Ich habe mir heute mal den Spaß gemacht und habe „Frauen über 40“ gegoogelt. Wenn man den einschlägigen Einträgen Glauben schenkt, wollen wir alle ne neue Frisur, Datingtipps, die perfekte Diät, besseren Sex, ein komplett neues Leben oder eine gereimte Rede zum Geburtstag. Ich muss zugeben, das Ergebnis hat mich amüsiert und gleichzeitig habe ich mich bestätigt gefühlt in einer persönlichen Beobachtung: es gibt nicht so sehr viel guten Content für Frauen über 40 in diesem Internet.

Ich kenne ein paar gute Blogs, die sich konkret an Frauen über 40 richten, wie beispielsweise den sehr lesenswerten Blog Texterella meiner Bloggerkollegin Susanne, auch Life40up fällt mir ein oder das Blogazine 40something. Diese Blogs sind vielseitig und befassen sich mit dem Leben von Frauen jenseits der vierzig, ohne stets und ständig nur die (vermeintlichen) Mängel eines Frauenlebens jenseits der Faltenlosigkeit zu beleuchten und Tipps zu geben, wie man sich selbst doch noch ein bisschen besser optimieren könnte. Fast alle anderen Blogs und Magazine mit der expliziten Zielgruppe Frauen über 40 sind reine Beauty- oder Fashionblogs. Nicht dass das nicht schön und wichtig wäre, im Gegenteil. Aber ich frage mich immer wieder: geht es um nix anderes mehr jenseits der Vierzig? Ist das alles, was uns noch interessieren oder bewegen oder unterhalten soll?

Frauen über 40: bist du schon tot oder schminkst du dich noch?

Ich bin 44, fast 45 und kann sagen, ich fühle mich unterrepräsentiert. Die Themen, die mich bewegen, kommen fast nirgends vor, wo ich danach suchen könnte und das, was ich unter den Schlagworten finde, turnt mich massiv ab. Ich bin lediglich ne Frau über vierzig, das heißt nicht, dass mein Leben vorbei ist, so wie es bisher war oder dass ich mich nur noch dafür interessiere was ich tun muss, um den unaufhaltsamen Verfall meines Körpers aufzuhalten – gesetzt den Fall, ich wollte das überhaupt.

Ja, ich ziehe mich gerne schön an und liebe Makeup, aber das ist doch nun wirklich nur ein Bruchteil dessen, was mein Leben ausmacht. Abgesehen davon befinde ich mich in meinem „selbstzufriedenen“ Lebensabschnitt jenseits der Phase, in der ich saisonalen Modeentwicklungen oder dem neuesten Schminki-Trend hinterher hecheln würde. Bleiben noch Faltencremes, Hyluronsäure-Peelings und natürlich die Haare. Frauen über 40 sehnen sich laut Internetrecherche nach Veränderung und wie könnte man das besser erreichen, als mit einem Peeling und einer neuen Frisur? War ja schon immer eins der beliebtesten Mittel, um mal so richtig sein Leben zu verändern.

Worum geht es aber wirklich? Was wollen wir als Frauen über 40 gerne lesen? Hören? Was interessiert und bewegt uns wirklich, was berührt uns und was beschäftigt uns tatsächlich?

Alte Motive, neue Schwerpunkte, neue Fragen: worum geht es im Leben von Frauen über 40?

Es ist doch so: mein Leben seit meinem vierzigsten Geburtstag unterscheidet sich in den allermeisten Aspekten und Motiven, die es bestimmen, nicht so sehr von meinem Leben vor der 40. Denn ich bin selbstverständlich immer noch derselbe Mensch mit denselben Leidenschaften, Fähigkeiten und Fehlern, meine Werte, nach denen ich lebe und die ich meinen Kindern versuche zu vermitteln, haben sich nicht geändert, ebenso wenig die Dinge, an die ich glaube. Hinzugekommen sind allerdings einige Themen, die es vorher so nicht gab.

