das wilde leben
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die philantropin in der sackgasse? ::: in eigener sache

In meiner Selbstbeschreibung bei Twitter steht das Wort "Philantropin" und auch wenn das im ursprünglichen Wortsinn ein bisschen hoch gegriffen sein mag, trifft es etwas an mir sehr genau: ich bin eine Menschenfreundin. Es ist mir wichtig, dass es den Menschen um mich herum gut geht. Das reicht um einiges über die Grenzen meiner Familie oder meines engen Freundeskreises hinaus und erschöpft sich längst nicht an milden Gaben für Bedürftige oder finanzielle Unterstützung mir wichtiger Projekte (obgleich ich auch das tue).

Nein, der Aspekt, der mir wirklich wichtig ist, hat etwas mit (Nächsten-)Liebe zu tun. Ich liebe die Menschen, ich interessiere mich für sie, ich fühle mich in sie hinein und ich denke über sie nach. Ich kriege sehr schnell mit, wenn es jemandem nicht gut geht und ich kann nicht wegsehen, wenn jemand Hilfe braucht. Ich habe mir angewöhnt, das zu signalisieren, zunächst nur das, weil ich den Menschen ja nicht auf den Frack gehen möchte. Aber ich gehe auch nicht einfach vorbei. Ich frage, ob ich etwas tun kann oder ich sage einfach sowas wie: "Ich sehe, dass es dir schlecht geht und es ist mir nicht egal." Manchmal bin ich dann so was die Stichwortgeberin und die Person wendet sich an jemand anderen, manchmal passiert nichts und manchmal kann ich tatsächlich etwas dafür tun, dass es jemandem wieder besser geht. Durch einfaches Zuhören, durch eine konkrete Hilfe oder durch mein Netzwerk. Das funktioniert virtuell wie im sogenannten Reallife.

Das heißt leider mitnichten, dass ich durch diese Menschenliebe irgendwie ein besserer Mensch wäre, als jemand anderes, der das nicht fühlt. Ich werde genauso oft auch fürchterlich wütend auf die Menschen, ich ärgere mich über Ignoranz und Intoleranz und ich muss mich genau wie jeder davor schützen, verletzt zu werden. Was meine Menschenliebe leider als Fußfessel mitbringt ist mein Wunsch danach, dass alles schön sein soll, es allen gut gehen möge und alle sich bitte liebhaben sollen. Oder wenn nicht, dass sie sich dann bitte wenigstens gegenseitig in Ruhe lassen.

Ich weiß, dass das nicht geht und dass Konflikte und Auseinandersetzungen wichtig sind und ich weiß erst recht, dass meine Sicht auf die Dinge oft zu gar nichts führt und keine Konflikte auflösen kann. 

Aber ich kann auch nicht aus meiner Haut. Das führt dann leider dazu, dass ich oft verstumme, wenn um mich herum die Konflikte sich häufen oder gar laut gestritten wird. Ich sage immer weniger, weil ich das schlecht aushalten kann, wenn so ein Dissens herrscht und weil ich auf keinen Fall etwas sagen will, das eine*n der Protagonist*innen verletzen könnte. Und das ist ein bisschen der Grund, warum meine Posting-Frequenz hier auf dem Blog so runtergegangen ist in den letzten Wochen.

no more mommy wars, Philanthropin, Sackgasse, Mama Blogs

Ich liebe meine Filterbubble, mein Netzwerk aus anderen Blogger*innen aus allen Bereichen, meine Leser*innen und natürlich den Austausch und die virtuellen wie echten Begegnungen mit den Menschen aus diesen Zusammehängen. Viele dieser Begegnungen sind fruchtbar und inspirierend, die meisten sind zumindest nett und zum Glück sehr selten erlebt man gewisse Dissonanzen, die vor allem aus unterschiedlichen Lebensentwürfen her rühren. Man muss ja auch nicht mit allen beste Freund*innen werden, darum kann es ja nicht gehen.

