Monate: Februar 2015

Lieblingsbub, Metamorphose, Persönlichkeitsentwicklung beim Kind

über metamorphosen ::: wenn aus babys kinder werden

Kennen wir das nicht alle? Eben noch lag ein zart beflaumtes Köpfchen an unserer Schulter und ein Miniaturkörperchen schmiegte sich an uns, und plötzlich trägt derselbe Kopf einen Fahrradhelm und ein drahtiges Schulkind fährt mit dem Fahrrad durch die Gegend. Weg von uns. In atemberaubendem Tempo. Dieses Gefühl habe ich bei allen meinen Kindern und wenn ich neben meinem langbeinigen Tween-Töchterchen stehe, das mich größentechnisch so gut wie eingeholt hat, verschlägt es mir die Sprache. Aber auch die Persönlichkeitsentwicklung meiner Kinder macht mich baff. Und im Moment sehe ich gerade einen Riesensprung bei meinem Lieblingsbub, der mir unwahrscheinlich viel Neues von sich zeigt. Letzte Woche war ich zum Elternsprechtag bei der Klassenlehrerin vom Lieblingsbub. Dieses Mal lief es anders ab als sonst, denn es wurde kein Gespräch unter Erwachsenen über mein Kind, sondern der Bub war derjenige, der mir den Stand der Dinge präsentierte und mir anhand seines Ordners, wo er alle Projektarbeiten ablegt zeigte, was er gemacht hat, worin er gut ist und was er sich für Ziele gesetzt hat. Er war ganz konzentriert und ein bisschen aufgeregt, und es war …

die philantropin in der sackgasse? ::: in eigener sache

In meiner Selbstbeschreibung bei Twitter steht das Wort "Philantropin" und auch wenn das im ursprünglichen Wortsinn ein bisschen hoch gegriffen sein mag, trifft es etwas an mir sehr genau: ich bin eine Menschenfreundin. Es ist mir wichtig, dass es den Menschen um mich herum gut geht. Das reicht um einiges über die Grenzen meiner Familie oder meines engen Freundeskreises hinaus und erschöpft sich längst nicht an milden Gaben für Bedürftige oder finanzielle Unterstützung mir wichtiger Projekte (obgleich ich auch das tue). Nein, der Aspekt, der mir wirklich wichtig ist, hat etwas mit (Nächsten-)Liebe zu tun. Ich liebe die Menschen, ich interessiere mich für sie, ich fühle mich in sie hinein und ich denke über sie nach. Ich kriege sehr schnell mit, wenn es jemandem nicht gut geht und ich kann nicht wegsehen, wenn jemand Hilfe braucht. Ich habe mir angewöhnt, das zu signalisieren, zunächst nur das, weil ich den Menschen ja nicht auf den Frack gehen möchte. Aber ich gehe auch nicht einfach vorbei. Ich frage, ob ich etwas tun kann oder ich sage einfach sowas …

Sandra, Interviewreihe, Die Gute Mutter, Mütterinterviews

die gute mutter ::: mütterinterview mit sandra

Es gab eine längere Pause bei meinen Mütterinterviews, aber heute kann ich euch endlich wieder eine tolle Frau und Mutter vorstellen und die Reihe Die Gute Mutter fortsetzen. Ich kenne sie aus einer ganz besonderen Ausnahmesituation in meinem Leben und möchte über unser Kennenlernen ein bisschen ausführlicher erzählen, als ich es sonst tue, wenn ich meine Mütter hier vorstelle… Manche Phasen im Leben sind hell und voller Lachen, andere sind dunkel und unerträglich, selbst wenn draußen die herrlichste Sonne scheint. In diesen Phasen fällt es uns besonders schwer, die guten Dinge zu sehen zwischen all den schweren, die wir zu bewältigen haben. Und dennoch gibt es sie. Sie kommen in Form von alltäglicher Schönheit zu uns, zum Beispiel als Sonnenstrahl oder als lautes Lachen, das uns für einen Moment anstecken kann. Sie kommen aber auch in Gestalt von Begegnungen mit Menschen, die die Dunkelheit erhellen können wie Sterne die nächtliche Finsternis, und wenn wir Glück haben und diese Menschen erkennen, werden sogar diese schweren Phasen leichter und das Unerträgliche bekommt ein bisschen Lebendigkeit und Heiterkeit zurück. Ein solcher …

