das wilde leben
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wir sind nicht mehr dieselben ::: brief an eine freundin

Brief an eine Freundin, Fremdenhass, Facebook, Refugees Welcome, Flüchtlingshilfe, soziale Netzwerke

Liebe Freundin, meine Freundin für viele Jahre

… sind wir noch Freundinnen? Ich weiß es gerade nicht.

Ich habe heute festgestellt, dass wir uns seit fast einem Jahr nicht gesehen und nicht gesprochen haben. Wir haben gechattet und auch auf Facebook "kommuniziert" – aber das zählt nicht. Wenn ich an dich denke, sehe ich meine Freundin von früher, all deine Licht- und Schattenseiten, all die schönen Momente, die wir geteilt haben, mit und ohne unsere Kinder. Früher waren wir viel zusammen. Ich hätte wahrscheinlich meistens gewusst, wo du bist, was du gerade machst, wie es dir geht. Ich hätte auch gewusst, was du für richtig oder falsch hältst, ich hätte mit dir über Dinge gesprochen, vielleicht auch gestritten, aber es wäre niemals fremd gewesen.

Jetzt sehe ich – dein Facebookprofil. Und da sehe ich, dass du DInge teilst, die mich ratlos machen. Lustige, aber nichtssagende Sprüche – ok. Bilder von deinen matschbespritzten Felgen, weil du offenbar seit Neuestem Mountainbiking betreibst – ok. Aber immer öfter auch populistische Sprüche, geteilt von den Seiten fragwürdiger Politiker*innen oder aus Gruppen mit seltsamer Gesinnung. "Genau so!", schreibst du dazu. Oder nutzt die vorgegebenen Emoticons von Facebook um Gefühle auszudrücken wie "begeistert" oder "zustimmend" oder "nachdenklich".

Worüber denkst du nach? Was geht dir durch den Kopf? Ich weiß es nicht mehr.

Wenn ich an dich denke, sehe ich uns beide, vor zehn Jahren, vor zwölf Jahren… Ich sehe uns mit unseren Babys in den Armen, mit unseren ersten Kindern, wie wir so viele neue Situationen gemeinsam gemeistert haben. Wir haben viel Alltag geteilt, auch mit zwei, mit drei.. mit sechs Kindern. Wir hatten schöne Zeiten und schwere Zeiten. Dein Mann, Vater deiner Kinder, wurde krank und starb, du musstest mit den Kindern in eine kleinere Wohnung umziehen und all ihre Trauer und Verzweiflung abfangen. Und mit deiner eigenen umgehen lernen.

Es dauerte lange, bis ihr wieder den Kopf heben konntet. Es ging dir schlecht, es ging den Kindern schlecht, ihr habt mir das Herz zerrissen, in dieser Phase. Und du kamst oft zu mir, brachtest die Kinder hier her und wir blieben ein paar Stunden lang zusammen, bis alles sich ein bisschen erträglicher anfühlte. Ich war für euch da, so wie du für mich und meine Kinder da warst. Zum Beispiel als meine Mutter krank wurde. Oft warst du gerade dann bei mir, wenn schlechte Neuigkeiten kamen, hast mich getröstet, mir Mut gemacht, mir zugehört. Und als sie starb und ich weit weg war von dir, dachtest du an mich, schicktest mir Nachrichten, warst trotz räumlicher Trennung präsent.

Was ist seitdem passiert? Wo ist diese mitfühlende Freundin von früher, die ich so gut kannte und von der mich nichts entzweien konnte? 

Natürlich gab es immer schon Unterschiede zwischen uns. Wir kommen aus ganz verschiedenen Familien, haben ganz gegensätzliche Kindheiten erlebt und mir war schon immer schmerzlich bewusst, wie viel du bereits durchgemacht hattest in deinem Leben. Als ich noch immer unschuldig, von dem meisten Leid unberührt und behütet war, hattest du schon irrsinnige Dinge erlebt, die dich geprägt haben. Aber seit ich dich kannte, habe ich deinen Mut bewundert, deine Kraft, deinen unbeugsamen Willen, dieses Leben zu meistern, gegen alle Widerstände. Diese Haltung gehört zu dir und ich erinnere mich an eine Zeit, in der wir uns noch kaum kannten und ich dachte: "Der wird nie was Schlimmes passieren, weil sie so unzerstörbar ist!" Natürlich bist du das nicht. Ich weiß das, ich war dabei, als du am Abgrund zur Zerstörung balanciertest und beinahe gefallen wärst. Bist du aber nicht. Du hast dich gefangen, einen Tanzschritt gewagt und bist weitergegangen. Für deine drei Kinder. Und für dich selbst.