Mütter über 40: ein neues Familienleben

Zuerst ist da mein Familienleben. In meinen Dreißigern hatte ich Babys und Kleinstkinder. Ich habe mich mit Stillen, Familienbett, Schnullerentwöhnung und Beikost befasst, ich habe meine Kinder in der Kita eingewöhnt (eins sogar auch bereits in der Schule) und mit ihnen die Früherkennungsuntersuchungen abgeklappert. Ständig waren sie krank, weil ihr Immunsystem noch in Ausbildung war und meine Nächte waren gefühlt stets unterbrochen. An meinem vierzigsten Geburtstag war mein jüngstes Kind allerdings bereits vier, die beiden Großen waren Schulkinder und meine kinderbezogenen Themen begannen sich zu verändern.

Seitdem befasse ich mich was die Kinder angeht zunehmend mit ganz anderen Fragen:

  • Ab welchem Alter brauchen Kinder keinen Babysitter mehr?
  • Wann sind sie alt genug für erste Jobs?
  • Wie gehe ich mit beginnender Pubertät oder Pubertät „in full swing“ um?
  • Wie verändert sich das Geschwisterverhältnis unter den Kindern mit ihrem Älterwerden?
  • Was sind adäquate Ausgehzeiten für Vierzehn- oder Fünfzehnjährige?
  • Wie spricht man mit den großen Kindern über Cybermobbing, Rassismus oder Sexismus in der Schule?
  • Was tun, wenn das Kind in der Schule nicht gut mitkommt oder schlicht mit dem System nicht klar kommt?
  • Wieviel Bildschirmzeit ist angemessen für welches Alter?
  • Ab wann ist ein eigenes Handy ok oder sogar notwendig?

Die Themenliste ist endlos und aufregend und hat nichts mehr mit unserem Familienleben zu tun, wie es in meinen Dreißigern war. Und auch schöne Aspekte des Familienlebens mit älteren Kindern sind neu: (Städte)Reisen mit Kindern sind plötzlich nicht mehr anstrengend und bedürfen nicht mehr der ausgeklügelten Organisation und Logistik, wie mit kleinen Kindern. Mit größeren Kindern kann man durchaus ganz andere Gespräche führen, als mit Kleinen und es macht Spaß zu sehen, wie sie ihre Persönlichkeit und ihre Meinung weiter ausbilden. Und die Selbständigkeit größerer Kinder ist herrlich, nicht nur, weil sie uns zeigt, dass sie gut klar kommen auf dieser Welt, sondern weil sie uns natürlich auch wieder eine viel größere Bewegungsfreiheit verschafft, als in den Kleinkindjahren oder frühen Schuljahren.

Starke Frauen über 40 | berlinmittemom.com

(Frauen)Körper über 40: von Falten und Freiheit

Auch was mich selbst betrifft, kommen neue Themen und Fragen auf. Klar verändert sich beispielsweise ein (in meinem Fall weiblicher) Körper im Alterungsprozess und das sehe ich im Spiegel. Graue Haare und Falten nehmen zu, es wäre gelogen zu sagen, dass das nichts mit mir macht.

  • Fühlt sich das gut an?
  • Oder macht es mich unglücklich?
  • Werden Frauen über 40 wirklich „unsichtbar“?
  • Wenn ja: macht mir das was aus?
  • Fühle ich mich freier, weil ich nicht mehr dauernd „schön“ sein muss?
  • Oder ist die sinkende körperliche Attraktivität ein Verlust, den ich spüre?
  • Bin ich gesund und kann alles machen, was ich möchte?
  • Oder zeigt mein Körper Verschleißerscheinungen, die mich einschränken?

Auch diese Liste lässt sich endlos weiterführen.

Generationswechsel: wenn die eigenen Eltern altern

  • Wie gehen wir eigentlich damit um, dass der Generationswechsel wieder spürbar näher rückt?
  • Wie fühlt sich das an, wenn unsere eigenen Eltern sichtbar altern, vielleicht krank werden oder ganz einfach nicht mehr die Energie haben, wie noch vor zehn Jahren?
  • Was fordert uns das ab, wenn wir uns plötzlich mit Patientenverfügungen, Testamentsformulierungen und den Traueranzeigen befassen müssen, die sich zu häufen scheinen?
  • Und sind wir vielleicht auf die Unterstützung unserer Eltern angewiesen und müssen jetzt unseren Alltag (mit Kindern) neu organisieren, weil die Belastbarkeit sich verändert?

