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liebe mama… ::: über die unbescheidenheit der sehnsucht

Liebe Mama, Brief an meine tote Mutter, Krebs, Verlust, Tod, Trauer, mit Kindern über den Tod sprechen

Liebe Mama,

heute ist kein besonderer Tag, kein Geburtstag, nicht dein Todestag, niemand hat etwas über dich gesagt oder nach dir gefragt. Es ist ein Tag wie jeder andere und das heißt, ich denke an dich. Wie immer.

Das habe ich vorher nicht gewusst, so wie ich so vieles vorher nicht wusste, aber es ist tatsächlich so – du bist immer in meinen Gedanken. Ich sage das den Kindern oft, wenn wir über dich sprechen. Überhaupt: über den Tod und was mit den Menschen passiert, die sterben und nicht mehr bei uns sind. Ich sage, dass du in unseren Gedanken und in unseren Erinnerungen bist, in unseren Herzen, für immer. Dass alles, was du für uns warst, in uns ist und weiterlebt. Und du damit auch. Dass das jetzt deine Art ist, da zu sein. Nicht mehr physisch, nur noch in unserer Erinnerung. Aber da. Wir reden oft darüber, denn die Kinder denken auch an dich. Sie vermissen dich und dann fragen sie nach dir. Unser Gespräch nimmt jedes Mal diese Richtung.

Aber die Wahrheit ist, liebe Mama, dass das Bullshit ist. Nicht die Idee davon, dass du da bist, in unseren Herzen für immer. Daran glaube ich, das ist unsere Wahrheit. Aber eben nur ein Teil davon. Denn der andere Teil ist das schreckliche, rohe, schmerzliche Vermissen deiner physischen Präsenz. Jeden Tag.

Ich vermisse deine Stimme, wie du lachst, wie du mir Dinge erzählst, die du erlebt hast oder wie du kommentierst, was ich dir erzähle. Ich vermisse deine Umarmungen zur Begrüßung, zum Abschied oder einfach so. Ich vermisse es, neben dir herzulaufen, mit dir spazieren zu gehen und Dinge zu entdecken. Ich vermisse deinen unschlagbaren bisweilen schwarzen Humor, mit dem du jede noch so angespannte Situation entschärfen konntest und mit dem du mich immer wieder überraschen konntest, obwohl ich dich so gut kannte. Ich vermisse deine draufgängerische Art, mit der du kurzentschlossen Dinge umgesetzt hast, die dir gerade erst eingefallen waren – die unglaublichsten Dinge. Ich vermisse die Art, wie du immer die Haustür geöffnet hast, wenn wir zu Besuch kamen: sperrangelweit, genau wie deine Arme, in deinem Gesicht dieses große Strahlen, mit dem du uns begrüßt hast.

Natürlich weiß ich das alles noch. Jeder Moment mit dir ist in mir eingebrannt und ja, da bist du noch – in mir und in all den Bildern aus den vielen Jahren mit dir. Aber hier, bei mir, da bist du nicht. Und alle Erinnerung, so schön sie ist, kann das nicht ersetzen. Die Lücke füllen, die du hinterlassen hast. Nichts und niemand kann das.

Ich denke jeden Tag an dich, meine kleine liebe Mama,  und ich möchte dich immer wieder so oft so viel fragen. Ich erlebe Dinge mit meinen Kindern, die mich ratlos machen und ich möchte dich fragen – wie war das damals mit uns? Wie war ich mit 7, mit 9, mit 13? Was waren die Herausforderungen, vor die ich dich gestellt habe? Womit musstest du umgehen? Und was hast du dann getan?

Natürlich kann ich viele andere Menschen fragen, die damals dabei waren und mir erzählen könnten, wie das war. Aber deine Perspektive fehlt mir: deine Sicht auf mich als Mutter, die mir schon in früheren Jahren meines Mutterseins immer zum Abgleich wichtig war – entweder, um die Schnittmengen zwischen uns klarer zu sehen oder um mich abzugrenzen. Dein Blick auf mich in meiner Rolle als Mutter meiner Kinder hat mir oft geholfen, selbst wenn mir das in der konkreten Situation nicht bewusst war. Dein Blick auf mich als Mutter meiner Kinder fehlt mir.

