentlich noch, wo wir waren, du und ich, bevor wir in Mamas Bauch waren?“ Goldkind: „Klar, wir waren Eierchen. Irgendwo da drin. “ (zeigt auf meinen Bauch) Bub: „Neiiiin, ich meine noch vorher. Bevor wir eins von den Eierchen geworden sind. Weißt du das? Kannst du dich daran erinnern? Ich weiß es noch.“ Goldkind: „Nee, weiß ich nich. Sag mal.“ Bub (wichtig): „Du weißt doch, wie Pflanzen wachsen, oder? Gott hat sich die Welt doch ausgedacht und da hat er es so gemacht: er hat die Samen in die Erde …

laura norscia, fish love collage,

tag 17 ::: über fische, liebe und eine definition von familie

Kinder sind Philosophen. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich mit ihnen über all das spreche, die sie bewegt. Sie scheuen nicht vor den großen Themen des Lebens zurück, sie kennen keine Tabus und ihre Weltanschauung ist so rein und richtig, wie ich es kaum von irgend einem Erwachsenen je kenne. Sie kennen keinen Rassismus, keinen Sexismus, keine Art von Snobismus. In ihren kleinen Köpfen ist Platz für alle, jedes Abweichen von der Norm wird von ihnen zunächst als selbstverständlich hingenommen und ihre Welt umfasst Wunder, die wir Erwachsene gar nicht mehr wahrnehmen. Das hält nicht ewig und je älter sie werden, umso größer sind die Einflüsse der Außenwelt auf diese pure Anschauung. Wenn ich meine Erziehungsziele formulieren müsste, wäre eins davon dieses: ich möchte, das meine Kinder diese Sicht auf die Welt möglichst behalten. Dass sie nicht verlernen, so offen zu sein in ihren Herzen und Köpfen und dass ihr Blick auf andere Menschen von dieser Offenheit bestimmt wird. Ich möchte dazu beitragen, dass sie die großherzigen und toleranten Menschen bleiben, als die …

Streifzug, Friedhof, Colours, Herbstfarben

streifzug mit goldkind ::: ein friedhof, hagebutten & das leben nach dem tod

Es hat aufgehört zu regnen und der blaugoldene Herbst ist da – endlich ist die Zeit für einen Lieblings-Streifzug zum Herbstschätze-Sammeln wieder da. Nachdem mein Goldkind letzte Woche ja tagelang mit Inhaliergerät und widerlichen Hustenattacken ans Haus gefesselt war (und ich mit!), gönnten wir zwei uns an ihrem ersten fieberfreien und einigermaßen fitten Tag einen ausführlichen Gang über den Friedhof. Ja, Friedhof. Ganz in unserer Nähe ist nämlich einer der schönsten und wildesten Friedhöfe von Ostberlin, den wir vor allem deshalb gerne besuchen, weil er mitten im Trubel der Stadt so abgeschieden ist. Schon mit dem ersten Schritt durchs Tor empfängt uns die Atmosphäre der Stille und Ruhe, die uns erst mal tief Luft holen lässt.     Außerdem ist der Friedhof besonders im Herbst ein wahres Eldorado für meine Kinder und ihre Sammelleidenschaft. Dort gibt es Hagebutten, Kastanienbäume, die sich unter der Last der Früchte nur so biegen und jede Menge anderer Bäume, die das Goldkind von mir vorgestellt haben möchte. Außerdem natürlich die schönsten Herbstblätter in allen Farben! Es ist perfekt für einen …

von gott zusammengebröselt – familienplanung à la lieblingsbub

Heute haben mich meine Kinder mal wieder eiskalt erwischt. Das schaffen sie immer dann besonders gut, wenn sie mit Themen um die Ecke kommen, von denen ich nicht mal geahnt habe, dass sie sie auf dem Radar haben. Auf der Heimfahrt von der Schule/Kita sprachen wir im Auto von allerhand Schulsachen: das große Herzensmädchen (auf dem Beifahrersitz) hatte sich über eine Klassenkameradin geärgert, der Bub wollte mit mir besprechen, ob er seinem Kumpel Valentin morgen zum Geburtstag den StarWars Todesstern von Lego schenken soll oder doch lieber ein Malbuch (dazu muss man einfach gar nix sagen, das ist unfassbar: der To-des-stern! Unter Fünfjährigen! Aber es ist so, sie sind alle infiziert, starwarsverseucht, dabei kennen sie nicht mal die Geschichte. Das nenn ich mal cleveres Merchandising!) und das kleinste Goldmädchen sang munter englisch-deutsch gemischte Liedchen aus dem heutigen Musikunterricht vor sich hin. In eigenen Versionen. Also alles wie immer. Und plötzlich, aus dem Hinterhalt und ohne Vorwarnung kommt der Lieblingsbub: Lieblingsbub: „Mama, weißt du was?“ Ich: „Hmmm?“ Lieblingsbub: „Ich wünsch mir noch ein Baby. Einen Bruder! …

frühstücksunterhaltung

Die erste Morgenschicht ist geschafft. Um 8:05 genau. Das heißt, die beiden Großen haben gefrühstückt, Zähne geputzt und sich angezogen, sind unter viel Lärmen und wahrscheinlich auch Gezänk aus dem Haus gesprudelt, das Schulkind ist in den Schulbus gestiegen und der Bub ist mit dem Papa los geradelt gen Schule und Kita. Und das Kleine und ich winken, machen die Hautür wieder zu und sind allein. Stille. Herrliche, wenn auch kurze Stille. Dann räume ich hinter den Truppen auf, mache der Minimaus noch einen Kakao und mir selbst einen Latte Macchiato. Falls das Kleine dann nicht irgendwelche Experimente auf der Toilette versucht, habe ich erstmal kurz Ruhe, bevor es weitergeht. Erste Schicht erledigt. Check. Was dabei aber wirklich schön ist, sind die Gespräche, die ich mit meiner jüngsten Tochter dann führe. Was da für Geschichten kommen, ist unglaublich: Sachen, die sie erlebt hat, Sachen, die sie geträumt hat (was sie offensichtlich nicht wirklich unterscheiden kann) und Sachen, die komplett erfunden sind. Herrlich. Das ist ein wunderbarer Start in meinen Tag, wenn er so beginnt: Rosanna: …