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let’s talk about sex, baby ::: über das sexleben als eltern

sexleben als eltern

Ich rede nicht gern über Sex und ich schreibe auch nie darüber. Dennoch wird es in diesem Artikel um Sex gehen. Keine Angst, ich werde ganz bestimmt keine intimen Details ausplaudern und euch auch nicht mit in mein Schlafzimmer nehmen. Aber ich werde mich heute mit dem Thema befassen, weil es uns schließlich alle beschäftigt. Und als Eltern beschäftigt uns ganz sicher ein Aspekt daran besonders: wie, zur Hölle, sollen wir überhaupt Sex haben mit diesen vielen KINDERN im Haus? Gibt es das überhaupt: ein Sexleben als Eltern?

Sind wir mal ehrlich: unser Sexleben hat sich fundamental verändert, seit wir Eltern sind. Wenn wir früher einfach so Sex haben konnten, weil uns danach war oder es sich ergeben hat, braucht es jetzt besondere Umstände oder minuziöse Planung. Konnten wir vor den Kindern zu jeder Tageszeit Sex haben, einfach weil wir Lust aufeinander hatten und mussten höchstens die Jalousie vor den Blicken des neugierigen Nachbarn verschließen, sind wir, seit wir Eltern sind, Bedingungen unterworfen, von denen wir früher nicht mal etwas ahnten. Und selbst wenn es sich dann mal ergibt und wir grade das Gefühl haben, ja, es könnte jetzt tatsächlich passieren, stören dabei die immer selben bohrenden Fragen im Hinterkopf: schlafen die Kinder wirklich? Was, wenn sie aufstehen und plötzlich mitten im Zimmer stehen? Können wir uns auch so gehen lassen, wie wir gerne möchten? Sind wir zu laut? Sollen wir abschließen oder ist das noch schlimmer, wenn die Kinder vor der verschlossenen Türe stehen müssen? Wer weiß schon, ob es Monster unterm Bett gibt, die genau JETZT hervorkommen und das Goldkind aus dem Schlaf schrecken? Oder ob der Lieblingsbub nicht doch Fieber kriegt, er war so heiß beim Gute-Nacht-Sagen und wenn er was ausbrütet, dann hat er so einen leichten Schlaf… Und das Herzensmädchen? Bestimmt liest sie noch heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke und wird beim kleinsten Mucks an unserem Bett erscheinen! Undsoweiterundsofort.

Kennt ihr alle, ich bin mir sicher. Die reinsten Stimmungskiller, diese Hinterkopfstimmen! Gut, es ist nicht immer gleich. Es gibt Phasen, in denen es leichter ist, loszulassen. Aber mit Kindern in dem Alter, in dem lange gelesen wird, selbständig aus dem Bett aufgestanden und herum gewandert werden kann und in dem sie sich vor allem brennend für die Thematik interessieren, wird es zunehmend anstrengender. Und ganz ehrlich: wir können doch nicht jedes Mal ins Hotel gehen, wenn wir ungestört Sex haben wollen! Das läuft dann aus finanziellen Gründen überhaupt nur noch einmal im Jahr. Ganz toll. Was also tun, damit ein Sexleben als Eltern überhaupt stattfinden kann? Ich unterbreite euch dazu mal meine (erprobten) Ansätze, in denen weder ein teures Hotelzimmer noch ein eigens bestellter Babysitter ins Spiel kommen müssen. Bereit?

Sexleben als Eltern, die Erste: Wir sind anders, wir sind dieselben.

Wir kennen das alle: Elternwerden verändert uns und den Blick auf unsere*n Partner*in. Das ist nicht mehr nur der Mensch, in den wir uns verliebt haben oder der unser Herz höher schlagen lässt. Das ist der Vater bzw. die Mutter unserer Kinder. Wir sehen einander in ganz neuem Licht und auch in Stress- und Ausnahme-Situationen. Und auch uns selbst erleben wir neu: wir sind Eltern geworden, das verändert einfach alles. Und auch wieder nicht. Der Mensch, der da todmüde neben uns im Bett liegt und ein sabberndes Baby in den Armen hält, ist tatsächlich noch genau der, der uns das Kribbeln im Bauch verursacht und dessen Kuss in uns stets den Wunsch nach mehr geweckt hat. Jetzt gilt es, diese beiden Aspekte der geliebten Person überein zu bringen. Nicht immer ganz leicht, aber es lohnt sich!