Und dann wäre da auch noch die vielbeschworene Midlifecrisis. Es gibt sie. Und selbst wenn sie mich nicht konkret selbst betrifft, sehe ich ihre Auswirkungen um mich herum sehr deutlich. Paare trennen sich, Ehen gehen auseinander, Kinder werden im Wechselmodell hin und her gegeben und gemeinsam gebaute Häuser werden verkauft. Scheidungen werden angeleiert, Sorgerecht verhandelt und da, wo noch vor kurzem am Familientisch gemeinsam gegessen wurde, werden jetzt neue Lebenspartner*innen vorgestellt. Ein Thema, das sicher nicht nur Frauen über 40 betrifft, aber die gefühlte Anzahl der Fälle steigt.

Frauen über 40 – gute Zeiten, schlechte Zeiten?

Versteht ihr, was ich meine? Wir haben so vielfältige Themen, unser Leben ist bunt und nicht weniger bewegt als in den Jahren zuvor und es ist einfach Unsinn, das so zu reduzieren, wie meine Googlerecherche es nahelegt. Es nervt mich, wenn alle Themen zu Frauen über 40 mit „trotzdem“ oder „jetzt erst recht“ getaggt werden, so als wäre Sex haben, sich schön anziehen, reisen mit und ohne Kinder, ein erfülltes Arbeitsleben haben, Partnerschaften pflegen oder neue beginnen, sich verlieben oder entlieben undsoweiter… nur Themen für Frauen bis 40. Und danach passiert das alles nur entweder „trotz“ der 40, als sei das ein Wunder. Oder die betreffenden Frauen werden als witzig-freche Ausnahmen dargestellt, die quasi aus der Art schlagen, wenn sie all das „jetzt erst recht“ tun. Obwohl sie schon über 40 sind.

Frauenrollen über 40 | berlinmittemom.com

Ich vermisse diese Themen in ihrer Selbstverständlichkeit. Ich vermisse sie in Blogs und Podcasts und Magazinen für Frauen (in der Belletristik nicht, da sind sie alle zu finden). Ich vermisse sie in entsprechenden Formaten im Fernsehen und ich vermisse auch Frauen über 40 als Protagonistinnen in Serien und Filmen, die ich sehe.

Was uns Elternbloggerinnen angeht: wo sind die Blogs, die diese Dinge thematisieren? Ich habe das Gefühl, in Elternblogs gibt es eine überwältigende Masse an Themen rund um Babys und Kleinstkinder und danach wird es dünner und dünner. Ich nehme mich da selbst keinesfalls aus – auch ich orientiere mich viel zu sehr an den Kleinkindthemen, als an meinen eigenen, obwohl ich weiß, dass meine Leserinnen mit mir „gealtert“, ihre Kinder mit meinen älter und größer geworden sind, so dass all diese Themen, die ich aufgezählt habe, mit Sicherheit auf sie genauso zutreffen wie auf mich und meine Kinder.

