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mamas hörspiel-hölle ::: die fünf nervigsten hörspiele für kinder

Hörspiele für Kinder, die schlimmsten Hörspiele, Elternhölle

Dieser Sonntag war verregnet. Es hatte schon die ganze Nacht Bindfäden geregnet, und das Geräusch zu dem wir dann morgens aufwachten, war das von unaufhörlich plätscherndem, strömendem Regen. Für die Berlinmittekids gab es darauf nur eine Antwort, nämlich sich im Bett noch mal gemütlich einrichten und Hörspiele hören. Nicht ruhig vorgetragene Hörbücher oder schön inszenierte Geschichten mit angenehmen und gut ausgebildeten Sprecher*innen, nein, sie greifen zu dem Stapel im Segment Hörspiele für Kinder, in dem das Grauen lauert. Das könnte mir ja noch egal sein, denn ich muss ja nicht mit diesen Hörspielen in einem Raum sein. Aber meine Kinder fallen ja zusätzlich gerne wahlweise in die Rolle des Dezibel-geschädigten Apré-Ski-DJs oder des stets verlässlich brüllenden Karussell-Ansagers auf der Kirmes. ES WIRD LAUT! ICH MEINE WIRKLICH LAUT! SO DASS DIE WÄNDE WACKELN LAUT!

Und dann die Auswahl dessen, was gehört wird… Liebe Leute, was ich in den letzten elfeinhalb Jahren Mama-Dasein Hörspielmäßig schon gelitten habe, geht auf keine Kuhhaut! Ich will hier niemandem seiner möglicherweise schönen eigenen Erinnerungen an Kinderhörspiele mies machen, das hier sind nur meine ganz persönlichen „horrible 5“, aber ganz ehrlich – dafür finde ich sie wirklich sowas von schrecklich, mein Gehirn blutet leise vor sich hin, wenn die Kinder das abspielen. Und es ist mir schleierhaft wie sie aus dem im Haus verfügbaren breiten Sortiment „Hörspiele für Kinder“, zielsicher dieses Zeugs raussuchen. Immer und immer wieder. Seit Jahren. Wenn eins der Kinder rausgewachsen ist, gehen die CDs nahtlos ans nächste Kind und es beschallt mich weiter. Ein Vermächtnis, das von Kind zu Kind geht und scheinbar unzerstörbar ist. Hörspiele für Kinder? Ja, aber die aus der Mama-Hölle!

1. Conni, Conni mit der Schleife im Haar

Viel ist schon geschrieben, getweetet und diskutiert worden über Conni, die Unsägliche, mit der kackdoofen Schleife im Haar. Aber wie schlimm es wirklich ist, mit Conni unter einem Dach zu leben, versteht man als Eltern erst, wenn sie als Hörspiel kommt. Wahrscheinlich ist es sogar, ähnlich wie die Bücher, eins der am zuverlässigsten gekauften und verschenkten Hörspiele für Kinder, aber ich möchte hiermit an alle kinderlosen Menschen einen Appell richten: bitte, BITTE, verschenkt an eure Patenkinder und Kinder eurer Freunde nie, wirklich niemals die CDs von Conni und ihren saublöden Eltern, bei denen alles derartig normal ist, dass es einem beim Zuhören Phantomschmerzen bereitet: bei Conni ist kein Problem nachhaltig, alles wird immer spielend leicht überwunden, bei Conni sind alle Erwachsenen in glücklichen Hetero-Ehen verbandelt und alle Kinder teilen gerne, vertragen sich ganz von selbst wieder, gehen gern in die Kita/Schule, verstehen, warum sie immer bittedankehallotschüs sagen sollen, haben haufenweise beste Freund*innen und lügen nie. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Ich will gar nicht davon anfangen, wie blöd das Menschenbild und wie bescheuert „Normcore“ die dargestellte Welt bei Conni ist – mir reicht schon der bekloppte Titelsong, damit mein inneres Riotgirl laut anfängt zu protestieren und mit den Ketten zu rasseln. Dieses seichte Geplapper, mit der Connis oberlangweilige Geschichten aus den CD-Spielern meiner Kinder blubbern, macht mich weich in der Birne. Conni backt Pizza, Conni kommt in die Schule, Conni geht zelten – alles hört sich gleich an, läuft ohne nennenswerte Spannungskurve ab und endet stets gleich: Conni ist erfolgreich, Conni schafft einfach alles und Connis doofe Eltern sind immer lustig, fröhlich, gut gelaunt und nie genervt. Das nervt mich! Conni soll brennen! Zumindest die Conni-CDs sollen es.