Jetzt sehe ich deine Facebookchronik und ich glaube, ich weiß nichts mehr über dich. Ich lese Kommentare von Menschen, die ich nicht kenne, mit denen du aber offenbar eine Gesinnung teilst. "Du wirst schon sehen, die werden alle kommen! Und dann wird Deutschland untergehen!", lese ich. Und sehe verwundert dein "Like" danaben. Ich lese: "Warum kämpfen sie denn nicht um ihre Heimat? Warum verlassen sie alle ihre Familien und kommen nach Deutschland? Die wollen doch nur unser Geld!" Und daneben ein wütendes Emoji von dir und eine zum Kampf gereckte Faust. Und schließlich die unvermeidliche hämische Äußerungen über die "Gutmenschen und Bahnhofsklatscher, die den Bezug zur Realität verloren haben" und die "sich noch mal wundern werden, wenn sie von den tollen Refugees vergewaltigt und umgebracht werden." Daneben wieder: dein Like. Was soll das heißen? Wer sind diese Leute, mit denen du dir da so einig bist? Kennt ihr euch? Oder seid ihr nur Facebookfreunde, die sich gegenseitig hoch pushen in ihrer Angst vor dem Fremden und der Überzeugung, dass alle ihnen nur Böses wollen?

Brief an eine Freundin, Fremdenhass, Facebook, Refugees Welcome, Flüchtlingshilfe, soziale Netzwerke

Wo bist du, meine Freundin, mit der ich vor Jahren Teil einer Lichterkette für Menschlichkeit war, im Rahmen einer Veranstaltung für die Flüchtlinge von Lampedusa am Oranienplatz? Wo bist du, meine Freundin, die immer ein Herz hatte für Menschen, denen es schlechter ging als dir? Als uns? Was ist mit dir passiert, dass du solche Dinge teilst wie den albernen (und furchtbar dummen, ungebildeten) Kommentar von Felix Baumgartner oder die schlecht versteckte Hetze gegen Flüchtlinge von Attila Hildmann? Dass du mit Leuten zumindest auf Facebook befreundet bist, die zwar jeden zweiten Tag Aufrufe aus Tierheimen teilen, wo für ausgesetzte Tiere neue Familien gesucht werden, die aber gleichzeitig lamentieren, dass geflüchtete Menschen aus Kriegsgebieten unbedingt per Natodraht aus "ihrem Land" ferngehalten werden müssen. Sie sollen vor unseren Grenzen verrecken. So steht es da. Und du postest dazu ein – Emoji.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich traue mich nicht, dich jetzt anzurufen, weil ich gar nicht weiß, was ich sagen soll. Bist du noch da drin, du, meine Freundin, die ich so gut kannte? Oder ist da etwas anderes, was mich gruselt, was mich, ja, auch abstößt und dem ich lieber nicht zu nahe kommen möchte? Ich kann die Hand nicht nach dir ausstrecken, denn ich bin sicher, auch du siehst, was ich auf Facebook tue: ich teile Beiträge der lokalen Flüchtlingshilfe-Organisationen, frage in meinen Netzwerken nach Hilfe für Familien aus Syrien, Pakistan, Afghanistan… und suche nach Wohnraum, Kleidung, Nahrung und ärztlicher Versorgung für geflüchtete Familien. Ich like die Beiträge von Be an angel und Moabit hilft, schreibe über meine eigenen Erfahrungen mit unserer Flüchtlingsfamilie und habe seitdem einige Facebookfreunde mehr, deren Namen in persisch oder arabisch geschrieben sind. Macht dir das Angst? Fragst du dich auch, wer ich bin und ob du mich noch kennst?

Ich bin ich, immer noch hier. Ich habe ein gutes Leben, drei gesunde Kinder und einen liebevollen Mann dazu. Wir haben Arbeit und ein Heim, wir haben ein gutes Leben. Auch wir sehen, dass unser Land sich verändert. auch wir sehen, dass Dinge auf uns zu kommen, die wir noch nicht einschätzen können. Auch wir verstehen, dass wir alle mit großen Veränderungen rechnen müssen, nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und im Rest der Welt. Aber wir glauben an Nächstenliebe und Menschlichkeit, an die L i e b e ganz grundsätzlich, wir glauben an das Recht auf Asyl und an Integraton. Wir sind bereit, DInge zu tun, um eine gute Entwicklung mit zugestalten und weigern uns, den Kopf in den Sand zu stecken und Angst zu haben vor dem, was kommt. Denn ja, es kommt. Es ist schon da. Und es ist im Übrigen kein ES, es sind Menschen. Menschen, die vor unserer Tür stehen und die Hand ausstrecken. Wir nehmen diese ausgestreckte Hand, so gut wir können. Und wir sind bereit zu teilen. Unsere Werte, unseren Platz, unser Essen, unsere Zeit, unseren Glauben an die Liebe – unser gutes Leben.

Du warst auch mal so, ich bin mir sicher. Ich war dabei und habe es gesehen. Aber jetzt… weiß ich es nicht. Was soll ich tun? Du bist zum Glück einige der wenigen in meinem virtuellen und realen Umfeld, bei der ich diese Haltung oder die Entwicklung dahin sehe. Aber es macht mich traurig, fassungslos, ratlos. Kann ich dich noch erreichen? Kann ich dein Herz noch erreichen? Ich bin mir so sicher, früher hättest du auch deine Tür geöffnet für diese kleine Familie, die aus dem Regen kam an jenem ersten Abend im November – aber heute? Und ich frage mich: muss ich es nicht versuchen? Bin ich nicht lange genug deine Freundin gewesen, um es jetzt zu versuchen, nicht von dir zu lassen, nicht einfach wegzugehen sondern dich zu konfrontieren?

Ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht, was ich tue. Ob ich mich traue, mich selbst damit zu konfrontieren, wie weit wir inzwischen auseinander gedriftet sind. Ob ich es aushalten würde, in echt zu sehen, was ich virtuell nur erahne. Ich vermisse dich. Die, die du früher warst. Aber ich habe keine Ahnung von der Person, die du geworden bist und von der mich offenbar so viel trennt. Wenn du noch da bist, meine Freundin von früher – mach die Tür nicht zu. Meine ist noch geöffnet, auch wenn ich gerade (noch) nicht hindurch gehen kann.

Deine Gutmensch-Freundin Anna

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Dieser Brief ist der Versuch, meine persönlichen Erfahrungen mit den Ereignissen der letzten Wochen und Monate in Worte zu fassen, deren Auswirkungen ich, wie wir alle, täglich in den sozialen Netzwerken zu sehen bekomme. Stereotypes fremdenfeindliches Gebelle gibt es dieser Tage allerorten, das ich dort leider auch bei (ehemaligen) Freund*innen und Bekannten mitkriege und das mich jedes Mal an meine Grenzen bringt. Diese Leute zu blocken oder zu entfreunden oder die Netzwerke zu verlassen, wären Möglichkeiten, damit umzugehen, das macht aber das Thema nicht "weg". Ich versuche also meinerseits, ebenfalls nicht wegzugehen, nicht wegzuschauen und wenn ich es schaffe, diese Menschen auch anzusprechen, in der Hoffnung, dass auch die Stimmen derer gehört werden, die anders klingen. Meine soll ein Teil davon sein.

Die Freundin in diesem Brief gibt es so als konkrete Person nicht. Sie ist eine Verschmelzung all der Personen in meinem Umfeld, die sich auf die ein oder andere Art so geäußert haben und denen ich das Feld nicht einfach überlassen will.

Passt auf euch auf da draußen. Alle.

signatur

28 Kommentare

  1. Christiane sagt

    Liebe Anna,

    ich habe tatsächlich so eine Person in meinem Umkreis. Es ist die Mutter des besten Freundes meines 3jährigen Sohnes. Wir haben uns eigentlich immer ganz gut verstanden, nun hat sie sich aber von den pauschalisierten und dummen Unterstellungen ihres Mannes anstecken lassen und ihre Aussagen werden immer schlimmer. Ich bin nun mit meinem Mann am überlegen, ob ich die Aussagen ignoriere, damit mein Sohn seinen besten Freund nicht verliert. Die Kinder können schließlich am wenigsten dafür. Richtig fühlt sich das aber auch nicht an. Momentan fühle ich mich zwischen den Stühlen… LG, Christiane 

  2. Ich stelle fest, wir haben eine gemeinsame "Freundin" und wahrscheinlich teilen diese Freundschaft noch viele andere tausend Menschen. Auch ich lasse diese Freundin in meiner Liste, denn löschen wäre zu einfach. Sie sollen sehen und lesen, dass es auch andere Meinungen und andere Menschenbilder gibt als das, was sie malen. Buntere, fröhlichere, hoffnungsvollere.

    Dein Brief gefällt mir sehr gut. Danke dafür!

     Herzliche Grüße,  Sabrina 

  3. Liebe Anna, haben wir nicht alle ’solche‘ Personen in unserem FB-Freundeskreis? Ich habe viele Personen gelöscht, nach reiflicher Überlegung und ja, ich habe mir auch ein wenig die Entwicklung angesehen, bevor ich gehandelt habe. Und oft wurden die Beiträge schlimmer. Angesprochen habe ich die ersten beiden Personen, aber da gibt es nichts zu diskutieren. Egal wie freundlich man hinterfragt, man wird direkt als Gutmensch abgestempelt und gefragt ob man sein Gegenüber für einen Nazi hält…. Es ist sehr traurig…. Danke für diesen wundervollen Text, der so für jeden von uns steht (stehen kann). Alles Liebe aus Dresden (Ja, ich bin zur Zeit nicht besonders stolz darauf 🙁 )

  4. Liebe Anna,
    Wir alle haben vermutlich Erfahrungen wie die von Christiane oder Dir gemacht. Mich würde wirklich brennend interessieren, wie das aus „deren“ Sicht aussieht, also von diesen plötzlich fragwürdig gewordenen Freundinnen? Weiß man da was drüber? Ich traue mich allerdings auch nicht, die jeweiligen anzusprechen, zumal es sich bei mir um mehrere Co-Kindergarteneltern, Alrbeitskollegen, Vorgesetzte und Freunde handelt…

    • Ja, das ist genau das Problem, das ich hier ja auch beschreibe. Aber wahrscheinlich sollte man das. Fragen. Sich auf ein Gespräch einlassen. Mal hören, was die anderen w i r k l i c h sagen. Mir fällt das auch sehr schwer und tatsächlich führt es ja auch oft nirgendwo hin.

