Alle Artikel mit dem Schlagwort: mama

frühstücksphilosophie mit dem goldkind (jahresrückblick)

Beim Erstellen des schnellen Jahresrückblickes in meinem Facebookprofil, bin ich auf einige von mir dokumentierte Gespräche mit meinen Kids gestoßen. Dieses hier hat mich heute sehr berührt, daher möchte  ich es hier teilen. „mama, ist omas herz gebrochen?“ „wieso denkst du das?“ „na, weil sie doch gestorben ist.“ „nein, es ist nicht gebrochen, es hat aufgehört zu schlagen.“ „und wenn es nicht mehr schlägt, ist man tot?“ „ja, genau. so ist das bei allen menschen. irgendwann hört unser herz auf zu schlagen und wir sterben.“ „aber wenn man tot ist, wacht man nicht mehr auf, oder?“ „stimmt, dann wacht man nicht mehr auf.“ (überlegt, dann freudestrahlend): „aber dann kommt ein prinz und küsst die oma und sie wacht wieder auf und tanzt mit ihm!“♥ was für eine schöne idee. ich habe es nicht übers herz gebracht, ihr zu sagen, dass das nur im märchen geht und nicht in wirklichkeit. das merkt sie noch früh genug. und bis dahin stelle ich mir mit ihr vor, wie die oma mit einem prinzen tanzt. ♥ Diese Woche ist der …

finding berlinmittemom II

Zum Wochenende habe ich mal wieder meine Statistiken durchgesehen und muss unbedingt meine Liste der Suchbegriffe erweitern, mit denen man auf meine Seite gelangen kann. 1. kind im winter nicht ausgelastet –  Kenn ich. Wer kennt das nicht? Irgendwer irgendwelche schlauen Tipps? Außer die Kids einmal um den Block zu jagen? 2. ödipale phase pipi machen – Ja, Pipimachen muss man wohl in jeder Phase seines Lebens, auch wenn man gerade ein 3-5jähriges Kerlchen ist und am liebsten seine Mama heiraten möchte. 3. 3-jähriger quengelt wenn mama den raum betritt – Tscha, was ist da los? Dass eins meiner Kinder quengelt, wenn ich den Raum verlasse, das ist mir bekannt. Aber anders rum? 4. mädchenmütter schöner – Ja DAS ist ja nun wohl selbstverständlich! Natürlich sind Mädchenmütter schöner. Als alle. Mütter. Mädchen. Und überhaupt. Also wirklich. 5. pictures from busen berlin blogspot – Soso. Nun, Freunde der gehobenen Abendunterhaltung, was soll ich dazu sagen? Ja, ich habe einen Busen. Fotografiert habe ich den allerdings noch nicht. Und auch nicht bei Blogspot ausgestellt. 6. genervte eule …

goldkind-philosophisches ::: von prinzen&drachen. und vom heiraten.

Mein kleinstes Mädchen, mein Goldkind, beschäftigt sich seit Wochen intensiv mit Prinzessinnen. Sehr altersgemäß sind ihre aktuellen Heldinnen Aschenputtel bzw. Cinderella, Dornröschen, Schneewittchen & Co. Wie ich das aus feministischer Sicht beurteile, erspare ich ihr momentan noch. Schließlich ist sie erst drei und ihre rosa Phase (auch in wörtlicher Hinsicht: man könnte meinen, man zöge ein Bonbon groß!) sei ihr gegönnt. Alle relativierenden Aspekte bringt ihr das Leben höchstpersönlich noch früh genug bei. Und dann kann ich ja auch mal meinen Kommentar dazu abgeben. Außerdem weiß ich ja vom Herzensmädchen, dass diese Phase vorbei geht, einfach so. Auch ohne jeden korrigierenden Kommentar von mir. Jedenfalls sind Goldkindchens Welt und ihre Spiele bevölkert von Prinzessinnen, Einhörnern, Feen und selbstverständlich auch den dazugehörigen Prinzen. Eine wirkliche Rolle bekommen die Herren aber bei ihr nicht: sie retten nicht, sie kämpfen nicht, sie reiten nicht mit auf Abenteuer, sie tanzen nicht mit, sie sind nicht mit magischen Tieren befreundet, kurz: sie kommen überhaupt nicht vor, denn die Damen in den Spielen vom Goldkind erledigen das alles tatkräftig selbst.. Tatsächlich …

cry baby

Ich hasse es, wenn meine Kinder weinen. Und es ist nicht nur dieses unerträgliche Gefühl, sie leiden zu sehen (und zu hören!), das mir ins Herz schneidet. Oder der Anblick ihrer traurigen kleinen Gesichter. Oder der Schreck, wenn sie sich verletzt haben, der bange Moment, in dem mein Mutterohr unterscheiden muss zwischen dem Weinen wegen eines aufgeschürften Knies oder dem Weinen, weil was gebrochen ist, genäht werden muss oderoderoder. Nein, da gibt es noch mehr und viel weniger liebevolle oder besorgte Aspekte. Ich finde das Geheule abscheulich, dass die Kinder anstimmen, wenn sie ihren Willen nicht kriegen. Es ärgert mich, wenn die Tränen dokumentieren, dass sie irgend einen Bödsinn durchsetzen wollen, via Weinen, weil ich vorher schon NEIN gesagt habe. Ich kann das von Kindergezänk verursachte Gekreisch nicht leiden, dass die Tränen begleitet, wenn sie sich um etwas streiten, sich angiften, gemeine Sachen sagen oder sich sogar gegenseitig hauen/haareziehen/schubsen/random. Und der unrühmlichste Anteil in mir, der das Weinen der Kinder gerne beenden möchte, ist der, der nicht will, dass die Kinder sich im Beisein anderer …

