hand in hand ::: wenn mütter sterben
herz & seele
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hand in hand ::: wenn mütter sterben

Hand in Hand, Mütter sterben, Krebs, Kinder, aufwachsen ohne Mutter, Elternsein, Leben mit Kindern, Miriam Pielhau, Brustkrebs, Waise

Heute ist mein Geburtstag. Der Tag war fabelhaft. Er begann mit meinen süßen Kindern, die sich in meinem Bett auf mich stürzten und mir mit den zauberhaftesten Briefen und Gebasteltem gratulierten. Dann hatte ich wahnsinnig viel Zeit für mich – was für ein Geschenk. Und dann, als ich mich gerade verboten gut gelaunt auf den Weg in die Schule machte, um meine Kinder abzuholen, las ich es auf diversen Newsseiten: Miriam Pielhau ist gestorben. Gestern. An Krebs. 41 Jahre alt. 4jährige Tochter. Und das Gedankenkarussel beginnt sich zu drehen.

Miri Pielhau war eine Frau mit wahnsinniger Strahlkraft. Ich liebte ihre Stimme, als sie noch in den 90er Jahren für den WDR als Radiomoderatorin auf meinem Lieblingssender 1Live zu hören war, ich liebte sie, wenn sie witzig und eloquent diverse Events moderierte und als ich sie vor vier Jahren auf dem Geburtstag einer gemeinsamen Freundin kennenlernte, sah ich, dass diese Frau all das war, was ich aus der Ferne gespürt hatte: liebevoll, lebensweise, zugewandt, humorvoll, verliebt ins Leben und so energiegeladen, dass es schien, es summte um sie her. Damals war ihre Tochter neugeboren und sie trug sie im Tuch umher stolz und ein bisschen müde um die Augen, eine glückliche Mama.

Jetzt ist sie tot. Das Baby von damals ist jetzt ein kleines Mädchen, das ohne seine Mama aufwachsen wird und das möglicherweise viel von der konkreten Erinnerung an diese Mama verlieren wird – denn sie ist erst vier. Und das bringt mich zu meinem Thema, das mich schon lange beschäftigt und über das ich noch nie geschrieben habe, weil es mich zu sehr berührt: Mütter sterben. Damit meine ich nicht einen Fall wie den meiner eigenen Mutter, die starb, als ihre Kinder schon alle erwachsen waren, obschon das auch furchtbar war. Nein, ich meine Mütter, die sterben, wenn ihre Kinder noch klein sind. So klein, dass sie sie für a l l e s brauchen in ihrem kleinen Leben. So klein, dass die Mütter a l l e s sind für die Kinder. So klein, dass der Verlust die ganze Biographie der Kinder unwiderruflich und brutal beeinflusst. So klein, dass die Kinder viel Konkretes vergessen werden, nicht aber das, was sie den Rest ihres Lebens vermissen werden: die Liebe ihrer Mütter.

Mütter sterben.

Ich habe eine Freundin aus Kindertagen, deren Eltern kurz hintereinander an Krebs starben. Damals waren wir nicht mehr ganz klein, ich glaube, wir waren im Teenageralter, aber diese Freundin und ihre Schwester waren von einem auf den anderen Tag alleine auf der Welt, wie die Kinder in einem Märchen, nur kam hier keine gute Fee, keine weise Frau, kein Zauber aus einer Nuss, der alles irgendwie wieder gut machte. Ich weiß, dass wir niemals darüber sprachen, niemals, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Wir sangen zusammen im Chor und mochten uns sehr, wir mögen uns immer noch, aber dass wir über den toten Vater sprachen oder diese liebe Mama, die gestorben war, dazu mussten wir erwachsen werden, ich musste meine Mutter ebenfalls begraben und wir mussten uns auf Facebook wiederfinden. Erst dann.

Als wir es dann taten, waren wir schnell an dem Punkt, der mich heimlich immer bewegt, seit ich Mutter bin und noch mehr, seit meine eigene Mutter gestorben ist: wie lange habe ich Zeit, für meine Kinder da zu sein? Wie viel Zeit bekomme ich mit diesen Kindern? Genug, damit sie sich erinnern? Genug, damit ich die wichtigen Anker werfen kann, an dem sie sich orientieren und festhalten können, wenn ich mal nicht mehr da bin? Genug, damit sie niemals die Liebe vergessen, die ich für sie empfinde? Genug, damit sie sich lachend erinnern werden an schöne Dinge, die wir erleben? Natürlich verstanden meine Freundin und ich einander in der Angst, zu wenig Zeit mit unseren Kindern zu haben, und ich mag mir gar nicht ausmalen, wie viel krasser sich das für sie anfühlen muss als für mich, nähern sich ihre Kinder doch viel schneller dem Alter, in dem sie selbst beide ihre Eltern beerdigen musste.