Aber was in den letzten Wochen wiederholt passiert ist, macht mich teilweise fassungslos und auch traurig. Da wird eine Themensau nach der anderen durchs virtuelle Muddibloggerdorf getrieben und einige der Kolleg*innen und auch Kommentator*innen springen mit auf und reiten mit. Und bei dieser wilden Jagd wird verbal um sich geschlagen, gegen andere und ihre Lebensentwürfe gehetzt und gleichzeitig die eigene Sicht auf die Dinge als die absolute Wahrheit postuliert. Jeder hat die einzig richtigen Argumente und es wird überhaupt nicht (mehr) MITeinander geredet, sondern lediglich noch übereinander. Und zwar so schlecht wie es geht. Je nach Thema gibt das natürlich Klicks ohne Ende und die Interaktionsrate auf den jeweiligen Social Media Kanälen ist wahrscheinlich Bombe – aber die Einschläge sind hart und tun weh. Und dabei geht einiges kaputt.

Ich stelle fest, dass mich das mit meiner Menschenliebe an meine Grenzen bringt und dass mich meine Fußfessel, der Wunsch danach, dass die Menschen respektvoll und lieb miteinander umgehen sollen, dazu bringt, hier zu verstummen. Weil ich da nicht mitmachen möchte. Weil ich nicht weiß, wie ich mich raushalten soll, wenn es auf allen Seiten Menschen betrifft, die ich sehr mag und die ich nicht verletzen möchte mit einem Statement. Weil ich deshalb beginne, bestimmte Themen zu vermeiden, um nicht Stellung zu beziehen und zwischen zwei Seiten/Menschen wählen zu müssen. Weil ich Gefahr laufe, selbst wütend und ungerecht zu werden, wenn ich darüber spreche und mich das in einen Zustand bringt, in dem ich mich selbst nicht mag. Weil ich sehe, wie es Verletzte auf allen Seiten gibt und ich beginne, mich schlecht zu fühlen, weil ich niemandem zur Hilfe gekommen bin, wenn er unter Beschuss war.

Ich liebe meine Filterbubble und ich liebe die Vielfalt der Themen und Stimmen, die im Elternbloggeruniversum herrscht. Ich bin überzeugt davon, dass wir alle, Blogger*innen wie Leser*innen von dieser Vielfalt profitieren und dass es für jeden genau die Leser*innen bzw. Blogs gibt, die genau zu ihm und seinen Bedürfnissen, Themen und Ansichten passen. Ich bin außerdem überzeugt, dass verschiedene Haltungen in einem Raum existieren dürfen und sollten, damit sie sich gegenseitig berühren und vielleicht erweitern können. Aber ich möchte nicht dabei sein, wenn sich genau in dieser großartigen und eigentlich solidarischen Gruppe von Müttern, bestehend aus Blogger*innen und ihren Leser*innen, gegenseitig gedisst und runtergeputzt wird. Wenn aus den vielbeschworenen Mommywars auf der Spielplatzbank plötzlich die Mommybloggerwars in den Social Media Kanälen und auf den Blogs werden. Wenn aufeinander mit dem Finger gezeigt wird und einander Labels angepappt werden wo drauf steht: "Schlechte Mutter!" oder "Ignorantin!" oder "Helikoptermom!" oder "Verantwortungslose Mutter!" oder oder oder. Ich möchte nicht dabei sein, wenn mit verbaleln Steinen aufeinander gezielt und geworfen wird, während sich auf allen Seiten jede*r im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt. So ist das nicht.

Ich habe darüber nachgedacht, ob ich mich überhaupt dazu äußern soll, aus oben genannten Gründen. Und aus denselben Gründen gehe ich hier auch mit keinem Wort auf die Protagonist*innen oder Inhalte der Auseinandersetzungen ein, die ich in den letzten Wochen mitlesen musste: ich werfe keine Steine, ich mache da nicht mit. Aber ich bin an einem Punkt, wo mich diese ganzen Geschichten insofern betreffen, als sie mich und mein Schreiben, hier in meinem kleinen Abschnitt vom Internet direkt betreffen. Sie machen mich stumm, wo ich mich eigentlich ausdrücken möchte und sie behindern meinen Austausch mit den Kolleg*innen und den Leser*innen.

