Alle Artikel mit dem Schlagwort: liebe

Hochzeitswochenende Wedding weekend, Blumenmädchen

hochzeitswochenende in der heimat ::: von blumenkindern, liebe und familie

Mein Bruder hat geheiratet. Das war für uns andere in der Familie zwar keine Überraschung, da er und seine Frau bereits seit einigen Jahren zusammenleben und ein bezauberndes Töchterchen haben. Nichtsdestotrotz war es für alle eine unermessliche Freude, und nachdem die ganze Familie schon Wochen mit Vorbereitungen und Heimlichkeiten zugebracht hatten, unsere Outfits geplant und die Gästeliste abtelefoniert hatte, war es Anfang August endlich da: das Hochzeitswochenende am Rhein, auf das wir uns alle schon so lange gefreut hatten. Mit Erlaubnis des Brautpaares zeige ich euch heute also ein paar Eindrücke von einem der glücklichsten Tage, die wir als Familie in den letzten Jahren gemeinsam erleben durften. Das Hochzeitswochenende fand im Klostergut Besselich statt, einem wunderbaren Ort hoch über dem Rhein, wo wir in ganz besonderer Atmosphäre diesen Tag verbrachten und wo im Freien die Trauung stattfand. Schöner hätte man es sich nicht ausdenken können. Und es stimmte einfach alles: meine Schwägerin (jetzt ist sie offiziell meine Schwägerin! Juhu!) hatte sich alles so schön ausgedacht, die Deko, die Mitgebsel für die Gäste, sogar Spiele für drinnen und …

First grade love, Sandkastenliebe, Verliebtheit bei Kindern

first grade love ::: über s.o.s., eine kleine liebe und coole jungs

First grade love, Sandkastenliebe, childhood sweetheart – ich erinnere mich an nichts dieser Art aus meiner Kindheit. Und auch beim Herzensmädchen gab es das nicht wirklich. Aber bei meinem Herrn Sohn stelle ich gerade so etwas fest und bin ziemlich hingerissen von seinen kleinen großen Gefühlsäußerungen. Manchmal frage ich mich, wie sehr mein Sohn wohl davon profitiert, dass er als Sandwichkind zwischen zwei Schwestern aufwächst. Es ist jedenfalls offensichtlich, dass er sich mit Mädchen gut versteht und nicht diese nicht altersuntypische Mädchen-sind-doof-Attitüde an den Tag legt – jedenfalls noch nicht. Ganz im Gegenteil. Er hat’n Schlag bei den Mädchen, er spielt gerne auch mit Mädchen und der klischeebehaftete „Mädchenkram“ schreckt ihn nicht ab. Inzwischen hat er wohl auch heraus gefunden, dass er gut ankommt und mag das selbst. Es gefällt ihm, dass er auch mal ausweichen kann und nicht immer auf dem Schulhof mitbolzen oder -kloppen „muss“, wenn das unter seinen Kumpels grade angesagt ist. Er ist nämlich zwar sehr gerne mal wild, oft wird ihm das aber zuviel und er zieht sich zurück. Er …

Minikranz mit Geburtstagskerzen in der Dose

forty, finally ::: über lebensfreude, verlust und einen geburtstagswunsch

Mein Geburtstag ist vorbei, ich bin 40 und es ist wundervoll. Der Tag begann mit drei aufgeregten kleinen Menschen, die, bewaffnet mit selbstgemalten Bildern und je einer blauen Hortensie in mein Bett krochen und mir „Happy Birthday“ sangen, ging über in ein spätes Frühstück im Garten und unzählige Glückwünsche, geleitete mich als nächstes in die Arme meines Vaters und seiner lieben Frau, die extra nach Berlin gekommen waren, um mit mir zu feiern, brachte mir dann meine Schwester mit einem Arm voller Blumen und meinem Lieblingskuchen, die mich in meinem Garten überraschte und mündete schließlich in einem kleinen Fest mit all denen meiner Liebsten, die nicht verreist waren oder zu weit weg wohnen, um mit mir anzustoßen. Den letzten Schluck Weißwein trank ich mitten in der Nacht mit meinem Mann auf dem Dach, als alle längst gegangen waren. Es war vier Uhr morgens, ich war angefüllt mit Glück und Liebe bis oben hin und ich war 40. Aber an Geburtstagen soll man sich ja etwas wünschen, selbst wenn man sich wunschlos glücklich fühlt. Und da …

family love ::: über abenteuer, liebe und ferien

Wir sind an der Ostsee. Eigentlich ist dieser Satz schon ein einziges, tiefes Durchatmen. Habt ihr’s gehört? Denn wir sind in den Ferien. Wir haben die Kinder ins Auto gepackt, die Fahrräder aufgeladen und sind nur drei Stunden gefahren, um in einem Ferienparadies für müde Städterseelen anzkommen: auf dem Darß. Hier rollt die Ostsee zu unseren Füßen, wenn wir in unserem blauweißen Strandkorb sitzen, während die Kinder Ball spielen, Burgen bauen oder Muscheln sammeln. Beim Strandspaziergang finden wir Hühnergötter und jeden Morgen nach dem Frühstück geht’s aufs Pferd. Es gibt Wolken, Wind, Sonne und Sand. Wir sind in den Ferien. Seit wir Kinder haben, hat das Wort „Ferien“ nämlich eine andere Bedeutung bekommen, als es früher hatte. Früher, da fuhren wir mit dem Rucksack durch Sri Lanka und Indonesien, schliefen in winzigen Hüttchen unter zerlöcherten Moskitonetzen auf kleinen Inseln, auf denen es nicht mal Strom gab und aßen frittierte Dinge, die wir nicht erkannten aus Garküchen am Straßenrand. Ferien – das war die vorlesungsfreie Zeit, in der die Abenteuer quasi von den Bäumen hingen und …