Hörspiele für Kinder, die schlimmsten Hörspiele, Elternhölle

2. Leo Lausemaus

Leo Lausemaus. Wo fange ich da an? Wir bekamen Leo Lausemaus geschenkt, als der Lieblingsbub ungefähr zweieinhalb war, und seitdem wird diese eine, immer selbe CD von dieser dusseligen Doofmaus immer wieder hochgespült aus dem üppigen Hörspiele-für-Kinder-Bestand im Hause Berlinmittemom. Eigentlich ist Leo Lausemaus mit Conni verwandt, denn in seine Geschichten sind dieselben erzieherischen und gesellschaftlichen Normen eingewoben wie in den stinklangweiligen Conni-Geschichten. Und ebenso wie bei Conni wird auch diese Serie darüber verkauft, dass Leo alltägliche Dinge erlebt, die jedes Kind kennt – offenbar ein Erfolgsrezept, wenn man Hörspiele für Kinder verkaufen will. Nur ist bei Leo Lausemaus alles darauf ausgelegt, dass Leo, der nämlich oft frech und ungezogen ist (deshalb ja auch LAUSEmaus, nä? Subtile Titelgebung ftw!), zur Räson gebracht werden muss.

Leo wird also beim Lügen erwischt und das wird natürlich konsequent geahndet, ebenso „liebevoll – streng“ wird durchgegriffen, wenn’s ums Händewaschen, ums Essen, ums tägliche Baden etc. geht. Ich kann kaum in Worte fassen, wie ä.t.z.e.n.d. ich diese schlecht kaschierte Erziehungshaltung finde, die in jeder dieser Geschichten durchscheint (es sind vier Geschichten pro CD – VIER!) und in der es ständig darum geht, ein Kind irgendwie abzurichten. Nicht, dass nicht erklärt würde, warum man Händewaschen sollte oder warum es so traurig ist, wenn Leo nicht essen mag, was Mama extra für ihn gekocht hat. Nein, nein, Leo wird immer zur Einsicht geführt und verspricht dann geläutert, ab jetzt immer Hände zu waschen und nie mehr zu lügen. Nie mehr! Mir ist schleierhaft, was meine Kinder daran so mögen, dass sie sich das immer wieder reinziehen, denn ich schwöre, wenn ich mich jemals so verhalte, wie Mama Lausemaus, dann möge mich auf der Stelle der Blitz treffen, damit ich niemals ein unwilliges Kind mit liebvoller Strenge dazu bringen möge, etwas zu essen, das ihm zuwider ist. Aus Prinzip! No, no.

3. Bobo Siebenschläfer

Ja nun. Bobo. Bobo kam in unser Haus, als das Herzensmädchen etwa eineinhalb Jahre alt war und zwar als Buch. Wir hätten also diesen Sommer Zehnjähriges feiern können, Bobo und wir. Bei Bobo kann ich zumindest teilweise nachvollziehen, was meine Kinder daran liebten, als sie klein waren, denn Bobo erlebt sehr geordnete Tage, sehr kleine Abenteuer, sehr überschaubare und für Kleinkindern nachvollziehbare Dinge, die mit Familienalltag zu Hause und im Urlaub und maximal noch mit Kindergarten zu tun haben. Beim Buch fand ich das zwar langweilig, aber nicht schlimm.

Doch dann kamen die Hörspiele. Die sehr geliebten und sehr oft gespielten Hörspiele. Und die, seid gewarnt, sind echt harter Tobak für Elterngehirne. Denn Bobo und seine Familie sprechen nicht. Die Geschichte wird ganz nett von einer Sprecherin vorgtragen und mit Musik untermalt. Dabei hätte man es lassen können, finde ich. Aber nein, Familie Siebenschläfer äußert sich lautlich und zwar äußerst seltsam: offenbar der Worte beraubt, ahmen sie mit merkwürdigen Lauten die Melodie menschlicher Sprache nach. Meist auf „mmhh“. In allen Tonlagen. Mit Heulen und Schnarchen. Es ist zum Irrewerden! Wenn das nicht wäre, wäre die Umsetzung des Buches sogar eins der netteren Hörspiele für Kinder – vor allem für die Kleinen. Aber so klingt es, als hätte jemand der kompletten Familie eine Hannibal-Lecter-Maske angelegt oder den Mund mit Tape zugeklebt, so dass sie nur mehr „mmhhen“ können. Creepy, ehrlich mal.

