Seit dieser Woche gehen die Kinder wieder in die Schule. Jedenfalls stundenweise. Zeit für einen neuen Corona Alltagscheck und die Frage: ist jetzt alles wieder normal?

Spoiler: die Antwort lautet nein. Natürlich. Sie muss nein lauten, denn wie wir alle wissen können, wenn wir uns informieren, ist die Corona-Pandemie nicht vorbei. Wir stecken mittendrin und unser Alltag wird nach wie vor davon bestimmt. Alle Lockerungen sollten nur mit funktionierendem Hygienekonzept geschehen. Das gilt nicht nur für Schulen sondern auch für alle Geschäfte, die wieder aufmachen, für alle Restaurants, Lokale und sonstige Einrichtungen.

Wie das im Einzelnen aussieht, ist je nach Bundesland sehr verschieden und auch mit einheitlichen Regeln für das jeweilige Land setzt doch jede Einrichtung die Hygieneregeln sehr verschieden um. So beobachte ich es jedenfalls hier in Berlin. Und da wir alle nach wie vor im Versuchsmodus sind, berichte ich jetzt einfach mal im aktuellen Corona Alltagscheck, wie bei uns die Dinge so stehen.

Corona Alltagscheck: Wie läuft es eigentlich bei euch mit…

…dem Tragen des Mundschutzes?

Am Anfang waren Masken Mangelware, was aus meiner Sicht auch der Grund dafür war, dass nicht von Beginn der Pandemie zum Tragen geraten wurde. Auch wir hatten keine, schon gar nicht für die Kinder. Da wir nur zu Hause waren, war das nicht weiter ein Problem. Nur der Mann hatte sich einen Loopschal von Urbandoo organisiert, zwischenzeitig war aber auch dort alles ausverkauft.

Inzwischen sind wir gut ausgestattet – obwohl ich nicht selber nähe! Meine Freundin Ines hat uns mit einer ersten Runde Masken ausgestattet, und bei meiner Freundin Rebecca von Elfenkindberlin gibt es eine tolle Anleitung für Behelfsmasken, nach der diverse Menschen im Freundes- und Bekanntenkreis fleißig Masken genäht und auch gespendet haben. In einer weiteren Runde habe ich bei von Jungfeld  Masken gekauft: dort kann man pro gekaufter Maske eine Maske spenden. Allein das war schon ein guter Grund, sich für diese Masken zu entscheiden.

Corona Alltagscheck: Maskenselfie | berlinmittemom.com

Und wie tragen wir sie?

Die Kinder müssen sie in der Schule tragen, des Weiteren tragen wir sie natürlich alle beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch bei Kontakten mit anderen setzen wir inzwischen die Masken auf, wenn wir nicht sicher sind, dass wir den Abstand auch so einhalten können, wie es geraten wird. Vielleicht ist das übertrieben oder übervorsichtig. Aber falls bei der Erforschung der Infektionswege von Corona herauskommt, dass wir zu vorsichtig waren, ist mir das lieber, als andersherum. Wir verstehen, dass das Tragen des Mundschutzes ein Schutz für andere ist und empfinden die damit verbundene Einschränkung als minimal, notwendig und richtig.

…der Rückkehr in die Schule?

Zurück in die Schule! Die Kinder haben gejubelt. Tatsächlich ist das Homeschooling hier zwar vergleichsweise glatt gelaufen, vor allem, weil die Schule da wirklich gut aufgestellt ist und sich da schnell ein funktionierendes Konzept des „Distance Learning“ etabliert hat. Aber nichts ersetzt dann schlussendlich den Kontakt mit Gleichaltrigen, das gemeinsame Lernen und die direkte Interaktion mit Lehrer*innen.

Die Erste, die wieder gehen durfte, war das Goldkind. Am Dienstag ging es los und sie war wahnsinnig aufgeregt und voller Vorfreude. Ich war eher ein bisschen skeptisch, weil mir noch schleierhaft war, wie man an einer Schule mit tausend Schüler*innnen Unterricht umsetzen und dabei die Hygieneempfehlungen einhalten will.