Wir redeten darüber: wie wir ans Sterben denken, wenn wir die Kinder ins Bett bringen, ihnen Pausenbrote machen, sie am Strand in ein Handtuch hüllen, damit sie sich aufwärmen. All die kleinen Gesten, gemacht für die Ewigkeit. Wie wir die besonderen Tage noch schöner gestalten, damit sie sich wirklich ins Gedächtnis eingraben und nicht vergessen werden, wenn wir mal nicht mehr da sind. Welche Erinnerungen sind wichtig? An was aus der eigenen Kindheit hält man besonders fest, weil es so schön war? Wir sprachen darüber, wie wir innerlich zählen: wie alt war die eigene Mutter, als sie krank wurde? Wie alt ist man selbst? Wie alt war man als Kind, als Krankheit und Todesnähe Einzug hielten ins bis dahin weitgehend unschuldige Leben? Und damit bin ich wieder bei meinem Geburtstag.

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Hand in Hand, Geburtstag und Todestag

Es ist mein Geburtstag. Ich bin heute dreiundvierzig geworden. Wie schon seit Jahren habe ich mich heute morgen darüber gefreut und gedacht: ha, ich bin (noch) da, es geht mir gut, ich will das genießen. Und das ist mir gut gelungen, mein Tag war fabelhaft. Aber dann – Miri Pielhau, 41, 4jährige Tochter, gestern war ihr Todestag. Mütter sterben.

Und mir wird mit Macht mal wieder klar, dass das alles viel näher ist, als ich im Alltag immer so denke – obwohl ich oft an den Tod denke und an seine Allgegenwärtigkeit. Es ist nicht so, dass ich ständig mit der Idee von Tod und Sterben rumlaufe, düstere Gedanken habe und am Boden zerstört bin, im Gegenteil. Ich bin ein ziemlich fröhlicher, optimistischer und lebensfroher Mensch. Ich liebe dieses Leben, m e i n Leben, genau wie es ist und ich würde nichts eintauschen. Ich gehöre nicht zu der Sorte unzufriedene Nörgler oder Schwarzseher – mein Glas ist immer halbvoll. Mindestens. Aber ich weiß, dass ich nicht ewig da sein werde. Ich weiß, dass mein Leben und mein Tod Hand in Hand gehen. Sie sind Kumpels, Brüder vielleicht sogar oder Schwestern von mir aus. Sie gehören zusammen und sie gehören zu mir. Meine Tage sind gezählt, so wie unser alle Tage gezählt sind. Wir denken nur nie daran. Jedenfalls nicht, wenn wir Einkaufszettel schreiben, Deadlines verschieben, Wäsche waschen, tanzen gehen, Kinder kämmen und ihnen was vorsingen, Geschichten lesen und Geschichten schreiben, Eis machen und Eis essen, arbeiten, schlafen, Kopfschmerzen haben und zum Sport gehen, unsere Freundinnen treffen und uns betrinken, Geburtstage feiern, die Kinder ausschimpfen, Sex haben, verreisen, Briefe schreiben, Geschenke verpacken, unsere Geliebten küssen, Essen kochen, die Fenster weit aufreißen, durchs Haus tanzen, Wäsche zusammenlegen, Tatort gucken… bis – plötzlich jemand krank wird. Oder stirbt. Dann wird es uns wieder klar: auch Mütter sterben.

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Wir sind nicht unsterblich. Wir sind nur jetzt da, wir können jetzt für unsere Kinder, unsere Männer und Frauen, unsere Famlien und Freund*innen da sein, wir können nur jetzt für uns selbst das Beste aus diesen gezählten Tagen machen, die wir unser Leben nennen. Jetzt ist der Moment mit unseren Kindern, der Moment, in dem wir Erinnerungen schaffen, in dem wir Anker werfen, in dem wir uns eingraben in die Lebenslinien unserer Kinder, damit wir nicht vergessen sind, wenn die gezählten Tage ablaufen.

Ich habe heute Geburtstag, ich bin glücklich und angefüllt mir Liebe und Dankbarkeit bis zum Rand. Ich weiß nicht, wie viele Geburtstage ich noch feiern werde, niemand von uns weiß das. Und gerade deshalb steht an der Seite meiner gezählten Tage ein lautes und deutliches JA. Ich will diese Tage, ich will den Alltag und die Festtage wirklich erleben, ich will sie spüren und wertschätzen, ich will sie teilen und sie auskosten. Mit meinen Kindern, mit meinem Mann und meiner Familie, mit meinen lieben Freundinnen und Freunden, mit Kolleginnen, Nachbarn und Weggefährten.

Mütter sterben. Auch ich werde sterben, irgendwann. Heute, auch in den letzten 17 Minuten meines Geburtstags, will ich dieses Wissen um meine Endlichkeit umwandeln in den Vorsatz, meine gezählten Tage zu feiern und zu genießen. Ich habe nämlich noch die Möglichkeit dazu, egal wie viele Tage mir dafür noch bleiben.

Für all meine Freundinnen ohne Mütter und Väter, besonders für Diana. Und für das kleine Mädchen aus dem Tragetuch vor vier Jahren, dem seine Mama hoffentlich so viele Anker wie möglich ausgeworfen hat, damit es all die Liebe und Geborgenheit nie vergisst, die es durch sie erfahren hat. Fly high, Miri.