Hörspiele für Kinder, Hörbücher, schlimme Hörspiele, Elternhölle

4. Pitti Platsch

Ich weiß, Pitti Platsch, Moppi und Schnatterinchen sind eine Institution und die Quelle wunderbarer Erinnerungen an unzähligen Ost-Kindheiten und ich will daran auch gar nicht rühren. Aber wahrscheinlich ist genau meine West-Provinienz der Grund dafür, dass ich, weil ich mit Pitti und Konsorten eben keine schönen Kindheitserinnerungen verbinde, fast einen Nervenzusammenbruch erlitten habe, als ich zum ersten Mal eins der Hörspiele hören musste. Ganz ehrlich Leute, diese STIMME! Wer, um Himmels Willen, hält das Gekreische und nervige Gequieke aus, das Pitti Platsch da von sich gibt? Dagegen ist ja Hans Clarin als Hui Buh bzw. Pumuckl der reinste Sängerknabe – und das ist ebenfalls schon hart an der Grenze des Erträglichen, dieses ewige „Huiiii buuuhhhuhuuuu….!“ Nein wirklich, Pitti Platsch und seine Frequenz gehen über meine Kräfte.

Dazu kommt noch dieses furchtbar bigotte 50er Jahre-Weltbild, in dem die weibliche Ente Schnatterinchen stets mit Puppen beschäftigt ist, aufräumen will und für keinen Spaß zu haben ist, sondern stets adrett und brav für Ordnung und Sauberkeit sorgt und die mahnende Stimme des Konformismus repräsentiert, während Moppi, der ewig schlecht gelaunte und chronisch eifersüchtige Hund, fiese frauen- und kinderfeindliche Sprüche von sich gibt und im bildlichen Sinn die Füße auf den Tisch legt. Je nach Thema der Geschichte kommt diese unsäglich Rollenverteilung verlässlich zum Tragen und macht mich kirre. Wie kann man das sympathisch finden? Ich versteh meine Kinder einfach nicht. Denn bis auf die Kleinste, der die Pitti Platsch CDs immer „zu kreischig“ war, haben alle die Pitti-CDs geliebt. Bis heute sind sie unantastbar und dürfen nicht aussortiert werden. Was mach ich nur falsch?

5. Bibi Blocksberg

Oh Mann. Bibi, die Unendliche, Blocksberg. Ein bisschen ist sie ja vielleicht verwandt mit Conni, nur mit Zauberkräften, denn ich finde die Bibi-Geschichten ähnlich belanglos und öde. Aber das wirklich Schlimme ist der Titelsong. Arrggh! Der Text ist beknackt und die Melodie dreht sich ins Gehirn und richtet da nachhaltigen Schaden an, ich bin sicher. Ich verstehe ja sogar, dass meine Kinder die Geschichten mögen und vor allem mein Goldkind stets fasziniert war von der Idee, selbst hexen zu können. Und immerhin ist Bibi mit ihren Hexenfähigkeiten mal KEINE pinkgeflügelte Fee und anders als die ganzen Elfen, die die Buch- und Hörspielwelten der Kinder heutzutage bevölkern, eindeutig eine Kinderfigur und kein anorektischer Teenager. Pluspunkt für Bibi. Aber ewig diese nervig-nölende Karla Kolumna, ewig der dusselige Bürgermeister und sein Scherge und immer der trottelige Bibi-Vater… als Hörspiel schwer zu ertragen. Das Ertönen der Titelmelodie führt jedenfalls sonntags morgens dazu, dass ich mir weinend die Decke über den Kopf ziehen möchte!

Es gibt natürlich noch mehr an Hörspielen, das ich schwer aushalten kann, zum Beispiel die Umsetzung der Barbiefilme (DAS wiederum wäre einen eigenen Blogartikel wert!) als Hörspiele, aber davon ist bei uns nur ein Kind betroffen und es gibt nur eine dieser CDs im Haus – das ist überschaubar. Auch HEIDI kann mich mit ihrem lauten Geheule, Gerufe und immer hysterischen Gefreue an die Grenzen meiner mentalen Belastbarkeit bringen, aber die hat bei mir den schöne-Kindheitserinnerungen-Bonus. Zum Glück gibt es ja auch noch viele wunderschöne Hörspiele für Kinder, die ich sogar selbst gerne mit höre – soll ich die auch mal auflisten?