Sexleben als Eltern, die Zweite: Let’s talk about sex, baby.

Tatsächlich macht besonders eine Sache einen Riesenunterschied: da Sex nicht mehr von selbst passiert, schleicht er sich anders in unser Bewusstsein und der Mangel an Sex wird zum Riesenthema. Und darüber sprechen wir nur ungern: „Wir haben überhaupt keinen Sex mehr!“ Das auszusprechen mag kurzfristig erleichternd sein, zumal darüber schnell Einigkeit herrschen wird. Es führt aber vor allem zum gemeinsamen Leiden am Mangel und der Druck, verzweifelt etwas ändern zu wollen, steigt noch. Was also tun?

Besser ist, darüber zu reden, was sich verändert hat und  wie wir unser Leben als Paar dementsprechend verändern können, um die Möglichkeit zur Intimität zu schaffen. Sex ist schließlich nicht nur das Abreagieren von körperlichen Bedürfnissen, Sex ist Intimtät und geteilte Nähe. Es bedeutet auch, gemeinsam nur miteinander zu sein und die Batterien als Paar aufzuladen. Warum also nicht darüber reden, wenn schon gerade nicht die idealen Bedingungen für Sex gegeben sind? Darüber zu sprechen, was man gerne tun würde, wenn man nur… nicht so müde wäre/die Kinder schon schliefen/es nicht mitten am Tag wäre etc., macht die ganze Thematik ein bisschen weniger schwer und der Mangel wird quasi positiv formuliert. Außerdem schafft Sprache Wirklichkeit: zu sagen, was man möchte oder sich wünscht, öffnet plötzlich auch der Umsetzung der Wünsche wieder leichter die Tür.

Sexleben als Eltern, die Dritte: Sex ist eine Möglichkeit, kein Pflichtprogramm

Es ist eine Herausforderung, die Energie für Sex aufzubringen, wenn wir in unseren diversen Alltagsroutinen gefangen sind. Die Zeit, die uns zu zweit bleibt, ist knapp und zudem meistens noch gefüllt mit „Denkst du an die Überweisung für…“ oder „Lieblingsbubs Deutschlehrerin hat gesagt…“ oder „Wir müssen noch ein Geschenk für deinen Vater besorgen…“

Ihr kennt das. Umso wichtiger, auch andere Dinge zu Wort kommen zu lassen. Umso wichtiger, sich körperlich nah zu sein. Umso wichtiger, diese Themen ab einem gewissen Moment ruhen zu lassen und bewusst zusammen zu sein. Es muss nicht immer die wilde, aufgeregte  Begegnung sein, die wir früher vielleicht suchten. Es ist auch okay, zusammen auf der Couch zu liegen, sich nah zu sein, sich zu spüren, zu streicheln oder zu küssen. Vielleicht ergibt sich etwas daraus, vielleicht aber auch nicht. Sex ist nicht der Zweck dieses Zusammenseins und nicht das wichtigste Ziel. Das Zusammensein ist es, die Nähe, die Intimität. Die macht ganz oft und ganz von selbst Lust auf mehr.

Sexleben als Eltern, die Vierte: Date night

Okay, ich hatte gesagt, es ginge ohne Babysitter – das war gelogen. Aber bei diesem Punkt geht es zumindest nicht darum, einen Babysitter zu bestellen, damit man Sex haben kann. Es geht viel eher ums Paar-Sein, und manchmal geht das einfach besser, wenn man das Eltern-Sein zu Hause lässt und die Kinder bei einem vertrauenswürdigen Babysitter. Wirklich, es ist unvergleichlich schön und wichtig, sich als Paar zu empfinden und Hand-in-Hand ins Kino oder in eine nette Bar schlendern zu können, ohne, dass ein kleiner (sehr süßer) Mensch sich dazwischen klemmt und verlangt, man solle mit ihm „Engelchen, flieg!“ spielen.

