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die gute mutter ::: abschied von einem klischee & start einer interviewreihe

die gute mutter

Was ist das: die gute Mutter? Eine, die sich aufopfert? Eine, die immer alles richtig macht? Eine, die nur liebevoll mit ihren Kindern spricht? Die mit dem selbstgebackenen Biobrot? Oder die, die mit ihren Kindern eine Weltreise unternimmt? Welche ist die richtige?

Ich sage: es gibt sie nicht die gute Mutter. Wir sind es nämlich entweder alle – oder keine von uns. Denn die gute Mutter ist in erster Linie ein Klischee und zwar eins, von dem ich mich jetzt und hier für immer verabschieden möchte.

© by Cécile Veihan

Die gute Mutter: Vorurteile und Klischees

Wir Mütter kennen sie zur Genüge, die vielen Vorurteile, die es über uns gibt. Da werden alle Aspekte bedient: wer nicht stillt ist eine schlechte Mutter, wer nicht trägt ist eine schlechte Mutter (wer falsch trägt ist übrigens auch eine schlechte Mutter), wer nicht selbst fürs Baby kocht ist eine schlechte Mutter, wer kein Baby-led-weaning praktiziert ist eine schlechte Mutter, wer arbeitet ist eine schlechte Mutter („Wofür hat sie überhaupt Kinder gekriegt?“), wer zu Hause bleibt ist eine schlechte Mutter (Glucke!), wer seine Kinder in die Kita schickt ist eine schlechte Mutter (Rabenmutter!), wer nicht impft ist eine schlechte Mutter, wer impft ist es natürlich auch, wer Homöopathie in Erwägung zieht ist eine schlechte Mutter, wer Antibiotika gibt ist eine schlechte Mutter, wer seine Kinder vegan ernährt ist eine schlechte Mutter, wer ihnen Fleisch zu essen gibt sowieso… Undsoweiterundsofort. Diese Liste ließe sich endlos verlängern und fortführen.

Tatsache ist: das ist alles überhaupt total irrelevant. Denn was tatsächlich darüber entscheidet, ob eine „die gute Mutter“ ist oder nicht, hängt einzig und allein von ihrer individuellen Beziehung zu ihren Kindern ab. Die Kinder sind nämlich die einzigen Menschen, die das Prädikat „Die gute Mutter“ vergeben dürften, sonst niemand. Denn auf diese Beziehung kommt es an und die ist, wie alles, was uns Menschen in unserer Verschiedenheit ausmacht – individuell.

die gute Mutter

Alles Experten – außer der Mutter

An vielen Stellen im Netz und auch in den Printmedien können wir nachlesen, dass es Anforderungen an uns Mütter gibt, die wir erfüllen sollen. Wie wir darunter zusammenbrechen, dass wir  alles wollen. Dass es „Mummywars“ gibt, wo Mütter sich gegenseitig klassifizieren und kategorisieren und einander absprechen, gute Mütter zu sein. Es gibt kaum einen anderen Bereich im Leben, in dem jeder was weiß und jeder seine höchstpersönliche Meinung für relevant hält. Und für verbindlich! Sobald wir Mütter werden, geht die Einmischerei im Umfeld dann auch prompt los und wir dürfen uns anhören, was wir alles anders machen sollten. Was wir lassen sollten. Und wie es früher war – wo es ja auch gut war. In der Zeitung und im Internet lesen wir, was ältere Herren, ihres Zeichens Pädagogen oder Psychiater zum Beispiel, über Mutterschaft, Bindungsverhalten von Säuglingen und der Unverzichtbarkeit von klassischer Konditionierung im Umgang mit einem Baby zu sagen haben, und die Sprechstundenhilfe beim Kinderarzt weiß bei der U2 schon genau, was für unser Kind besser ist als in unseren Armen zu schlafen – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Sobald wir Mütter werden, weiß jeder im Umfeld was und wir sind sofort in der Situation, unsere Entscheidungen im Umgang mit unseren Kindern zu erklären, sogar zu rechtfertigen.

Da gibt’s aber nichts zu rechtfertigen. Wenn nicht gerade eine ihr Kind bei Minustemperaturen nackt auf den Balkontisch legt oder es schlägt und hungern lässt, ist fast jede Entscheidung ihr Kind betreffend einzig und allein ihre Sache. Und die ihres Kindes. Fakt ist nämlich mal eins: Mutter-Kind-Paare sind die einzigen unmittelbar Beteiligten an dieser Beziehung. Nur hier darf der Begriff „die gute Mutter“ für diese eine Rolle spielen.

Und ehrlich, Freunde, ich bin’s leid. Ich bin es leid, ständig irgendwo zu lesen, was jetzt wieder alles getan oder gelassen werden muss, um eine gute Mutter zu sein. Ich bin es leid, dass junge Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, immer noch und immer wieder unter Beschuss geraten wegen allem, was sie tun oder entscheiden und oftmals zutiefst verunsichert sind, ob sie auch wirklich alles richtig machen. Ich bin es leid, dass in konstruierten Kategorien von Richtig und Falsch unsichtbare Schemata entstehen, die wie ein Raster über uns alle gelegt werden, damit abgehakt werden kann, ob wir alle Punkte auch erfüllen. Ich mache da nicht mit.

We’re in this together, moms!

Ich schreibe viel über Kinder, über meine Kinder, aber auch über Kinder im Allgemeinen. Was ich glaube, wie sie aufwachsen sollten, wie wir mit ihnen sprechen und sie begleiten sollten, damit sie starke, selbstbewusste, glückliche Menschen sein können. Die Auseinandersetzung mit dieser Thematik bringt es mit sich, dass ich mich auch viel mit Müttern beschäftige, denn wenn ich umreiße, wie der Umgang mit Kindern meiner Meinung nach sein sollte, sind Eltern, Mütter, ein entscheidender Teil in dieser Rechnung. Was ich nicht tue, niemals getan habe und auch nie tun werde ist, über andere Mütter zu urteilen.

Es ist nämlich irrelevant, was ich darüber denke, wenn ihr eure Kinder tragt. Oder nicht. Oder mit dem Löffel füttert. Oder nicht. Oder sie auf konfessionelle Schule schickt oder in einer WG großzieht oder bis 23h aufbleiben lasst oder nach vorne oder nach hinten gerichtet im Auto anschnallt. Es spielt keine Rolle, ob ihr alleinerziehend oder lesbisch oder eine Teenagermama seid. Ob ihr drei Kinder von drei verschiedenen Vätern habt oder ob ihr eure Kinder adoptiert habt. Ob ihr ein Kind durch künstliche Befruchtung bekommen habt oder es in Pflege gegeben habt. Ob ihr eine späte Mutter seid, ob ihr sechs Kinder habt oder nur eins. Ob ihr Karriere macht oder Hausfrau seid. Das alles ist für unsere Rolle als Mutter unserer Kinder sekundär. Natürlich prägen wir unsere Kinder durch die Art und Weise, wie wir sie erziehen und wie sie aufwachsen. Aber ob das eine gut und richtig und das andere schlecht und falsch ist für sie – wer will das bestimmen?