      Fakt ist ja, dass es sowohl viele Gründe gibt, sich Sorgen zu machen und zugleich viele, dennoch optimistisch und zupackend mit dem Problem umzugehen. Eigentlich dürfte es doch nicht so schwer sein, eine vernünftige Aussage zu treffen zwischen: „Alle Geflüchteten sind wunderbare Menschen, Bauingenieure und Chirurgen und werden unser Demographieproblem auf wunderbare Weise binnen kürzester Zeit lösen – für 0 Euro!“ und „Alle Geflüchteten sind Terroristen, Vergewaltiger und Mörder oder mindestens Schmarotzer, haben vor, uns zu überfremden, auszubeuten und zu ruinieren und werden über kurz oder lang alles ausrotten, was uns lieb und teuer ist.“ Den meisten Menschen traue ich schon zu, da eine differnziertere Position zu finden. Oder?

    • Simone von KiKo KinderKonzepte sagt

      Mir geht es auch so mit einigen „Freundinnen“! Ich habe mit Ihnen geredet. Denn sie nun einfach aus meinem Leben auszugrenzen war für mich auch keine Lösung.
      Einige habe ich zum nachdenken gebracht mit meinen Fragen nach dem Warum?, einige haben gar keine eigene Meinung sondern plappern nur das nach, was die Eltern / der Ehemann so von sich geben, eine erkennt Ihren eigenen Mann nicht wieder und überlegt sehr wie sie damit umgehen soll. Und von manchen habe ich mich nach ein paar Gesprächen dann doch getrennt! Danke für diesen Text Anna! Er beschreibt genau das, was ich hier empfinde. Zwischen so vielen neuen Freunden nach dem Umzug, die ich plötzlich von einer GANZ anderen Seite kennenlerne.

      Und wie ich das so schreibe, kommen mir die Tränen und ich weiß wieder warum ich mich gerade so sehr über einen erneuten Umzug freuen würde. *schluck*

  5. Sonja sagt

    In meinen Augen liest sich das so: DU bist etwas besseres, weil du eine intellektuelle Einstellung zu den aktuellen politischen Ereignissen hast und deine arme dumme Freundin drischt nur Parolen und man (also DU) kann(st) nur hoffen, dass sie wieder „normal“, „so wie früher“ wird.
    Vielleicht liegst DU ja auch daneben und SIE hat Recht? Vielleicht schauen in 200 Jahren die Menschen zurück, im Geschichtsunterricht (nicht, dass ich glaube, dass es so etwas dann noch gibt^^) und fragen sich: Haben die denn die Gefahr nicht kommen sehen? Wie konnten die denn so blauäugig sein? Das musste doch schief gehen, die Grenzen für alle und jeden zu öffnen, auch für gefährliche Terroristen, für Männer ohne Respekt vor Frauen, vor Islamisten.. Schade, dass daran Deutschland und Europa zerbrochen sind.

    Das ist völlig ausgeschlossen, oder? Es gibt nur schwarz/weiss – entweder die schreckliche Zeit um 1945 wiederholt sich, oder alle haben sich lieb und integrieren bis der Arzt kommt.
    Nee, ich bin da skeptisch.
    SO!

    • Meine „Freundin“ ist nicht dumm und so stelle ich es auch im Text nicht dar. Das Ganze hat auch im übrigen nichts mit „Intellektualität“ zu tun oder mit sich „als was Besseres fühlen“. Nirgends hier steht geschrieben, dass ich die Lösung für die Probleme unserer Zeit kenne oder weiß, was langfristig gesehen richtig oder falsch sein wird.

      Was ich schreibe: Was ist los? Was geht in deinem Kopf vor? (Hier: nicht etwa „was denkst du dir nur dabei, du doofe Nuss?!!“ sondern „Was denkst du? Wie siehst du das?“ – eine ernst gemeinte Frage.) Wir sollten mal reden. 

      Was ich nicht schreibe: Ich bin schlau und du bist dumm. Ich weiß, wie’s geht und du nicht. Du bist auf der dunklen Seite der Macht und ich hab das Licht gesehen. Nichts davon.

      Ich beschreibe hier meinen persönlichen Umgang im Kleinen mit der aktuellen Situation, nicht eine praktikable Lösung für ein ganzes Land. Aber ja, ich glaube schon daran, dass eine echte Auseinandersetzung hilft und dass beispielsweise ein persönlicher Kontakt mit Geflüchteten dazu beiträgt, die Situation besser zu verstehen, sich wirklich selbst ein Bild zu machen und nicht einfach irgend jemandem blind zu glauben, was er (im Internet) verbreitet. Und im Falle meiner „Freundin“ glaube ich, dass ein solcher konkreter Kontakt mit echten Menschen ihre Sicht auf die Dinge differenzierter machen würde. Und das ist auch schon alles.

