Monate: November 2012

crafty christmas bei berlinmittemom ::: der adventskalender für den liebsten

Am Sonntag ist der erste Advent. Die Berliner Weihnachtsmärkte haben seit Montag geöffnet, ich werde mich nachher in die Feinheiten der adventlichen Außendeko stürzen, und morgen ist es endlich so weit: das erste Türchen am Adventskalender wird geöffnet. Meine Kinder sind schon ganz aufgeregt und haben große Erwartungen. Nicht so sehr an den jeweiligen Inhalt ihrer Adventskalender, als eher an das Magische, Heimliche, das mit Weihnachten und der Adventszeit einhergeht: die großen nostalgischen Papierkalender klebe ich nachts an die Türen der Kleiderschränke in den Kinderzimmern und die 24 Päckchen für jedes Kind werden ebenfalls erst in der Nacht zum 1. Dezember an den großen Adventskranz im Wohnzimmer gehängt. In den nächsten 24 Tagen werde ich kein Problem haben, die Mäuse morgens aus dem Bett zu kriegen, denn der erste Gang wird die drei täglich zum Adventskranz führen. Mit der Schere und einem Hocker ausgestattet rücken sie den bunten Päckchen zu Leibe, befühlen sie, versuchen, zu erraten, was darin sein könnte und schneiden schließlich jeder eins ab. Die roten sind fürs Herzensmädchen, der Lieblingsbub bekommt die …

lieblingsbub-talk ::: der gewissenswurm

Eigentlich wollte ich heute gar nicht bloggen. Nicht hier jedenfalls. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meinen einfallsreichen Sohn gemacht, der mich in ein interessantes und folgenschweres Gespräch verwickelt hat. Lieblingsbub: „Mama, kann eine Katze auch ins Gefängnis müssen?“ Ich: „Nein, natürlich nicht. Eine Katze kann nicht ins Gefängnis kommen, nur Menschen, wenn sie etwas ganz Schlimmes gemacht haben.“ (Daraufhin dachte er einen Moment nach.) Lieblingsbub: „Wie kann man eine Katze werden, Mama?“ (Jetzt musste ich lachen. Was geht ihm nur manchmal im Kopf herum?) Ich: „Aber Kerlchen, du kannst keine Katze werden, du bist ein kleiner Junge. Wir sind Menschen, das können wir nicht ändern.“ (Er wird langsam ungeduldig mit mir, das kann ich sehen.) Lieblingsbub: „Aber wenn wir noch nicht geboren wären, wie könnte man dann machen, dass man eine Katze wird?“ (Jetzt werde ich stutzig, weil er so hartnäckig ist…) Ich: „Schatz, was ist denn los? Warum willst du denn unbedingt eine Katze sein?“ Lieblingsbub (leicht verzweifelt): „Weil ich auf keinen Fall ins Gefängnis will!“ … Beim Nachfragen (und mit der …

adventskalender nr.1 und jede menge vorweihnachtsstimmung

Der Sonntag ist vorbei und war gefüllt mit prä-adventlichen Tätigkeiten, den Arbeiten für ein Schulprojekt vom Herzensmädchen, der ersten Xmas-Musik, einem Spaziergang durch den Kiez mit dem Goldkind und einem ausführlichen Familien-Dinner. Mit Sonntagsbraten! Außerdem habe ich den ersten von vier Adventskalendern fertiggestellt, den für mein Bonner Patenkind. Der ist richtig schön geworden und passt dennoch perfekt in den Karton zum Verschicken. Ich bin gespannt, wie sie ihn findet! Hier kommen die Bilder zum Tag. Happy Sunday! Anna Luz de León on Google+

finding berlinmittemom II

Zum Wochenende habe ich mal wieder meine Statistiken durchgesehen und muss unbedingt meine Liste der Suchbegriffe erweitern, mit denen man auf meine Seite gelangen kann. 1. kind im winter nicht ausgelastet –  Kenn ich. Wer kennt das nicht? Irgendwer irgendwelche schlauen Tipps? Außer die Kids einmal um den Block zu jagen? 2. ödipale phase pipi machen – Ja, Pipimachen muss man wohl in jeder Phase seines Lebens, auch wenn man gerade ein 3-5jähriges Kerlchen ist und am liebsten seine Mama heiraten möchte. 3. 3-jähriger quengelt wenn mama den raum betritt – Tscha, was ist da los? Dass eins meiner Kinder quengelt, wenn ich den Raum verlasse, das ist mir bekannt. Aber anders rum? 4. mädchenmütter schöner – Ja DAS ist ja nun wohl selbstverständlich! Natürlich sind Mädchenmütter schöner. Als alle. Mütter. Mädchen. Und überhaupt. Also wirklich. 5. pictures from busen berlin blogspot – Soso. Nun, Freunde der gehobenen Abendunterhaltung, was soll ich dazu sagen? Ja, ich habe einen Busen. Fotografiert habe ich den allerdings noch nicht. Und auch nicht bei Blogspot ausgestellt. 6. genervte eule …