Und was sind eure fünf schlimmsten Hörspielerlebnisse, wenn es um Hörspiele für Kinder geht? Auch Bibi, Conni & Co oder ganz was anderes?

signatur

41 Kommentare

  1. Tränen gelacht, ich kann mich gar nicht beruhigen. Meine Schwester ( 27 J.) hört immer noch gerne Bibi Blocksberg zum entspannen 😉
    Es könnte also noch ein paar Jahre dauern 😀

  2. Barbara sagt

    oh gut zu wissen, was ich meinem Kind möglichst lange vorenthalten werden 🙂 Aber eine Liste mit den tollen Hörspielen wäre noch was!

  3. Hihi. Danke für den Artikel. Besonders gut gefällt mir der unkorrekte Ausdruck „kackdoof“ 🙂
    Bisher haben wir keine Hörspiele und nur ein Leopixi, aber Bibi Blocksberg fand ich schon selbst als Kind nervtötend!!!
    Bin mal gespannt, was ich noch an Qualen zu ertragen habe…

  4. Ich erinnere mich mit Grausen! 😀
    Pittiplatsch haben wir mal vom Opa als DVD geschenkt bekommen, aber zum Glück fanden meine Kinder sie doof. Conny und Bibi haben wir aber rauf und runter gehört. Ich kann alles unterschreiben, was du geschrieben hast.
    Wie bin ich froh, dass ich Zwillinge habe, da ist das alles auf einen Schlag vorbei (hat aber auch Nachteile! plärr). K1 singt jetzt selbst und hat einen guten Musikgeschmack, K2 lernt Harry Potter auswändig (nicht auf CD) und den mag ich selbst. Alles gut.
    Kauf deinen Kindern doch mal die Quigleys! Das sind auch CDs, sie werden auch von Rufus Beck gelesen, und die sind wirklich lustig. Also echt jetzt.

  5. Grandios! Hab sehr gelacht und ein bisschen Angst davor bbekommen, wenn Paul ins Hörspiel-Alter kommt! 😀

    Ganz liebe grüße
    Julia, die immer gerne bei dir liest

  6. Anette sagt

    GsD bin ich davon nicht mehr betroffen. Also jedenfalls nicht als Mama, vielleicht kommt es ja als Moma wieder, aber diese lieben Kleinen hören bei mir zuhause noch nicht selbsttätig CDs.
    Mein absoluter Horror war, ist und bleibt: Benjamin Blümchen
    Und die Steigerung davon ist Benjamin (Blümchen) und Bibi (Blocksberg) in Indien. Dort unterhält sich Benjamin Törööö Blümchen mit Nandu Tötöröö, dem Elefanten des Maharadschas. Und wenn ich schreibe „unterhält sich“, dann meine ich das auch. Dies hörte sich ungefähr folgendermaßen an: B: „Töröö, törööö, törötötö?“ N: „Törö, törö, tötörö…“ B: „Tötörötötö?“ N: „Töö, tööö, tötö!“ Nandu ist krank, daher töröht er nicht ganz so enthusiastisch wie Benjamin. Allerdings zieht sich diese Unterhaltung MINUTENlang dahin. Nach zweieinhalb Minuten Törötötö brannte bei mir langsam die Sicherung durch und ich habe mehrmals stündlich den Müll nach raus gebracht und draußen in den Zaun gebissen.
    Diese CD war der Hauptgrund, warum bei uns im Auto niemals (egal wie lange die Reise dauerte) Kinder-CDs gehört wurden. Mein Aggressionslevel stieg damit so sprunghaft an, dass ich um den Gesundheitszustand der ganzen Familie fürchtete. Doch ich habe es überlebt. Und heute finde ich es (fast) lustig.
    Törö-törö, rötötö! 😀