Aber ich nehme mir vor, das zu ändern. Wenn dieses Über-40-Sein etwas Gutes hat, dann ist es mit Sicherheit die große Selbstverständlichkeit, mit der ich heutzutage einfach I C H bin. Ich bin besser ich selbst als mit 30 oder gar mit 20 – Himmel! – das möchte ich nicht mehr missen. Und ich kann sagen, wer ich bin, was mich ausmacht und was ich möchte: ich bin die Frau über 40, die Plussize- Mama, die Bloggerin, ich bin die, die immer wieder über Tod und Sterben schreibt und die, die sich immer wieder vorwerfen lassen muss, sie sei „zu glücklich“ und zu spießig. Ich habe Teenagerkinder und große Schulkinder und nein, „Familienbett – ja oder nein“ ist hier kein Thema mehr, weil wir das längst seit Jahrzehnten irgendwie in unserer eigenen Version leben. Ich muss nicht mehr diskutieren, was ich gut und richtig finde, ich tue es einfach. Und ich habe das alles schon erledigt: ich habe geimpft, getauft, getragen und geschoben, ich habe Brei gekocht und Fingerfood für meine Kinder geschnippelt, ich habe das Fußbodenpicknick erfunden und habe Antibiotikum verabreicht, ich habe gestillt und die Flasche gegeben, ich habe Mitgebtüten zu Kindergeburtstagen gepackt und zig bunte zuckrige Kuchen gebacken, ich habe den Kindern Fleisch gegeben und ihnen Schwimmen beigebracht, ich habe sie in Kitas und Schulen geschickt und ich habe sie auch mal zu Dingen überredet, die sie nicht wollten. Und ich habe sie immer immer mit Liebe überschüttet.

All das (bis auf die Liebesausschüttung über den Kindern) liegt hinter mir. Vor mir liegt viel Neues und ich bin in ganz vielen Dingen mittendrin. Darüber werde ich jetzt wieder viel mehr schreiben. Und gerne auch reden und diskutieren.

Frauen ueber 40: Mehr als nur Selbstoptimierung, bitte! | berlinmittemom.com

Podcasten darüber tue ich schon, mit meiner lieben Freundin Imke, auf kaffestullegin.de. Am Sonntag ist unsere aktuelle Folge erschienen, die sich genau mit all dem befasst, worüber ich heute geschrieben habe. Wie wir das also so machen, wie der 40. Geburtstag jeweils war und was uns heute als Frauen über 40 vor allem bewegt, könnt ihr hier nachhören. Und für alle Tipps zu Blogs, Podcasts und Magazinen, die sich mit all dem ebenfalls beschäftigen, bin ich sehr dankbar, also immer her damit!

Und ihr? Seid ihr schon 40? Wie geht’s euch damit?

Was Frauen über 40 wirklich wollen | berlinmittemom.com

20 Kommentare

  1. Stephie Richter Antworten

    Liebe Anna,
    Du sprichst mir aus der Seele! Ich bin 40, Mama nicht mehr kleiner Kinder und weder unsichtbar noch durch mein Alter eingeschränkt. Ich möchte vieles (neu) erleben und mache mich gefühlt gerade auf den Weg, das Leben jenseits des Mama-Kosmos zurück zu erobern. Ich habe wieder viel mehr Energie, weil meine Nächte ruhig sind und diese Energie möchte ich nicht wegpacken, nur weil ich jetzt zu 40+ zähle.
    Ich lese hier schon lange mit und bin immer wieder verzaubert, berührt und begeistert von dem was und wie Du schreibst, also Danke!

    Liebste Grüße
    Stephie

  2. ANNA!!! DANKE!!!! Genau das treibt mich um, genau das denke ich und ich finde es auch so schade dass sich, nicht nur auf Blogs sondern in der ganzen virtuellen Welt, alles entweder an den Frauen/Familien orientiert, die (relativ) kleine Kinder haben (und auch ich habe ja diese Phase hinter mir) oder eben an Ü40-Frauen, in einer Art und Weise die vermuten lässt dass das einzige was in diesem Alter zählt ist wie man am besten durch die Wechseljahre kommt und dabei „trotzdem noch“ hübsch aussieht. Und ich würde mir echt wünschen dass es da MEHR gäbe, einfach eine große Bandbreite an allem was das Leben von uns Frauen ausmacht, die eben nicht mehr ganz so jung sind (und alleine das klingt jetzt schon fies!)
    Deshalb wirklich von Herzen DANKE!
    Alles Liebe,
    Kristin

    • Ach, meine liebe Kristin! <3 Du gehörst doch auch schon lange zu den Frauen, denen ich mich aus genau diesen Gründen so verbunden fühle! Und wenn du keine megatolle Frau bist, egal ob Ü40 oder nicht, dann weiß ich es auch nicht. Alles Liebe für dich!