Deshalb möchte ich mich heute insofern aufstellen, als dass ich zumindest diese Statement loswerden muss: hört auf damit! Bitte! Ich weiß, dass ihr besser seid, als das. Ihr seid besser als eure Aussetzer, ihr seid besser als die schwarzen Stunden eures Zorns und der ungefilterten Urteile, die ihr von euch gebt. Das ist einfach nur zerstörerisch und führt nirgends hin, für niemanden.

Lasst uns uns lieber an die Idee von Netzwerken erinnern, an die Idee von Austausch und gegenseitiger Unterstützung und an den legitimen Wunsch, mit dem eigenen Lebensentwurf in Ruhe gelassen zu werden. Das steht uns zu – und jedem anderen da draußen auch. Wir müssen niemandem unsere Meinung um die Ohren hauen, nur weil wir eine haben.

Wir sind alle, ALLE in unserem Leben auf das Wohlwollen unserer Mitmenschen angewiesen, mal mehr, mal weniger. Wir sind soziale Wesen und leben miteinander – das mit dem Vakuum wird nicht funktionieren, das könnt ihr vergessen. Also macht es sehr viel Sinn, sich in Wohlwollen und Großzügigkeit anderen gegenüber zu üben, vielleicht mehr Sinn als alles andere, wenn es um ein respektvolles Miteinander geht. Wir sind verschieden, ja. Aber das ist kein Irrtum, das ist gut so. Das heißt nicht, dass andere uns durch ihr Anderssein bedrohen oder unser So-Sein in Frage stellen. Es heißt nichts weiter, als dass wir uns unterscheiden. Fertig.

Ich liebe die Menschen. Und ich liebe euch da draußen, meine Leser*innen und meine Kolleg*nnen. Ich möchte mit euch kommunizieren, euch zuhören, eure Meinungen erfahren und sehen, wie wir im besten Fall alle aneinander wachsen. Ich möchte euch die sein lassen, die ihr seid und euch nicht in Schubladen mit zweifelhafter Beschriftung verschwinden sehen. Lasst uns doch alle versuchen, die beste Version unserer selbst zu sein, wenn wir miteinander reden. Und lasst uns nicht all jenen Futter geben, die mit Klischeebrille vorm Kopp und von außen auf "die Mütter" schauen und sich bestätigt sehen, wenn wir uns gegenseitig niedermachen.

Ich glaube an euch. Ich bin Philanthropin. Und ich möchte es bleiben.

Passt auf euch auf, ihr alle. Und seid lieb!

signatur

42 Kommentare

  1. kiko2014 sagt

    Wie sagst du immer so schön ….. „Komm an meine Hupen du Süße!“ *virtuelldrück*

  2. Leider kenne ich Dich nicht persönlich, (noch) ist Berlin leider zu weit weg. 

    Aber trotzdem danke für diesen Text, sowas können nur Herzmenschen schreiben. Das spürt man in jedem Wort, direkt aus dem Herzen in die Tasten. 

    Virtuell einfach mal feste gedrückt, weil mir danach ist und ich würde mich riesig freuen, das eines Tages mal in echt zu machen. 

