Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schönheit

Flying Girls | berlinmittemom.com

dick oder dünn? ::: body positivity & das gesunde körpergefühl bei kindern

Wenn es um das Körpergefühl bei Kindern geht, fallen mir viele Aspekte ein, über die ich gerne mal schreiben würde. Darüber, wie wir als Elterngeneration ihnen in den frühen Jahren so viel abnehmen und sie ständig davor bewahren wollen, hinzufallen, dass sie sich Dinge nicht (mehr) trauen zum Beispiel. Oder darüber, dass sie bereits als Kitakinder kaum freie Nachmittage haben, in denen nicht irgend ein Programm vorgegeben wird, das sie durchchoreographiert, während sie eigentlich mal Zeit bräuchten, um sich in den Sand zu wühlen, in Pfützen zu hopsen, auf Bäume zu klettern oder über eine Wiese zu rollen. Oder darüber, was es mit dem Körpergefühl der Mädchen macht, wenn sie ständig hören, sie würden "werfen wie ein Mädchen". Aber heute geht es mir um andere Labels. Um das, was in den Köpfen meiner Grundschulkinder vor sich geht, wenn sie von Menschen als "dick" oder "dünn" sprechen. Und über meine Bemühungen, ihnen da einen gesunden Blick beizubringen. Und den natürlich auch vorzuleben. "Mama, wenn ich groß bin, werde ich mal nicht dick. Das weiß ich.", spricht das Goldkind, als es sich am …

I feel beautiful for my girls, Dove, Video, Mütter und Töchter

i feel beautiful for my kids ::: selbstliebe vorleben und weitergeben

Als das Goldkind noch kleiner war, so etwa drei Jahre alt, wurde ihr bewusst, wie sehr sie sich von mir unterscheidet. Eines Tages, sie saß gerade auf dem breiten Waschtisch im Bad eines Hotelzimmers und betrachtete sich im Spiegel, während ich ihre Haare fönte, entdeckte sie, dass sie ganz anders aussieht, als ich. „Du hast so braune Augen und ich ganz blaue. Und deine Haare sind schwarz und meine sind golden.“ Nun sind meine Haare weder schwarz, noch sind ihre golden, aber es stimmt – wir sehen sehr verschieden aus und nicht unbedingt auf den ersten Blick wie Mutter und Tochter. Ich erschrak ein bisschen in dieser Situation und fühlte mich gleich aufgerufen, sie zu beruhigen und auf Ähnlichkeiten zwischen uns hinzuweisen, aber soweit kam ich gar nicht, denn das Kind streichelte mein Gesicht fast tröstend und sagte: „Schade, dass du nicht aussiehst, wie ich, Mama. Wenn du auch goldene Haare und blaue Augen hättest – das wär schön!“ Ich war erstaunt, erleichtert und dann begeistert: wie toll von ihr, dass sie sich selbst so sehr …

Body Shaming

bin ich schön? ::: über body shaming, märchenmütter und starke mädchen

„Das Äußere ist nicht so wichtig.“ „Schönheit liegt im Auge des Betrachters.“ „Wirklich schöne Menschen sind vor allem innerlich schön, nicht nur äußerlich. Darauf kommt es an.“ Diese und ähnliche Aussagen sind die Parolen und die Glaubenssätze, mit denen vor allem wir Frauen umgehen, die wir uns gegen gängige Schönheitsideale abgrenzen möchten: gegen Size-Zero und Heroin-Chic, gegen die genormten Looks in den Medien und den Druck, konform zu sein. Das Schizophrene ist dabei aber, dass wir uns während dessen permanent damit beschäftigen und das Gefühl haben, uns einsortieren zu müssen: auf die Seite der Konformen oder die derer, die sich abgrenzen möchten. Denn was viele von uns zerreibt, ist nicht die Zugehörigkeit zu einer der beiden Seiten von „Schönheit“, sondern das Spannungsfeld zwischen beidem. Wir wollen ja schön sein. Irgendwie. Und wenn nicht wie in den Hochglanzmagazinen und den Instagramprofilen der Hollywoodbeauties dieser Welt, dann eben im Gegenentwurf. Ich habe mich ja hier schon öfter mit Konstruktionen von Schönheit befasst. Heute geht’s mir um Body Shaming und meinen Umgang damit als Mutter. Body Shaming? Bitte nicht! Ich selbst bin …

der Blick in den Spiegel, Jade Beall, Schönheit, Patches

wann wir schön sind ::: frauen und der blick in den spiegel

Kleine Kinder haben ihn noch: den unverstellten Blick auf sich selbst. Sie stehen vor dem Spiegel und sind begeistert von sich. Sie finden sich rundum toll, in manchen Phasen sind sie von bestimmten ihrer Eigenschaften regelrecht hingerissen, die der Blick in den Spiegel ihnen zeigt. Und dann, irgendwann, wird es weniger. Denn während mein Goldkind sich glücklich vor dem Spiegel dreht und sich beim Singen und Tanzen anschaut, steht mein Herzensmädchen vor demselben Spiegel und sieht nicht das, was ich sehe: ein schönes, langbeiniges Kind mit einer lebendigen Mimik, mit strahlenden Augen, aus denen all die Neugier aufs Leben spricht, mit glänzenden Haaren und einer klaren Kinderhaut. Sie sieht: Mitesser auf der Stirn (mit der Lupe zu suchen), einen fettigen Haaransatz, eine zu große Nase, eine Zahnlücke, die sie nicht mag. Der Blick in den Spiegel hat sich für sie verändert. Und ich fürchte mich oft davor, dass das unwiderruflich sein könnte. Wann passiert das? Ist das die Pubertät, die die Selbstwahrnehmung so verdreht? Die aus einem zumindest realistischen Blick in den Spiegel den in einen …

in the eyes of the beholder

Oh, wir sehen gerne schöne Dinge! Am liebsten den ganzen Tag. Und nachts wollen wir von schönen Dingen träumen: schöne Orte, schöne Reisen, schöne Erlebnisse, schöne Menschen. Es gibt ja auch viele schöne Dinge zu sehen den ganzen Tag, auch viele hässliche, aber eben auch sehr viele wunderschöne Dinge. Und wenn man Glück hat, sieht man manchmal etwas ganz Besonderes. Ich habe heute eine junge Frau gesehen, die ganz offensichtlich so wunderschön war, dass die Menschen um sie her stehenblieben, sich nach ihr umdrehten und sie anstarrten. Sie war groß und schlank, sie hatte zart gebräunte Haut, klare Haut, pechschwarze Haare, die ihr glatt und glänzend über den Rücken herabfielen und ein perfekt symmetrisches Gesicht mit ausdrucksvollen hellen Augen und einem vollen Mund. Nicht genug, dass sie ganz klar von Gott mit extraordinärer Schönheit gesegnet ist, sie war auch noch gepflegt und unauffällig aber sehr gekonnt gestylt: Nägel, Haare, Haut, da hatte sie nichts dem Zufall überlassen und auch ihre Klamotten waren Understatement-mäßig perfekt. Anna Luz de León on Google+