Mutterschaft ist kein Kampf, den wir untereinander ausführen sollten. Es ist unser jeweils ganz eigener Weg mit unseren Kindern. Wir sind verschieden, das ist alles. Und das ist okay.

Ich sage: bye-bye, Mummywars und hallo GUTE MUTTER. Weil, wie schon gesagt: entweder sind wir es alle. Oder keine von uns.

Interviewreihe und der Abschied vom Klischee der guten Mutter

Weil ich es leid bin, kategorisiert zu werden und ständig darüber zu lesen und zu hören, wie andere Mütter gelabelt werden und weil ich eine glühende Verfechterin von Diversität bin, die daran glaubt, dass wir alle nur davon profitieren und daran wachsen werden, wenn wir einander einfach die sein lassen, die wir nun mal sind, gibt es hier bald eine Interviewreihe mit Müttern. Ich habe schon ein paar ganz tolle Frauen gefunden, die mir meine Fragen beantworten und ihre Idee von Muttersein hier teilen wollen, und ich schätze mich glücklich, durch mein Blog die Möglichkeit zu haben, euch die vielen verschiedenen Lebensstile und Wege von Müttern hier vorstellen zu können.

Ich möchte zeigen, dass wir als Mütter so verschieden sind, wie wir es auch als kinderlose Frauen schon waren und dass Muttersein nicht etwa eine Persönlichkeitsveränderung mit sich bringt, die uns alle gleich schaltet. Im Gegenteil! Ich glaube, wir verfolgen als Mütter die Dinge, die wir richtig und gut finden erst recht und überlegen uns in der Regel genau, wie wir das, was uns wichtig ist, an unsere Kinder weitergeben können. Die eine macht es so und die andere eben anders. So ist das.

In den Interviews möchte ich ganz verschiedene Mütter zu Wort kommen lassen, die ihre Leben mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen leben, die verschiedene Bedingungen haben, unterschiedliche Entscheidungen treffen und in denselben Standardsituationen verschieden reagieren. Ich möchte sichtbar machen, dass keine besser ist als die andere. Nur anders. Ich hoffe, dass ich mit dem Nebeneinanderstellen der verschiedenen Lebenswege und den einzelnen Auffassungen von Mutterschaft zeigen kann, dass es auf die Unterschiede nicht ankommt. Für unsere Kinder kommt es nur auf uns an.

Für uns alle, als Mütter, kommt es darauf an, uns gegenseitig gelten zu lassen. Die andere sein lassen, wie sie nun mal ist, ohne sich davon bedroht und in der eigenen Auffassung von Mutterschaft angegriffen zu fühlen. Mein Ziel ist, die Verschiedenheit der Mütter zu feiern, indem ich sie ihre Geschichten erzählen lasse. Und wenn ich genügend schöne, interessante und einzigartige Geschichten zusammen habe, mache ich ein Buch daraus. Das gute-Mütter-Buch, das so bunt, überraschend und verschieden sein soll, wie unser Leben als Mütter es ist.

Mama Alltag, Berlinmittekids, Alltagssituationen mit Kindern, Mutterliebe,

Bin ich eine gute Mutter? Die Antwort darauf werden mir irgendwann mal meine Kinder geben können, sonst kaum jemand. Sicher ist: ich bin nicht besser als eine von euch. Ich bin nicht schlechter als eine von euch. Ich bin – eine von euch. Und auf meinem ganz persönlichen Weg durch das Abenteuer Mutterschaft, so wie wir alle.

Jetzt bin ich gespannt, wie die Idee euch gefällt und was ihr von meinem Vorhaben haltet! Interessieret euch das Thema? An welche Variante von Müttern muss ich unbedingt denken bei meinen Interviews? Wer darf nicht fehlen? Und zu welcher Sorte gehört ihr, meine lieben Leserinnen?

signatur

69 Kommentare

  1. du solltest an Mamas denken die studieren und nebenbei versuchen einen job auszuführen, wie oft werde ich gefragt wie ich alles unter einen hut bekomme damit das kind nicht zu kurz kommt.
    keine Ahnung wie ich das schaffe aber meinem kind geht es gut!

    • Kristina sagt

      Genau! So ergeht es mir auch und sehr oft kriege ich zu hören, dass das ja völlig falsch sei, aber leider nie ins Gesicht, sondern nur hinten rum. Dass es meinem Kind super geht, beachtet keiner. Darum scheint es ja auch nicht zu gehen. Es geht ja um mich als Mutter, die ja anscheinend öffentliches Gut ist und dementsprechend von Jedem beurteilt werden darf. Manchmal ganz schön frustrierend!

  2. Gabi sagt

    Schön geschrieben! Ganz kurz: Ich finde, heute ist das Gutemutterseinwollenundmüssen noch mehr zu einem Spießrutenlauf geworden, als es uns schon vor 20 Jahren vorkam…..
    Erschreckend!
    Lieben Gruß

  3. Tina sagt

    Zuerst einmal: ich verfolge deinen Blog bereits seit längerem und finde ihn super! Ich freue mich immer, wenn ich wieder einen neuen Artikel entdecke 🙂 Die Idee mit der guten Mutter finde ich sehr spannend. Persönlich würde ich mich über ein Interview mit Mütter mit etwas herausfordernder Kinder interessieren (Behinderungen, Unfälle, Frühgeburtlichkeit) – wie meistern sie den Alltag mit den zusätzlichen Hürden? Woher nehmen sie den Mut für weitere Kinder (falls das Erstgeborene betroffen war)? Sonst würde mich aus persönlichen Gründen ein Portrait über eine Mutter interessieren, die Ärztin ist oder sonst einen Beruf mit nicht optimalen Arbeitszeitbedingungen ausübt. Also, ich bin gespannt auf deine Serie 🙂

  4. Ja. ja. JA!
    Liebe Anna, das Thema liegt mir unglaublich am Herzen. Gerade weil ich nicht nur die ewigen „Mommywars“ und Stigmatisierungen untereinander so leid bin. Auch in meinem persönlichen Umfeld ist das Usus jegliche Handlungen, Äußerungen und komplette Lebensentwürfe genauestens zu beobachte, zu kommentieren und zu be/verurteilen.
    Ich mag nicht mehr.
    Und ich bin die Erste, die hiermit das „Gute Mütter Buch“ vorbestellt hat!

    Liebe Grüße
    Suse

  5. Miss S. sagt

    Die Idee einer Interviewreihe finde ich spannend! Das werde ich gerne lesen.

    Und über den Begriff „gute Mütter“ habe ich schon vorher lange nachgedacht. Irgendwo las ich mal, dass es reicht „eine ausreichend gute Mutter“ zu sein.
    Dennoch finde ich es aus einem ganz anderen Punkt spannend: Das ist ein reines Frauenthema; ich kenne keinen Mann, der mit anderen drüber diskutiert, ob sie gute Väter sind oder ob die anderen das richtig machen oder sonst wie.

