bilder & geschichten, kochen & genießen
Schreibe einen Kommentar

verstecktes gemüse ::: auberginenpasta mit zwei käsesorten

Ich liebe Auberginen. Ich brate sie gerne mit Knoblauch und Olivenöl, ich lege sie auf den Grill und ich beträufele sie gerne mit Vinaigrette oder dippe sie in Kräuterquark. Leider kann ich meiner Auberginenliebe nicht ungehindert frönen. Denn da sind ja diese kleinen Menschen, die bei mir wohnen…

auberginenpasta_auberginenturm_geschnitten.jpg

Ich liebe ja nicht nur Auberginen, sondern Gemüse überhaupt, aber die Tatsache, dass meine Kinder diese Liebe nicht im selben Maß teilen, zwingt mich im Alltag, die ungeliebten Gemüsesorten in Sachen zu verstecken, die sie mögen.

In diesem Gericht habe ich also meine geliebten Auberginen in einer leckeren Tomatensoße versteckt, unter die Nudeln gemischt und mit den zwei beliebtesten Pasta-Begleitern meiner Berlinmittekids bestreut: Mozzarella und frischer Parmesan. Perfekt wäre es noch mit frischem Basilikum, aber das gab mein Kühlschrank nicht her, als ich dieses köstliche Pastagericht letzte Woche für meine Familie zubereitet habe.

auberginenpasta_done.jpg

Man braucht:

– 500 g Nudeln, z.B. Spaghetti, Penne etc. Bei uns gibt’s fast immer die Vollkornvariante
– eine schöne Aubergine
– 1 Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Dosen geschälte Tomaten (auch gerne schon gehackt, aber nicht passiert)
– Mozzarella
– Parmesan oder Grana Padano, gerieben oder am Stück
– Olivenöl, Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker
– für die Tomatensauce: Oregano, Rosmarin, Thymian

auberginenpasta_zutaten1.jpg

Und so geht’s:

1. Die Aubergine waschen und die Stilansätze entfernen. Dann in Scheiben schneiden, auf einem Schneidbrett oder Küchenpapier auslegen und mit Salz bestreuen. Dann geben sie Wasser ab und lassen sich besser weich braten/dünsten. Ansonsten bleiben sie hart und schmecken zäh.

2. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Tomaten klein schneiden (sofern man sie nicht schon gehackt gekauft hat). Nudelwasser aufsetzen, Nudeln kochen.

3. In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen. Die Auberginen trocken tupfen und nebeneinander ins heiße Öl legen. Auberginen brauchen recht viel Öl, wenn sie ein bisschen kross gebraten werden sollen und nehmen eine Menge Öl auf. Alles in allem also ein hochkalorischer Vorgang. Die Scheiben regelmäßig wenden und die Hitze ein bisschen drosseln, damit nichts anbrennt. Wenn alle Scheiben leicht gebräunt sind, gebe ich den Knoblauch dazu und brate ihn für die letzten Minuten mit.

auberginenpasta_in_the_making.jpg

4. In einem Topf Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel 2-3 Minuten glasig andünsten, dann die Tomaten dazu geben und alles mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Hitze drosseln und alles vor sich hin köcheln lassen. Ich würze die Tomatensauce gerne mit den oben genannten Kräutern: Oregano, Rosmarin, ein Hauch Thymian.

5. Die fertig gebratenen Auberginenscheiben aus der Pfanne nehmen und auf ausgebreitetem Küchenpapier auslegen, damit sie ein bisschen von ihrem aufgenommenen Fett abgeben.

6. Auberginen und Tomatensauce unter die heißen Nudeln mischen und mit gewürfeltem Mozzarella und frisch gehobeltem Parmesan bestreuen (meine Kinder sagen, es schmeckt auch mit Feta. Aber denen schmeckt einfach ALLES mit Feta!). Frisches Basilikum schmeckt herrlich dazu.

auberginenpasta_zutaten_mozzarella.jpg

Der Gemüseverstecktrick wirkt allerdings besser, wenn man die gebratenen Auberginenscheiben klein schneidet und tatsächlich in der Tomatensauce verschwinden lässt. Für mich und alle anderen Auberginen-Liebenden mache ich das natürlich nicht – es sieht schöner aus und schmeckt besser, wenn die Auberginenscheiben nicht komplett in der Sauce verschwinden.

Tatsächlich ist es aber so, dass meine Kinder, die Aubergine vom Grill niemals anrühren würden, sie in dieser Tomatensauce gar nicht weiter beachten und nur sehr selten anprangern, ich hätte ihnen wieder was „untergejubelt“. Nun denn. Wir werden sehen, wohin das „Gemüse-Verstecken“ führt und ob sie sich zu Gemüseliebhabern wider Willen entwickeln werden oder sich, weil ich nicht müde werde, es ihnen immer wieder anzubieten („Du WEIßT doch, dass ich keinen Kohl/Sellerie/Fenchel/Aubergine/random mag, Mama! Lass das!“) irgendwann als totale Gemüseverweigerer wiederfinden und sich nur noch von „nackten Nudeln“ ernähren.

Ich lass‘ es euch dann wissen. Euch ein wundervolles Wochenende mit Liebe, Licht und Erbsen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.