Es ist Zeit für meine 5 Freitagslieblinge, ihr Lieben. Uns als Erstes möchte ich mich von Herzen für euer tolles Feedback von letzter Woche bedanken, als ich fragte, was ich weiter mit den Freitagslieblingen machen soll. Soll ich sie beibehalten, soll ich sie verändern, soll ich sie aufgeben…?

Es hat mir so viel bedeutet, all eure Antworten zu lesen und es hat mir auf eine Art die Augen geöffnet. Denn ihr habt recht: ich habe diese Kategorie ins Leben gerufen, um das Ritual für den positiven Rückblick auf die Woche hier zu installieren, für mich, für euch, als Inspiration, um Ideen und schöne Momente zu teilen – und es war mir egal, wie viele Kolleginnen dabei mitmachen. Ich habe es angefangen um der Sache Willen und aus genau diesem Grund, wird es die Freitagslieblinge bis auf Weiteres auch weiterhin geben. Ich schreibe sie für mich und für euch, meine Leserinnen, und ich hoffe, ich kann euch weiterhin damit inspirieren und erfreuen, so wie mir der Wochenrückblick selbst jede Woche Freude macht. Danke für eure lieben Nachrichten dazu. Danke dafür, dass ihr hier und meine Leserinnen seid.

Mein Lieblingsmoment der Woche nur für mich war ein echtes Highlight. Dank meiner Rückenepisode der letzten Woche habe ich die zauberhafte Zeit der Kirschblüte hier im Prenzlauer Berg fast komplett verpasst. Ich konnte nicht so raus wie ich wollte, ich konnte keinen Sport machen und ich war überhaupt vollkommen ausgebremst. Offenbar war das nötig, das weiß ich inzwischen. Aber umso schöner war mein erster Sportmoment im Freien, in meinem Lieblingspark, Seite an Seite und behütet von meiner lieben Katarina, während es mir so vorkam, als hätte die wunderbare üppige Natur nur darauf gewartet, dass ich zurückkomme. Dass ich komme und die Kastanienblüte sehe, dass ich all die Schönheit sehe und mich wieder stärker fühle, so wie dieses wunderbare Aufblühen draußen ein Zeichen dafür ist, wie die Natur wieder stark wird. Ich war ganz dankbar und froh. Ein wunderbares Gefühl.

Kastanienblüte, Volkspark Friedrichshain | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsmoment mit den Kindern für die Freitagslieblinge war unser Feiertagsfrühstück am Dienstag. Der Berlinmittedad musste schon am Sonntagabend wieder in den Flieger steigen, aber gerade deshalb wollten die Kinder und ich es uns besonders schön machen. Also haben wir einen Obstteller gemacht, der Herzensteenie hat Spiegeleier gebraten, „Sunny side up, wie in Neuseeland!“ orderten die beiden Kleinen ihre Eier. Und es gab Tomate  mit Mozzarella und schaumigen Latte und Avocado und warme Dinkelbrötchen. Dann haben wir lange gesessen und geredet und die Sonne draußen genossen und uns einfach Zeit gelassen. So sollten Frühstücke mit der Familie viel öfter sein.

Freitagslieblinge: Familienfrühstück am Brückentag | berlinmittemom.com

Freitagslieblinge: Low Carb Breakfast | berlinmittemom.com

Eigentlich wäre das auch schon mein Lieblingsessen der Woche für die Freitagslieblinge, alleine schon wegen der Gesellschaft und der schönen Stimmung, aber ich habe ja diese Woche das Bärlauchpesto gemacht und das haben die Kinder und ich auch schon fast ganz weggeschlemmt, mit Pasta, mit Frischkäse auf Brot, mit Hummus und geröstetem Gemüse. Das Rezept für Bärlauchpesto mit Cashewkernen habe ich hier für euch aufgeschrieben. Es war wirklich köstlich. Ich kann das nur empfehlen!

Baerlauchpesto mit Cashewkernen | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsbuch der Woche ist wieder ein Band mit Gedichten und Gedanken. Wie so oft beschäftigt mich das Thema Verlust und Trauer bzw. Tod, in diesen Tagen aber aus gegebenem Anlass. Eine sehr enge Freundin meiner Mama, eine Freundin, die sie begleitet hat und mit der sie vor allem in ihren letzten Lebensjahren besonders innig verbunden war, ist gestorben. Es ist ein großer Schmerz und ein unvorstellbarer Verlust für alle, die ihr eng verbunden waren, natürlich vor allem für ihre Familie. Aber darüber hinaus ist es für meine Geschwister und mich auch eine weitere Verbindung zu unserer Mama, die wir loslassen müssen.