Wenn wir im anderen ab und zu etwas anderes sehen wollen als nur den genauso erschöpften Counterpart zu uns selbst im rasend chaotischen Familienalltag, dann hilft vor allem die Date Night. Wir schaffen es nicht, das regelmäßig zu machen, aber wir bemühen uns. Und es tut wirklich so unfassbar gut, seine Sätze zu Ende sprechen zu können, einander in die Augen zu sehen, zusammen zu lachen und einfach die Zeit zu genießen – als Paar. Nicht als Mama und Papa. Wenn man dann beim Heimkommen die Kinder im Tiefschlaf vorfindet, keins sich übergeben oder ins Bett gepieselt hat und der Babysitter in die Nacht verschwunden ist, dann ermöglicht der Date-Night-Blick auf den anderen manchmal auch noch Date-Night-Sex.

Sexleben als Eltern, die Fünfte: Verabredung zum Sex

Aber wir wollen ja Sex, richtig? Denn Sexleben als Eltern bedeutet nicht, nur händchenhaltend vor dem Kaminfeuer zu hocken. Nein, wir wollen das Knistern wieder, den Thrill, dieses Flattern in der Magengrube beim Küssen und die Verheißung von mehr. Aber halt! Da sind ja die Kinder! Sie sind überall, zu jeder Zeit unausweichlich. Also doch ins Hotel? Im Alltag gibt es noch eine andere Lösung, die sich unromantisch anhört, aber ziemlich sexy sein kann: die Verabredung zum Sex.

Es gibt Zeiten, in denen erscheint Sex so unwahrscheinlich wie ein Perlenfund in einer Auster, und gerade dann ist eine Verabredung zum Sex genau das Richtige. Dabei greife ich beispielsweise zu einem starken Verbündeten: der Glotze. Wirklich, ich bin nicht stolz darauf, aber meine Kinder sind in einem Alter, in dem das perfekt funktioniert. Da der Fernsehkonsum hier zwar gestattet aber klar reguliert ist (maximal 25 Minuten am Tag und längst nicht täglich), finden sie das natürlich spannend und so kann es sein, dass der Mann und ich uns vielsagend anschauen und beispielsweise sonntags morgens oder samstags nachmittags oder an einem beliebigen Ferientag im Regen den Kindern eine DVD gestatten. Wir machen es ihnen auf der Couch gemütlich und sie dürfen sich zum x-ten Mal Frozen ansehen und sie dürfen sogar auf der Couch Kakao trinken oder Popcorn essen – und schwupps, haben wir 70 ungestörte Minuten für uns. Richtig prickelnd wird das Ganze tatsächlich dadurch, dass wir das schon vorher so ausgemacht haben: alles klar, Sonntagmorgen haben wir ein Date! Und dann bemühen wir uns beide darum, dass es auch klappt und freuen uns schon Tage vorher darauf.

Alternative und erprobte Möglichkeiten sind auch: die Kinder sind gemeinsam zum Kinderkino bei Nachbars, die Kinder sind zur Schulübernachtung/Übernachtung bei Freunden und am allerbesten: die Kinder sind auf Klassenfahrt!

Sexleben als Eltern, die Sechste: Talk dirty to me!

Wie überbrücken wir die Durststrecken zwischen dem Sex, den wir gerne hätten und dem Sex, der dann doch nicht stattgefunden hat und dem, nach dem wir uns sehnen und der Verabredung zum Sex am Sonntagmorgen? Die Pausen sind manchmal unglaublich lang und wenn dann noch eine Dienstreise dazu kommt oder ein Fieberkind, das uns die Nächte stiehlt, dann werden die Abstände mitunter fast unerträglich.