Liebe Mama, Brief an meine tote Mutter, Krebs, Verlust, Tod, Trauer, mit Kindern über den Tod sprechen

Dein Blick auf meine Kinder fehlt mir auch. Dein besonderer, liebevoller Omablick. Wie oft denke ich: "Ach, könntest du das jetzt sehen! Könntest du hier neben mir stehen und sehen, wie diese Kinder jetzt sind! Wie wild und wunderbar!" Im Skiurlaub in Österreich hatten wir viele solche Momente und ich sagte das zum verliebten Vater der Kinder. Dass ich wünschte, du wärst da und könntest das sehen. Oder ich könnte dir immerhin davon erzählen, dir ein Foto zeigen, mit dir hinterher darüber lachen, was wir erlebt haben. Er sagte das, was ich immer zu den Kindern sagen, wenn sie von ihrem Vermissen sprechen: "Sie sieht dich. Sie ist da, das spürst du doch." Ja, meistens spüre ich das und oft ist das tatsächlich sehr tröstlich. Aber eben nicht immer.

Zu wissen, dass ich dich in mir trage und dein Erbe zu spüren und zu sehen, reicht mir oft nicht. Es reicht mir nicht, mir vorzustellen, was du sagen würdest, selbst wenn ich es wahrscheinlich sogar recht genau weiß. Ich will dich hören. In echt. Es reicht mir nicht, mich zu erinnern, wie du gelacht und dich gefreut hast, wenn wir zusammen waren. Ich will es sehen, ich will dein leuchtendes glückliches Gesicht sehen. Es reicht mir auch nicht, das Echo deiner Liebe in mir zu fühlen, ich will deine Umarmung. Physisch. Wirklich.

Ich weiß, dass das nicht geht. Ich weiß das. Aber manchmal ist das Vermissen all dieser Aspekte zu groß, um mich mit dem Glauben an deine spirituelle Präsenz zu trösten. Das Fehlen ist dann einfach zu laut. Und dann will ich schreien: "In meinem Herzen am Arsch!". Weil mir das nicht reicht.

Sehnsucht ist unbescheiden. Das wusste ich vorher nicht.

Liebe Mama, ich vermisse dich schrecklich. Irgendwie wird das mit den Jahren nicht weniger. Totsein ist ein Arsch.

Deine Anna

33 Kommentare

  1. …wie immer bin ich nach dem Lesen deiner nachdenklichen Texte zu Tränen gerührt, liebe Anna! Keiner wird deine liebe Mama je ersetzen können, und niemand kann die richtigen Worte finden. Dennoch: (( ❤️ )) 

  2. malivmama sagt

    <3 Danke für deine ehrlichen Worte. Mein Papa ist im letzten Sommer gegangen und es tut so weh. <3

  3. Meine Mama ist noch da und ich geh sie jetzt mal schnell drücken- sie besucht mich gerade hier in Charleston. Aber ich denke schon jetzt oft daran, wie das ohne sie werden soll. Ob sie den nächsten geburtstag der Mädels noch da ist… Doof, oder? Ich sollte einfach jede Minute geniessen.
    Drück Dich!

  4. RonjaMama sagt

    Während bei dir heute ein normaler Alltag mit den Gedanken an deine Mama ist,wäre hier heute der Geburtstag meiner Mama.Doch diese Besch***ene Krankheit Krebs nahm sie uns 4Monate nach der Geburt unseres Wunschkinds,ihrer Langersehnten Enkelin.Nun sitz ich hier und heule…obwohl ich fröhlich sein sollte,denn auch mein Mann hat heute seinen Geburtstag und gleich kommen die Gäste.Ich hoffe unsere Mütter merken,egal wo sie sind ,dass wir sie vermissen.lAlles Gute 

     

  5. Liebe Anna, 

    Danke sehr für Deine Worte hier .. Ich kenne das, ich fühl es auch. Meine Mutter ist auch tot, seit 16 Jahre. Ich erinnere sie als wäre es gestern. Sie hat niemals meine Sohn (6) umarmt oder geküsst. 