Zurück in der Schule: alles anders

Die Klassen wurden in Gruppen á 11 Kinder aufgeteilt, die Pulte mit eineinhalb Meter Abstand im Klassenzimmer aufgestellt und die Unterrichtszeiten für die einzelnen Gruppen dann so gestaffelt, dass sich die Kinder möglichst nicht auf den Fluren begegnen. Auch die Garderobenschränke auf den Fluren sind verschlossen, alle müssen alles mit ins Klassenzimmer bringen und dort am Platz verwalten, damit kein Aufenthalt auf den  Fluren stattfindet. Es gibt grundsätzlich keinen Aufenthalt auf dem Schulhof und die kurze Frühstückspause, die innerhalb der drei Stunden Unterrichtszeit stattfand, wurde im Klassenzimmer abgehalten: einzeln Händewaschen, wieder an den Platz gehen, aus der Lunchbox frühstücken, wieder Händewaschen, Masken wieder auf. Es gibt keine geteilten Materialien mehr. Was sonst in der Klasse gemeinsam benutzt wurde (Bleistifte, Scheren, Kleber etc.), muss nun jedes Kind für sich mitbringen. Alle Kinder gehen auf vorgeschriebenen Wegen und je nach Klasse auch durch unterschiedliche Treppenhäuser direkt in die Klassenräume, Eltern haben gar keinen Zutritt zum Schulgelände. Die Cafeteria bleibt geschlossen.

Als ich sie wieder abgeholt habe, war sie eher enttäuscht. Das, was sie an der Schule so vermisst hatte, Gruppenarbeit, Quatschen mit den Freundinnen, freies Arbeiten, Pausenhofzeit etc. fand nicht statt und wird auch bis auf Weiteres nicht stattfinden. Was ich aus hygienischer Sicht absolut richtig finde, macht mir für das Kind das Herz schwer. Die sehr tolle Klassenlehrerin hat mit den Kindern ausführlich gesprochen, darüber wie das jetzt alles weitergehen kann, wie wir aufeinander Rücksicht nehmen und aufeinander aufpassen müssen und dass die Beschränkungen im Umgang eben dem Schutz aller dienen. Die Kinder verstehen das, aber das macht es natürlich in der Praxis nicht wirklich leichter. Die Impulse sind ganz andere und es ist schwer, sie zu unterdrücken.

Der Bub ging dann mittwochs nachmittags das erste Mal wieder und hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Da er nicht ganz so euphorisch losging, wie seine kleine Schwester, war auch die Enttäuschung nicht so groß, aber unterm Strich ist beiden klar, dass „zurück in die Schule“ etwas ganz anderes bedeutet, als es noch vor wenigen Wochen bedeutete. Das alte „normal“ ist auch in diesem Bereich außer Kraft gesetzt und wird es wohl auch weiterhin bleiben. Wir brauchen neue Konzepte für die Schule, wenn wir sie für alle (Kinder, Lehrer*innen,  andere Angestellte…) sicher machen wollen, so viel steht fest.

… sozialen Kontakten?

Wir vermissen unsere Freund*innen und die Familie. Wir vermissen das alte „normal“, in dem wir spontan sein und uns treffen konnten, wie wir wollten, ohne Angst vor Ansteckung und davor, andere zu gefährden. Tatsächlich habe ich mich in den letzten zwei Wochen zweimal mit jeweils einer Freundin getroffen – mit Abstand im Garten. Das war sehr schön!

Auch mit den Nachbarn haben wir schon draußen ein Straßenbier getrunken und mit Abstand gequatscht. Für die Kinder erlauben wir das in einem ähnlichen Umfang. Sie haben ihre festen Freund*innen in der Straße und sehen sich mit Abstand, aber nur draußen. Sie fahren Waveboard (Amazon Partnerlink) und Fahrrad, der Bub macht Parkour und fährt Trickroller (Amazon Partnerlinnk), alles Dinge, bei denen natürlicherweise Abstand gehalten wird. Drinnen spielen, gemeinsame Mahlzeiten und Spiele mit Körperkontakt erlauben wir nicht, aber natürlich sind die Kinder nicht mehr so klein, dass wir dauernd dabei wären. Wir müssen ihnen ein Stück weit vertrauen, erinnern sie immer wieder ans Abstand halten, Maske tragen und natürlich Händewaschen und hoffen, dass sie in dieses neue „normal“ hineinfinden und ihre eigenen Routinen entwickeln. Der Corona Alltagscheck wird diesen Punkt wohl immer wieder beinhalten.