Kulinaris, Hell's Kitchen en route, Kochen nach Anweisung

hell’s kitchen en route ::: kochen nach anweisung

Dieser Blogartikel ist eigentlich off-topic. Und außerdem längst überfällig. Off-Topic, weil es weder um Berlin, noch ums Mama-Sein, noch um Kinder auch nur im Entferntesten geht. Und überfällig, weil das, worum es geht, schon 10 Tage her ist. Aber manche Sachen sind so schön und so etwas Besonderes, dass ich dennoch darüber schreiben möchte. Hätte mich nicht mein abartiger Hexenschuss in Schach gehalten, mit dem ich mich seit einer Woche beschäftigen muss, hätte ich längst darüber gebloggt. Schon letzte Woche! Aber die Dinge des täglichen Lebens fordern ihren Tribut, wer wüsste das besser als Eltern. Mit Wirbelsäulen ist es also diesbezüglich nicht anders als mit Kindern: sie machen nicht das, was man sich vorstellt, das sie tun sollten. So sitze ich auch jetzt, den Rücken mit bunten Kinesiotapes lustig verziert, auf einem von meiner lieben Nachbarin ausgeborgten pinken Petziball und spüre sie: das Kreuz-Darmbein-Gelenk und die Ileosakralfuge. Kannte ich vorher noch nicht, diese beiden. Aber immerhin sitze ich. Und blogge. Finally! Ich habe also vorletztes Wochenende gekocht. Nicht alleine sondern im Pulk. Und außerdem, ganz …

zujezogn inna hauptstadt ::: bestandsaufnahme einer unbelehrbaren

Wir sind Zugezogene. So, jetzt isses raus. Hier in (Ost-)Berlin ist bekanntermaßen das Label „zugezogen“ etwas, das kein Mensch, der nicht hier geboren wurde, jemals abwaschen, überdecken, sich weg-verdienen oder sonst irgendwie loswerden kann. Man kann hier sein Leben zubringen, sich identifizieren, berlinern können, dieser Stadt seine Lebenskraft, Energie und sein Einkommen widmen, Kinder hier bekommen und ein Haus bauen – man bleibt immer und für immer eine „Zujezogene“. Generationen lang. Im Rheinland, wo ich herkomme, ist das anders. Nicht, dass man diese Art Einstellung nicht dort auch antreffen könnte. Aber im Grunde genommen gilt: wer einmal am Tresen ein Kölsch mitgetrunken hat (am besten an Karneval), gehört dazu, egal, wo er ursprünglich herkommt. Nicht so in meiner Wahlheimat Berlin. Hier wird man als Stadt-Fremde oder -Neuling durchaus skeptisch betrachtet und auch gerne mal kodderschnauzig belehrt: „Ditt heißt Schrippe!“ Schrippe. Nicht Brötchen. Natürlich nicht. Mein Fehler. Das hat mich aber nicht gehindert, trotz meiner wohl lebenslangen tiefen Bindung an das Rheinland, seine Landschaft, seine Menschen, seine Sprache, seine Feste… (Heimwehmodus: off), mein Herz an die …

12 von 12 im november ::: my day in pictures

Heute ist es erstmalig soweit: ich habe „12 von 12“ für euch und trage mich in die Liste bei Caro von „Draußen nur Kännchen“ ein, die dieses Blogprojekt von Chad Darnell fortführt. Es geht darum, immer am 12. eines Monats seinen Tag mit 12 Bildern zu dokumentieren und auf sein Blog zu stellen: 12 von 12 eben. Berlinmittemom ist am 12.11.2012 zum ersten Mal mit dabei. Hier also meine 12 von 12 für euch: Drei Snackboxen für meine drei Bentofans Einkaufsliste für Muttern. Auch schön: Fleisch. Aufm Weg zum Einkaufen das neue komische Haus ausm Auto fotografiert. Ich weiß noch nicht, ob ich es schön oder scheußlich finde, in jedem Fall ist es interessant. Nach dem Einkaufen den Fortgang der Bauarbeiten überprüft. (Bzw. den Jungs Kaffee rausgereicht.) Dann, wohl oder übel, an die Arbeit gemacht. Ist aber ja nun Montag. Von daher alles nicht so kreativ/produktiv. Schon ist Spätnachmittag und Zeit die saisonale Beleuchtung einzuschalten. Auf dem Weg in die Schule, um das Herzensmädchen abzuholen. (Es ist immer noch Montag, daher sind die Kleinen heute …

home is where the heart is ::: facetten von heimat

Ein Wochenende im Westerwald. Endlich. Bis Freitag morgen glaubte ich nach dieser turbulenten Woche noch kaum daran, aber wir haben es wirklich alle dorthin geschafft. Ins Haus meines Vaters und seiner Frau, unserer liebsten Viola (nein, so heißt sie nicht, das ist nur die Familienübertragung des unschönen Wortes Stiefmutter). Gleich nach unserer Ankunft herrscht eine wunderbare Großeltern-Kinder-Idylle: Spiele werden gespielt, Witze werden erzählt und langsam aber sicher breitet sich die Ursuppe aus mitgebrachten Schleich-Elfen, Dinos, Barbies, Büchern, Stiften und Zeichenpapier, Schuhen, Kuscheltieren und Puppenkleidung überall aus. Mittags gibt’s eine Suppe, dann gehen wir zu einem Kochkurs und die anderen Großeltern mit den Kindern zu einem Martinszug… … ich bin mitten drin im wunderbaren Großfamilienleben, das wir in Berlin oft vermissen. Ich bin zu Hause. Und das ist für mich auf eine Art eine Überraschung. Denn dieses Haus, in dem mein Vater mit seiner Frau schon seit fast 13 Jahren lebt, war bis letztes Jahr niemals unsere Anlaufstelle, wenn wir hier her kamen – das war immer das Haus meiner Mutter. Das war mein Zuhause, das …