    Nein, nur wir Mütter müssen „gut“ sein, und wenn nur nach unseren eigenen Maßstäben. Und vielleicht würde ich den Begriff ganz weg lassen und einfach nur sagen „Wir sind alle Mütter.“
    So dass wir uns nicht nur gegenseitig nicht bewerten, sondern auch nicht mehr an unseren eigenen Maßstäben messen. Wir müssen nicht bekräftigen, dass wir „alle gut“ sind.

    Denn ich glaube ja, jede von uns macht es schon „so gut sie kann“. Und das hängt von der eigenen Kraft, Zeit und Geld ab, wie sehr dann manche Dinge gelingen. Aber manchmal werden wir auch einfach laut nach einem langen Tag, oder wir sind auch mal faul, oder dies oder jenes.
    Wir müssen nicht ständig unsere eigenen Ansprüche erfüllen, um „gut“ zu sein und deswegen liebenswert.
    Es reicht zu sagen „Wir sind alle Mütter, wir sind auch nur Menschen – und hier erzählen wir von unserem Weg.“ Wertfrei, gegenüber den anderen und auch uns selbst.

  6. Manuela Hennig-Lehmann sagt

    Eine geniale Idee und ich freue mich schon darauf die Geschichten zu lesen. Ich bin gespannt darauf wie andere Mütter ihr Leben meistern. Vielleicht gibt es den ein oder anderen Anstoß der auch für mich und meine Kinder interessant ist. Und ganz zum Schluß, wenn ich mal alt und grau bin, hoffe ich das meine Kinder mir das Prädikat „Gute Mutter“ verleihen können. Das allein ist mein Antrieb und mein sehnlichster Wunsch. Das meine Kinder durch meine Anwesenheit zu starken Menschen mit Aufrichtigkeit und Mitgefühl werden können und ihr Leben meistern.
    Was mich selbst betrifft, mal ganz unter uns, so zweifle ich oft an meinen Fähigkeiten und daran ob ich gut genug für meine Kinder bin. Ständig fällt mir was Neues ein was ich hätte anders machen können/sollen. Und dann ist da noch die „liebe“ Schwiegermutter die mir beim dritten Kind immer noch erzählt was richtig und was falsch ist. Grrrrr.

  7. Spannendes Thema und im Moment auch viel diskutiert. Ich bin als vierfache Mutter immer noch stark beruflich eingebunden, habe gerade das vierte Kind bekommen und werde nach 8 Monaten fast wieder voll einsteigen. Obwohl mein Partner, ebenfalls stark eingebunden im Job, danach Elternzeit nimmt, werde ich ständig gefragt, wo mein Kind dann bleibt?! Auch, dass wir Hilfe im Haushalt, ein Au Pair usw. haben, will vielen nicht in den Kopf. Zum Schluss, wundern sich alle, dass wir mit vier Kindern nicht auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind… Unser Dorf hat da eine Menge zu Tratschen! Nervt alles tierisch, denn wir machen es eben so und andere so. Das ist alles. Mein erstes Kind habe ich noch im Studium bekommen, da war ich „zu jung“. Jetzt mit 36 das letzte Kind, da bin ich „zu alt“. Man kann es einfach niemanden recht machen :-D.

  8. Liebe Anna, das klingt nach einem sehr spannenden Projekt und ich freue mich auf interessante Interviews und Ansichten!

    Ich fände auch noch ein Interview mit einer (ehemaligen) Soldatin, Polizistin, Katastrophenhelferin o. Ä. spannend, eine, die (vielleicht noch ohne Kind) im Auslandseinsatz war oder das noch vorhat.

    Liebe Grüße
    Katja

  9. Tolle Idee!
    Und du musst einfach alle fragen. Alle Schichten, alle Berufe, die Spielplatzmuttis, die Musikermuttis und überhaupt… ich bin mir aber sicher, dass du da eine ziemlich gute Mischung finden wirst! Toll!!!

  10. Liebe Anna,
    ein lesenswerter Text, der wieder einmal sehr gut spiegelt, wie wenig Respekt wir voreinander haben in unseren modernen und vermeintlich toleranten Zeiten. Wie wenig Grundwärme, stattdessen so viel Kategorisierung, Bewertung, ungefragte Kritik.
    Besönne sich jede(r) auf sein eigenes Schaffensfeld, widmete diesem Sorgfalt und Liebe, ließe die anderen Menschen so stehen, wie sie sind und versuchte nicht, eigene Ideale aufzuzwingen respektive eigenes Fehlverhalten durch Projektion zu kompensieren, was wäre es für ein schönes Miteinander.
    Sei herzlich gegrüßt von Nina (zufrieden alleinerziehend :-))

  11. weltwunderer sagt

    Liebe Anna, was für eine tolle Idee!
    Ich biete mich hiermit an … nein, nicht als „gute Mutter“ (bin ich das? Als Freiberuflerin, die auch mit Kind 3 schon im Wochenbett wieder gearbeitet hat – und zwar freiwillig?), sondern als Lektorin für dein Buchprojekt. Es wäre mir eine Ehre und irgendwie auch sehr befriedigend, denn meine Dissertation zum Thema „Gute Mutter“ (ja, echt!) werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr fertigschreiben …

    LG
    Jenny

  12. Hihi, hab ich neulich auch erst drüber geschrieben, als es darum ging, dass man seit neustem nicht mehr loben soll. wirste doch bekloppt 😉 Gestern z.B. war ich ne super gute Mutter, weil ich den Kiddies zum Nachtisch Eis kredenzt hab. Hehehehe. Ansonsten seh ick det wie du, dieses: Ich mach das so, so MUSS das jetzt sein, wie du bist zu Hause/gehst arbeiten/popelst in der Nase…….. geht mir auf den Zeiger. AMEN! Fetter Wangenschlecka du gute Mutter!

  13. Eine super Idee!
    Ich hatte das Thema letztens auch auf meinem Blog angeschnitten, der Krieg unter Müttern ist einfach schlimm.

    Was nicht fehlen sollte, sind kranke Mütter. Gerne auch psychisch kranke mit PTBS, DIS, Borderline o.ä.
    Ich erlebe diese Verurteilungen ständig, doch auch krank, kann man eine Mutter sein, deren Kindern es gut geht. Leider sehen das viele anders. Es ist nicht immer leicht und häufig eine große Herausforderung, dennoch ist es möglich. 🙂
    Falls Du mehr darüber wissen möchtest, kannst Du Dich gerne melden

    Liebe Grüße

  14. Eine wunderbare Idee! Und fantastisch geschrieben! Ich kann jedes Deiner Worte so unterschreiben. Ganz ehrlich, anstrengender als alle durchwachten Nächte mit zahnenden, fiebrigen Kindern, Magen-Darm- und Läuseepidemien sind doch wirklich diese Grabenkämpfe unter Müttern. Ich finde, als Mama sollte man gar nicht immer so perfekt sein, das setzt die Kinder doch nur unter Druck, genauso perfekt und fehlerfrei zu sein. Ich freu mich schon auf Deine Interviewreihe!