Da wir ohnehin über unsere Bedürfnisse reden und auch über die, die sich nicht erfüllen, ist der Schritt nicht weit, die Wünsche und Fantasien auszusprechen und – auszuschmücken. Wir flüstern uns Kleinigkeiten ins Ohr, wenn die Kinder im Bad sind oder schicken uns eine  SMS, wenn wir nicht zusammen sind, und schon hat auch das Sexleben als Eltern einen kleinen heimlichen Ort, an dem es noch so sein kann, wie vor den Kindern. Wir malen uns aus, was wir tun werden, wenn wir es endlich wieder tun werden und freuen uns auf unser nächstes Date zum Sex. Das ist vielleicht nicht so fancy wie Outdoor-Sex oder so romantisch wie durchknutschte Nächte am Strand, aber es ist aufregend und schön und bietet eine kleine Nische, in der die Kinder einfach nicht vorkommen.

Sexleben als Eltern, die Siebte: Lachen ist „sexy“, zusammen lachen erst recht.

Aber sie sind ja nun mal da – die Kinder. Und manchmal, das kennen wir ganz genau, haben sie Antennen von hier bis nach China und scheinen ganz genau zu spüren, wenn die lieben Eltern noch auf einen Wein zu den Nachbarn gehen wollen. Oder auf den Besuch warten. Oder eben: sich zum Sex verabredet haben. Plötzlich ist das wichtige Kuscheltier verschwunden, ohne das nicht eingeschlafen werden kann. Oder die Einschlaf-CD ist kaputt und man kann un-mö-glich was anderes hören. Oder eine Hexe könnte über den Balkon reinkommen, weshalb man immer wieder aufstehen und nachschauen und sich gruseln muss und dann natürlich zu den Eltern runtertapsen und sagen, dass die Hexe über den Balkon reinkommen könnte, weshalb man aufstehen und nachschauen musste und sich jetzt so gruselt… Tatsächlich ist es manchmal einfach nicht zu schaffen. Selbst wenn wir uns verabredet haben, wenn wir uns den ganzen Tag heimlich gefreut und uns komplizenhaft zugezwinkert oder uns heiße Botschaften geschickt haben – es soll nicht sein. Denn wenn einer den Hexenbalkon bewachen muss und dann mit dem gegruselten Kind gemeinsam einschläft und dann verpennt und mit Kindersabber auf dem T-Shirt wieder erscheint, ist meistens Essig mit der Stimmung.

Da hilft nur Humor, meine Lieben. Und davon haben wir als Eltern ja jede Menge, nicht wahr? Gemeinsam lachen hilft, entspannt und schafft Komplizenschaft. Zusammen sabotiert werden kann sich dann wieder fast unterhaltsam anfühlen und der entgangene Sex ist nicht mehr so wichtig. Er bleibt als Möglichkeit präsent und das Begehren wird nicht gleich gelöscht, sondern eher aufgehoben. Für später, wenn die Hexe ganz sicher weg ist. Und das vollgesabberte Shirt in der Wäsche.

Die Wahrheit ist: wir haben keine Wahl. Wir müssen nehmen, was wir kriegen können an freien Momenten und Augenblicken zu zweit. Wir müssen die Zeit, die wir haben nutzen, so gut wir können. Manches dabei lässt sich planen, manches nicht. Und trotz aller Planung und organisierter Zweisamkeit können wir  dennoch mit nichts rechnen. Denn selbst die vor dem Fernseher geparkten Kinder schütten sich plötzlich mal kalten Saft über oder kriegen Bauchweh oder kommen auf die Idee, Tomatenquetsche zu spielen… Dann sind wir mit einem Schlag wieder in erster Linie Eltern.