Passt auf euch auf und feiert eure Tage.

signatur

53 Kommentare

  1. Jenny sagt

    Liebe Anna, das hast Du so schön geschrieben – vielen Dank dafür! Erst heute früh habe ich nachdem zu Hause alle (meine 10jährige Tochter, mein Mann und sogar die kleine 2,5 jährige Motte) schlecht gelaunt waren, sich gestritten haben, nichts passte und wir uns nicht freudestrahlend voneinander verabschiedet haben, darüber nachgedacht… auf dem Fahrrad, auf dem Weg ins Büro… ich habe darüber nachgedacht dass wir uns nie wieder so voneinander verabschieden dürfen, die Tränchen kullerten, und ich nehme mir jetzt ganz fest vor Unmengen von Anker zu werfen. Auf Deinen Text und auf Dich liebe Miriam*

  2. Danke du Goldstück für all diese wunderbaren Worte…ja, lasst uns die Tage feiern, die wir haben und ja sagen zu all den Momenten mit unseren Lieben…was bleiben kann sind immer die Erinnerungen und dann ist niemand wirklich gegangen…drück dich fest…alles Liebe nochmal zum neuen Lebensjahr…ja, flieg hoch zu den Sternen, Miri und all ihr Lieben da oben, ihr bleibt in unserem Herzen für immer…bestimmt…dicken Kuss…deine frauheuberg

  3. wooow … ich bin baff.
    Was für ein Text – vielen Dank dafür

    Genau so, so und nicht anders sollten wir damit umgehen.
    Vielen, vielen Dank für einen berührenden und tiefen Beitrag rund um unseren Begleiter. Einen von Zweien – der Zweite ist das Leben (wenn maan will von mir aus auch ein Engel oder der Glaube).
    Sorry , wenn ich so überschwenglich bei so einem Thema reagiere – es ist nur so … mmmhh … fühl dich mal gedrückt vor Dankbarkeit … …

    … und jetzt ist gut – da ist noch was, so vieles, das nennt sich Leben.
    Liebe Grüße
    Ede-Peter

  4. Ach Anna! Mich beschäftigt das auch sehr. Doch immer nur kurz, dann setzt die Verdrängung ein – aus Selbstschutz. Dennoch finde ich es wichtig, sich diese Endlichkeit auch immer mal wieder vor Augen zu führen. Allein schon, weil man dann alles viel intensiever wahrnimmt, viel mehr wertschätzt und vor allem weil all die kleinen Ärgernisse, Sorgen und Streitigkeiten plötzlich so sinnlos und unwichtig erscheinen. Man umarmt seine Lieben dann wieder ein bischen fester, schaut ihnen ein wenig länger in die Augen und freut sich mehr über die kleinen Dinge im Leben. Es erdet. 
    Danke für die Erinnerung daran.

    Alles Liebe!
     

     

  5. Ruth Wucherpfennig sagt

    <3

    Dialog mit meinen Söhnen (P. ist drei, C. fünf)

    Ich: Wie lieb hab ich Dich, P.?

    P.: Für immer und immer und immer und immer und IMMA!

    Ich: Stimmt, für immer und immer und immer und immer.

     

    Ich: Wie lieb hab ich Dich, C.?

    C.: Für immer und immer und immer und immer. Und wenn Du tot bist auch noch.

    Ich: Ja, mein Schatz. Dann hab ich Dich im Himmel weiter lieb.

    C.: Ja, Mama. Wenn wir tot sind, haben wir uns immer noch lieb.

     

     

  6. Eva sagt

    Alles, alles Gute zum Geburtstag, Anna! Es kann einen schon sprachlos machen: Es  ist Dein Geburtstag und selbst dann schenkst Du der Welt noch etwas, nämlich einen derart groβartigen Text, der mitten ins Herz geht. Hast Du eigentlich schonmal darüber nachgedacht, über dieses groβe, wichtige Thema ein Buch zu schreiben?

  7. Manuela sagt

    Was für ein emotionaler, ehrlicher und nachdenklicher Text!!  Danke dafür.

    Auch ich habe mir gestern, als ich die Nachricht auf Facebook gelesen habe, viele Gedanken gemacht und mit meinem Mann darüber geredet, wie diese Nachricht mich geschockt hat. Ich weiss gar nich warum… denn ich kannte Miriam P. nur entfernt vom Fernsehen und zuletzt durch ihr Buch, wo ich bei Facebook immer wieder drüber gestolpert bin. Trotzdem hat es mich erschüttert und sehr nachdenklich gemacht, ja fast traurig. Vielleicht weil ich drei Kinder habe und gar nicht, ja niemals einen Gedanken daran verschwenden mag, wie es meinen Kindern wohl ohne mich gehen würde… der Gedanke lässt mich erschaudern und es läuft mir kalt den Rücken herunter. Ich habe davor richtig Angst, Angst, nicht lange genug für meine Kinder da sein zu können, Angst, mit ihnen nicht all das Schöne noch zusammen zu erleben, was man ales glückliche Familie erleben möchte, Angst, so viel von meinen Kindern verpassen zu können. Ich bin 38 Jahre, der 39.Geburtstag steht bald an und ja, man wird nachdenklich und ja, man sollte wirklich jeden Augenblick geniessen, nichts auf morgen oder nächste Woche oder nächstes Jahr verschieben und ja, man sollte nicht auf besondere Momente warten, um etwas Besonderes zu machen. Das Leben ist so kostbar und man hat eben nur eins. Keiner weiss, was morgen sein wird. Meine Worte zu meinem Mann gestern waren u.a. dass es richtig ist, dass wir in den Urlaub mit unseren drei Kindern fahren, auch wenn das Geld knapp ist und dass ich jeden Tag aufs Neue, jeden Moment, jede Sekunde genießen möchte und es intensiver wahrnehmen möchte, als ich es bis dato getan habe.