Corona Alltagscheck: Social Distancing | berlinmittemom.com

Es ist nicht leicht, für keinen von uns. Und doch sind wir uns immer sehr bewusst, wie gut es uns geht. Wir sind dankbar für die (momentane) Gesundheit, für unsere Wohnsituation und überhaupt unsere Lebensumstände, die uns erlauben, uns frei zu bewegen, zusammen zu sein und aktuell auch keine Angst um unsere Existenz haben zu müssen. Das ist ein großes Geschenk.

Damit ist der Corona Alltagscheck fürs erste komplett und wir starten in die neue Woche. Im Moment mit zwei Kindern, die wenigstens an jeweils 2 Tagen in der Woche für jeweils 3 Stunden in die Schule gehen. Der Rest läuft weiter hier zu Hause. Aber immerhin läuft wieder was. Das ist ein guter Anfang.

Und wie geht es euch allen so? Wie kommt ihr zurecht mit der Rückkehr in die Schulen und in den Alltag mit den Lockerungen?

Passt auf euch und aufeinander auf!

15 Kommentare

  1. Ich fand den Start hier letzte Woche nur halb gelungen. 16 Kinder in der klasse, in 2 Fächern über 20 (in einem größeren Zimmer) Schüler.
    Einige halten sich bewusst nicht an den Abstand. Die Lehrkraft sieht es, lächelt und geht. Da bin ich echt enttäuscht und es handelt sich um eine sehr kleine Schule. Zwei Klassen pro Jahrgang.
    Dazu langes Warten am Bahnhof.
    Und diese und nächste Woche gibt es nur 1x Präsenzunterricht. Dann sind Ferien. Da schützt man das Asthmatiker Kind und mich als Mutter mit Vorerkrankung und dann muss das Kind vor den Ferien für 6 Tage raus?
    Damit das bayrische KM sagen kann, die meisten Kinder waren vor den Ferien in der Schule. Ich hätte darauf verzichten können. Kind auch.

    • Ich verstehe deine Bedenken und teile sie. An vielen Stellen hat man tatsächlich das Gefühl, es geht ums „Flagge zeigen“, darum, irgend etwas zu demonstrieren. Ich halte der Politik zugute, dass das hier für alle ein erstes Mal ist mit dieser Pandemie. Aber ich finde, es wird zu wenig flexibel und auch zu wenig kreativ gehandelt. Die Schulen werden größtenteils alleine gelassen mit der Aufgabe, Hygienebestimmungen und Präsenzbeschulung neben digitalem Unterricht zu wuppen. Ob das personell klappt (viele Lehrer*innen gehören ja selbst zu den Risikogruppen oder haben Familienangehörige, die dazugehören) oder genug Platz da ist, ist dann irrelevant. Gleichzeitig wird die Präsenzpflicht für die Kinder nicht gelockert, weil sie ja nunmal im Gesetz verankert ist. Das nimmt auch den Familien die Entscheidungsfreiheit, je nach Situation zu entscheiden, ob und wie oft/lange die Kinder in die Schule gehen. Es ist alles nicht so leicht zur Zeit…

  2. Ich finde das immer total interessant, was Du von eurer Schule schreibst. Vor allem, weil das mit dem online-Lernen so gut zu funktionieren scheint. Aber auch, weil ihr jetzt z.B. schon wisst, wie die Kinder Unterricht haben. Hier gab es einen fünf Tage vorher angekündigten „Präsenztag“ mit acht Stunden Hauptfächer-Unterricht. Wir haben unser Asthmatiker-Kind gleich abgemeldet. Was jetzt noch vor den Ferien passiert: who knows? Ob es Ferien gibt? Keine Ahnung. Können private Schulen das frei entscheiden, oder unterstehen sie auch den Vorgaben der Berliner Senatsverwaltung?
    Und was macht denn eigentlich eure große Tochter? Bei uns im Haus gehen alle ab der 10. Klasse schon länger wieder zur Schule, die einen wegen MSA, die anderen wegen Abitur. Macht eure Tochter das alles online?