  7. Zum Brüllen lustig dein Beitrag heute – danke dafür! Conny mit der Schleife im Haar – du hast es dermaßen genial umschrieben – ich bekomme das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht!!!
    Und trotzdem – ich hab bei vielen vielen der tragisch komischen Hörbücher so unheimlich viele schön e Erinnerungen vor Augen – auch kann ich m it Detlev Jöcker ganze Urlaubsreisen im Geiste abfahren – neben all den wirklich guten Hörbüchern hatten/ haben eben auch diese Schrulligkeiten ihren Platz erobert und eine ganze Weile auch verteidigt 😉
    Ich wünsch dir einen schönen Abend liebe Anna! VG Romy

  8. Für diesen Beitrag habe ich Dich noch fester in mein Herz geschlossen. Vielen dank dafür!
    ABER: Also Bibi, die hab ich selber bis nach dem Abitur noch gehört. Was ich aber schon immer wissen wollte – mir fehlt da wahrscheinlich eine Folge – was ist eigentlich aus ihrem Bruder Boris geworden?

    • Anna: der Beitrag ist wirklich suuuper! Ich habe Tränen in den Augen und Bauchkrämpfe vom Lachen.

      Zum Thema Boris (das fand ich auch immer ganz komisch) habe ich aus dem Internet gelernt,… dass er zu seinen Großeltern an die Nordsee gezogen ist, weil er Husten hat und ihm die frische Seeluft gut tun würde. Komisch, dass aber an Feiertagen und auch sonst nie mehr an ihn gedacht wurde… wer weiß, vielleicht hat Boris die Macher doch irgendwie gestört und musste weg…

  9. Ohhh wie schön, ich mag deine Post`s sehr, aber dieser hier ist echt grandios… Leo kann ich wirklich gut nachvollziehen, vom Titellied könnte ich einen Tinnitus bekommen. Noch schlimmer ist Benjamin Blümchen… das im Auto ist die Höchststrafe. Meistens kann ich das Zwergenkind aber noch von anderen CD`s überzeugen. Zum Glück gibt es Conny bei uns nur in Buchform… die können nicht sprechen 😉 Bei uns hier heißgeliebt ist Caillou, das finde ich mittlerweile auch schon ein bisschen grenzwertig.

  10. Nicole Schmidt sagt

    Wie singen hier immer, das ist conni conni mit der Scheiße im Haar…und lachen uns scheckig.
    Meibe Mädels lieben alles von Astrid Lindgren und ich bin Kassetten Junkie, 5 Freunde und die ???

  11. Lottissima sagt

    Ich musste so so so lachen über diesen Beitrag, vielen Dank! Conni war köstlich beschrieben, aber wirklich gejault habe ich bei der Beschreibung von Bobo Siebenschläfer. Ich kenne das Hörspiel nicht, aber jetzt würde ich es mir (fast) gerne EINMAL anhören. Stell dir doch mal die Leute vor, die das aufgenommen/aufgebrummt haben, die müssen doch irre geworden sein.
    Ich persönlich kann ja auch Pippi Langstrumpf nicht mehr ertragen. Klar ist sie als Figur eigentlich toll und anders und das auch noch als Mädchen, aber nach einiger Zeit nervt sie auch kolossal. Kurz gesagt: Wenn man die reichste und stärkste ist, ist es nicht schwer cool zu sein, oder?! Und Tommy und Annika sind neben ihr nur die armen Trottel, in deren Glanz sie sich spiegelt…
    Deinen Blogbeitrag lese ich morgen bestimmt nochmal… und übermorgen… merci!

  12. Andrea sagt

    Die dusselige Conny muss ich immer beim Autofahren ertragen, immer die gleiche CD und was ich wirklich erschütternd fand: neulich fuhr ich mal ohne Kind und habe erst nach einer halben Stunde bemerkt, dass ich die Cd laufen habe. Hmpf. Falls es tats. etwas erträgliches geben sollte: her mit den Tipps! Kokosnuss finde ich persönlich ganz witzig.

  13. Ich kenne nur Leo Lausemaus als Hörspiel, den Rest als Buch. Hasse ich alle. Bis, und das schockt immer alle, die mich kennen, bis auf Bobo. Ich kann es Dir kaum begründen, denn bei Bobo läuft vieles falsch, zementierte Rollenklisches, blabliblubb. Aber ich mag Bobo. Tja, so ist das.