     

  8. tini sagt

    Danke für diesen wunderbaren und so ehrlichen Text. Auch ich sitze gerade im Büro und weine…weil es mir genauso geht, wie Dir und ich manchmal denke, Du schreibst mir so oft aus der Seele. Auch meine Schwester und ich haben im letzten Jahr unsere Mama verloren, die wir bis zu ihrer letzten Sekunde begleiten durften. Sie hat uns so viel beigebracht…über das Leben, die Familie…aber vor allem hat sie uns so viel Liebe geschenkt, dass wir ihr das nie im Leben hätten zurück geben können – selbst wenn sie nicht nur 54 geworden wäre.

    Das Thema Tod hat uns als Familie extrem verändert – positiv und negativ. Man lebt anders. Man setzt andere Prioritäten und überlegt oft, was jetzt besser wäre. Man trennt sich auch von vielen Leuten – einfach weil man sich verändert und die "Chemie" nicht mehr stimmt oder sie einem nicht mehr gut tun. Dafür erfährt man aber auch, wie wichtig andere Leute sind. Meine Schwester und ich waren schon immer sehr eng und obwohl wir charakterlich extrem gegensätzlich sind, hat uns das noch mehr zusammengeschweißt. Wir sind nicht nur Schwestern, wir sind nicht nur bestel Freunde…wir sind ALLES füreinander. Auch sie ist die zweite Mama für meine Kinder.

    Ich frage mich oft, ob man Kindern auch mit Liebe ertränken kann. Wenn ja, dann tun wir das wohl. Ich möchte meinen Kindern so viel Liebe mit auf den Weg geben, dass sie ihr ganzes Leben damit aushalten können. Wir haben viel über den Tod gesprochen, weil mein Sohn (6, damals fast 5) und meine Nichte alles miterlebten – und das war gut so. Sie wissen, dass der Tod zum Leben gehört und sie wissen, dass ihre Oma sie immernoch bedingungslos liebt…selbst da oben. Und wir als FAMILIE sind uns mehr als sicher, dass es für uns nochmal eine gemeinsame Zeit gibt – auch wenn keiner weiß, wann diese kommen wird. Wir werden uns dort oben wieder finden, weil unsere Herzen einfach spüren, wohin wir gehören.

     

    Ich danke Dir so sehr für Deinen Beitrag. Es bewegt mich und ich werde wohl den ganzen Tag damit zu tun haben… Schenkt Euren Zwergen so viel Liebe und Zeit, wie ihr könnt. Genau das wird es sein, woran sie sich später mal erinnern.

    Happy birthday… (ich bin mir sicher, dass auch da oben heute jemand für Dich eine Sektflasche öffnet, weil Du nicht nur eine besondere Mama, sondern auch eine wunderbare Tochter BIST!!!)

     

    Alles Gute, Tini

  9. Bettina sagt

    Danke für deine intensiven Worte! Selbst 2014 an Brustkrebs erkrankt, zerreißt es mir das Herz bei dem Gedanken die Kinder allein lassen zu müssen. Ein bißchen Zeit brauch ich noch für die Anker und Spuren……

  10. Ute sagt

    Noch nachträglich alles Liebe zum Geburstag, liebe Anna!

    Wie machst du das nur immer wieder, einem so aus der Seele zu sprechen?

  11. Nicole sagt

    Hallo Anna! Ich lese sehr oft bei Dir mit und fühle mich Dir sehr verbunden, drei Kinder …. Auch mir geht der Tod von Miriam Pielhau sehr nahe, bin ich doch der selbe Jahrgang 1975 und mochte sie und ihre Medienformate sehr. Denke auch manchmal, wie stark ich meine Töchter machen kann, soll-  muß und trotzdem wird es wohl nie genug sein. Lebe selbst mit dem schlimmen Gedanken an Brustkrebs, da in Familie leider schon doppelt vorgekommen, wir müssen einfach positiv denken, für uns und unsere Familien, so hat es Miriam auch getan, schwarzsehen geht nicht….

  12. Jasmin Wa. sagt

    Ich bin zufällig über Facebook auf deinen sehr bewegenden Blogpost aufmerksam geworden. So viel Gefühl und so schöne Worte. Dieser Gedanke ist schrecklich und doch denken wir alle darüber nach.  Wie du schon schreibst, keiner weiß, wann seine Tage gezählt sind und deshalb sollten wir sie um so mehr genießen! Ich habe erstmal meinen Sohn geknuddelt. Vielen Dank für diesen Text!