      Was ich verurteile: Hassparolen („Die sollen vor unseren Grenzen verrecken.“), stumpfes Nachgequatsche von Schlagwörtern („Islamisierung!“), Halbsätzen („Das Boot ist voll!“) und Klischees („Gutmenschentum! Bahnhofsklatscher!“). Feindseligkeiten. Wenn das jemand wirklich ernst meint und nicht bereit ist, eine vernünftige Unterhaltung über die Thematik zu führen, bin ich raus.

      Was ich völlig normal finde: Skeptisch sein, Angst haben oder sich Sorgen machen. Fragen stellen. Und natürlich auch die aktuelle Politik in Frage stellen. Warum auch nicht? Wir sollten uns alle unsere Gedanken dazu machen und uns überlegen, was wir für die wahrscheinlichsten Szenarios halten und wie wir uns vorstellen, damit weiter zu leben.

      Ich bin grundsätzlich ein optimistischer und positiver Mensch. Ich persönlich kann besser mit meinen Sorgen, Ängsten und Fragen umgehen, wenn ich mich aktiv an Entwicklungen beteilige. Die Familie aus Afghanistan bei uns aufzunehmen, hat mir und meiner Familie viele Ängste genommen – das ist eine Erfahrung, die wir gemacht haben und auf deren Basis wir weiter gehen. Keine absolute Wahrheit hier. Kein Rezept, das für alle taugt. Nur unser Weg.

      Ich glaube daran, dass man nur mit Offenheit (nicht Naivität) und der Bereitschaft zu teilen (nicht, sich aufzugeben) weiterkommt. In dieser aber auch in vielen anderen Situationen im Leben. Und ich habe kein Problem damit, wenn jemand etwas anderes glaubt. We can agree that we disagree. Solange man dabei nicht zerstörerisch wird oder andere Menschen wie Menschen zweiter Klasse behandelt, ist alles fein.

      SO.

      • Sonja sagt

        Vielen Dank für diese Ausführungen. Jetzt verstehe ich dich viel besser!

      • Das find ich gut. 🙂 Deine Antwort und auch, dass du mich jetzt besser verstehst. Ich dich auch, nach deiner Antwort an Zia. Und das ist es doch, worum es gehen sollte: miteinander reden, nicht los lassen, nicht die einfachsten Wege nehmen, auch wenn es sich für einen Moment gut anfühlt, weil schwarz-weiß halt immer bequem ist. Danke, dass du hier liest und kommentierst.

    • Hallo Sonja,
      magst Du mir Deine Ansicht nochmal erklären? Wie bleibst Du bei Deiner Meinung, wenn Du ertrunkene Kinder siehst (jetzt mal ganz plakativ gefragt)? Hat Deine Familie nie das Glück gehabt, sich über eine Grenze in Sicherheit bringen zu können, 1870, 1919, 1945 oder irgendwann/irgendwo (das sind jetzt nur die klassisch-deutschen Beispiele)?
      Und weshalb glaubst Du, dass es in 200 Jahren keinen Geschichtsunterricht mehr geben wird?
      Ich frage aus ernst gemeintem Interesse und hoffe auf ernst gemeinte Antworten.
      SO!
      (Ich hoffe, das ist ein Akronym für irgendwas nettes, wie LG….)

      • Sonja sagt

        Ich habe keine Ansicht. Ich habe Angst und bin unsicher und WILL ja nächstenliebend und helfend sein und spüre einfach nur Angst. Egoistische Angst, dass mein schönes Leben den Bach runter geht. Angst, dass „der Islam“ (Achtun, himmelschreiende Übertreibung!) hier bei uns alle Werte zerstört und meine Kinder, besonders meine Töchter nicht in Freiheit aufwachsen können, so wie ich das konnte. Ich habe Wut, denn der Krieg ist nicht meine Schuld, und so sehr ich es hasse von „denen da oben“ zu reden: Ohne Waffen kein Krieg, ohne Waffengeschäfte auch nicht, also wäre meiner Meinung nach an ganz anderer Stelle dafür zu sorgen dass der Krieg, die Verfolgung, der Hass aufhören. Warum immer wir Kleinen? Oh Gott, es klingt schrecklich, ich weiss. Nein, aus meiner Familie musste niemand fliehen, jemals. Ever. Zum Glück. Ich glaube dass es in 200 Jahren keinen Geschichtsunterricht mehr geben wird, weil sich in den letzten 50 Jahren die Verbreitung von Wissen so rasant verändert hat (Handy! Internet! Etc.), dass ich mir nicht einmal ausmalen kann, wie die Weitergabe von Wissen in 200 Jahren funktioniert. Wahrscheinlich kriegen Babies kurz nach der Geburt einen Wissenchip ins Gehirn gepflanzt und die Eltern können vorher auswählen, ob sie die Schwerpunkte auf Geschichte/Erdkunde/Soziologie oder Mathe/Physik/Chemie legen. (Man, das klingt gruselig, but who knows^^).
        SO! War die Abkürzung für SOnja 😉
        Ps. Wenn ich ertrunkene Kinder sehe weine ich, so wie hoffentlich jeder fühlende Mensch!