    Liebe Grüße,

    Isabelle

  15. Sarah sagt

    Ein sehr guter Beitrag, wie ich finde. Obwohl ich selbst (noch) kein Mutter bin, aber in meinem Umfeld schon so mancher „Mommy-War und – Wahnsinnn“ stattfindet, interessiere ich mich und freue ich mich jetzt schon sehr auf interessante Interviews!
    Deinen Blog lese ich übrigens (bisher als stille Mitleserin) sehr gerne! Du bringst die Sachen immer so gut auf dem Punkt! Danke dafür! 🙂 Und mehr von „Deiner Sorte“ würde dem Internet gaz gut tun…:-) Glaube ich…

    LG
    Sarah

  16. ich finde die idee sehr gut 🙂
    ich bin eine „öko“-mutter mit asperger autismus und werde ständig angegriffen, als „übermutter“ beschimpft 🙁 dabei geht doch jede mutter ihren eigenen weg, jede mutter muss individuell für sich die richtige lösung finden
    und vor allem müssen wir zusammen halten, uns gegenseitig helfen <3

  17. Ah, wunderbar. Ich druck mir das aus und häng es an die Eingangstüre, ja?

    Ich würde furchtbar gern von Müttern lesen, die alleinerziehend sind. Von solchen mit Partner, der ständig abwesend ist (Freizeit, Beruf…), von solchen die ihre Kinder adoptiert haben. Von denen, die bereits ein paar Stunden nach der Geburt zurück in den Job gehen und denen, die seit Jahrzehnten für die Kinder daheim geblieben sind. Die ganze, ganze Bandbreite bitte! Dankeschön.

    Oh, und mein eigener, persönlicher Hut: alternative AP-Mutter mit sofortigem Berufseinstieg, die mit ihren Kindern alles ausdiskutiert und neben Kindern, Selbstständigkeit, Haushalt, Partnerschaft und Freundeskreis auch noch ehrenamtlich arbeitet. Warte, war das mehr als ein Hut?

    😉

  18. Dein Text ist wirklich treffend geschrieben. Ich freue mich auf die Interview-Reihe und bin gespannt.
    Lebensmodelle und Mütter (auch Väter) sind so unterschiedlich und es gibt viele Wege, gute Eltern zu sein. Ich selber denke über das Thema wenig nach. Genauso wie ich eine Bauch-Mama bin, die einfach aus dem Bauch heraus „erzieht“. Ich bin kein Freund von Ratgebern und Pädagogik war noch nie mein Ding.
    Mir begegnet das Thema trotzdem ständig. Als ich irgendwann in der Krabbelgruppe sagte, dass es mir gut tue zu arbeiten (nach drei Monaten mit Zwillingen), weil ich das Gefühl habe sonst vor lauter Babygesabber zu verdummen, gab es einen Aufschrei. Ob ich denn hier den Müttern vorwerfen würde, dass sie dumm seien!!!!!1111
    Neee, wollte ich auf gar keinen Fall. Die Aussage bezog sich nur auf MICH! (Egozentrisch)
    Ich persönlich brauche diesen Ausgleich. Fertig. Andere brauchen ihn nicht und ich finde sie nicht dumm oder blöd oder faul oder was auch immer.

  19. Huhu, ja, tolle Idee! Umgeben von immer vielen, die alles besser wissen, von „warte mal, bis ihr Kinder habt“(mittlerweile haben wir drei und somit mehr als fast alle im Umfeld), die Ablehnung von AP, Kind 1 in der Krippe und Mama wieder in Leitungsfunktion im Job, mittlerweile mit Kind 2 und 3 Kita- und Kitafrei Zuhause und im Versuch, das Leben umzuorganisieren – ach so, derzeit ist noch der Papa in Elternzeit, wie dekadent, und hat seinen Job aufgegeben, weil der AG alles über 1-2 Monaten Elternzeit maximal doof fand; naja, und jetzt reisen wir gerade mit einem alten Wohnmobil durch Europa. Alles nicht recht und hiiiilfe, wie macht ihr das mit der Schule? Und studieren, das macht sie auch noch? Ich hab mal Titel gesammelt, Rabenmutter, Glucke, Karrieretussi, pervers (weil Lzs, FB); mittlerweile halten wir es mit Pippi Langstrumpf und wie es uns gefällt 🙂 Gruss aus Apulien, Lena

  20. Liebe Anna, Du hast einen wunderbaren Text verfasst und ich freue mich schon sehr auf die Interviews mit tollen Mutter-Persönlichkeiten. Ich bin mir sicher, sie werden genau so sorgfältig ausgewählt sein wie Deine Texte sorgfältig geschrieben sind.
    Dein Fan Mareice 🙂

  21. Tanja sagt

    Sehr schöner Text und es ist so wahr. Man traut sich doch kaum noch aus dem Haus, ohne das man angst hat, wer könnte was denken. Jeder ist auf seine Art eine super Mutter. jeder hat einen anderen stil. Ok es Situationen wo so manche mutter auch schon mal was von mir zu hören bekommen hat. Für mich ist das in dem Falle Situationsabhängig. Aber im Grunde sage ich mir immer „Leben und Leben lassen“. Ich finde du musst aus jeder schicht etwas nehmen. Damit es einen Ausglech hat.

  22. Ein toller Post, du sprichst mir aus dem Herzen! Mommy wars sind mir ein Gräuel. ich freue mich sehr auf die Interview-Reihe! Mich würde interessieren: wenn eine Mutter freiwillig die „Fronten“ gewechselt hat, also von Working mom zu Home-Mom und umgekehrt. Ich selbst steck da grad mittendrin. Lg MamaOTR

  23. BerlinRandMom sagt

    Liebe Berlinmittemom,
    danke für so viele inspirierende Zeilen deines Blogs!
    Mich würde die Perspektive einer Frau interessieren, die Mutter geworden ist, ihr Kind aber verloren hat. Sie ist ja weiterhin Mutter. Wie funktioniert das?
    Auch das „Fronten-wechseln“ von KarriereMom zur HausMom finde ich spannend.
    Bin so gespannt.
    BerlinRandMom

  24. Nadine sagt

    Eine schöne Idee! Wen ich gerne im Buch hätte, wären ganz normale Mütter, die den Alltag irgendwie wuppen. Die erzählen, dass und was alles auch mal schief laufen kann und dass man dann einfach mal heult. Also auch gerne eine frustrierte Mami, die das einfach mal offen sagt. Ich freue mich!

  25. eine Mutter sagt

    Sehr gute Idee! Ich fände es interessant, ein Interview von 3 Mütter-Generationen einer Familie, zu lesen. Großmutter, Mutter und Tochter, die auch Mutter ist.

  26. Carolin sagt

    Nur ein Wort: Bravo! Genau das, was ich heute gebraucht habe. Ich danke dir!
    Liebe Grüße Carolin

  27. Dein Text hat mich gerade richtig ergriffen. Das ist eine tolle Idee!
    Was könnten wir Mütter daraus profitieren, wenn wir uns nicht gegenseitig angehen würden, stattdessen miteinander versuchen würden, unseren Alltag leichter und erträglicher zu machen.