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we’re circles ::: vom lieben, sterben und glücklichsein

Am Samstag war ein wunderbar sonniger Tag. Ich wurde von der Sonne (und meinen Kindern) geweckt, hatte ein spätes Frühstück im Kreise der WildenLieben und für den Abend was Schönes vor: ich war nämlich mit dem Herzensmädchen, der Lieblingsfreundin und dem Patenkind im Grips – Theater. Und vorher bummeln! Es war herrlich und ich war schon am späten Vormittag voller Vorfreude und kramte so in der Küche rum, während alle anderen allmählich nach draußen und in die Sonne verschwanden. Als dann alle beschäftigt waren (fußballspielen, fahrradfahren, buddeln, im Garten rumkramen) und ich mich an die Bolognese machte, kam mein Herzensmädchen und wollte quatschen. Wir redeten und hörten Musik, und ich spielte ihr meine Neuentdeckung vor. Sie versenkte sich in ihr Buch und ich schaute aus dem Küchenfenster. Anna Luz de León on Google+

home is where the heart is ::: facetten von heimat

Ein Wochenende im Westerwald. Endlich. Bis Freitag morgen glaubte ich nach dieser turbulenten Woche noch kaum daran, aber wir haben es wirklich alle dorthin geschafft. Ins Haus meines Vaters und seiner Frau, unserer liebsten Viola (nein, so heißt sie nicht, das ist nur die Familienübertragung des unschönen Wortes Stiefmutter). Gleich nach unserer Ankunft herrscht eine wunderbare Großeltern-Kinder-Idylle: Spiele werden gespielt, Witze werden erzählt und langsam aber sicher breitet sich die Ursuppe aus mitgebrachten Schleich-Elfen, Dinos, Barbies, Büchern, Stiften und Zeichenpapier, Schuhen, Kuscheltieren und Puppenkleidung überall aus. Mittags gibt’s eine Suppe, dann gehen wir zu einem Kochkurs und die anderen Großeltern mit den Kindern zu einem Martinszug… … ich bin mitten drin im wunderbaren Großfamilienleben, das wir in Berlin oft vermissen. Ich bin zu Hause. Und das ist für mich auf eine Art eine Überraschung. Denn dieses Haus, in dem mein Vater mit seiner Frau schon seit fast 13 Jahren lebt, war bis letztes Jahr niemals unsere Anlaufstelle, wenn wir hier her kamen – das war immer das Haus meiner Mutter. Das war mein Zuhause, das …

the descendants: keine filmkritik

Seit ich das erste Mal von diesem Film gehört habe, wollte ich ihn sehen. Nicht nur wegen George Clooney, den ich zugegebenermaßen sehr gerne sehe. Auch nicht, weil er auf Hawaii spielt, meinem Traum-Reiseziel seit Jahren, das ich irgendwann unbedingt besuchen will. Nein, in erster Linie hat mich die Geschichte interessiert oder, um es genauer zu sagen: sie hat mich berührt. Heute war ein stürmischer Samstag voll mit Menschen und Geschäftigkeiten, von der Beseitigung der Partyreste vom gestrigen Geburtstag des Lieblingsmannes über ein Treffen mit der Kitagruppe der Kleinsten im Kindercafé Zuckerschnute bis hin zum Straßengrillen mit den nicht mehr ganz so neuen Nachbarn, die endlich ihren Einstand geben wollten – es war turbulent und wild und alles ziemlich schön. Aber irgendwann ist doch noch Ruhe eingekehrt, die Kleinen haben sich zum Schlafen in ein Bett gelegt und sich eingekuschelt und die Große hat sich mit ihrer Freundin nach oben verzogen, um sich zum gefühlt 100. Mal „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ anzusehen. Und da haben der Lieblingsmann und ich uns entschieden, endlich …

mothers & daughters

Ich liebe meine Töchter. Meine Mädchen. Ich liebe auch meinen Sohn (ich habe darüber ja bereits geschrieben, wie es ist, als Mädchenmama einen Jungen zu bekommen!), aber die Mädchen sind in vielerlei Hinsicht näher an mir dran. Sicher ist es auch in manchen Aspekten deshalb schwieriger mit ihnen: das Ähnliche macht vieles leichter, aber es knallt natürlich auch schön aufeinander, wenn man sich so spiegelt. Mit dem Bub ist das Verschiedene das Schwierige oder Herausfordernde. Aber dazu schreibe ich ein anderes Mal noch etwas, vielleicht gehört das sogar auch schon in die Kategorie Männer…? Wie dem auch sei. Mütter und Töchter. Ein weites Feld. Ich denke oft darüber nach, wie sehr mich meine Mutter geprägt hat, wie sehr ich selbst die Mutter bin, die ich bin, weil ich auch die Tochter meiner Mutter bin. Und das gilt im Guten wie im Schlechten. Ich schaue meine jüngere Schwester an, eine Tochter derselben Mutter und doch wiederganz anders. Ich bin gespannt, zu sehen, was für eine Mutter sie sein wird, wenn sie mal ein Kind haben wird. …