  13. Hallo, 

    und alles Gute nachträglich, wir hatten gestern gemeinsam Geburtstag! Und mir ging es, der Nachrichten gestern ansichtig, genau wie Dir …. wie lange hat man noch. Klar weiß man, es kann, ganz plötzlich, vorbei sein … aber wissen und es wirklich begreifen sind zwei paar Schuhe ….  Ich mag meinen Geburtstag gar nicht so sehr, noch dazu wurde ich 45 … aber hey …. ich bin noch da! Für meine 2 Halbwüchsigen, den Hund, den Mann, den Garten, … die Wäsche *gg* …. und ja! Lass es uns feiern! Jeden Tag!!

     

  14. Thorsten sagt

    Meine Frau starb, als unsere Töchter 5 und 11 waren. Du triffst es mit Deinem Beitrag auf den Punkt. Vielen Dank dafür. 

  15. Pingback: Wenn Mütter sterben - Müttermagazin

  16. Ina sagt

    Sehr schön geschrieben und irgendwie sind wir alle davon betroffen. Die eine mehr, die andere weniger …
    Der Anker, der eine geworfene Anker bindet einen für immer! Es sind die kleinen Momente die zählen, die jedes Kind anders wahrnimmt und in Erinnerung behält!
    Ich kenne beide Seiten – vor 30 Jahren als fünfjährige die Mutter verloren und heute als Mutter einer Vierjährigen…

  17. Caro sagt

    Während ich deine Zeilen lese, liege ich im Bett meiner dreijährigen Tochter. Ich habe das Glück, sie ins Bett bringen zu dürfen, sie zu küssen und zu streicheln, während sie einschläft. Sie zu erLEBEN. Und sie hat das Glück, mich, IHRE Mami, zu erLEBEN. 15 Monate nach der Geburt wurde mir eine schwere postpartale Depression diagnostiziert – 15 Monate konnte ich wegen absoluter Erschöpfung nicht mit meinem Kind spielen – 15 Monate war ich innerlich tot. Mein Körper und Geist funktionierte nur mehr auf Sparflamme. Ich habe es überlebt – die Heilung hat dan nochmal 15 Monate gedauert. Dafür spür ich jetzt umso deutlicher: Ich LEBE – für mich, mein Kind und meine Familie …. Deine Worte flashen mich gewaltig, du sprichst mir aus der Seele, ich bin tief berührt … DANKE 

  18. Stefanie sagt

    Während ich meinen Sohn in den Schlaf stille, laufen mir die Tränen übers Gesicht bei deinen wahren Worten… 

  19. Motherofthree sagt

    Oh Gott, das sind so berührende Gedanken, die Du schaffst, in Worte zu fassen, dass ich Tränen in den Augen habe! Mich hat die gestrige Todesnachricht auch sehr geschockt und mich nachdenklich gemacht. In meiner Familie häuft sich ebenfalls Brustkrebs, in meinem Bekanntenkreis hat es jemanden mit 36 erwischt. Ich fühle mich gerade, als ob auch über mir das Damokles- Schwert schwingt. Ich will doch für meine Kinder da sein, der Älteste ist 5, der Kleinste 6 Monate…wie lange werde ich Zeit für sie haben? Diese Ungewissheit lässt mir keine Ruhe, ich will doch sehen, wie sie älter werden, wie sie als Männer werden, will ihre Frauen kennen lernen und meine Enkelkinder! Sie lässt mich aber auch den Moment intensiver spüren, die Nase ganz tief in ihre Haare graben, ihre Wangen an meine legen, die Nasen gegenseitig anstupsen, die kleinen Hände noch fester halten als sonst, sie immer wieder küssen und ihnen beständig sagen, was für bezaubernde kleine Menschen sie sind und wie irrsinnig lieb ich sie habe! Solche Nachrichten schockieren nicht nur, sie erden auch. Es kann jeden treffen, jederzeit! Lebe den Moment! Für die kleine Tochter ganz viel Kraft und dir alles liebe nachträglich zu deinem Geburtstag! Ganz großen Dank für Deinen Text!

  20. Pam sagt

    Vor 4 Jahren wurde mein Sohn geboren, ein paar Wochen später starb meine beste Freundin mit 40Jahren an Lungenkrebs.ihre Tochte war damals noch keine 4Jahre.Nicht nur mein persönlicher Verlust schmerzte mich damals besonders, der Gedanke an Mutter und Tochter und die aussichtslose Situation zerissen mir schon damals fast das Herz. 

    Jetzt wo mein Sohn das gleiche Alter hat und ich erlebe,wie sensibel und aufmerksam er ist, kann ich die Ohnmacht meiner Freundin erst recht fühlen. Wie viel Kinder in diesem Alter mitbekommen und im Gedächnis behalten – in Bezug auf die Krankheit zB, aber auch ganz schnell die Erinnerung an Menschen verlieren…

    Ich denke so oft daran und hüte mich vor dem Versprechen "ich bin immer für dich da" und "komme immer wieder". 