    • Unsere Schule muss sich an die Vorgaben des Senats halten, aber in der Umsetzung sind sie natürlich auch frei – das sind ja letztlich alle Schulen. Ich habe das Gefühl, da werden die Schulen auch echt alleine gelassen mit der Herausforderung, Hygienebestimmungen, Präsenzunterricht und digitales Lernen überein zu bringen. Da unsere Schule eine internationale Schule ist, haben wir viele Lehrer*innen mit internationaler Erfahrung und sehr viel Input aus allen möglichen Ländern. Da ist grundsätzlich viel mehr Potential, Dinge einfach mal a n d e r s zu machen, die kleben nicht so sehr an diesem deutschen „das machen wir schon immer so“ und sind zumeist auch noch sehr jung – also wenige, die zur Risikogruppe gehören. Das alles macht es glaube ich bei uns ein bisschen leichter, eine Art neues „normal“ zu etablieren. Das Distance Learning bleibt uns mit Sicherheit noch lange erhalten. Die Große wechselt gerade Schule, daher ist das bei ihr eine Ausnahmesituation.

      • Ja, Du hast natürlich Recht, auch für Schulen ist das wahnsinnig schwierig, mit zu wenig Lehrern, zu kleinen Räumen und so wenig Erfahrung mit moderner Technik jetzt alle zufrieden zu stellen, Klar geht das nicht. Und doch bleibt die Frustration, was für Konzepte man für Fußball entwickeln kann. Oder für Flugreise. Und Eltern können immer nur von einer Woche zur nächsten planen.
        Und Schule wechseln in Corona-Zeiten ist auch nicht so richtig lustig vermutlich.

  3. Wie läuft das eigentlich mit der Großen? Und wie lief es mit dem Distancelearning? Hat sie wieder Schule?
    Ich habe hier eine Maturantin (in Österreich), die haben schon seit 2 Wochen 2x die Woche Präsenzunterricht, um die letzten Fragen zu klären. Teilweise find ich das natürlich leichter, weil sie schon eine eigentlich sehr vernünftige, junge Erwachsene ist, die die Situation versteht und trotzdem ist hier viel Frust, auch weil sie auf so viel Verzichten muss, das normalerweise zum Schulabschluss dazugehört. Dazu die Nervosität vor den Prüfungen nach so langer Pause und die Sehnsucht nach den Freunden … schwierig.

    • Ach, das ist wirklich schwer für die Großen, die jetzt aus der Schule gehen und weder richtig feiern, noch mit irgend etwas Neuem so richtig anfangen können, nicht verreisen können usw. Ich hoffe, das findet sich alles. Hier läuft es für die Große noch eine Weile ruhig. Sie wechselt gerade die Schule, daher ist es bei ihr eine Art Ausnahmesituation im Moment.
      Liebe Grüße und alles Liebe für die Maturantin!

  4. Danke für die spannenden Einblicke. Die ich genauso von allen höre, die bisher zurück in die Schule gegangen sind. Egal ob Schüler oder Lehrer. Meine Kinder haben noch eine Woche Schonfrist. Aber ich kann im Moment überhaupt nicht sagen, dass ich froh bin, wenn sie zurück sollen. Alles wird anders sein und vor allem komplizierter. Wenn ich die Emails der Schulleitung lese, dann lese ich jetzt schon von einer völligen Überforderung, weil das Personal nicht ausreicht für gleichzeitig Präsenzunterricht und Online-Schooling.
    Ich bin wirklich sehr gespannt, was das am Ende ergeben wird.
    LG Martina.

    • Wir haben heute erfahren, dass ab sofort noch weniger homeschooling-Aufgaben kommen, weil die Lehrer jetzt alle durch den Präsenzunterricht gebunden sind. Zwei Monate haben sie uninspirierte Arbeitsblätter geschickt, die Aufgaben nie kommentiert, nie nachgefragt, wenn die Lösungen zu spät kamen, keine Frage beantwortet und natürlich nichts jemals bewertet. Und jetzt können sie nicht mal mehr das, weil die Kinder jetzt alle zwei Wochen wieder für einen Tag zur Schule kommen. Nicht nur die Schulen sind überfordert, ich als Mutter bin es auch. Und der Wahnsinn soll das ganze Jahr weitergehen. Im Januar wissen die Kinder vermutlich gar nicht mehr, was Schule früher mal war. Aber bis dahin ist das vermutlich auch schon egal.

    • Ich hoffe, da wird sich noch viel zum Guten verändern! Dieses Bildungssystem braucht längst eine grundlegende Überholung. Vielleicht ist der Moment jetzt ja endlich da… Liebe Grüße!