  3. Hey Anna, was für ein schöner Artikel. Ich fühle mich gerade so ein bisschen dazwischen. Ich werde demnächst 39 und habe due Kinder nich in der Grundschule und im Kindergarten – doch der Große geht schon in Richtung vorpubertäre Phase und bald stellt sich die Frage nach der weiterführenden Schule, nach dem eigenen Handy und der Klassen-WhatsApp Gruppe. Ich wage nach einigen Jahren als Homemakerin den Schritt in die Selbständigkeit. Dein Blog ist für mich so ein bisschen ein Blick in die Zukunft – eine Vorahnung dessen, was nich kommt – und es macht Mut. Ich freue mich übrigens sehr auf die 40 und ich spüre Ansätze dieses Lebensgefühls, das du beschreibst, in mir reifen.
    Deinen Podcast mag ich daher auch – und bitte richte deiner Tochter doch von mir aus, dass ich meinen schwulen besten Freund mit 36 gefunden habe – sie soll die Hoffnung also nicht aufgeben .
    Wenn ich mir ein Thema wünschen darf – das Schulthema würde mich interessieren.
    Liebe Grüße

  4. Liebe Anna,
    Wenn du über all das Schreiben wirst, werde ich jede Zeile gerne lesen. Die Themen sind alle meine, nur das Label Ü40 mag ich nicht (weil ich überhaupt keine Alterslabel mag). Ich freue mich drauf!

    • Du hast absolut recht, liebe Jonna, ich mag das als Label auch überhaupt nicht. Tatsächlich klingt Ü40 auch immer sehr nach genau den Klischees, die ich angesprochen hatte. Und ich freu mich drauf, mich zumindest mit einigen dieser Themen näher zu befassen. Und zu wissen, dass du mitliest, motiviert mich gleich noch mehr!

  5. …Ich gehöre zu den Ü40, die sich getrennt haben und geschieden sind – klare Eigentumsverhältnisse und keine Kinder…
    Für meine Gruppe wird dann noch zusätzlich die „jetzt ist alles vorbei und Du wirst einsam und allein enden“ – Schwarzmalerei dazugegeben. Und wenn ich dann wage zu sagen, dass ich mich im JETZT als ICH sogar viel besser wahrnehme als in den 30igern wird ab und an auch eine hochgezogene Braue als nonverbale Antwort gegeben

    Danke für Deinen Blog, ich finde auch, dass jeder Lebensabschnitt seinen Charme und seinen Reiz hat – den verpassen viele auf der Suche nach dem, was einfach im Laufe der Zeit nicht mehr ist. Da lache ich mir aber doch lieber ein Fältchen mehr in die Augenwinkel und geniesse den Augenblick

    Liebe Grüsse
    …von einer jetzt „fast-Mittvierzigerin“, die mit Dir gemeinsam als Teenager die Telefontechnik von Dachfenster zu Dachfenster revolutionierte

    • Liebe Rike, wie schön, dich zu lesen! <3 Und es ist doch einfach super, wenn man sich die Fältchen herbeilächelt und das Leben genießen kann, oder? Ich glaube übrigens auch, dass der Blick auf die eigene Endlichkeit zumindest bei mir die Wahrnehmung dafür schärft, was eigentlich wirklich zählt. Das Hier und Jetzt und die Fähigkeit, man selbst zu sein und das einfach aus voller Brust zu leben. Dicke Umarmung!

  6. Liebe Anna, danke für die Erwähnung! Ich freue mich sehr auf deiner Lieblingsliste zu sein! <3

    Für mich steht dieses Blogjahr unter dem Motto "Die neue Freiheit" und "Trau dich!" – denn meine Kinder sind bald groß und ich möchte noch so viel mit mir und meinem Leben anfangen! Muss man sich auch trauen … ;-)) Und ja, auch die Sichtbarkeit von uns 40plus- bzw. bei mir ja inzwischen 50plus-Frauen ist mir ein Herzensthema!