    Todesnachrichten wie dieses erschüttern mich immer wieder – sei es Krebs oder ein Autounfall. Es kann wirklich schnell vorbei sein und trotzdem hat der Alltag einen so sehr im Griff.

    Ich hoffe sehr,dass meine ausgeworfenen Anker starke und positive Erinnerungen schaffen.

    Vielen Dank für deine Worte,sie haben mitten ins Herz getroffen und mir aus der Seele gesprochen.

     

  21. Meise mit Herz sagt

    Ja doch. Jetzt weine auch ich. Habe gestern arg an dich gedacht, als ich von Miriam Pielaus Tod erfuhr, erinnerte mich doch, dass wir mal sprachen(schrieben), dass du sie mal kennenlerntest. Dachte mir: oh, diese traurige Nachricht überschattet nun doch deinen so schönen Tag…

    Es tut auch mir sehr leid, dass Frau Pielaus kleine Tochter ihre beste aller Mamas verloren hat! Miriam schrieb Bücher, war so reflektiert! Ich bin fest davon überzeugt, dass sie für ihre Tochter alle Bücher wie "Erzähl mal Mama" und Co. kaufte und ausfüllte, dass sie Videos drehte allein um später auch noch für ihre Kleine "da" zu sein! Ja, davon bin ich überzeugt!

    Dein Text stach mir auch ins Herz, da ich ja sehr oft schon über den Tod nachdachte – als Lösungsweg meiner Leiden.

    Dein Text hilft mir wieder mehr auf meine wunder-(!)- wundervollen Töchter zu schauen, weg von mir, hin zu ihnen! Mich mehr auf sie auszurichten, für sie da zu sein!

    Heute hatte Lütte mit ihrem Kinderchor einen Auftritt. Erst die Minis (ihre Gruppe), dann kamen die Maxis dazu. Der Chorleiter -so ein cooler Witzbold!- sagte ihnen gar nicht vorher, was sie sangen, alle erfuhren es erst in der Vorrede von ihm "und nun hören sie das Lied soundso…". Als die Maxis mit den Minis dann zuzammen auf der Bühne standen, sagte er Lüttes Lieblingschorlied an: Applaus, Applaus von Sportfreunde Stiller! Ich sah wie ihre Augen aufleuchteten! Auch ich freute mich sehr, da auch ich dieses Lied sehr mag! Beim Singen sang ich leise mit, hatte fast feuchte Augen vor Freude über diesen Moment, ihre und meine Freude und einfach aus unbändiger Liebe zu meiner großen Tochter! Ja, ich kann wieder Liebe spüren! Das freut mich so sehr, dass ich nun nicht mehr nur weine, sondern schluchze! Ja, ich arbeite hart, dass meine durch die Scheiß-Depression fast zerstörte Beziehung zu meiner Großen wieder heilt!

  22. Hey,

    was für ein toller Text. Du hast mich sehr berührt. 

    Vor 5 Monaten bin ich selbst Mutter geworden. Vor 5 Wochen ist meine Mama gestorben. So nah liegen Leben und Tod zusammen. 

    Für meinen Mann war es die Wiederholung eines Schicksalschlags, denn er hat seine Mama bereits im Alter von sechs Jahren verloren. 

    Kein Mensch kann eine Mutter ersetzen. 

    Oft sprechen mich Leute an, dass sie es toll finden wie entspannt ich bin, obwohl es mein erstes Kind ist. Wie rund alles läuft. Dann antworte ich ihnen, dass dies der Verdienst meiner Mutter ist. Nur weil sie mir so eine gute Mutter war, kann ich auch eine sein.

    Kein Herz liebt so sehr wie das einer Mutter. 

    In meiner Arbeit als Sozial Pädagogin begegne ich häufig Kindern und Jugendlichen, die keine Mutter mehr haben. Es ist wie du sagst – es fehlt ihnen ein Anker. Sie schwimmen haltlos durchs Leben. 

    Ich bin froh über jeden Tag, den ich mit meiner Mama verbringen durfte. Und ich glaube fest daran, dass sie mich auch weiterhin mit dem Löwenmut beschützt, mit dem sie sich auch zu Lebzeiten für ihre Kinder eingesetzt hat.

    Dir noch alles Liebe zum Geburtstag. Du machst es genau richtig. Nicht das Alter scheuen, sondern über jeden Tag freuen. Ihn mit den Menschen verbringen, die einem am Herzen liegen. Sie sind das Wertvollste, das wir haben. 