  14. Eine Liste der Hörspiele, die man auch an Tagen mit gespannten Nerven gut ertragen kann fände ich toll.
    Bambina zeigt mit ihren 2,5 Jahren noch kein Interesse an Hörspielen, bei uns tönen da schon eher die Giraffen Affen durch die Wohnung 😀

  15. Nicole Schmidt sagt

    Guten Morgen,
    Ich hab Caillou vergessen!
    Vielen Dank für Deinen tollen Texte!
    LG aus der Eifel.
    Nicole Schmidt

  16. Ich musste grad SO lachen. Bei der Beschreibung der Siebenschläferfamilie. Meine Tochter ist erst 7 Monate alt – zum Glück, wie es scheint, denn sie ist noch nicht im Hörspielalter.

  17. Ich lach´ mich schlapp! Herrlich … Conny & Co. sind einfach nur grausam für Erwachsenen-Ohren!
    Bibi & Tina sind mindestens genauso nervig, aber nicht minder anstrengend (trotz einiger Wissensvermittlung) sind die Was-ist-Was-CDs! Kennst du Theo, Tess und Quentin? Ich könnte bei dem lauten Gekreische jedesmal die Kettensäge aus dem Keller holen und alles zerlegen! Besonders Tess steht Pitti Platsch und Hui Buh in nix nach! Furchtbar … lasst alle ja nur die Bücher ins Haus, aber niemals Theo, Tess & Quentin!

    Drücker & Grüße, Ines! :O*

  18. Grandios!! Vielen Dank für diesen Artikel!
    Conny Hörbücher gibt es hier zwar nicht; aber ich finds schon gruselig, wenn ich die Geschichten vorlesen muss…
    Hier gibts weniger grauenvolle Hörbücher, dafür einige CDs bei denen ich seeehr dicke Schuhe tragen muss, damit die Zehennägel nicht lockig werden…
    Sehr gerne höre ich mit meiner Großen dafür „Sultan und Kotzbrocken“ :-))
    Bin schon auf deine Positiv-Liste gespannt!
    Sonnige Grüße!
    Eva

  19. Liebe Anna,

    noch sind wir nicht im Hörspielalter, daher schon mal danke für die Warnungen!

    Bobo als Hörspiel? Um Gottes Willen! Der Kleine liebt die Geschichten über alles (insbesondere Bobo beim Einkaufen, eine Geschichte, die ich auf der Zugfahrt Wien – Koblenz gefühlte zehnmal lesen musste), aber ich würde nie auf die Idee gekommen, diese banalen Geschichten als Hörspiel zu kaufen! Ich überlebe das nur deshalb jeden Abend, weil der Kleine so viele Geschichten rund um die Bilder erzählt.

    Freue mich auf die Empfehlungsliste!

    Liebe Grüße vom Rhein
    Katja

  20. gerade aus dem urlaub zurueck. u haben ‚zufaelligerweise‘ caillou dort vergessen. diese minikinder, die von erwachsenen gesprochen werden, sind nach nach zwei wochen im auto meine absoluten feindbilder. ab jetzt nur noch klassik f kinder oder so…. aber freue m auch sehr ueber eine liste mit tipps, denn wir fangen (k1 ist drei k2 ist 1,5) gerade erst mit so etwas an. und: gibt es kopfhoerer, die man einem dreijaehrigen aufsetzen kann ohne seine ohren/sein gehirn/seine entwicklung nachhaltig zu schaedigen?

  21. Hallo!

    Ich habe mich gerade halb tot gelacht!
    Der Artikel ist ja der reinste Knüller!! Bibi hab ich Gott sei Dank nie gehört, die war mir auch immer etwas zu schräg – ich muss gestehen, dass ich als Kind keinem Hörspiel so richtig viel abgewinnen konnte. Allerdings gab es da so eine Barbie-Musik-Kassette… die war damals bei so einer Disco-Barbie dabei. Ich glaube, meine Mama hatte davon schon Migräne und bekam auch sofort Augenschmerzen, wenn sie diese pinke Kassette auch nur aus der Entfernung sah! 😀

    LG
    Viktoria

  22. Dani S. sagt

    Uäääh ich fühle so mit dir…
    Hier beim dritten Bub (4J.) steht die Conni hoch im Kurs.
    Caillou allerdings, macht ihm eher Angst. „Mami, ich kann den armen Caillou mit der Glatze gar nicht angucken ..“
    „Warum denn nicht?“

    „Der hat bestimmt Krebs *heult*“

    Na Klasse :(.