    Vielleicht wäre es interessant, auch eine Mutti zu interviewen, die nicht das Lebensmodell lebt, welches sie ursprünglich für sich gewünscht hat?

    Ich bin gespannt auf Deine Reihe!

  28. Steffchen sagt

    Wir wohnen in einem recht grossen, schottischen Dorf.Mein Baby ist das Einzige, das getragen, gestillt, baby-led geweaned wird und im Familienbett schlaeft. Hier wird nicht gestillt, das ist ganz selten. Habe auch noch nie ein Tragetuch gesehen, oder ein Baby, das nicht ab der 16. Woche pueriertes Essen bekommt.

    Einmal in der Woche treffen sich die Babys in der Gruppe und alle entwickeln sich praechtig, haben eine gute Bindung zu Mama und Papa und etlichen anderen Familienmitgliedern und Freunden.

    Aeltere Geschiwister machen sich gut in der Schule, es wird den ganzen Tag in der Natur getobt, eher selten wird ein Kind von Schwimmkurs zu Sensory Class oder so geschleppt.

    Computerspiele haben alle, aber sobald ein anderes Kind an der Tuer klopft, geht es raus. Ohne Helikoptermama.

    Mein aelterer Sohn darf erst jetzt, mit acht Jahren alleine raus, da ist er hier der Einzige, und ich brauchte zwei Jahre, um ihn darauf vorzubereiten.

    Viele Eltern hier arbeiten voll, andere halbtags, manche alleinerziehende sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Es steht mir ueberhaupt nicht zu, zu urteilen, denn nur sehr, sehr wenige Kinder werden ernsthaft misshandelt oder vernachlaesigt, und das war in Berlin genauso. Bae

  29. Oh Anna! 🙂 Du bist echt die Beste! 🙂

    Was für ein toller Artikel und was für eine GROSSARTIGE Idee ein Buch aus den Interviews zu machen! 🙂

    Ich bin zum Glück bisher nicht oft mit den Mamawars konfrontiert worden. Da mir ziemlich schnell klar geworden ist, das frau es als Mutter nicht Richtig machen kann, habe ich von Anfang an auf mein Bauchgefühl bei Erziehung & Co. gehört. Ich habe das große Glück, das mein Göttergatte genügend verdient und ich nicht arbeiten muss, mir also mein Leben und meine Beschäftigung frei wählen konnte! Dafür bin ich sehr sehr dankbar, sehe aber auch nicht ein mich dafür ständig rechtfertigen zu müssen.
    Viele andere Mütter-Augen sehen mich als zu streng & zu konsequent. – Ich finde: ich setze den Kindern normale Grenzen!
    Einige halten mich für geizig. – Ich finde mich sparsam und schenke meinen Kindern eben nicht ständig alles NEU!
    Ich (wir) ziehen alle 2-3 Jahre innerhalb Europas um und tun unseren Kindern immer und immer wieder einen quasi Neuanfang an, dafür haben nur wenige Verständnis!
    Lustig finde ich z.B. das die Vorurteile die einem so entgegenschlagen nicht nur von Land zu Land unterschiedlich sind, sondern sogar von Bundesland zu Bundesland! 🙂 In NRW war ich die Exotin weil ich 3 Kinder habe, das erstaun hier in Sachsen Niemanden, hier bin ich die Exotin weil ich nicht gleich wieder Vollzeit arbeiten gehe. Und in Bayern war ich die Exotin weil ich nicht aus Bayern war! 😉

    Vielleicht bin auch durch die Erfahrungen der vielen Kulturen die wir kennenlernen durften ein wenig selbstbewusster und gelassener in solchen Sachen, aber ich für meinen Teil mache da nicht mit, bei diesen Mamiwars! 🙂

    Auch ich habe ja durch meinen Blog als Familienmanagerin und nun auch KiKo sehr viel mit Mamas zu tun, und verfolge was hier online manchmal so abgeht. Mich erschreckt immer wieder wie rabiat übereinander hergefallen wird, und da frage ich mich oft ob die Anonymität des Internets die ganze Sache nicht noch verschlimmert hat, denn ich kann mir nicht vorstellen das solche Gespräche von Angesicht zu Angesicht auch so stattfinden würden!?

    Liebe Grüße nach Berlin
    Mone

  30. Pingback: … und die Mami-Wars! | Mein Leben als Familienmanagerin …

  31. Heike sagt

    Mir ist gerade aufgefallen, dass ich nicht nur EINE Mutter bin: zuerst war ich eine sehr junge Mutter mit einem Kind und Ehemann, also Kleinfamilie; danach alleinerziehende Mutter mit einem Kind; weiterhin alleinerziehend mit einem Kind und einer Fernbeziehung; dann Mutter von einem Kind in einer Patchworkfamilie; Mutter von zwei Kindern in Patchworkfamilie; Mutter von drei Kindern in Patchworkfamilie; alleinerziehende Mutter mit drei Kindern und nun wieder mit mit drei Kindern und Lebensgefährte…wahrscheinlich würde ich in den verschiedenen Situtationen unterschiedlich antworten…

    Bin mal gespannt, was du für Fragen ausgewählt hast!

    Und ich fasse mir mal an die eigene Nase: ich/wir sind nicht wirklich frei davon, andere nicht zu beurteilen – wir lernen das doch schon in der Schule. Warum es gerade das Muttersein ist, das so gerne bewertet wird? Vielleicht sind es ja auch gut gemeinte Ratschläge. Mir geht es sehr oft so, dass ich nach meiner Meinung gefragt werde. Ich kann dann auch immer nur für mich sprechen, wie ich es bei meinen Kindern machen würde. Aber jedes Kind ist einzigartig und bei meinen Kindern muss ich oft schon unterschiedlich agieren. Habe aber oft das Gefühl, dass wir bei der Suche nach der Lösung eines Problems uns durch gegenseitiges Befragen und Beantworten dem Annähern, was für dieses eine Kind gut sein könnte.

    Ich hoffe, dass ich mit meinen Ratschlägen niemanden verunsichere oder das Gefühl vermittel, die bisherige Handhabung wäre schlecht oder absolut falsch. Ich möchte da niemanden beurteilen, aber wie schon gesagt, sehr schnell fühlt man sich doch verletzt, denn das ist wahrscheinlich der wundeste Punkt jeder Mutter!

  32. Katharina sagt

    Ich denke schon, dass ich meinen Kindern eine „bessere“ Mutter bin, wenn ich mich beispielsweise bemühe, gesundes Essen auf den Tisch zu bringen, ihnen gute Bücher anzubieten oder etwas Schönes mit Ihnen zu unternehmen. Hierbei bewerte ich nicht andere, aber mich selbst immer wieder. Und dieser Blog motiviert mich nun schon seit langer Zeit, mich zu bemühen eine „gute“ Mutter zu sein (nach meinen eigenen Maßstäben)! Dankeschön für die vielen Inspirationen!