    Merci und liebe Grüße 

    tanja 

  3. Liebe Anna,
    Schön gesprochen. Das Verstummen verstehe ich nur zu gut.
    Manchmal erscheint jedes Wort wie eine potenzielle Bombe. Manche schmeißen sie trotzdem. Andere eben nicht.
    Liebe Grüße
    Heike

  4. Ich mag deinen Blog gerade deshalb gerne, weil du deine Meinung äußerst ohne zu (ver)urteilen. Du schreibst von dir, deiner Familien und Themen die dich bewegen und das in einer wahnsinnig sympathischen Art! Also bitte beziehe ruhig Stellung, ich bin mir absolut sicher, dass du den richtigen Tonfall finden wirst 🙂

  5. Ich bin hier nur zufällig über einen Twitter-RT reingerutscht. Aber ich kann das nachvollziehen. (In meiner Twitter-Bio steht übrigens auch Philanthrop). Im Netz schreiben sich die Leute oft auch einfach ihren Frust von der Seele oder sie müssen ihre Meinung besonders unterstreichen, weil keine direkte Debattier-Situation wie im RL zustande kommt. Da hier offensichtlich ein enges
    Netzwerk geknüpft ist, empfehle ich, kontroverse Themen bei Treffen zu debattieren.
    Liebe Grüße

  6. Du Liebe, ich fühle jedes Wort und niemand hatte es wärmer, realer und treffender ausdrucken können.
    Bei jedem Wort sah ich die warmherzige Frau vor mir und spüre Deine Umarmung – welche ich Dir heute wieder gerne schenken möchte.
    Ich habe mich stellenweise sehr zurück gezogen im realen Leben aus genau diesen Gründen und lerne gerade in diese zurück zu kommen trotz dieser Gründe.
    Danke für diese Worte und noch ein Viel größeres Danke das ich Dich kennen lernen durfte!!!! Danke Du wundervoller lieber Herzmensch!!
    Drücker aus dem Norden
    JesSi

  7. Hallo, ich glaube, ich habe hier noch nie kommentiert. Ich bin meist eher der stille Mitleser. Nun hier möchte ich doch hinzufügen, da ich gar nicht recht weiß, worum es geht (ich hatte Internet-Urlaub ;-)): Du machst das ganz super so, wie du das machst. Ich finde es toll, wie du dich ausdrückst, auch über dein Mutter sein und wie du einen Weg gefunden hast, dies zu tun, ohne deine Kinder zu sehr zu zeigen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass du so ehrlich bist, wie du nur kannst, so ehrlich, wie kaum einer ist. Und bereichernd, nachdenklich-machend, vieles mehr was mir jetzt nicht einfällt. Mach einfach weiter so, wenn du es möchtest! LG!!

  8. Liebe Anna,
    danke für diesen schönen Beitrag. Ich verstehe dich sehr gut. Ich bin auch eher harmoniebedürftig und das ist manchmal gar nicht so leicht ;-).
    Diese Mummywars kenne ich, seid ich im Netz unterwegs bin, früher habe ich viel in Foren gelesen und geschriebe und es war das Gleiche in grün. Ich nehme mich da auch nicht aus, ich war in meinem Netzleben auch schon mehr als einmal an einer Diskussion beteiligt, die dann ausartete und sicher war ich nicht immer nur die Nette, die immer versucht hat, zu deeskalieren. Manche Themen sind es auch wert, dass man sich streitet – viele aber nicht. Ich übe im Moment, dass Werten einfach sein zu lassen, sondern nur noch neugierig zu beobachten, das ist nicht immer leicht, manchmal geht es natürlich auch gar nicht. Aber ich merke, dass es bei mir schon erste Früchte trägt.
    Ich finde es sehr interessant zu erfahren, wie Menschen leben und warum sie das tun und habe gemerkt, dass damit auch meine Toleranz und mein Verständnis steigt, ich denke also reden, reden, reden bzw. schreiben ist das Geheimnis. Mit fällt auf, dass einige Themen mit ziemlichen Fanatismus betrieben werden und das gefällt mir nicht, ich finde, es muss immer (oder zumindest fast immer) Raum sein, auch eine andere Position zu akzeptieren. Gerade wir Mütter sollten das wirklich langsam mal etwas besser hinbekommen, denn wie du selbst schon mal geschrieben hast: wir sitzen alle im selben Boot und haben eigentlich genügend Baustellen, an denen wir gemeinsam arbeiten müssten (unsere nicht immer sonderlich mütter- und kinderfreundliche Gesellschaft zum Beispiel), stattdessen zerfleischen wir uns über Familienbetten, Kinderwägen oder Tragetuch und der Frage, ob wir Kinderbücher vorlesen dürfen, die Begriffe enthalten, die nicht mehr ganz pc sind. So ein Quatsch – ehrlich.
    Übrigens würde ich mich freuen, wenn du dich in aktuelle Diskussionen einmischen würdest, weil du es wahrscheinlich schaffen könntest, deine Sicht auf die Dinge und deine Handhabung so zu formulieren, dass klar ist, dass das der Weg ist, den du gehst, ohne dass du Wege anderer herabwürdigst.
    Viele Grüße und einen schönen Sonntag wünscht Daniela, die Zweibeinerin.