    Mit lieben Grüßen 

    Nanni 

  23. Gabriella sagt

    Liebe Anna,

    Dein Text rührt mich zu Tränen und mein Herz schmerzt. Auch ich habe eine Tochter die letztes Jahr mit 4 Jahren ihren Papa von einer Sekunde auf die andere verlor. Er wurde wegen einen Raser aus dem Leben gerissen. Es tut mir in der Seele weh wenn sie von ihrem Papa erzählt. Der mit ihr quatschkram gemacht hat, sie bis zum Himmel in die Luft warf, sie kitzelte und während beide kuschelten er ihr die schönsten Geschichten erzählte. Und oft erzählt sie ihrer kleinen Schwester, damals 7 Wochen, wie toll der Papa war und das er jetzt im Himmel ist und sie manchmal besuchen kommt und das wenn sie gross wird sich nicht an ihn erinnert wie er ihre Pampers wechselte. Ich wünsche der Kleinen alles Liebe für die Zukunft. Dir nachträglich alles Gute zum Geburtstag 

  24. Liebe Anna, du hast diese ungehuere Ungerechtigkeit des Lebens so treffend zusammengefasst – Mütter sterben und hinterlassen immer eine Lücke, die kaum zu füllen ist. Auch wir, gerade mal 14, standen damals alle auf dem Friedhof, wo die Mutter eines Klassenkameraden nach einem Autounfall beigesetzt worden war. Und auch wir sprachen nie darüber. I sprach mit ihm darüber erst in der Studienzeit, als ich selber die Erfahrung gemacht hatte und wusste schon, dass die Trauer nicht unbedingt dann kommt, wenn man über sie spricht, sondern oft plötzlich, aus heiterem Himmel, gerade wo das Leben so schön ist. Dieses Jahr bin ich 40 geworden, meine Mama starb mit 46. Meine Kinder sind noch so klein… Und ich dachte an einen Dialog in der U-Bahn zwischen zwei Polinnen. Die eine hat über ihre Arbeit gesprochen – Betreuung einer sterbenden Frau. Und sagte in etwa "Weiss du, es ist für mich nicht einfach, vor allem weil sie ungläubig ist und nicht loslassen will". Dann habe ich mir die Frage gestellt – Könnte ich denn loslassen? Wie denn? Wie könnte ich es bloss? Bei meinen beiden Kindern habe ich versucht so zu leben als wären es meine letzten. Ich wollte und will nichts verpassen, mir nie vorwerfen müssen, dass ich dieses oder jenes anders gemacht habe (auch wenn es so utopisch ist), jeden Augenblick auskosten (auch wenn ich manchmal vor lauter Müdigkeit die Schönheit meines Lebens vergesse), denn wer weiss, ob ich die Chance haben werde, es bei meinen Enkeln "wiedergutzumachen". Ich glaube, ohne die Trauer wäre ich eine andere Mama, eine von diesen die ständig im Konkurrenzkampf mit den Kindern und ihren Bedürfnissen stehen (ich stehe ja auch, habe aber zur Zeit aufgegeben). Und obschon ich mir tatsächlich schwer vorwerfen kann, dass ich meinen Kindern zu wenig Zeit gewidmet habe, denn ich habe alles in meiner Macht getan, bin ich immer noch nicht bereit loszulassen. Und bitte, bitte, lass mich noch lange nicht vor dieser Entscheidung stehen….

  25. Ligaya sagt

    Ich habe Gänsehaut und der Text spricht mir so aus der Seele. Leider bin ich nicht in der Lage diese ganzen Gefühle in so schöne Worte zu packen. Danke dafür.

  26. Inga sagt

    Hallo unbekannte Anna,

    ich habe gerade gedacht, dass wir bestimmt seelenverwandt sind. Auch ich bin am 13.07. 43 Jahre alt geworden und auch ich habe, als ich von dem Tod von Miriam P. gelesen habe, geweint. Ganz viele Gedanken gingen mir da auch durch den Kopf und ich hoffe und bete inständig noch ganz viel Zeit mit meiner dreijährigen Tochter zu haben.

    Vielen Dank für so viele berührende Gedanken!

    Inga

     

     

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  28. Jetzt habe ich ganz feuchte Augen. Du hättest es nicht besser in Worte fassen können.

    Danke dafür!

    Liebste Grüße

    Julia

  29. Verena sagt

    Mir fehlen die Worte….ich sitze hier und weine. So ein wunderbarer, wahrer Text….dankeschön an dich und alles Gute zum Geburtstag

  30. Esprit sagt

    Ja, die Zeilen haben mich berührt und nachdenklich gemacht, an meinen Pflegesohn, den ich als Neugeborenes in den Arm gelegt bekam, für den ich fünf Jahre lang sorgen durfte, sein erstes Lachen, seine erste Worte Ma, ma, ma, Mama sagen hören durfte und ihn bei seinen ersten Gehversuchen in meinen Armen aufgefangen habe. Dann haben mein Mann und ich uns getrennt, und das Jugendamt hat mir mitgeteilt, dass ich nun keine Mutter mehr sei, da der Vertrag nur noch mit meinem Mann fortgeführt wurde. Für meinen Sohn war ich weg, ohne Abschied, ohne Trost. 

  31. Mina sagt

    Deine Worte könnten meine sein. Seit mein Sohn vor fast neun Jahren auf die Welt kam, mache ich mir diese Gedanken und Sorgen. Meine Tochter ist jetzt fünf.