  6. Liebe Anna,
    ein ganz ganz wunderbarer Brief! Ich bin mir sicher, du sprichst aus uns allen!
    viele Grüße
    Berit

  7. Wow, danke für diesen Brief! Mir geht es leider ziemlich ähnlich und ich bin einfach erschrocken und traurig. Ich muss dann auch oft an eine Zeile aus dem Lied „Astronaut“ denken: „Fast 8 Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt“…
    Mehr Worte finde ich gerade gar nicht, dein Brief sagt schon so viel.
    Liebe Grüße!

  8. Loretta sagt

    Ich frage mich bei allem immer wieder: wir nennen uns „christliches Abendland“ und doch sind die urchristlichsten Werte, auf die wir uns stützen, kein Wert mehr. Wenn man in den heute stattfindenden Diskussionen mit dem Wort „Nächstenliebe“ argumentiert, wird man verlacht und verhöhnt. Nicht dass das anderswo anders wäre. Der Wertewandel ist weltweit zu spüren in allen christlich orientierten Gesellschaften. Ich frage mich, ob den „Hassern“ klar ist, dass sie an ihren eigenen Grundfesten rütteln.
    Glücklicherweise gibt es aber Menschen, die diese Werte immer noch leben, sie hervorheben, darauf verweisen. Ich glaube und hoffe, dass dies nur eine Krise ist, aus der wir gestärkt hervorgehen. Und mit WIR meine ich uns alle, wir hier und diejenigen, die bei uns Schutz suchen.

  9. Pingback: Frau … äh … Mutti » Archiv » Kehrseiten.

  10. Hallo Sonja,

    Danke für die ausführliche Antwort. Tatsächlich glaube ich mit Recht behaupten zu dürfen, dass wir ALLE Angst haben, die meisten Menschen auf der Flucht vermutlich noch mehr als wir. Aber sollten wir nicht gerade der Angst trotzen? Ist gelebte, konsequente Liebe zur Menschheit ein Luxusgut, das mit abnehmender Lebensqualität rarer wird? Unsere Angst konfrontieren und nicht zu den hübschen Panikparolen auf FB greifen…das wär's.

     

  11. Friederike sagt

    Danke mal wieder, liebe Anna. Viele deiner Gedanken erkenne ich wieder.
    Verrätst Du uns dann auch, was rauskommt, falls Du doch noch einmal ein Gespräch führen kannst/willst/wagst?
    Für heute: gute Nacht und liebe Grüße.

  12. Janina sagt

    Ich merke bei mir ganz oft, dass ich, wenn es um das Thema Flüchtlinge geht, erläutere, dass ich beide Seiten sehr gut verstehen kann (auch wenn ich Pro-Flüchtlinge bin). Das macht es meinem Gegenüber leichter, offen mit mir darüber zu sprechen. Auch eben über diese Ängste, die ich auch verstehen kann, aber zum Glück selber nicht habe. Dadurch, dass ich offen für die „andere Seite“ bin, kommen mir die meisten Personen auch entgegen und öffnen sich. Stellen sich auch mal auf die andere Seite und betrachten das Ganze aus meinem Blickwinkel.

    Liebe Grüße, Heike

  13. Pingback: Neues aus Bloggerhausen, Nr. 2 - Mama notes

  14. pixa sagt

    Liebe Anna, danke für diese gesammelten Gedanken und aufgeschriebenen Worte! Ich habe bzw. hatte eine reale Freundin, seit über 20 Jahren waren wir befreundet. Und eben weil diese Freundin mich durch mMn fragwürdige Likes auf Facebook zum Wundern und – weil ich das nicht ausgehalten habe – Nachfragen bei ihr bewegt hat, besteht diese Freundschaft nun seit letzter Woche nicht mehr. Sie hat es mir sehr übel genommen, dass ich ihr schrieb, ich würde mich wundern und wollte oder konnte nicht verstehen, weshalb ich es tat. Dabei wollte ich einfach nur verstehen, warum sie Postings (es ging darum, das ein Bekannter von ihr eine Gruppe Fremder im Zug aus der ersten Klasse verwiesen und die Polizei informiert hat, weil er vermutete, dass die Gruppe zum Taschendiebstahl unterwegs sei) gut findet, die in abwertender Sprache und mit pauschalisierenden Parolen Fremde verurteilt. Ich wollte wissen, ob sie persönlich negative Erfahrungen gemacht hat oder was sie bewegt, habe mich für Ihre Gedanken interessiert – so, wie es meiner Meinung nach Freunde eben tun. Bedauerlicherweise fühlte sie sich direkt angegriffen und unterstellte mir, ich wolle ihr meine Meinung aufdrücken und spräche ihr Intelligenz ab und ja, am Ende kam die Frage, ob ich sie für einen Nazi halten würde.
    Nach einigen Versuchen ihr zu erklären, was mich bewog ihr meine Verwunderung mitzuteilen (und nichts anderes tat ich, ich schrieb, das ich mich über ihre Likes wundere) und mehreren schlaflosen Nächten habe ich dann entschieden, dass ich diese Freundschaft beende. Sie haben recht – das macht das Thema nicht „weg“. Aber hat man denn für eine Basis, wenn das Gegenüber einem quasi abspricht Freund zu sein, weil man es wagt, etwas zu hinterfragen? Ich bin keine Schönwetterfreundin, die immer nur alles abnickt – ich sorge mich um meine Freunde und ich frage nach. Und genau das erwarte ich von meinen Freunden auch.
    Und in meinem Fall hatte ich irgendwann einfach keine Kraft mehr, mir noch mehr dieser hohlen Phrasen anzuhören und mich mit Wortklauberein zu beschäftigen, denn das geht auch am Thema vorbei.