eingewöhnung die x-te

Also. Wie das alles so ist. Elternabend 4. Klasse: check. Elternsprecheramt nach drei Jahren abgeben: check. Getränke für Elterninitiativ-Stand besorgen: check. Ausflug Vorschuklasse: check. Sozializing mit neuen Eltern: check. Supply List Kitagruppe: check. Läusevorbeugung auf allen Köpfen: check. Und eigentlich ist das kleinste Kind ganz fröhlich und gut angekommen, verlangt nicht länger von mir ich möge, wenn ich schon die Kita verlasse, selbstverständlich, NICHT das Auto nehmen, sondern müsse, selbstverständlich, in der Nähe bleiben. Und es wolle keinesfalls zum Mittagsschlaf dort bleiben sondern müsse von mir nach dem Mittagessen, selbstverständlich, abgeholt werden. Soweit so gut. Das mit dem Schlafen kriegen wir auch noch hin. Aber dieses Kind ist entspannt. Anna Luz de León on Google+

Flohmarkt Potsdamer Platz

Flohmarkt Potsdamer Platz

Vatertagsausflug zum Sammelsurium der Kuriositäten am Potsdamer Platz. Nennt sich Antikmarkt und ist in Wirklichkeit eine Kinderfalle. Voll kaputtem Spielzeug, gefilzten Eulen und Matroschkas. Bin schon mehrfach als blödeste Mama der Welt bezeichnet worden, weil ich mich geweigert habe, Barbies ohne Beine zu kaufen. Oder olle, siffige Teddies. Ich komm damit klar. Und heute ist ja ohnehin Papa der Beste. Anna Luz de León on Google+

Der Feldwebel und ich

Ich bin eine liberale Mutter. Soll heißen, ich bin keine anti-autoritäre Mutter, im Gegenteil, davon bin ich Lichtjahre entfernt; aber ich bin immer dafür, dass meine Kinder Spaß haben sollen, sich ausprobieren dürfen, Fernsehen und Süßigkeiten in Maßen genießen können und ab und zu auch mal frech sein. Und eigentlich fahre ich mit dieser Haltung ziemlich gut. Mein Sohn, der mich ja bisher vor allem als „süße Mama“, bezeichnet hat, ließ sich auch bis vor ganz kurzem mit der liberalen ich-erklär-dir-warum-ich-das-verbiete-Methode und der ergänzenden es-gibt-Regeln-und-die-halten-wir-ein-Parole gut lenken. Das scheint jetzt nicht mehr auszureichen. Und ich muss die Figur aus meinem Erziehungsrepertoire bemühen, die ich schon vor einigen Jahren im Umgang mit meiner großen Tochter in mir entdeckt habe und die bei ihr auch des Öfteren zum Einsatz kommt: den Feldwebel. Mein Sohn kannte bisher den Feldwebel nur aus Sicht des Beobachters, nämlich wenn er bei seiner großen Schwester zum Einsatz kam. Da er aber von „süße Mama“ in der letzten Zeit öfter mal zu „du blöde alte Mama“ (alternativ gerne auch: blöde alte Kuh) umgeschwenkt …

getting started…

Seit Tagen, nein, seit Wochen denke ich übers Bloggen nach. Also nicht übers Bloggen an sich, sondern darüber, selbst zu bloggen. Eigentlich ist es ohnehin so, dass ich ständig in „posts“ denke, bei fast allem, was mir täglich so begegnet: im Alltag mit drei Kindern und allem, was dazu gehört, SchuleKitaSpielplatz, einem (großen) Haus mit (kleinem) Garten mitten in Berlin, einem beruflich sehr engagierten Mann und meinem Schreibtisch, ganz oben im Haus, der manchmal so unendlich weit weg von mir zu sein scheint und wo mein Buchprojekt auf mich wartet. Tag und Nacht. Und während ich versuche, meinem Mutter-Alltag mit meinen einfallsreichen Kindern gelassen zu meistern, schreibt es in meinem Kopf beständig. Es gibt Tage, da erreiche ich meinen Schreibtisch gar nicht erst. Ich komme gar nicht bis oben hin im Haus, weil auf dem Weg dorthin meine Kinder wohnen. Und diese Kinder stellen mir Fallen in mannigfaltiger Form. Sie zanken oder bauen Höhlen und haben im Bad mit Wasserfarbe eine Riesensauerei angerichtet, sie haben eine alte Dose Penatencreme gefunden und damit Schminken gespielt, sie …