    Noch mals Danke sehr viel fur Deine Blogpost. Ja, ich habe Tränen in meinen Augen, so schöne Worte .. aber ich bin froh, daß ich ihre Tochter ist ❤️

    Gitte

     

  6. genauso ist es… der Tod ist ein Arsch! Und ich verstehe Dich nur zu gut …

    LG
    Andrea *dieihreelternbeidesehrvermisst*

  7. Katja sagt

    Es tut so weh. Aber es ist das größte Glück eine Beziehung zu solchen Herzensmenschen zu haben oder gehabt zu haben. Das ist ein Riesengewinn für ein Leben. Bei mir war es meine Oma, die mit 100 Jahren gestorben ist. Ich vermisse die immer. Jeden Tag. 

  8. Ines Jana sagt

    Was für wahre Worte, die ich so nachvollziehen  kann. Ich vermisse meinen Vati,  der schon 11 Jahre nicht mehr  lebt. Lange konnte ich keine Fotos  eines Urlaubs  mit ihm allein , anschauen.  Jetzt hat der Schmerz nach all den Jahren  etwas nachgelassen.  Wir sitzen oft mit meinen Geschwistern  zusammen  und können  über seine, ach so lustige und aufregende Art , in Erinnerung  lachen. Weisst Du was? Ich rufe jetzt gleich  mal meine Mutti an und sage Ihr, dass  ich sie im April  besuchen  werde  und gerne 550 Kilometer  fahre – der Liebe  wegen. Danke.

  9. Simone sagt

    Ich weiß genau was du schreibst, ich weiß genau was du sagst, ich weiß genau was du fühlst.
    Manchmal geht es, wenn ich an sie denke, manchmal könnte ich nur schreien, manchmal kullern mir die Tränen, manchmal lächle ich, manchmal verstehe ich wieder überhaupt nichts….manchmal stehe ich an ihrem Grab und bettel sie möchte doch nun endlich zurück kommen…es ist jetzt genug, diese unstillbare Sehnsucht.
    Die Sehnsucht nach meiner Mami, die letztes Jahr ganz plötzlich von uns ging. Mit Venenschmerzen in den Beinen in’s Hedwigskrankenhaus und tot wieder raus. Ich in der Pfalz, weit weg von ihr und meiner Heimat. Jetzt ist sie hier…hier bei mir, in der Pfalz….und Berlin, mein Berlin ist mir so fremd.
    Sie hatte sich so gefreut auf die Einschulung meiner kleinen Tochter letztes Jahr und konnte nicht dabei sein.
    Ich verstehe ALLES was du schreibst, ALLES…!!!
    Und nichts ist ein Trost für uns… 🙁

  10. hebammenblog sagt

    Ach, liebe Anna… ich möchte durch den Bildschirm greifen und dich ganz fest in den Arm nehmen. Nützt ja ooch nüscht, aber sei trotzdem virtuell ganz dolle gedrückt. <3

  11. Daniela sagt

    Berührende Worte. Kennst Du das Buch:
    Ich spür noch immer ihre Hand: Wie Frauen den Tod ihrer Mutter bewältigen (HERDER spektrum) Taschenbuch – 20. März 2007
    von Ruth Eder
    Vielleicht sind da für Dich Ressourcen o.a. Zu finden? Alles Liebe, Daniela

  12. Ich umarme dich unbekannterweise. Ich habe große Angst davor, wie es einmal sein wird, wenn ich ohne meine Eltern bin. Bisher habe ich einen geliebten Menschen verloren. Darüber schrieb ich auch mal. Aber eine Mama ist eine Mama. Alles Liebe

    Tanja

  13. Katrin sagt

    Ach, liebe Anna… Wie immer ein wunderbarer Text.
    Jedes Wort spricht mir aus der Seele.
    DANKE, dass Du genauso das in Worte fasst, was mir durch den Kopf geht.
    Alles Liebe, Katrin