Das Sexleben als Eltern ist anders als das, was wir vor den Kindern hatten. Aber es muss nicht schlechter sein, schließlich ist Quantität nicht das Entscheidende, wenn wir mit dem Menschen zusammen sind, den wir lieben. Besondere und geplante Momente zu zweit können genauso aufregend sein, wie der Spontansex aus kinderlosen Tagen und wenn wir uns nicht zu sehr an die Maßstäbe aus alten Zeiten klammern und uns davon frei machen, dass wir ewig jung, aufregend und wild sein müssen, dann steht das Sexleben als Eltern dem aus früheren Tagen in nichts nach.

Wie seht ihr das? Schafft ihr es, eure Männer/Frauen noch als sexuelle Wesen wahrzunehmen und nicht nur als den Co-Eltern-Part? Was sind eure erprobten Mittel zum Zweck, wenn es um euer Sexleben als Eltern geht? Und was machen eigentlich die alleinerziehenden Elternteile und die Patchwork-Eltern? Ist das wieder ganz anders und wenn ja, wie?

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18 Kommentare

  1. Hallo Anna, ein schöner Artikel und ich hoffe und wünsche, dass alles Eltern das so leben! Es ist so wichtig, sich an das Paar zu erinnern!
    Liebe Grüße Alexandra

  2. Die „Fetischisierung“ der Kinder bringt es mit sich, dass Eltern die Bedürfnisse des Kindes über die eigenen stellen.
    In der Folge „sehen“ sie einander, buchstäblich, nicht mehr (an). Und entfremden.

    Am deutlichsten spürbar in patchwork- Beeziehungen: „Erst kommt mein Kind, dann nochmal, dann lange nix, dann kommt (wenn er noch da ist!) der/die Ex, (wg. Umgangsrecht), dann der Job, die Koooohhhle!!, dann die FreundInnen, und weil ich eh keinen Bock habe, oder nur alle 4 Wochen, ..
    Äääähh, worum ging die Frage noch…?“
    Ich bin ü50 und habe brillanten Sex. Kind, Mädchen, ist 18, und auf die Frage, wieviel % der Jungs sind eigentlich in Deinem Umfeld „Pussies“?, kam lange nix. Dann: „Ich muss so lange nachdenken, weil ich gar nicht weiß, wer KEINE Pussy ist.“
    Deutschland schafft sich ab.
    Ohne Türkenfeindlichkeit: ohne Sex geht das auch.

  3. Ich finde es super das du dieses Thema mal aufgreifst. Wir haben jetzt zwei Kinder (6 Monate und 20 Monate), haben ein Haus gekauft und renoviert und neben all dem Stress geht der Gedanke an Sex einfach unter. Vor allem wenn ich abends um neun hundemüde auf der Couch sitze und schon ein schlechtes Gewissen habe, weil ich daran denke gleich ins Bett zu verschwinden.
    Deine Tipps hören sich toll an und es hat mir vor Augen geführt, das ich auch diesen Aspekt meiner Beziehung nicht länger vernachlässigen sollte.

    Generell hole ich mir immer wieder Anregungen aus deinem Blog. Vielen Dank das du das machst!

  4. Rebekka sagt

    Liebe Anna, super schön geschrieben! Du sprichst mal wieder ehrlich aber mit einem Augenzwinkern aus, wie es uns Eltern geht und diese Tipps sind in meinen Augen gold wert. Man muss sie sich nur immer mal wieder ins Gedächtnis rufen 😉 . Danke dafür!

  5. Prima geschrieben, so wahr und unaufgeregt!

    Da mein Mann und ich schon von Beginn an nicht nur Paar sondern schon Eltern waren (Patchwork), vermissen wir nichts und gefallen uns noch immer, wenn ich das mal so sagen darf.

    Wir lachen im Moment ziemlich viel, weil heimlicher Sex ziemlich lustig ist 🙂

    Generell hilft, sich nicht irgendwelchen ominösen „Normen“ zu unterwerfen, sondern realistisch zu bleiben und das Elterndasein mit Kindern im Haus als das zu akzeptieren, was es ist: eine von vielen Phasen in unserem Leben.