  33. Iris sagt

    Hallo Anna, super Idee! Ich würde gern ein Interview mit einer Mutter lesen, die sich dazu entschieden hat, dass ihre Kinder zum Großteil bei ihrem, von ihr getrennt lebenden, Vater aufwachsen. Oder auch mit einer Mutter, die ihre Kinder mit dem Vater im sogenannten Wechselmodell großzieht (so leben ich und mein kleiner Sohn nämlich auch). … mit einer Patchwork-, einer Adoptiv-, einer Pflegemutter, mit einer lesbischen Mutter, mit einer Mutter die nicht arbeitet und von Hartz IV leben muss, mit einer alleinerziehenden Künstlerin/Schauspielerin/ Regisseurin, mit einer Mutter die ihr ersten Kind mit Ende 40 (oder älter) bekommen hat und mit einer die noch sehr jung war. All das würde ich gerne lesen und freue mich auf diese Reihe. Liebe Grüße, Iris

  34. Coole Idee! Hab Dich direkt mal abonniert, damit ich kein Interview verpasse. Ich finde es immer interessant, wie andere das handhaben. Das hilft mir zu reflektieren, ob ich an meinem Weg was ändern will/muss/sollte, denn schließlich wird man als Eltern auch erst geboren und muß zusammen mit seinen Kindern wachsen.

    LG
    Tanja

  35. Hobbit sagt

    Ich finde deinen Beitrag ganz große klasse und er hat mir auch wieder Mut gemacht! Im Kindergarten und Freundeskreis meiner Tochter hagelt es immer wieder Kritik, weil ich Düsteres mag und das auch auslebe. Eine wollte sogar das Jugendamt auf mich ansetzen, weil ich einen Schädel im Regal stehen habe. Das machte bei anderen Müttern die Runde und Freunde durften sie nicht mehr besuchen kommen. Man wollte mir tatsächlich Kindesmisshandlung unterstellen. Wieso? Nur weil wir das Thema Tod nicht tabuisieren? Wir leben mit „Aufklären, statt schweigen“ sehr gut. Aber durch den Gegenwind der anderen Mütter war ich kurz davor einzuknicken, auch wenn meine Tochter immer wieder sagt, wie toll sie es findet, dass ich anders bin.

    Danke. Danke für deinen tollen, aufbauenden Beitrag!

    LG

  36. Wahnsinnig tolles Thema und wenn Du noch eine unperfekte plötzlich Teenager-Mama suchst die neben der leiblichen zweieinhalbjähtigen Trotzmotte nun einen großen Pflegejungen zu Hause hat der halb so alt wie sie selbst ist kannst Du Dich gern melden.

    Ich liebe Deinen Blog und bin froh das Du dieses Thema angehen wirst und damit Mut machst dazuzu stehen unperfekt zu sein und seinen eigenen Weg zu gehen .
    Dankeschön!
    Liebste Grüße
    JesSi

  37. Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel!
    Ich bin fast 52 Jahre alt und habe zwei Töchter (26 und 19) und manchmal frage ich mich immer noch, ob ich denn nicht vieles falsch gemacht habe.
    In den letzten Monaten bekomme ich aber immer mal wieder ein Feedback von meinen Mädels wie „du bist doch so etwas wie eine Freundin für mich“ oder „du bist mir ein viel besseres Beispiel als die meisten anderen Mütter“, so dass ich langsam zu der Erkenntnis komme:
    Alles war perfekt!
    Und das ist ein wunderbares Gefühl, das mich gleichzeitig zu Tränen rührt, weil ich natürlich weiß, dass es in diesem Leben keine Perfektion gibt.
    Dein Projekt finde ich sehr schön und wenn du noch eine „alte“ Mutter brauchst, würde ich mich sehr gerne zur Verfügung stellen. Herzliche Grüße und viel Erfolg!

  38. Miriam sagt

    Ich finde die Idee mit dem Buch auch super und würde auch gerne darin lesen. Von Mommywars bekomme ich zum Glück nur im Netz etwas mit. Ich hab so ne Mamigruppe, die sich einmal im Monat zum Essen verabredet und dort sind wir eigentlich immer sehr offen zueinander und das erfrischt mich immer und bestärkt mich, wenn da ausnahmslos jede „zugibt“ dass Sie ihr Kind auch mal anschreit, was sonst immer von allen Müttern öffentlich bestritten wird. KEINE Mutter ist perfekt, weil der Mensch an sich nicht perfekt ist und da jeder Mensch auch noch anders ist, hat da ja auch jeder eine andere Definition von dem, was gut oder perfekt wäre. Was man auch einfach sagen muss, jedes Mutter-Kind-Pärchen ist ja untrennbar verbunden, keiner kann sich seine Mutter oder sein Kind aussuchen, man muss nehmen, was man bekommt und damit umgehen, so gut man es selber eben kann. Also hat jedes Kind, die für es bestimmte Mutter und keine andere und das muss ja auch irgendwie nen Sinn haben.

  39. Briade sagt

    Tolle Idee! Ich finde folgenden Aspekt interessant: Diversität in der „Normalität“, also Durchschnittspaar, Durchschnittseinkommen, Durchschnittsbildung etc. Also nicht nur Frauen mit besonderen Erschwernissen, Besonderheiten oder Schicksalsschlägen.

  40. Mirj sagt

    Tolle Idee! Super Text! Würde mich sehr interessieren in diesem Buch einmal lesen zu können. Ich bezeichne mich selbst als durchschnitts.. Oder vielleicht normalo-mami

  41. Ramona sagt

    Ich find diesen Bericht fantastisch… Du sprichst vielen Müttern aus der Seele, aber viele trauen sich nicht, das anzusprechen, eben weil sie verunsichert sind, ob sie denn nun eine gute Mutter sind oder nicht…. wir sind alle die besten Mütter der Welt…. Danke, ich bin gespannt auf die vielen Interwiews. Bin Mutter eines Sohnes, verheiratet und arbeite 2 Tage die Woche… und unser Sohn geht 1/2 Tag in die Spielgruppe zusätzlich zu den 2 Tagen die er bei Grossmutter verbringt und geniesst :-).