  14. Das Schlimmste ist: das hört nie auf. Im Februar hätte meine Mutter Geburtstag gehabt. Eine Woche vor ihrem 61. Geburtstag ist sie gestorben. Mir geht es schon Tage vor diesen beiden Daten schlimm. Dabei ist das jetzt schon zwanzig Jahre her und trotzdem geht es mir genau so, wie Du es so wundervoll beschreibst. Nicht nur an diesen Tagen. Auch im Sommer. Und wenn ich traurig bin. Und wenn etwas Schönes passiert. Und am Geburtstag meines Sohnes. Und wenn das Wetter besonders schön ist. Oder wenn ich etwas nach ihren Rezepten koche. Oder wenn ich von ihr spreche. Oder lieber nicht von ihr spreche, Wenn es zum ersten Mal schneit. Wenn starker Sturm kommt. Wenn ich am Strand stehe. Oder wenn gar nichts Besonderes los ist.

  15. Mirthe sagt

    Meine Mama lebt (noch), wir reden miteinander, wir treffen uns, … Wenn ich solche Texte lese, trauere ich darum nicht so ein Verhältnis zu ihr zu haben und gehabt zu haben. Dann starte ich mal wieder einen Annäherungsversuch, werde enttäuscht… Kindheitserinnerungen kommen hoch -.- Diese Verbundenheit ist einfach nicht da, hat viele Gründe, wir funktionieren, harmonieren (was auch immer) einfach nicht.
    Und dann schau ich mir meinen Sohn an und hoffe, dass er irgendwann mal (ganz viel später) öfter an uns denkt und solche Erinnerungen im Herzen hat. Daher: ich beneide euch um euer „in meinem Herzen am Arsch“ 😉

  16. Kasia sagt

    Du sprichst mir aus der Seele! !! Mama ist nun knapp 2 Jahre tot und ich "am Arsch". Sie hat meinen Sohn nie kennengelernt. Ich vermisse sie sehr. Ich habe mich von meinen Verwandten distanziert, weil sie das nicht verstehen. Ich sollte doch jetzt überglücklich sein mit Kind. Das bin ich aber nicht. Ich liebe mein Kind von ganzem Herzen. Und sie vermisse ich von ganzem Herzen. So ist das eben. 

  17. Sandra sagt

    Habe mich gewappnet.
    Heute habe ich es geschafft Deinen Text zu lesen.
    Ich kann alles unterschreiben.
    Bin am Heulen.

    Es ist wie es ist.
    Sch…..

  18. Mamamaj sagt

    Liebe Anna,

    Ich fühle was du fühlst , es tut jeden Tag weh. Egal wie lange es her ist.  Und man will nur noch einmal zurück.  Und das geht nicht.  Und das  macht einen fast verrückt. 

    Meine Mama hat meine Kinder nicht kennen lernen dürfen. Und mein Papa kann sein drittes Enkelkind auch nicht erleben. Das macht mich so oft so traurig und so wütend. Und ich frage mich oft was anders wäre, wenn beide noch da wären. Ob ich dann eine andere Mama wäre. Weil mich ihr Tod verändert hat. Ach Scheiße! 

     

  19. Maria sagt

    Liebe Anna,

    dein Text rührt mich zu Tränen. Wie sehr sprichst du mir aus der Seele: Totsein ist ein Arsch!!!
    Ich musste mein geliebtes kleines Baby zu Grabe tragen und habe eine so tiefe Sehnsucht in mir, die mich sehr oft schreien lässt – innerlich und manchmal ganz wirklich und laut.
    Mit Angst denke ich manchmal daran, wie es wohl irgendwann sein wird, wenn MEINE Mama mal nicht mehr ist. Einfach weil ich weiß und mir bewusst ist, dass wir einander nicht für immer haben können.
    Dein Satz „Sehnsucht ist unbescheiden.“ ist so unfassbar treffend. Damit ist alles gesagt.
    Vielen Dank für diesen wunderschönen und liebevollen Text!

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  21. Marleen sagt

    Vielen Dank.
    Meine „kleine Mutti“ ist im Oktober letzten Jahres friedlich eingeschlafen. Sie hatte auch Krebs. Unser Sohn hatte seine liebe Omi nur 5 Monate. Dieser kleine Mensch gab ihr in den letzten Wochen so viel Kraft…unglaublich…. Ich vermisse sie jeden Tag.

