Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lesen

Animox, das Heulen der Wölfe

lesestoff für fantasyfans ::: animox, das heulen der wölfe

Puh, habe ich lange keine Buchrezension mehr für euch geschrieben! Geht ja gar nicht. Dafür kommt heute eine besondere Buchbesprechung in der Rubrik #booklove, denn der Lieblignsbub hat ein neues Lieblingsbuch und legt es euch ans Herz: Animox, das Heulen der Wölfe von Aimée Carter, erschienen im Oetinger Verlag. Bereits im Herbst entdeckte der Lieblingsbub den Titel in der Buchhandlung (empfohlenes Lesealter 10-12) und vertiefte sich spontan in die ersten Seiten, dann landete Animox gleich auf seiner Wunschliste. Zu Weihnachten wurde dieser Wunsch dann erfüllt und er war selig. Bis er es dann las vergingen einige Bände Harry Potter, aber nun ist er ganz hineingetaucht in das Universum von Animox. Und er ist hingerissen! Nun ist er bekanntermaßen eine Leseratte und versenkt sich gern in dicke Bücher. Aber es ist dennoch nicht so leicht, ihn zu fesseln, denn er hat schon allerhand (gute) Bücher gelesen und seine Ansprüche sind entsprechend hoch. Für jemanden, der ein Harry Potter-Connaisseur ist, darf es eben kein Blabla sein, nehme ich an und so sind wir immer froh, wenn wir …

Igraine Ohnefurcht, Cornelia Funke, Kinderbuchtipp

book love ::: igraine ohnefurcht, ein rittermädchen mit zauberkräften

Heute habe ich wieder ein Buch mit einem starken Mädchen für euch, diesmal allerdings kein Bilderbuch, sondern den wunderschönen Kinderroman Igraine Ohnefurcht von Cornelia Funke. Mein Herzensmädchen und ich, wir sind ihre Fans seit wir das erste Funke-Buch in den Händen hielten. Begonnen haben wir mit einer anderen Rittergeschichte in Bilderbuchform, die ich hier auch noch besprechen werde, aber als wir bei den textreicheren Büchern angekommen waren, gab es kein Halten mehr: wir lasen gemeinsam ein Buch nach dem anderen, zunächst las ich vor, dann las das Herzensmädchen selbst und wir sind immer noch verliebt in jedes geschriebene Wort von Cornelia Funke. Im Moment lesen wir parallel die Tintenherz-Trilogie und sind mal wieder hingerissen. Igraine Ohnefurcht aber ist eins der ersten längeren Bücher, die wir zusammen gelesen haben, auch deshalb hänge ich so sehr an der Geschichte. Und gerade auf unserer letzten langen Autofahrt in den Herbstferien, zurück aus dem Rheinland nach Berlin, haben wir uns alle das Hörbuch (von Cornelia Funke gelesen) angehört. Das brachte mich auf den Gedanken, Igraine Ohnefurcht meinen starken Büchermädchen hier …

mit kindern über den tod sprechen ::: ein nachtrag mit buchtipp

Mein Artikel dazu, wie wir mit unseren Kindern über den Tod sprechen könnten, war zwar sehr persönlich, hat aber natürlich einiges außer Acht gelassen, was mir alles noch dazu durch den Kopf ging. Welche Bücher zum Thema haben uns geholfen zum Beispiel. Wie sind die Kinder nach außen damit umgegangen? Welche Reaktionen von anderen waren hilfreich und welche waren schwierig? Und: wie haben die Kinder untereinander darüber gesprochen? Dieser letzte Aspekt hat neben aller Schwere auch so viel Erstaunliches, mitunter Drolliges, weil all die Begriffe, vor denen wir Erwachsene manchmal zurück schrecken, für Kinder zunächst mal unbelastet sind: Tod, Sterben, Grab, aber auch die ganz großen quasi philosophisch-religiösen Vokabeln: Himmel, Gott, Seele, Ewigkeit. Alles große Fragen des Seins – und die Kinder können sie für sich mitunter so leicht zusammen fassen, ja, sogar beantworten! Manchmal ist das alles nämlich viel eindeutiger, als wir Erwachsene uns das so vorstellen. Ich habe oft gelauscht und gestaunt darüber, wie sie sich selbst und gegenseitig erklären, wohin diejenigen gegangen sind, die jetzt tot sind. Gerade ist das Thema wieder …