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  45. Jenny sagt

    Super Bericht!!!! Ich finde es total klasse, wie du das geschrieben und zusammengefasst hast! Vielleicht denkst du auch an junge Mütter, die das Kind geplant haben 😉 Ich muss mich deshalb auch ständig „rechtfertigen“. Ich bin schon gespannt! 🙂

  46. Ich kenne Baby-led-weaning nicht mal. Bin ich jetzt eine besonders schlechte Mutter? 😀

    Danke für diesen tollen Text! Er spricht mir aus der Seele. Ja, ich behaupte, er hätte glatt von mir stammen können. Und ich oute mich jetzt mal als Nicht-Mami-Blog-Leserin. Ich bin vielleicht etwas eigenartig, aber ich habe nie die Nähe zu andere Müttern gesucht. Tatsächlich habe ich mich lange bewusst von ihnen fern gehalten, sie regelrecht gemieden, keine Eltern-Kind-Kurse besucht und auch keinen Kontakt zu den Frauen im Geburtsvorbereitungskurs gehalten. Ich habe mir nicht einmal ihre Namen gemerkt. Nicht, dass ich sie nicht mochte, aber andere Mütter machten mir irgendwie Angst. Nicht direkt und persönlich. Es war eher eine diffuse Angst davor, mein eigenes Weltbild und meine Erziehung in Frage gestellt zu bekommen. Die Angst davor, feststellen zu müssen, dass es alle anderen besser machen als ich. Aber auch eine Vermeidungstaktik anderen meine Weltansicht beabsichtigt oder unbeabsichtigt mitzuteilen und damit evtl. Verunsicherung bei anderen auszulösen. Deshalb gebe ich auch nie ungefragt Ratschläge und wenn mich jemand fragt, dann lautet die Antwort sinngemäß immer: „Hör auf dein Kind und dein Bauchgefühl. Es gibt kein richtig oder falsch.“ Ich habe einfach beschlossen, am Mütterkrieg nicht teilzunehmen und potenzielle Kriegsschauplätze zu meiden. Dazu gehört halt eben auch, dass ich Mami-Blogs eigentlich nicht lese. Das klingt komisch, wenn ich so einen Satz ausgerechnet auf einem Mami-Blog schreibe, zeigt aber eigentlich nur, wie sehr ich deine Auffassung in deinem Text teile.
    Das Mamisein ist nicht das, was mich ausmacht. Ich war schon vor meinen Kindern jemand. Ich hatte Träume, Wünsche und Gefühle und das verschwindet nicht einfach mit der Geburt eines Kindes. Klar haben meine Jungs mein Leben komplett auf den Kopf gestellt, aber das ist auch gut so.

    Im Sinne der Diversität, die du so schön betonst, lässt sich vermutlich keine der Mütter hier eindeutig in eine bestimmte Kategorie einordnen. Von daher kann ich dir leider nicht sagen, welche Sorte Mutter nicht fehlen darf. Dazu müsste ich wohl erstmal wieder ein paar Vorurteile aus der Schublade holen.

    Ich bin Luisa, Mama von zwei Jungs, mit Leib und Seele Berlinerin, Ehefrau, Studentin, professionelle Feministin (ja ich verdiene damit Geld), Bloggerin (nein, damit verdiene ich kein Geld) und jetzt eine deiner Abonnentinnen.

    Ich freue mich, hier bald mehr über dieses Projekt und andere Mütter zu lesen.

    Liebste Grüße,
    Luisa

  47. DieGisela sagt

    Alles, was mir durch den Kopf ging, wurde schon gesagt, aber ganz pädagogisch frag ich mich, wie man verhindern kann, auf der Suche nach Diversität, schon wieder „Schubladen“ zu verpassen. Ich fände es persönlich super-spannend, zu lesen, wie eine Soldatin ihren Job und ihre Kinder unter einen Hut bringt und ob sie grundlegend andere Ansichten hat als eine Mutter, die im zivilen Friedensdienst tätig ist, aber dann haben diese zwei Frauen wieder einen Stempel gekriegt: „Soldatin-Mutter“ und „Ziviler Friedensdienst-Mutter“. Aber sie wird ja viiiiel mehr auszeichnen, prägen und interessant machen. Deshalb mein Plädoyer, neben diese „interessanten“ Müttern die „ganz normalen“ nicht zu vergessen oder unterrepräsentiert darzustellen… denn auch „wir Normale „(trotz Extrem-Frühchen und Voll-Berufstätigkeit zähl ich mich da jetzt mal zu) haben ja nicht nur ein Thema, wie BLW oder Berufstätigkeit, über das wir erzählen können. Was will ich eigentlich sagen?! Hm. Schwer zu formulieren an einem so heissen Freitag-Abend.

    Vielleicht: suche mit weit offenen Augen (und gerne auch unter jeweils einem bestimmten Fokus), aber stelle die Mütter nicht mit dem Stempel des Such-Fokusses dar im Text.

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  49. Denise sagt

    Klasse geschrieben und ich freue mich auf das Ergebnis.
    Es gibt soviele verschiedene Arten von Müttern und alle sind sie meiner Meinung nach toll und sollten viel mehr Respekt statt gute Ratschläge bekommen.
    Ich selbst bin jung Mutter geworden (vor 8 Jahren mit 18) und habe zur Verwunderung meines Umfelds trotzdem lange und voll gestillt, getragen und mich mit Homöopathie beschäftigt. Aber ich bin auch in der schwarzen Szene zuhause, was dazu führt das ich mir immer wieder anhören musste/muss das unser eins doch lieber keine Kinder bekommen sollte und überhaupt und sowieso. Ja ich gehe auch gerne weg, Partys, Konzerte, was halt grade zum dienstplan meines Mannes passt und auch das muss man sich immer wieder vorwerfen lassen. Schließlich sind wir ja jetzt Mütter, da geht nichts eigenständiges mehr *augenroll*
    All das hat mich nicht abgehalten ein 2. Kind zubekommen und auch die Tatsache das der kleine „krank“ ist, hält mich nicht ab meinen weg zu gehen, mich selbstständig zu machen und sogar an ein 3. Kind zu denken.

    Wir sind alle verschieden und doch gleich. Am Ende wollen wir alle nur das beste für unsere Kinder und das ist ebend für jeden etwas anderes 🙂

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  55. Ist schon ein Weilchen her und ich weiß auch nicht, wie weit fortgeschritten dein Projekt ist. Ich kenne aber eine Mutter, die es gerne geworden wäre. Und sich nun mit lauter Freunden, die die perfekten Eltern zu Schein glauben, abgeben muss.

  56. fujolan sagt

    Danke, tolle Idee. Ich hätt‘ so gerne Bildquellen. Das Bild von der Europa-Parlaments-Abgeordneten bei der Abstimmung (ca 2012, ich hab sie damals „live“ erlebt) – da stehen wieder ganze Geschichten dahinter.

    U.a. dass Abgeordnete ja ihr Mandat nicht temporär niederlegen können, so dass wir in der letzten LEgislatur sicher ein halbes Dutzend Parlamentarierinnen hatten, die keinerlei Mutterschutz hatten, sondern sobald wie möglich zurück kamen. Denn bei den Plenar-Abstimmungen können sie sich durch niemanden vertreten oder ersetzen lassen, und wenn sie nicht da sind, dann geht manch wichtiges verloren.

  57. Was für ein großartiger, liebevoller und motivierender Artikel. Zum Glück habe ich in meinem Umfeld keine Menschen, die mir etwas vorschreiben wollen oder etwas besser wissen. Aber das Internet tut sein eigenes, um junge Mütter zu verunsichern! Da ist es manchmal gar nicht so einfach, den eigenen Weg zu finden.
    Wenn ich in Zukunft mal wieder unsicher bin, ob dieses oder jenes „richtig“ ist, werde ich an Deinen Artikel denken – und auf mein Bauchgefühl und die Reaktion meines Babys hören.