  23. Walstina sagt

    Hallo! Ich finde Conny auch zum Weglaufen! Was mir (und den Kindern) gut gefällt: Maus-CDs (DIE Maus von der Sendung, genau), die Märchen-CDs von Christian Peitz/Hoer Sketch (kann man als Erwachsener gut mithören und die Kinder lieben es) und natürlich drei???.
    Wir haben auch noch eine tolle 3fach CD Tom Sawyer & Huck Finn und was auch sehr schön ist: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt.
    Grüssle, Walstina

  24. Ich habe HERZlich gelacht, gebe Dir bei vielen Punkten recht… nur bei
    Bibi muss ich ein striktes Veto einlegen. Ich habe (und tue es immer noch)
    sie wirklich geliebt! Allerdings nur die alten Geschichten.
    Bibi und Tina ist nicht meine Welt, wird aber vom Tochterkind geliebt! 🙂
    LG Bine

  25. Das erinnert mich spontan an einen Dialog mit meinem Sohn damals 4:
    “ Mama was ist eigentlich Schei…e??“
    Ich:“ wo hast du das denn gehört?“
    Er: „na in dem Lied: Conny mit der Schei.. im Haar!“ Das ist heute noch der Brüller … Liebe Grüße und viel ommm beim durch die Türe mithören
    Sonja

  26. Pingback: Entertainment unterwegs: unsere Lieblings-Hörspiele für Kinder und Eltern | weltwunderer

  27. *gg* Gute Hörspiele, schlechte Hörspiele – sehr subjektiv. 😉

    Bei uns wird Pumuckl rauf und runter gehört und den lieben wir Eltern als auch unser Junior.

  28. Bianca sagt

    Du hast soo recht! Naja, Bibi-Fan war ich als Kind auch mal, die anderen 4 sind wirklich Horror. Auch schlimm sind die Filly- Pferdchen, und was war ich froh, als die Magischen Winx verkratzt waren. Absolut zu empfehlen: Ritter Rost! Auch Petterson und Findus gehen, und Jo Raketenpo, gelesen von Christoph Maria Herbst,hat uns über die lange Fahrt in den Italienurlaub bei Laune gehalten.

  29. Constance sagt

    Cailou gehört hier noch rein…irrre. Danke fürr diese wirklich schöne und ehrliche Meinung!!!

    Wir hätten seit etwa 8 Wochen Kinderweihnachtslieder die mein Sohn jeden Abend hören möchte. Raubt mir jeden Nerv 😉

  30. majamarla sagt

    Schade, dass sich kaum einer die Mühe macht zu überlegen, warum den Kindern gerade diese CDs so gefallen…
    Weil es in diesem unnormalen, anstrengenden, vor wirklich unlösbaren Problemen strotzenden Alltag nciht nur schön und erholsam, sondern wahnsinnig wichtig für Kinder ist, sich in eine heile (Phantasie)Welt zu flüchten, in der Gut und Böse noch klar trennbar, Probleme lösbar und Tatsachen verlässlich sind. Sich immer wieder rückversichern zu können, dass sich wenigstens DAS nicht ändert (im Gegensatz zu manchen Dingen im Alltag, deren Änderung einen so schnell aus der Bahn hauen kann…).
    Umzug, getrennte Eltern, Beziehungsänderungen, Stress in Kita oder Schule, Ärger mit Freunden, Angst vor neuen Lebensabschnitten – wundert es Euch wirklich, dass ein Kind sich nach ein wenig Geborgenheit sehnt???