    Alles Liebe und danke für den tollen Beitrag!

  7. You made my day!!! Wenn die eigenen Kinder schon Teenager sind , dann sind die Themen der kleinkinderzeit weit hinter einem. Und ich kann das sehr genießen… bin über 50 und ja bitte schreib für alle Frauen, die bewusst das neue veränderte Familienleben gestalten wollen .
    Wunderbarer Beitrag !

  8. Hallo Anna, ja die meisten Blogs thematisieren nicht mehr meine Lebensrealität. Ich bin noch nicht 40. Und während sich um mich herum alle jünger fühlen und selbst die, die älter sind als ich, ein gefühltes Alter von 25 angeben, habe ich mich schon immer älter gefühlt. Ich fühle mich deinen Ü40 Themen sehr viel näher. Meine Tochter kommt bald auf die weiterführende Schule und mein Sohn wird diesen Sommer eingeschult. Ich finde es lediglich schade, dass es die ganzen Babyblogs und Kleinkindthemen im Netz noch nicht so gegeben hat, als meine Kinder Babys waren. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Du nun mehr Themen für Mütter mit grösseren Kindern bringst, die sich eben nicht mehr mit Stillen und Stoffwindeln rumschlagen. Die von Dir gelisteten Themen treffen es bei mir ganz gut :-) Ich bin gespannt.
    VG Anni

    • Und noch ergänzend: Selbstoptimierung war noch nie so meins; wenn dann um meines Willen und nicht äusserer Gründe wegen. Aber ich merke, dass ich irgendwie auf der Suche bin. Ich habe viele Jahre tatsächlich auf vieles verzichtet; dafür natürlich andere Dinge bekommen. Aber ich frage mich schon, was kommt jetzt? Nur das Hamsterrad mit Job, Hausaufgaben, Klassenfahrten und immer selbständiger werdenden Kindern, das wirft auch Fragen nach einem neuen Fokus aus. Und da hänge ich gefühlt ein bisschen in der Luft. Obwohl ich noch keine 40 bin ;-) Meine gleichalten Freundinnen hingegen sind halt oftmals noch am Kinderwagenschieben!
      VG Anni

  9. Michaela Richthammer Antworten

    Hallo Anna! Ich bin so ein „Zwischending“, habe ein pupertierendes Kind und noch drei Kleinkinder. In 9 Monaten werde ich 40, bin also irgendwie zwischen „wann endlich durchschlafen“ und “ wie viel Screentime ist noch okay? „, Zwischen noch attraktiv oder schon unsichtbar? Gefühlt bin ich Mal 25 und Mal 55 aber irgendwie noch viel zu jung um mich mit grauen Haaren zu befassen..dafür aber mit Ehekrisen (leider). Bei uns ist Grad so ein Schwebezustand und es ist alles noch nicht im reinen. Ich mit mir nicht und generell im Familienleben nicht. Ein bisschen wie in der Pubertät. Manchmal wünschte ich ich wäre schon 10 Jahre weiter und es gäbe wieder eine klare Richtung. Ja, diese Ü 40 Themen die du ansprichst interessieren mich. Grade weil ich mich an so einer Schwelle befinde..bitte schreib mehr darüber. Vor allem über die tiefergehenden Themen. Von Styling und Selbstobtimierung kann sich zumindest meine Seele nicht ernähren.

  10. Sara-Mom-of-3, Frankfurt Antworten

    Toller Beitrag! Wird alles auf mich zu kommen. 40 ist noch weit, weit weg. Bin immer noch gefühlt 35;).
    Hab grad gerechnet und festgestellt dass No.3 auch 4 sein wird, wenn ich 4.0 werde… Haha…

    40 but still sexy, hieß die Party, die ich grad für meinen Mann dekoriert hab.

    Leben geht weiter, mit anderen Worten.

  11. Liebe Anna!

    Danke für Deinen Text! Gefällt mir sehr!

    Mir schwebt auch schon länger sowas vor, denn mit fast 42 kann ich mitreden :-)

    Es ist auf alle Fälle prima und nicht so, wie ich vor 20 Jahren gedacht habe.