  9. Ich habe eine dringende Ahnung, welche Themen und Blogger du meinen könntest und freue mich über deinen Post.
    Ich fürchte nur leider, dass sich die Betroffenen gar nicht angesprochen fühlen, da sie sich selbst gerecht und gut finden. Das ist für mich die schlimmste Sorte: Gutmenschentum predigen und unter diesem Deckmantel richtig austeilen. Das ist mir verbal offenes Gekotze noch lieber.

    Freue mich, wenn deine Bloggingabstinenz bald wieder nach lässt!

  10. Danke, für diesen tollen, wahren Text. Mir ging es auch ähnlich wie dir. Mitreden? Raushalten? Meinung verbloggen? Nein, lieber schweigen. Denn auf das rumgehacke untereinander habe ich auch keine Lust. 

    Liebe Grüße, Nina

  11. Liebe Anna,

    ich bewundere immer wieder, wie sehr du mich mit deinen Worten fesselst, so dass ich das Handy gerade nicht weglegen konnte und erstmal alles lesen musste. 

    Toller Post, obwohl ich irgendwie total verpasst habe, dass gerade so ein Krieg herrscht unter den Mummy-/Elternbloggern. 

    Du machst das schon sehr richtig, ich hab auch gerade eine Situation erlebt, die sich auf mein privates Umfeld, meine zukünftige berufliche Situation und zunehmend auch auf meine Aktivität in "diesem Internet" auswirkt, die mich so wütend gemacht hat, dass ich am Liebsten alle Schleusen aufgemacht und mich gerächt hätte, auch öffentlich. 

    Hab ich nicht getan, werd ich auch nicht mehr – weil ich finde, die Energie, die ich ins Streiten investiert hätte, sollte ich lieber für andere Dinge nutzen. 

    Und das sollten alle Blogger, die du mit deinem Post meinst, wohl auch lieber. 

    Viele liebe Grüße, 

    Johanna

  12. Liebschen –
    You are so right – ich unterschreibe jedes Wort…. Ich habe das die letzen Wochen auch geobachtet und immer wieder laut gesagt – wie gut das ich keine Mami-Bloggerin bin – ich hätte die allergrössten Shitstorms aller Zeiten! Warum nur?! Für jeden gibt es den richtigen Weg – wie heisst es soschön Leben und Leben lassen!
    ich knutsch Dich so von Menschenfreund zu Menschenfreund – aber bitte verlier trotzdem Dein Mutbloggen nicht aus dem Herzen – denn das kannst Du ganz wunderbar – wie drölf Millionen andere Sachen auch!
    Knutscher
    Deine Claretti

  13. Liebes,vielen dank für deine Worte und du sprichst mir aus der Seele…ich schweige auch lieber und hoffe wir sehen uns nächste Woche damit wir uns mal ganz fest in.den Arm nehmen können und unsere Herzen aneinander drücken! Alles liebe Rebecca

  14. Weise Worte, die die Welt vielleicht nicht von heute auf morgen verbessern, wohl aber jedem, der das liest, ein kleines Stückchen vom großen Anna-Herz mit auf den Weg geben. Ich mag dir gerne eins zurück geben <3 du bist toll!