  58. Monalisa sagt

    Hm, dieser Artikel ergibt m. E. nur Sinn, wenn man sich hauptsächlich unter überdurschnittich reflektierten Frauen bewegt, die sich sowieso den Hintern aufreißen, um ihren Kindern eine möglichst liebevolle Mutter zu sein und sich nur verbissen um Details streiten, wie der aller-, allergesündesten Ernährungsweise der Kinder, der aller-, allernatürlichsten Geburt und Babyzeit oder der allerkindgerechtesten Form der Betreuung.

    Diese Mütterkriege mögen zwar in Blogs oder Printmedien präsent sein, (das Fernsehen vermittelt ja eh einseitig eine Scheinwelt aus Powerfrauen), lassen aber eine große Gruppe an Müttern außen vor. Denn es gibt leider genug Mütter, die aus ihrer eignen Kindheit mit schlechten Voraussetzungen in die Mutterschaft starten und zu wenig reflektiert sind, um dies so ohne weiteres ausgeichen zu können, bzw. zu verunsichert, um sich auf unbekannte Ansätze überhaupt einlassen zu können.

    Hier in Neukölln sehe ich regelmäßig Kinder, denen man schon früh die Milchzähne unter Vollnarkose rausoperieren muss, weil sie im Mund verfaulen. Gesüßte Tees und endlose Süßigkeiten um das Kind ruhigzustellen, ohne die Konsequenzen auch nur irgendwie zu bedenken, sind entsprechend verbreitet. Der teils perfiden Reklame der Hersteller von allerlei „gesunden“ Zwischenmahlzeiten sitzen unbedarfte Eltern auf, dass es Akademikern geradezu unvorstellbar erscheint. Ich habe selbst schon desöfteren gesagt bekommen, dass das alles ja gar nicht so schecht sein könne, sonst wäre es ja bestimmt verboten. Ähm ja.

    Ebenso oft sieht man lieblose und geistig abwesende Eltern, die auf den Spielplätzen niemals auch nur eine Sekunde aufstehen, um dem Kind irgendwie zu helfen, es zu beachten oder erzieherisch einzugreifen. Ich weiß von kleinen Kindern, die abends/tagsüber mit ihren Eltern bis in die Puppen vor der Glotze hängen und natürlich läuft da das Erwachsenenprogramm usw.

    Sind der zu hohe Druck auf Eltern/Mütter und zu unflexible gesellschafliche Standards jetzt daran Schuld? Brauchen diese Familien Hilfe und Ansprache, eventuell Druck (ein sehr sensibler Bereich, ich weiß, aber dennoch) oder ist das alles schon gut so wie es ist?

    Dieser Ansatz der All-Akzeptanz erscheint mir ehrlich gesagt unglaublich naiv und, pardon, auch abgehoben. Es geht ja nicht darum, weniger befähigte Eltern runterzumachen oder zu verachten oder sich in Selbstgerechtigkeit zu suhlen, aber wer verliert denn am Meisten durch die Aufhebung jeglicher Standards in der Erziehung? (allenfalls beschränkt auf Gewaltfreiheit in der Öffentlichkeit)?

    Sich Gedanken darum zu machen, was gut für die eigenen Kinder ist, scheint mittlerweile Privatvergnügen und Akademikerhobby geworden zu sein, eine Elternkultur von der ein nicht unerheblicher Teil unseres Landes m.E. völlig abgeschnitten ist, mittlerweile.

  59. Pingback: Über einen Wutausbruch | Mit viel Gefühl

  60. Christin sagt

    Oh man das spricht mir aus der Seele!

    "Breikost ist unnatürlich." "Was er schläft immernoch nicht allein ein? Und immernoch in eurem Bett?" "Mamakind" "Vllt. reicht deine Milch nicht!?" "Trag ihn nicht so viel, da bekommt er einen schiefen Rücken." "Sechs Monate ist alt genug, so langsam kannst du ihn noch mal aus der Hand geben." (…)

    Ständig muss man sich rechtfertigen,  ständig bekommt man Tipps. Klar ist einiges auch gut gemeint, aber man hört doch nicht umsonst ständig von den Hebammen: "Hör auf dein Bauchgefühl.". Denn das ist echt das Beste, immer!

    Jede Mama die sich Gedanken um das Wohl ihres Kindes macht, macht ihre Sache gut und Punkt.

    Danke für die ehrlichen Worte, danke für die Buchidee, ich werde es sicher lesen

  61. Alina sagt

    Eine wunderschöne Idee und ein wirklich toller Artikel! Ich bin gerade erst über deinen Blog gestolpert, werde ihn aber auf jeden Fall im Auge behalten! 🙂

    Ganz wichtig finde ich Mütter, die nebenbei noch an ihrer Zukunft arbeiten, in Ausbildung oder Studium sind. Ich war auf Vieles nicht vorbereitet, als ich meinen Sohn (jetzt 17 Monate) bekam, insbesondere die Verurteilungen haben mich sehr überrascht. Ich frage mich inzwischen häufig, ob ich selbst so vorschnell be- und verurteilt habe.

    Ich schreibe momentan meine Masterarbeit ("Verantwortungslos, mit 27 selbst noch nicht im Berufsleben und trotzdem ein Kind!"), damit ich bald den Berufseinstieg angehen kann ("Wird ja auch Zeit, kassierst nur Kindergeld!"). Nebenbei arbeite ich stundenweise von Zuhause aus, wenn mein Kleiner bei der Tagesmutter ist ("Ein Kind braucht in diesem Alter noch seine Mutter!", "Warum nur Teilzeit-Betreuung? Kannst du nicht loslassen?", "Da nennt er wohl bald aus Versehen wen anders Mama!") und trete ab und an als Bauchtänzerin auf ("Was für ein Frauenbild wird ihm denn da vorgelebt?"). Und noch niemals zuvor waren so viele mahnende Zeigefinger auf mich gerichtet. Ich habe 14 Monate gestillt ("Das wird eine Bindungsstörung!"), unser Kleiner wandert nachts immer in unsere Mitte und wacht morgens mit uns zusammen im gleichen Bett auf ("Das wird eine Bindungsstörung!"), er trägt Sachen auf, die manchmal eben auch Lila sind ("Der arme Junge ist sicher später weich!"), manchmal tanzen wir zusammen vor unserem großen Spiegel ("Aber er ist doch kein Mädchen!") und Töpfchentraining möchte ich im Sommer anfangen, wenn er knapp zwei Jahre alt ist ("Da waren die Kinder bei uns in der DDR schon ewig trocken!"). 

    Andererseits finde ich es wahnsinnig interessant, wie sich in unserer Ehe plötzlich kulturelle deutsch-deutsche Unterschiede auftun und ich meinen Mann von einer anderen Seite kennenlerne. Ein Kind wirft uns eben doch ein wenig in unsere eigene Kindheit zurück, die wir verteidigen und teilen wollen.

    Irgendwie ist das ja auch ein Geschenk! 🙂

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