    Ich hoffe, Sie finden einen Weg, wie Sie diesen Menschen begegnen können.

    Herzlich
    pixa

  15. Jan-Hendik sagt

    Liebe Anna,

    Dein Blog offenbart, es fehlt – an gelassener Diskussionskultur: auch mal eine andere Meinung, eine andere ethische Abwägung neben der eigenen gelten zu lassen, insbesondere ohne sie zugleich in den bösen, braunen Topf zu werfen.

    Das klingt vielfach an und verhindert den Diskurs – schon unter Freunden. Wer möchte schon als rechts stigmatisiert werden. Unlängst fand sich so auf der Homepage des Arbeitersamariterbunds der Slogan „Für Zuwanderung und gegen Fremdenfeindlichkeit.“ Beide Themen haben aber gar nichts gemein.

    Für Dich sind die Menschen, die zu uns kommen, Menschen die gerettet werden müssen. Jeder der will, kann kommen und ist willkommen. Für mich sind es dagegen schon in der Mehrzahl Menschen, die mangels grundlegender Bildung von vornherein kaum eine Bleibeperspektive in unserer Gesellschaft haben und die absehbar frustriert werden..

    Nun kommt aber noch hinzu, dass fast alle Zuwanderer aus Ländern stammen, indem Korruption, Antisemitismus, Schwulen-, Sexual- und Frauenfeindlichkeit Teil der fundamental religiös-kulturellen Prägung oder der allgemeinen Lebenserfahrung sind. Es sind Menschen aus Ländern dabei, in denen auch eine Steinigung durchaus zum normalen Sozialverhalten gehören kann, in denen Blasphemie und der Abfall vom Glauben ggf. mit dem Tode bestraft wird. Einige kommen sicherlich auch mit der Erfahrung, dass man Frauen in aller Öffentlichkeit straffrei erniedrigen kann/soll, schon um ihnen eine Lehre zu erteilen. Was im nüchtern Beamten-Deutsch zu Sylvester mit „mehrfach Finger in XXXX gesteckt oder versucht“, umschrieben wird: die „Taharusch“ genannte Frauenhatz ist in vielen Ländern kein neues Phänomen; hier ein Auszug aus wikipedia:
    „(…) Typically acting under the protective cover of large gatherings, assailants encircle a woman, while outer rings of men may form to deter rescuers. The attackers may pretend to be rescuers, adding to the confusion. Women have reported being groped, stripped, beaten, bitten, raped and robbed.[4]:38–41[8] Women in Egypt have called it the „circle of hell. (…)
    According to Amnesty International, women in Egypt say the attacks last from a few minutes to over an hour. The men are usually in their 20s and 30s. Victims have been aged seven to 70, and have included women wearing full-face veils (the niqab).“

    Ich finde es sehr gut, dass Ihr als Familie helft und auch eine afghanische Familie aufgenommen habt. Aber bitte erhöht dieses Idyll nicht gegenüber den Erfahrungen, die andere aushalten mussten. Köln und anderswo ist da sicherlich nur die Spitze des Eisbergs – und dies einfach aufgrund der schieren Fallzahlen, die man nicht mehr unter der Oberfläche halten konnte.

    Das sollten wir niemals ausblenden. Ich hoffe, wir nehmen die Menschen und die Kulturen, aus denen sie stammen, endlich ernst und behandeln sie nicht länger wie Kindergartenkinder, die mit „Du bist toll, ich bin toll“ und einem Deutschkurs unsere Lebensweise nahe gebracht werden kann.

    Mein persönliches Fazit nach der ganzen Willkommens-Euphorie: Die Grundfeste unserer Gesellschaft ist in nicht einmal drei Monaten seit der Grenzöffnung bereits erschüttert. Misstrauen allenthalben. Das so wichtige Vertrauen darin, dass der Staat uns zumindest auf den zentralen Plätzen – wie dem Kölner Dom-Vorplatz – vor Übergriffen schützen kann, ist schlichtweg dahin. Im Gegenteil hat die Polizei nicht nur in Sichtweite (Köln: an die 500 sexuelle Übergriffe, Hamburg an die 250) beiseite gestanden. Nein, sie hat im Nachgang (übrigens ähnlich wie in Schweden) statt sich vor die Opfer zu stellen, versucht, die Vorkommnisse zu negieren.