    • Nein, liebe Majamarla, das wundert mich überhaupt nicht und du hast völlig recht, wenn du sagst, wie wichtig Fantasiewelten für Kinder sind. Und selbstverständlich finden sie diese Fantasiewelten in Büchern und auch Hörspielen oder Filmen. Tatsache ist jedoch auch, dass gerade Kinder mit „problematischem“ Alltag oder eben nicht gesellschaftskonformen Lebenssituationen sich nach Bestätigung sehnen: sie identifizieren sich leichter mit Elfen, Trollen, Märchenfiguren oder den Pippi Langstrumpfs dieser Welt, als mit den Normalo-0815-Typen wie Conni. Kinder mit zwei Vätern oder zwei Müttern finden sich hier nicht wieder, auch nicht Kinder von getrennt lebenden Eltern oder in Patchworksituationen oder Kinder, die einen anderen religiösen, kulturellen oder ethnischen Hintergrund haben, als Normcore-Conni. Nicht mal Nebenfiguren gibt es, die aus der Rolle fallen: alles heteronormative, weiße Abendländer aus intakten Familien mit Vater-Mutter-Kind-Kind. Die täglichen Welten all dieser Kinder kommen einfach nicht vor. Sie sind so außen vor, dass sie nicht mal Erwähnung finden. Das ist nicht richtig. Ich kann mir vorstellen, dass Kinder die Normalo-Welt mögen – meine Kinder tun das ja auch. Aber ich finde es extrem wichtig, dass wir ihnen die anderen Welten auch als NORMAL zeigen. Conni hat so viel Reichweite, dass sie es könnte, aber sie tut es nicht, sondern sie feiert Normcore mit jeder Folge. Ich mag das nicht nur nicht, ich finde es außerdem geradewegs falsch. Aber das ist nur meine persönliche Meinung, keine Verhaltens- oder Kaufempfehlung oder irgend was in die Richtung. Nichts für ungut. Liebe Grüße, Anna

  31. Oh wie GUT dieser Artikel tut! Insbesondere in Bezug auf diese fürchterliche Bobo-Siebenschläfer-Teletubbi-Verdummung kann ich dich zu 100% verstehen. Allerdings interveniere ich bei Bibi: Sie ist leider ziemlich cool.

    Ich war im zweiten Lebensjahr von Pina kurz davor, Rolf Kotzy (IHR WORTSCHÖPFUNG, EHRLICH!) persönlich anzurufen und auf Schadenersatz zu verklagen. Katastrophe! Diese Jahreszeiten-CD lief ungelogen TÄGLICH und zwar locker 10x am Stück. Und WEHE mir, ich habe andere Musik aufgelegt. Pina schrie dann so lange, bis dieses fürchterliche „Papi-wach auf“ wieder lief…
    Lachende und sonnige Grüße durch die Republik,
    Friederike

  32. Ich muss gestehen, dass ich Bibi Blocksberg noch immer gern mithöre 😉

    Aaaaber…. Bob der Baumeister macht mich wahnsinnig! Bei den Stimmen der Fahrzeuge drehts mir die Zehennägel auf und die Dialoge sind echt grenzwertig!
    Caillou hört mein Sohn ganz gern, aber ich kann mit dessen Eltern nicht! Die ewig geduldige Leier – grrrrrrrr…
    Und Benjamin Blümchen ist ebenfalls so ein Negativbeispiel. „BB und Bibi in Indien“ haben wir übrigens auch – also Leidgenossinnen. Töröööööööö!

  33. Katharina sagt

    Bobo als Hörbuch? Kaum vorstellbar.
    Ansonsten Volltreffer, hier zuhaus werden alle oben durch den Kakao gezogenen CDs gehört und auswendig rezitiert.
    Ich finde die überaus eifrige, stets erfolgreiche Conny auch seicht, aber ihr soziales Umfeld entspricht unserer Lebensrealtität. Meine Kinder könnten mit bunten, gleichgeschlechtlichen Patchworkfamilien aus anderen Ländern nix anfangen. Gibt also auch Paralleluniversen in diesem Land 😉

    Am Schlimmsten finde ich übrigens Barbiehörspiele, da haben Styroporkugeln einen größeren Unterhaltungswert und Inhalt.

    Würde mich auch über noch mehr Tipps zu „guten“ Hörspielen für Mädels <10 freuen

  34. Marei sagt

    Am schlimmsten finde ich Caillou in jedweder Form. dieser ewig nölende, schlecht proportionierte Jammerlappen mit seinen perfekten Eltern, die selbstverständlich stets Zeit für ihn haben und sofort alles stehen und liegen lassen, wenn er mal wieder einen Grund zum knören findet. (Natürlich können sie sich trotzdem ein riesiges und Normfamilien-typisches Einfamilienhaus in einer von anderen Normfamilien bevölkerten uniformem Wohngegend leisten…) Ob ich den nun sehen oder hören oder lesen soll, Caillou ist die größte aller mir bisher bekannten Plagen. Wird an der Wohnungstür abgewiesen und hat lebenslanges Hausverbot.

  35. Pingback: Verlosung: Mein kleiner Fisch. | kiddo.the.kid

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