  6. Anne sagt

    Toller Artikel! Genau so isses. Bei uns funktioniert es auch gut, Sex und Kuscheln mal voneinander abzukoppeln. Oder, wenn ich’s mal deutlich sagen darf: quickies gehen irgendwie immer, und Kuscheln ja sowieso, auch wenn Kinder zugegen sind. 🙂
    Die größte Herausforderung für uns war eigentlich nicht so das Timing, sondern mehr, überhaupt weiter Lust auf Sex zu behalten. Gerade als die Kinder kleiner waren, war das Thema einfach nicht mehr drin. Mittlerweile sind sie 5 und 6 und es ist viel besser.
    Schwierig fand ich diesen Spagat: einerseits zu akzeptieren, dass es eben Zeiten gibt, in denen nix, aber auch gar nix läuft. Wir sind ja keine Hollywoodfilmdarsteller und es ist einfach normal, dass mal Ebbe ist. Andererseits kann es dabei halt leicht passieren, dass man sich darüber vergisst oder Unzufriedenheit entsteht, weil die Erwartungen unterschiedlich sind.

  7. Sehr toller Artikel . Wir haben nur ein Kind und dieses schläft auch meistens , eigentlich immer durch und sehr tief. Nachts ist also Sex kein Problem . Die Spontanität ist aber eine ganz andere. Wenn wir nachmittags mal Lust haben aber nicht können und abends der Alltag einen dann doch platt gemacht hat ist dann auch kein Sex drin . Dann arbeite ich auch noch im schichtdienst und so muss man sich Zweisamkeit freischaufeln . Das ist anders . Bewusst zeit nehmen müssen ….

  8. huasmom sagt

    Liebe Anna Luz, dieser Artikel ist brilliant geschrieben und Du hast mit Deinen Worten, wieder mal, ein (wichtiges!) Thema wunderbar auf den Punkt gebracht. Herzlichen Gruß, Meron

  9. Stebo sagt

    Unsere liebe und ehe hat die kinderzeit leider nicht überlebt… 🙁 (2 kinder, 17u.11, eins behindert) mein rat an junge eltern: achtet auf euch und euren partner und traut euch, die kinder mal bei oma und opa zu parken – es tut allen gut und schafft raum für spontane zweisamkeit 😉

  10. Manchmal ist das eben einfach so, da haben Papa und Mama den ganzen Tag gearbeitet, gepampert, sauber gemacht, die Kinder bespaßt, gekocht, ein Haus gebaut, sich um den Hund gekümmert, eine Firma gegründet, den Garten gemacht, sich um die Eltern/Großeltern gekümmert, umd die Freunde gekümmert, eingekauft, gestaubsaugt, Logopädieunterricht gegeben haben usw., das abends nicht mal mehr 5 min die Augen vor der Glotze aufbleiben wollen.
    Letztens habe ich mit erschrecken festgestellt, das mein Vorabendprogramm jetzt um 22:00 Uhr anfängt. Wenn man alles das hinter sich hat und dann auch noch die aufregende Geliebte raushängen lassen muß, dann wirds irgendwann einfach wirklich zu viel.
    Aber: wenn man das ganze nicht so dramatisch sieht, kann man sein Liebesleben auch wieder reanimieren und neue Kinder machen! Irgendwo müssen die kleinen Geschwister ja herkommen, gelle? 🙂
    Die oben beschriebenen Tipps helfen ganz gut.
    Einen weiteren habe ich noch: wir haben im Wohnzimmer ein Ausziehbettsofa, das ist räumlich wenigstens ein paar Meter von der oberen Etage und den Schlafzimmern entfernt, was auch schon mal unheimlich entspannt.
    Und wenn wir richtig „wild“ leben wollen, parken wir die Kinder für ein paar Tage bei der Oma und fahren mit dem VWBus los. Dann leben wir einfach ein paar Tage nach Lust und Laune, ohne vorgegebene Essenszeiten usw. und machen Sex am Waldrand. 😉

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