    Und Miriam Pielhaus Tod hat mich auch sehr geschockt. Vor einem halben Jahr starb der Mann meiner besten Freundin im Alter von 36 Jahren an Krebs. Er war mein Geburtsjahrgang. Wir haben das ganze Jahr, in dem er krank war, sehr intensiv mitbekommen. Und plötzlich war der Tod so nahe.

    Ich hoffe auch immer wieder, dass ich so lange für meine Kinder da sein kann, bis sie erwachsen sind. Natürlich gerne noch viel länger, aber sie jetzt als Kinder zurücklassen zu  müssen, der Gedanke ist unerträglich. Trotzdem versuche ich, diese Sorgen immer wieder beiseite zu schieben, weil es zu schrecklich ist. Das Leben auskosten und genießen und möglichst nichts aufschieben, das ist wohl das einzige, was wir tun können.

  32. Lena sagt

    Liebe Anna, ich habe zufällig von deinem Text gehört und ihn sofort gelesen. 

    Ich kann aus einer anderen Perspektive erzählen, meine Mutter ist an Krebs gestorben als ich fünf war. Sie war damals 38, ich bin jetzt 21. Ich weiß noch nicht genau wie es sein wird, wenn ich selbst Kinder habe, aber ich habe Angst davor. Angst davor, selbst 38 zu werden oder wenn meine Kinder 5 Jahre alt sind. Und da ist auch Traurigkeit, darüber, dass ich meine Mutter niemals werde fragen können, wie das damals mit mir war und wie das eben so funktioniert mit Kindern.  

    Ich habe im Moment das Glück eine super Liebe Schwiegermutter ( in spe) zu haben, die diesen Part vielleicht mal ersetzen wird. Im Endeffekt kommt es wohl vor allem darauf an: Wie stark die Unterstützung und das Auffangen im Umfeld ist.

    Liebe Grüße, Lena

    • Liebe Lena,

      lass dich ganz doll virtuell drücken. Ich muss dir sagen – diesen Part, Sie fragen zu können, wie es war und ob dies oder jenes vielleicht "normal" ist, weil es in der Familie liegt, vermisse ich auch sehr. Für mich war Ihr Tod die Zäsur meines Lebens und die Geburt der Kinder dadurch traurig und hoffnungsvoll zugleich. Aber lass dir auch sagen – die Mamas ohne Mamas sind auch wunderbar. Meine Mama hat ähnliche Erfahrungen wie Du (und ich, nur später) machen müssen und sie war eine wunderbare Mutter. Eine vielleicht zu sehr besorgte, was ich jetzt nachvollziehen kann, aber eine mit sehr viel Verständnis, scharfem Humor und viel Liebe. Ich versuche auch mein Bestes zu geben. Die Kette der Erfahrungen ist in unserem Leben gerissen, aber dafür haben wir das Bewusstsein, wie begrenzt die Zeit sein kann und das Vieles wirklich nur Lapallien sind. Viele Grüsse

  33. Dana sagt

    Mehr als um die kleine Tochter tut es mir um Miriam Pielhau leid, die viel zu jung aus dem Leben gerissen wurde. Mir steht nicht zu, das zu beurteilen, aber die Entscheidung für ein Kind in ihrer Situation wird sie sicher bewusst getroffen haben. Und aus Erfahrung, mal ohne die eigene egoistische Emotion, kommen gerade kleine Kinder besser mit dem Verlust eines Elternteils zurecht als den meisten Müttern lieb ist. Auch wenn das niemand gern hört: man ist nicht unersetzbar. Auch ein Vater kann genauso viel Liebe geben. 

  34. Gefühle und auch Gefühlschaos,  Gedankenkarusell …. Das alles so präzise wie Du in Worte zu fassen – das bewundere ich sehr.

    Wir alle werden durch Meldungen wie den Tod von Miriam gefühlsmäßig aus der Bahn geworfen und auch ich hatte einen mächtigen Kloß im Hals  ….

    Du hast so recht mit dem was Du schreibst, denn genau so sehe ich es auch …. Das Hier und Jetzt genießen,  es sich schön machen mit all den lieben Menschen um einen herum ….

    Ich gratuliere Dir auch noch ganz herzlich nachträglich zu Deinem Geburtstag ud wünsche Dir vor allem eins: viel Zeit mit Deinen Lieben und Gesundheit 

    Herzliche Grüße 

    Nane

     

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  39. Es ist so traurig und doch so schön … du hast wunderbare Worte gewählt. Und ich wette, nahezu jede Mama, die das hier liest, erinnert sich daran, dass sie selbst mal diese Frage im Kopf hatte, wie lange sie wohl für ihre Kinder da sein wird. Mir ging es zumindest so. Und auch ich kam danach zu dem Ergebnis, dass ich es nicht beeinflussen, sondern einfach nur bestmöglich auskosten kann – die gemeinsame Zeit mit meiner Kleinen, ihrem Papa – meinem Liebsten und all den anderen, die man so arg gern hat. 

  40. Annika sagt

    Ein wahnsinnig toller,demütiger Post, der mich gerade zu Tränen rührt und zeigt, wie viel uns alle Mütter doch verbindet.

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