  15. Ich habe einmal einen Artikel dazu geschrieben, warum ich keine „echte“ Mamabloggerin bin. Und die Angst vor genau solchen Entwicklungen habe ich als einen Beweggrund angegeben. Ich, die über Reisen als Familie schreibt, kriege deutlich seltener eine auf den S… als diejenigen, die über Stillen, AP, Familienbett, Schlafen etc schreiben. Und dabei beschäftigen mich die Themen doch auch so sehr…Teils fühle ich mich selbst auch verletzt durch Kommentare, obwohl nicht angesprochen. Einfach, weil ich den Standpunkt der Gemeinten inne habe. Nein, ich schreibe schon aus Selbstschutz lieber über Reisen nach Estland oder gebe Tipps für lange Autofahrten mit Kindern…

  16. menschenskinder! sagt

    An mir gingen diese Differenzen glaub ich auch vorbei, aber das ist auch ganz gut so. Schlimm finde ich, dass dich das zum Schweigen bringt, denn du gehörst eindeutig zu denen,die niemals verstummen sollten. Ich hoffe du findest deine Worte wieder. <3

    Liebe Grüße
    Isa

  17. Pingback: Immer wieder Sonntags KW08 | feierSun.de

  18. ein wunderbarer post voller wahrheit – ich möchte ihn ausdrucken und jeder einzelnen dieser mommy-kriegerin vor die nase halten. 

    mich hält genau das ab, wieder zu bloggen. mein energiegaushalt ist mir zu wichtig 😉 

     

    dir alles gute! bleib so – das braucht das netz! 

  19. Pingback: Warum Bemerkungen zu ÜberMamas und Rabenmütter immer fehl am Platz sind – und was Du statt dessen sagen kannst | liebevoller leben

  20. Liebe Anna, ich kommentiere definitiv zu wenig und ich habe anscheinend nicht genug Mommyblogger im Reader, denn ich habe keine Ahnung worum es ging. Aber eigentlich spielt das auch keine Rolle, denn ich möchte dir aus tiefstem Herzen sagen: Du bist die Beste! Schreib einfach Bitte wieder was dir durch den Kopf geht, denn ich vermisse deine Posts total! Und ich bete für mehr Frieden unter den Müttern (egal ob auf Blogs oder im Fernsehen, denn das hat mich diese Woche auch geärgert). Alles Liebe!

  21. Helga sagt

    Ganz lieben Dank! Nein, ich bin nicht zu feige um Stellung zu beziehen, aber bevor ich jemanden ungut anmache – den Kopf schütteln, vielleicht staunen über Intoleranz und Hetzereien, sich wundern und sicher nicht beteiligen, aber vor allem Schweigen! Haben Frauen und Mütter es nicht schon schwer genug?

  22. liebe Anna, du schreibst mir aus der Seele. Auch ich halte mich zurück, denn ich möchte niemanden verurteilen, aber auch meine Sicht nicht als „Die einzig Richtige“ hinstellen. Dein Text zeigt mir wieder, warum ich deinen Blog so liebe. LG Bella

  23. Lottissima sagt

    Hallo,
    ich lese keine anderen Mummy Blogs und habe daher keine Ahnung, um was es geht. Ich finde es nachvollziehbar, dass du dich da raushältst. Aber es tut mir (und uns LeserInnen) echt leid, dass dich diese Mommy Wars so verstummen lassen. Ich lese deinen Blog so gerne und würde mich echt freuen, wenn du wieder mehr posten würdest! Urlaub, Erziehung, Hell’s Kitchen, Fotos… gefällt mir alles gut (außer vielleicht die Fotostrecken mit der Kindermode ;)). Kannst du nicht „ein bisschen dein eigenes Ding hier machen“? Du greifst doch niemanden hier an und hast doch eigentlich selten bis nie bissige Kommentare hier stehen? Wie heißt es doch gleich… Das gute an den schlechten Zeiten: Pferde satteln, weiterreiten. 🙂

  24. Hallo,

    ich finde es interessant, dass es solche Streitigkeiten auch in eurer Mutterblogszene gibt. Aber irgendwie bestätigt das meine These, dass das Internet nicht automatisch ein Raum ist, in dem alles offen und friedfertig wird. Ich kenne es aus der Politik, verschiedene Gruppen schotten sich ab und verstärken eher ihre eigenen Gedanken, als dass sie in einen offenen Dialog eintreten.