  12. Ich freue mich jetzt schon auf all die Texte, die in diesem Zusammenhang entstehen werden. Denn mir fehlt der Austausch zu einem Großteil der von dir genannten Themen auch. Vielleicht schaffe ich später noch einen Blogartikel dazu zu verfassen.

  13. Liebe Anna, ich bin 45, mein Sohn ist 23… deshalb bin ich schon lange aus der Kleinkindphase raus und kann mich wieder mehr mit meinen Interessen befassen. Dein Blog spricht mir aus der Seele, weil er alles anspricht, was Frauen in unserem Lebensabschnitt zu beschäftigt, insbesondere erlebe ich im Moment sehr bewusst, dass sich die Beziehung zu meinen Eltern (80 und 76 Jahre alt) stark wandelt. Manchmal fühle ich mich wie im Sandwich zwischen alt und jung und muss sehr gut spüren, wo meine Grenzen sind und was ich im Moment gerade brauche…. Liebe Grüsse an Alle, denen es jetzt gerade gleich geht…. :-))

  14. Sandra Kretschmer Antworten

    Liebe Anna, danke danke danke für den Artikel!! Genau so … finde mich sehr wieder, komme nur im alltäglichen Hamsterrad nicht dazu, darüber nachzudenken. Früher Hamsterrad mit Kleinkindern, Haus, Garten, TZ-Job und viel sozialen Kontakten, jetzt sind die Mädls 17 und 19, mit ganz anderen Themen, die zwar auf den ersten Blick nicht mehr so äußerlich fordernd dastehen wie die Kleinkindkrankheitsphasen usw., die aber nicht minder leichter sind, für die Psyche, im Gegenteil – sich sag nur Alkohol, Jungs, Weggehen, was kommt nach dem Schulabschluß … usw. Aber es heißt ja so schön: man wächst mit seinen Aufgaben :-) hilft ja nix. Nein, ich kann nicht klagen, die Mädls sind super – was jetzt aber zu dem alltäglichen Wahnsinn eben dazukommt, sind die alten Eltern, das ist wieder eine andere Hausnummer. Mein Vater starb vor einem Jahr, ich kam im Grunde erst vor ein Monaten dazu, meine Trauer mal anzugehen, da direkt nach dem krankheitsbedingten Kümmern um meinen Pa dann nach seinem Tod, ich mich natürlich auch um meine Mutter verstärkt gekümmert habe … das zehrt. Ich habe, muß ich zugegen, meine sozialen Kontakte ein wenig eingeschränkt, es sind momentan nur die Verbindungen zu den zwei, drei engsten Freundinnen, die mir wichtig sind, alles andere schaffe ich nicht – bin zu erschöpft im Kopf und auch so … das wird auch wieder anders, das weiß ich, aber die Themen einiger anderer Freundinnen, die noch kleinere Kinder haben , im Kiga oder in der Grundschule, die sind einfach nicht mehr meine Themen, und dazu zu stehen, daß mußte ich auch erst lernen. Eben auch mehr zum Thema, wo stehe ich im Leben, mit 46, was will ich noch, was kann ich noch – und auch in der Familie wieder mehr zu zeigen, daß ich mehr Zeit für mich alleine möchte ….. ach, es ist kompliziert ….
    Danke für deinen Blog, hier lese ich sehr sehr gern – mach weiter so!
    Ganz liebe Grüße aus Bayern!
    Sandra

  15. Ganz ehrlich, ich finde dieses älter werden schrecklich und nehme es nur hin, weil die Alternative früh zu sterben noch unerträglicher wäre. Ich bin übrigens auch mit Ü40 noch im Kleinkindthema, genau so wie im Teenagerthema, dazu Schulthemen, Jobthemen, Selbstfindungsthemen und das alles zwischen unbändiger Lebenslust und depressiver Verstimmung :)

  16. Pingback: Frauen über 40: Mehr als Selbstoptimierung! • Edition ELTERN

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