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  23. Mona sagt

    Die ersten Zeilen gelesen und schon kullern mir dicke Tränen die Backen runter.

    Das ist ein Verlust den man sich nicht vorstellen möchte. Ich habe so große Angst das ich meine Mama verliere, das ich es mir manchmal vorstelle, nur um mich an die Situation zu gewönnen. Seit meine Oma vor 5 Jahren gestorben ist, ist das ein unerträglicher Gedanke. Meine Oma nichts mehr fragen zu können war schon sehr schlimm, aber meine Mama nichts mehr frage zu können ist ein nicht aushaltbarer Gedanke. Wie für viele ist meine Mama meine Stütze, Säule, beste Freundin, Beraterin und Therapeutin.

    Das war bei uns nicht immer so aber wir nutzen jetzt die Zeit die wir haben und gehen durch dick und dünn.

  24. Karin sagt

    Liebe Anna,

    wie oft ich diesen Text gelesen habe, weiß ich gar nicht mehr.

    Und immer wieder rührt er mich zu Tränen. Ich kann Ihre Worte so gut nachvollziehen.

    Meine Mutter ist fast sechs Jahre tot und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke.

    Das, obwohl ich selbst Oma bin.

    Nichts ersetzt unsere Mütter und ohne sie zu leben ist ganz schrecklich. Wer liebt uns wie sie? Niemand.

    ja, wir sollten glücklich sein, dass wir sie hatten. Aber das reicht nicht.

    Es gibt ein schönes arabisches Sprichwort. "Wenn deine Mutter stirbt, kommt ein Engel und flüstert dir ins Ohr: "Mit der echten Liebe ist es jetzt vorbei".

    Nochmal danke für Ihre anrührenden Zeilen. 

    Ihnen alles Gute.

  25. Katja sagt

    Oh ja liebe Anna du sprichst mir aus dem Herzen es tut so furchtbar weh, ich habe meine Mama auch verloren sie fehlt überall und immer Katja 

  26. Jennifer Knierim sagt

    Sehr schön geschrieben und formuliert.meine mutter ist auch vor 6 Monten gestorben.egal wie alt man ist man braucht sie immernoch.auch wenn ich eine schwierige beziehug zu ihr hatte vermisse ich sie sehr.ich wusste nicht wie schmerzhaft es ist seine mama zu verlieren.ich denke jeden tag an sie

    Liebe grüsse

    • Liebe Jennifer, ich denke sehr an dich und ich weiß, wie schwer das ist, was du gerade erlebst. Deine Mama weiß, dass du sie lieb hast und schaut immer auf dich. Ich glaube ganz fest daran. Alles Liebe für dich, Anna

  27. Nicola sagt

    Du sprichst mir aus der Seele! Mit jedem Wort! Vor allem was die eigenen Kinder angeht, das Finden des eigenen Weges als Mutter in Abgrenzung und Einklang mit den Gedanken der Mama. Die Art wie nur eine Mutter Geborgenheit vermittelt – egal wie alt man ist. "Wenn die Mutter stirbt, tut es sich wie ein schwarzer Abgrund hinter dir auf. Ist da noch jemand, der dich auffangen wird, wie sie dich aufgefangen hätte? Wer weiß von dir alles, von der Zeugung an? Wer schaut hinter deine Kulissen und liebt dich doch? Mit ihr verliert das Kind in einem jeden von uns sein Zuhause, ist das endgültige Ende der Kindheit erreicht." Das habe ich mal irgendwo gelesen und finde es ebenfalls sehr passend. Wir sind so jung und die meisten um mich herum jedenfalls haben noch ihre Mutter und die Kinder ihre Oma. Meine drei Kinder waren zu jung, um sich noch an die gesunde Oma zu erinnern. Manchmal tröstet es ein bisschen, die eigene Trauer zu teilen und in anderen wiederzuerkennen. Ich danke dir für deine Worte, in denen ich meine Empfindungen fast identisch gespiegelt sehe.

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