2012 in review ::: gratitude, happiness & appreciation

Ihr Lieben, Weihnachten ist vorbei, ich habe mit meinen Liebsten jeden Augenblick davon ausgekostet und, ehrlich gesagt, auch die kleine Online-Pause genossen. Vor dem Jahreswechsel wollte ich mich aber doch dringend noch mal melden. Heute ist Silvester. Ein Lieblingstag meiner Kinder, ein Fest, das ich sehr gerne zelebriere und das wir, wie schon im letzten Jahr, in der alten Heimat verbringen, genauer gesagt bei den liebsten Bonner Freunden auf dem Berg, den Paten unserer Kinder, den Wegbegleitern seit vielen Jahren, sogar Jahrzehnten. Uns verbindet eine besondere Freundschaft, die alle unsere Kinder mit einschließt und für die sich wohl keiner der Beteiligten Bedingungen vorstellen kann, unter denen sie Risse bekommen oder zerbrechen könnte. Das ist für mich etwas ganz Besonderes für das ich immer wieder und zutiefst dankbar bin. Irgendwo las ich dieser Tage, diese ewigen Rückschauen und Dankbarkeits-Arien seien ermüdend und es sei doch einigermaßen lächerlich, dass jedermann das genau jetzt tue, öffentlich oder privat. Ich finde das nicht. Es mag jeder finden wie er will, ich blicke auf mein Jahr zurück und ziehe für …

poems for a lifetime

Seit Tagen denke ich über ein 365-Tage-Projekt nach. Seit ich über The Skeptical Mother auf die ganz und gar wundervolle Seite von Georgia Brizuela aus Brisbane gestoßen bin. Sie ist eine Fotografin, die vor über einem Jahr auf ihrem Blog ein solches Projekt begonnen hat und jetzt in der zweiten Runde ist. Sie fotografiert und dokumentiert das Leben ihrer beiden Kinder, das ihrer Familie, ihrer Freunde und natürlich ihre eigenen Sichtweisen darauf und stellt die Sachen auf ihre Seite Documenting Delight ein – jeden Tag veröffentlicht sie dort ein Foto. Das war ihr erklärtes Ziel. Inzwischen hat sie daraus Bildbände gemacht, in erster Linie für ihre beiden Kinder. Ich kann ganz gut fotografieren, aber natürlich nicht auf einer professionellen Ebene und ich tue mich ein bisschen schwer mit der Idee, mein ganzes Leben so komplett öffentlich zu machen – das, was ich hier mache, ist gerade Striptease genug für mein Empfinden. Aber die Idee faszinierte mich gleich und geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf: ein 365-Tage-Projekt, mit zu lesen auf einem Blog, auf meinem …

Tanja Stewner, Liliane Susewind, Mit Elefanten spricht man nicht

book love ::: liliane susewind. mit elefanten spricht man nicht

Auch wenn heute das Championsleague-Finale alles überschattet und meine halbe Familie in FCB-Trikots rumläuft und „Stern des Südens“ singt, kommt hier dennoch das zweite Lieblingsbuch für die Kinder-Lesehöhle. Ich habe wieder eine Weile darüber nachgedacht, welches Buch jetzt eigentlich dran wäre und mich schließlich für diese hier entschieden, nicht nur, weil es wirklich ein qualitativ guter Kinderroman ist, sondern auch weil es der erste Band einer ganzen Reihe ist, die sich wirklich lohnt: Tanya Stewner: Liliane Susewind. Mit Elefanten spricht man nicht. Die Titelheldin Liliane Susewind ist gerade umgezogen und kennt an ihrer neuen Schule noch keine Kinder. Sie lebt mit Eltern und einer Oma in einem Haus mit Garten und hat einen kleinen Hund namens Bonsai. Lilianes Geheimnis ist, dass sie mit Tieren sprechen kann. Sie versteht nicht nur, was sie sagen, sondern sie kann ihnen auch antworten. Außerdem blühen in ihrer Nähe Blumen auf und Pflanzen wachsen rasend schnell, sobald sie laut lacht. Eigentlich zwei wunderbare Gaben, wäre da nicht ihrer karriereorientierte Mutter, die kein Aufsehen in ihrem Privatleben möchte und der zuliebe …

Fußballgeschichten vom Franz, Christine Nöstlinger, Kinderbuch, Erstlesereihe, Oetinger, Sonne, Mond und Sterne,

book love

Ich lese meinen Kindern jeden Abend vor. Soweit die Theorie. Nein, wirklich: unsere drei Kinder bekommen jeden Abend vorgelesen, aber ich möchte an dieser Stelle nicht verschweigen, dass das nicht allein durch mich stattfindet, sondern dass der Vater der Kinder (der wunderbarste Vater!) dazu fast immer seinen Teil beiträgt. Alleine drei Kindern hintereinander vorzulesen, grenzt nämlich an Selbstverleugnung. Erst recht, wenn der Stimmungsstatus sich in der Regel um diese Uhrzeit zwischen Wahnsinn, Verzweiflung und völliger Erschöpfung gleichmäßig aufteilt. Und ich spreche nicht nur von der Stimmung der Kinder! Wie dem auch sei, bei uns wird vorgelesen. Schon immer. Und alle drei Kinder sind sehr buch-affin. Oder sagt man schon bibliophil? Sie stapeln alle drei gerne Bücher an ihren Betten, auf dem Boden und den Nachttischchen oder auf den Wandborden über ihren Betten. Wenn wir irgendwo hin gehen, eingeladen sind, einen Ausflug machen oder etwa verreisen, dann führen alle drei Kinder ihre überlebenswichtigen Bücher immer mit sich. Und das sind nicht wenige. Die Bibliothek schwankt dabei altersgemäß zwischen Miffy, Ducktale-Comics, Grüffelo, dem Kleinen Drachen Kokosnuss, Harry …