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Blog-Lieblinge #2 ::: Leseliste im März 2013

Eigentlich wollte ich die zweite Runde meiner neuen Blog-Entdeckungen ja schon im Februar gemacht haben, jetzt hat es doch bis in den März gedauert.

Unter anderem durch meine verstärkte Twitteraktivitäten in den letzten Wochen (Gott, das hat soooo ein Suchtpotential!), habe ich einige tolle Blogs entdeckt bzw. wiedergefunden oder neu gelesen und bin mal wieder auf zahlreiche Perlen gestoßen. Die fünf, die ich seit Februar am meisten mit-gelesen habe, möchte ich euch heute kurz vorstellen. Und ans Herz legen!

Über Twitter entdeckt habe ich

1. die wunderbare Natalie Springhart und ihr Blog „The real housewife of Böllenbü“.

Ich liebe ihren (selbst-)ironischen Schreibstil und ihre Offenheit, mit der sie auf ihrem Blog aus ihrem Leben schreibt. Nicht nur ist sie witzig, sie ist auch ehrlich und zeigt Gesicht. Finde ich lesens-, reinstürzens- und bewundernswert. Weshalb ich nicht nur im Februar bei ihr gelesen haben werde. Ein Buch hat sie übrigens auch schon geschrieben, das ich aber (noch) nicht gelesen habe, das sich aber mit einer wichtigen Thematik befasst: dem Schönheitswahn bei Mädchen und Frauen, Essstörungen, Bulimie und Magersucht. Wie ich die Schreibe von Frau Springhart kenne, ist das Buch mit Sicherheit: gut.

Sie hatte gerade Geburtstag und hat aus diesem Anlass 41 Dinge aufgelistet, die sie bisher in ihrem Leben gelernt hat (auch zu finden unter dem Twitter Hashtag #42dinge). Da kann ich gleich noch was mitlernen.

Mein Lieblingsbeitrag ist zur Zeit übrigens der über den Kindermund… Ach, wie erkenne ich mich da wieder!

screenshot-Natalie-Springhart-Blog

Ebenfalls über Twitter gefunden habe ich

2. das Blog von Cloudette – wie das war und wer wem zuerst gefolgt ist, weiß ich nicht mehr, ist aber auch egal. Jedenfalls verfolgte ich amüsiert und manches Mal auch beeindruckt ihre Tweets und fing alsbald an, ihr Blog zu lesen. Hier findet man ganz Wunderbares: neben ausführlichen Reisenotizen über die Reise während der Elternzeit mit einem kleinen Kind, finden sich witzige Alltagsbeobachtungen, persönliche Geschichten und, wie Cloudette selbst schreibt, ein bisschen Politisches und etwas zu Konsum, Geschlechterklischees und Familie. Sie nennt es ihren „Gemischtwarenladen“.

Für mich persönlich ist Cloudettes Blog ein unverzichtbarer Ort geworden und ich freue mich bei jedem Besuch, wenn ich einen neuen Beitrag finde. Im Augenblick freut mich vor allem der über ihre rüstige Oma und deren Geburtstag: happy birthday von dieser Stelle. (Und noch mal danke für die Post, das war wundervoll!)

Screenshot Cloudette

Schon länger verfolge ich

3. Melanies Blog glücklich scheitern. Warum sie bisher noch in keiner meiner Blogempfehlungen oder Leselisten auftauchte, weiß ich eigentlich selbst nicht so genau. It’s about time! Melanie ist glücklich „gescheitert“ und schreibt aus der Situation einer Frau mit Plänen (Studium, Reisen) und dem Durchkreuzen derselben (Kind, Jobsuche) und darüber, warum sie dennoch glücklich ist und entspannt bleibt. Ansonsten ist sie sehr vielseitig, bloggt über gesellschaftlich Relevantes, über die feministischen Herausforderungen dieser Tage, über die Frage, wie man gut und sinnvoll die Welt retten könnte und beschreibt außerdem einiges aus ihrem Alltag. Einer meiner Lieblingsartikel ist im Moment ihr Beitrag zum Twitter Hashtag #aufschrei. Ist aber eigentlich alles sehr lesenswert!

glücklich scheitern screenshot

Wen ich mich kaum zu empfehlen wage, weil ich immer davon ausgehe, dass JEDER sie längst kennen müsste, ist

4. Journelle. Hier schreibt Elle. Und das tut sie mit einer beeindruckenden Wucht und immer sehr auf den Punkt. Was sie schreibt lässt sich eigentlich nicht auf ein paar Stichworte zusammenfassen und das wiederum stellt sie in eine Reihe mit vielen der Blogs, die ich gerne lese: die Vielfalt. Ja, sie hat Kinder, aber das ist nur ein Aspekt in ihren Texten. Ja, sie arbeitet, aber mit diesem Aspekt verhält es sich ähnlich. Ich könnte mich, wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, kaum für eine Empfehlung eines bestimmten Essays entscheiden, denn das ist es, als was sie ihre Texte bezeichnet: als Online-Essays. Ich versuche es aber dennoch. Im Moment besonders lesenswert finde ich ihr Bekenntnis, dass sie nicht gerne mit ihren Kindern spielt, außerdem den Blogeintrag über die Beschaffenheit der Pubertät. Der eigenen und zwangsläufig der der anderen.

Ich bin immer wieder beeindruckt und bleibe ganz sicher Journelles Leserin. Und Twitter-Followerin, was ich ebenfalls sehr empfehlen kann: pointiert bis zur Stecknadelkopfgröße. Zack.

Screenshot Journelle

 

In einer ganz anderen und doch nicht so verschiedenen Ecke ist mir

5. das Blog anders anziehen begegnet. Hier lässt sich die Fotografin und Autorin Sandra Dankert ihrerseits von spontanen Begegnungen in ungeplanten Zusammenhängen inspirieren und macht „Porträts in Wort und Bild“. Dabei entstehen die wunderbarsten Bilder und Gespräche, die sie auf ihrem Blog sammelt. Ich kann mich immer wieder in die großartigen Fotos versenken – es ist spannend zu sehen, wen sie trifft und wie sie die Persönlichkeiten in ihren Porträts einfängt. Mein Lieblingsbeitrag im Augenblick ist People are people , in dem sie ein russisches Paar porträtiert, das seit 2 Jahren in Köln lebt. Einfach ganz ganz wunderbar.

Für mich bisher einer meiner liebsten Online-Orte in diesem Jahr. Und definitiv eine Empfehlung aus vollstem Herzen wert.

Screenshot anders anziehen
So, das sind mal wieder ein paar meiner neueren Blog-Lieblinge und Leseempfehlungen für euch. Ich werde das jetzt ab und zu wiederholen, nicht nur, weil ich gerne von mir frequentierten Blogs zu mehr Lesern verhelfe, sondern auch, weil ich so viel kreuz und quer lese, dass meine Blogroll platzen würde, würde ich sie alle da versammeln wollen. Unregelmäßig wird diese Reihe also fortgesetzt, zu finden in der Kategorie „Bloggerie“.

Fröhliches Wochenende euch! Und es würde mich bei Gelegenheit interessieren, ob das ein oder andere Blog euch ebenso gefällt wie mir.

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