      • Man kann es jetzt auch als Experiment sehen: was tun Kinder eigentlich, wenn sie einfach keine Schule mehr haben? Hier so: vier Wochen Komplettverweigerung, den ganzen Tag vor Geräten oder im Bett, jede Aufgabe nur unter Zwang und Geschrei. Dann ging man wochenlang immer später ins Bett, so gegen drei vielleicht. Und irgendwann waren wir mit all dem durch und jetzt wird schnell mal das bisschen Schule erledigt und man verbringt die meiste Zeit mit zwei Freunden beim Skateboardfahren, informiert sich politisch, schaut intelligente Filme und liest sogar freiwillig. Immer chillen ist halt auch nix. Diese Erfahrungen kenn ich nur von Kindern, die an freie Schulen wechseln. Es ist für uns als Eltern anstrengend , aber es sorgt hier für sehr viel mehr Zufriedenheit. Insofern haben wir vielleicht sogar Glück, dass wir jetzt live beim Bildungschaos dabei sind.

  5. ….danke dir fürs dran erinnern, wieder dankbar zu sein….das war ich sehr lange, jetzt war mir der blick wieder mal abhanden gekommen…vom alltag zugedeckt….mein jüngstre wird nächste woche wieder in die schule gehen….ich schaue mir das genau an und entscheide dann , ob das funktionieren kann oder eben nicht…
    herzlichst
    annette

    • Liebe Annette, das ist alles gar nicht leicht, ich glaube, das geht uns gerade allen so. Ich wünsch dir, dass ihr gute Lösungen findet und Ideen kriegt, wie das alles für euch machbar ist. Alles Liebe!

  6. Hallo Anna,
    bei uns besucht unsere Jüngste – 10. Klasse Gymnasium – seit gestern wieder die Schule.
    Die Klassen wurden halbiert und sie werden bis zu den Ferien Mitte Juli wochenweise wechseln.
    Ich finde diese Lösung gut, so gibt es wenigsten eine gewissen Konstante.
    Sie werden nach dem normalen Stundenplan unterrichtet – Sport findet nicht statt, der Sportlehrer soll sie anderweitig beschäftigen … sonst ist das alles recht normal, sie schreiben ab heute auch wieder LKs und müssen ihre Vorträge normal abhalten. Die Benotungen sind auch nicht ausgesetzt, im Gegenteil, da gibts von manchen Lehrern richtig Druck, weil sie noch Noten brauchen für das Jahreszeugnis …

    Die kleinen Schritte zurück in den Alltag genießen wir hier sehr. Wir waren am Sonntag in einem Restaurant zum Mittag essen – herrlich. Wir treffen wieder Freunde (natürlich nicht in grossen Gruppen, sondern 2 Familien wie erlaubt) können zusammen Rad fahren und uns IM Garten treffen. Wie gut das tut.

    An die Maskenpflicht gewöhnt man sich nur schwer, ich empfinde es auch so, dass ganz viele Menschen noch grimmiger Schauen als vorher schon :-(

    Hab eine schöne Woche Anna!

    LG Romy

    • Liebe Romy, danke dir für deine Einblicke. Ich empfinde die „Normalität“ auch als wohltuend, vor allem, was die sozialen Kontakte angeht. Allerdings bin ich auch wirklich skeptisch, was die Rückkehr zu alten Gewohnheiten etc. angeht. Ich glaube, die Pandemie zeigt uns gerade, wo wir als Gesellschaft nicht gut sind – das Bildungssystem gehört definitiv dazu. Und da jetzt einfach zurück zu „normal“ zu gehen, halte ich für falsch. Ich glaube, wir verpassen eine Riesenchance, da einiges grundlegend anders zu machen, wenn wir nur danach streben, dass alles wieder so sein soll, wie vorher.
      Die Vorstellung, dass wir alle jetzt in 8-10 Stunden Pflichtpräsenz in Jobs und Schule zurückkehren, als sei nichts gewesen und als hätte diese Ausnahmesituation uns gar nichts gelehrt (bzgl unseren kapitalistischen „Werten“ von höher,schneller,weiter zum Beispiel, aber auch bezogen auf die Ausbeutung des Planeten, Klimaschutz, Massentierhaltung etc….), stimmt mich wirklich besorgt.
      Ich hoffe, da wird sich noch einiges bewegen und dann auch nachhaltig verändern.

      Ganz liebe Grüße an dich!

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