    Deutschland grenzt an keines der Krisen- oder Kriegsländer. All diese Menschen, die zu uns kommen, haben sich aus sicheren Drittstaaten auf den Weg gemacht. Wir haben keinen einzigen Syrer vor dem Tod gerettet. Im Gegenteil: Unser Land hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen. Statt Familien aus den Flüchtlingslagern um Syrien nach Deutschland zu holen, schicken wir sie auf einen erbärmlichen und gefährlichen Survival-Parcours durch Halbeuropa. Die Sache scheint mir völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein; an die 5.000 Kinder (so das BKA) werden wohl zwischenzeitlich im Zuge der Migration allein in Deutschland vermisst. Viele Menschen haben zudem Merkels Worte geradezu als Einladung verstanden und sich danach überhaupt erst auf den gefährlichen Weg gemacht, haben ihre Ersparnisse geopfert und ihr Leben dubiosen Schleppern anvertraut.

    Andererseits – Wie mag es wohl erst unseren jüdischen Mitbürgern gehen, in einer Situation, wo sich die Rechten aufbauschen und wir gleichzeitig ungebremst Menschen mit antisemitischer Vorspannung in unser Land holen? Bitte einfach mal die Kommentare der jüdischen Zeitungen beachten. Es dürfte sehr lehrreich sein, dass gerade die, die vor allen anderen unseren Schutz bedürfen, anscheinend wieder voller Sorge und auf gepackten Koffern sitzen.

    Der Artikel aus der „Jüdischen Allgemeinen“: „Die Diktatur des Guten“ bringt hier vieles auf den Punkt.

    Das Bonmot zum Schluss: Liebe Anna, wir sind Nachbarn. Und wenn wir uns auf der Straße sehen, dann grüßen wir uns. Ist doch alles o.k. in diesem Land, oder? Und wenn es schlimmer wird, gehen wir halt nicht mehr ins Hallenbad, meiden die City und schließen die Tore unserer Wohnanlage.

    Schöne neue Welt, Hauptsache unser Weltbild kommt so leicht nicht ins Wanken.

    Alles Liebe
    Jan-Hendrik

  16. Gülcin sagt

    Ich lebe hier in einem Dorf in Schleswig-Holstein. Wenn ich auf die Facebook Seiten der Dorfbewohner gehe, lese ich nur solche Sachen, die du beschrieben hast! Und ich weis nicht wie ich mit dieser Situation umgehen soll! Ich bin selber ein Immigranten Kind. Meine Eltern kamen vor 45 Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland, und meine Kindheit war wirklich hart! Wenn ich so etwas lese, wird mir Angst und bange.

    • Jan-Hendrik sagt

      Das tut mir persönlich sehr leid, ich verwechsele immer, dass das was unsere kunterbunte Nachbarschaft mit unterschiedlicher Herkunft und Lebensmodellen ausmacht, nicht überall als Normaltät oder Bereicherung wahrgenommen wird. Meine besten Freunde kamen schon zur Schulzeit aus aller Herren Länder.

      Aber, ich erwarte, dass es leider noch schlimmer wird und die Gegenreaktionen leider auch nicht differenziert ausfallen werden.

      Je mehr Vorfälle wie aus dieser Woche http://www.focus.de/regional/kiel/vorfall-am-kieler-sophienhof-mob-von-30-maennern-belaestigt-frauen-und-greift-dann-polizisten-an_id_5316633.html zum Vorschein kommen, umsomehr wird sich die Situation zuspitzen.

      Das ist nicht das Deutschland, dass ich für die Zukunft vor Augen hatte. Wo selbst minderjährige Mädchen jederzeit damit rechnen müssen, von angeblich Schutzsuchenden Flüchtlingen durch Einkaufszentren gejagt zu werden.

  17. Sarah sagt

    Ich vermisse meine beste Freundin aus dem Kindergarten!Sie fehlt mir sehr! Seid gut 3Jahren haben wir kein Kontakt mehr. Als Kinder waren wir unzertrennlich wir haben Vater Mutter Kind im Kindergarten gespielt. Aber als wir dann  beide in die Schule kamen gingen die probleme los! Nur weil ich ein Handicap habe und sie nicht! Sie hat mich immer mehr vernachließigt und hat gesagt die andere auf Ihrer Schule die das selbe Handycap hat wie ich ist besser:"Sie hat das Schwimmturnier gewonnen". Du kannst nicht so gut rechnen wie ich usw. Pia Victoria warum hast du das gemacht? Ich kann doch nichts dafür das ich eine Behinderung habe. Bis zu mein 22.Lebensjahr hatten wir Kontakt: Du warst meine ABF aus dem Kindergarten! Ich vermisse dich!Du fehlst mir in meinem Leben. Bitte lass uns wieder Freundinnen sein ! Ich habe doch soviele Erinnerungen an dich das sollte nicht kaputt gehen . Sarah

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