    Ich denke man darf von dem Internet an sich nicht zuviel erwarten. Das Internet ist zunächst eine Plattform, kein normativer Heilsbringer, welcher alles besser macht. Es kommt immer darauf an wie die konkreten Strukturen gestalten sind und wie sich die Menschen verhalten, sprich wie man sich zu den Problemen verhält. Deshalb ist dein Aufruf sinnvoll, aber andere müssen auch zuhören oder so etwas beherzigen!

  25. Liebe Anna Luz,
    bitte lass Dir doch das Bloggen nicht verleiden! Ich habe von militanten Webmüttern nichts mitbekommen, darum mag ich inhaltlich gar nichts zur Diskussion beitragen. Bin ansonsten auch sehr friedfertig, und streite nur dann, wenn es überhaupt nicht mehr anders geht.
    Hast Du dieses gesponserte Video zum Thema Mommy Wars schon mal gesehen? Ich finde es wirklich treffend beobachtet – und es hat eine versöhnliche Auflösung (ganz kurz vor dem Firmenlogo, ja schon.)

    Vielleicht bringt es Dir wie mir am Anfang ein Schmunzeln und am Ende eine Gänsehaut und ein breites Lächeln.
    Ich lese berlinmittemom (und Dein Gedichteblog) total gerne, und würde es so sehr bedauern, wenn Du Dich rausziehen würdest. Man merkt beim Lesen, mit wie viel Herzblut Du schreibst – also wäre es doch auch für Dich bestimmt superschade, wenn Du es Dir verkneifen würdest. Und ob es am schwelenden Konflikt etwas ändert, wenn Du verstummst – wer weiß.
    Schreibe weiter – für Dich, für uns, und danke für Deine klugen Worte bisher!
    Johanna

  26. Jetzt muss erst der Familienbetrieb seine Lektüre-Empfehlungen posten, damit ich deinen Post lese. Und er trifft mich. Trifft genau ins Schwarze. Danke.

    Ich war die letzten Wochen in meiner eigenen Welt. Abgetaucht aus der virtuellen Blase. Wie sagt man so schön? „Aus Gründen“

    Und wie ich gerade eben selber auf meinem Blog schrieb, ich bin regelmäßig erschrocken, wenn ich dann doch einmal nachgelesen habe in meiner Twitter-TL. Ich bin zurückgezuckt, denn die Empörungswellen schwappten unaufhörlich und es erschien und erscheint mir so trivial.

    „Da wird eine Themensau nach der anderen durchs virtuelle Muddibloggerdorf getrieben und einige der Kolleg*innen und auch Kommentator*innen springen mit auf und reiten mit. Und bei dieser wilden Jagd wird verbal um sich geschlagen, gegen andere und ihre Lebensentwürfe gehetzt und gleichzeitig die eigene Sicht auf die Dinge als die absolute Wahrheit postuliert. Jeder hat die einzig richtigen Argumente und es wird überhaupt nicht (mehr) MITeinander geredet, sondern lediglich noch übereinander. Und zwar so schlecht wie es geht.“

    Interessant ist auch immer wieder, dass vor allem diejenigen, die sich die Toleranz auf die Fahnen schreiben, ganz vorne mit dabei sind, wenn man sich empören kann.

    Ich freue mich eigentlich, wieder zurück auch im virtuellen Leben zu sein und wieder teilzunehmen. Aber aus gewissen Themen werde ich mich weiter raushalten. Das war vor meinem Verlust so und nun erst recht.

    Es grüßt dich herzlich, wenn auch unbekannterweise, Kerstin

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