Book Love, Annas Himmel, Buchempfehlung, Kinderbuch, Tipp, Bilderbuch, Kinderbuch über den Tod, Sterben, Verlust der Mutter

book love ::: annas himmel

Ich liebe Buchhandlungen. Sie gehören seit meiner frühesten Kindheit zu meinen erklärten Lieblingsorten. Ich liebe es, dort gezielt nach bestimmten Titeln zu suchen und sie zu finden, ich liebe es, mich von kompetenten und belesenen Menschen dort beraten zu lassen. Und am meisten liebe ich es, ohne danach gesucht zu haben, Bücherschätze zu finden. Das passiert mir nicht so häufig, aber ab und zu doch. Und dann ist es umso schöner. Als ich "Annas Himmel" von Stian Hole erstmalig in den Händen hielt, war ich überwältigt von der Schönheit der Bilder und zugleich von dem schweren Thema. Anna, die Protagonistin der bildreichen kleinen Geschichte, hat ihre Mutter verloren. Und während sie und ihr Vater sich auf den letzten Abschied, die Beerdigung der Mutter, vorbereiten, spinnt sie sich aus, wie es wohl ist, dort, wo ihre Mama jetzt vielleicht ist.  Das großformatige Bilderbuch aus dem Hanserverlag rührt an ein großes Tabuthema in unserer Gesellschaft: Sterben, Tod, Verlust, Trauer und alles, was damit verbunden ist. Es ist seltsam, dass der Tod so wenig Raum in unserer Kultur hat, ist er doch …

darf ich vorstellen? ::: einmal durchs universum der mama-blogs, bitte!

Im Dezember gab es weihnachtliche Wichtelei, viele Adventskalender in den einzelnen (Mama-)Blogs und sogar auf Twitter wurden Wichtel ausgelost und die Menschen beschenkten einander – es war eine wahre Freude. In einer meiner kostbaren Netzwerkgruppen, gefüllt mit Elternbloggern und Verfasserinnen von Mama-Blogs wie ich eines schreibe, entstand die wunderbare Idee, uns gegenseitig auf andere Art und Weise zu beschenken, nämlich mit unserer Aufmerksamkeit. Und gleichzeitig wollten wir unseren Leser*innen einen Einblick ins Universum der Mama-Blogs geben, der über die eigene Blogroll hinaus geht. Bei sowas bin ich natürlich sofort dabei, denn erstens glaube ich ans Netzwerk wie verrückt und zweitens freue ich mich immer, wenn tolle Frauen/Mütter sich gegenseitig unterstützen. Und sowas ist das hier. Wisster Bescheid. Lisa von Stadt-Land-Mama machte sich also die Mühe, alle willigen Teilnehmer*innend er Aktion zu sammeln und auszulosen, wer mit wem verbandelt sein sollte, und jetzt stellen sich die Mama-Blogs gegenseitig vor wie in einer langen Schlange. Wer also den Faden in einem der Blogs aufnimmt, kann ihm in zwei Richtungen folgen: zu dem Blog, der das Mama-Blog vorgestellt hat und zu dem, der …

Apfel-Streuselkuchen mit Zimt, Blechkuchen, Rezept, Backen mit Kindern

apfel-streuselkuchen mit zimt ::: was ich so mache mit kranken kindern

Ich bin in Woche drei mit kranken Kindern. Drei! Das Goldkind fing an, der Lieblingsbub folgte und pünktlich zum ersten Ferientag legte sich das Herzensmädchen krank ins Bett und fiebert und hustet hier rum. Nicht, dass ich nicht ne ellenlange To-Do-Liste hätte oder so, aber neben meiner Januarlähmung, der ich nur mühsam beibiegen kann, dass jetzt Februar ist und ich deshalb natürlich wieder voller Energie bin, komme ich einfach zu nichts, wenn ein krankes Kind hier betuttert werden muss. Und die Minions haben Schulferien. Ideale Bedingungen für Ausweichmanöver und Ablenkung auf dem Teller, heute in Form von Apfel-Streuselkuchen mit Zimt. Es gibt nämlich nichts effektvolleres, als übersteuerte Ferienkinder, die nichts mit sich anzufangen wissen, zum Teig kneten in die Küche zu zitieren und ihnen das Ergebnis zum Verzehr in Aussicht zu stellen. Dass dabei dann auch noch ein ganzes Blech köstlicher Apfelkuchen herauskommt, ist das i-Tüpfelchen auf dem Ablenkungsmanöver. Und ein ganz köstliches dazu. Das braucht man für Apfel-Streuselkuchen mit Zimt: Für den Hefeteig: 500g Weizenmehl 1 Würfel Hefe 220ml lauwarme Milch 100g Zucker 80g Butter …