Sie war eine Frau von unvergleichlicher Strahlkraft und Wärme, jemand, der Herzen im Sturm eroberte, jemand, der die Liebe zu den Ihren, zu den Menschen um sie herum sichtbar mit sich trug und offen zeigte. Eine einzigartige, wundervolle Frau, die alle berührt hat, denen sie begegnete. Genau jetzt wäre ich gerne auf ihrer Trauerfeier, 650km weit weg von hier.

Ich denk an dich, Ruth. Du bist für immer in meinem Herzen, wirst ewig vermisst und nie vergessen sein. Sommerhimmel und Rosen bleiben uns – das hast du meiner Mama geschrieben und ich habe es immer behalten. Und das gilt auch für dich. Fly high, beautiful soul.

Auch wegen dieses Abschieds habe ich in diesem Buch gelesen: „Bereit zum Abschied sein.“ Gedichte und Gedanken der Trauer. Dieses Büchlein hat mich (unter anderem) in den letzten Tagen begleitet. Viele der Texte sind nur eine Andeutung dessen, was in uns vorgeht, wenn wir uns von einer geliebten Person verabschieden müssen. Es gibt keine Strategie, die uns nachhaltig tröstet, es gibt nur ein Weiterleben mit der Lücke, mit der Trauer und auch mit dem Verlust, aber in diesen kleinen Texten ist viel von dem festgehalten, was Menschen für Strategien entwickeln, um damit weiterzuleben: religiöse Texte, optimistische Texte, nachdenkliche und reflektierte Texte, alle in Auszügen. Und für alle gibt es einen Verweis, wo man weiterlesen kann.

Mir ist beim Durchblättern auch die Idee gekommen, ob eine Leseliste mit Büchern zu dieser Thematik für den Blog für euch mal interessant wäre? Gar keine Sachliteratur, sondern literarische Texte, Romane, Gedichtsammlungen, solche Dinge. Was meint ihr?

Gedichte und Gedanken der Trauer | berlinmittemom.com

Freitagslieblinge: Bereit zum Abschied sein

Die Inspiration der Woche für die Freitagslieblinge habe ich bei „Sterben Üben“ gefunden. Ich folge diesem Blog schon länger und finde die dort nachhaltig „geübte“ Haltung und Umgang mit Tod und Sterben bewunderns- und unterstützenswert. Jasmin schreibt diesen Blog, eine Journalistin und Autorin, die das Ziel verfolgt, Sterbeamme und psychologischer Coach für Trauerarbeit zu werden. Ihren Blog nennt sie eine „Übung für den Ernstfall“, denn schließlich sterben wir alle früher oder später. Sie hat recht und alles, was sie schreibt, macht in diesem Kontext Sinn. Ihre Texte, die Portraits, Beobachtungen und Interviews, sind berührend und bewegend, bestürzend manchmal, aber immer sehr zutreffend. Ich mag es, wenn Menschen versuchen, Worte für all das zu finden, das uns trifft, wenn wir dem Tod begegnen, denn diese Begegnung ist für uns alle unausweichlich. Ich übe mich selbst hier auch darin, Worte zu finden für genau das, immer wieder. Den jüngsten Blogeintrag von Jasmin hier zu empfehlen ist gerade heute genau die passende Inspiration der Woche. Sie schreibt über Lea, die im Sterben liegt und deren Sterben sie in Miniaturen festhält. Lea ist Anfang 30 und stirbt an den Metastasen eines Tumors in der Brust – im Text der „blinde Passagier“.

„Man hört ihn, den blinden Passagier, wenn sie röchelnd Luft holt oder hustet oder das Bein wieder so wehtut und sie vor Schmerzen stöhnt. Man sieht ihn, wenn man ihr in die Augen schaut und merkt, dass ihr Blick viel öfter bricht als noch vor zwei Wochen. Der blinde Passagier ist der Feind, aber mittlerweile auch ein Freund. Er sagt: Wenn es zu schlimm wird, bin ich da. Dann nehme ich dich mit. Du kannst dich auf mich verlassen. Lea ist wütend auf ihn, aber auch beruhigt. Er wendet sich nicht ab. Zieht das mit ihr durch und bleibt bis zum Ende.“

Große Leseempfehlung. Danke, Jasmin.

Damit sind die Freitagslieblinge für heute komplett, die erste Edition im Monat Mai. Und auch dank euch wird es diese Kategorie auch nächste Woche wieder geben. Und übernächste. Und die danach. Danke dafür.

Wer von den lieben Kolleginnen sich verlinken und auch seine Inspirationen der Woche teilen möchte, kann sich wie immer in die Liste eintragen, die wie jede Woche bis Sonntag geöffnet bleibt.

Passt auf euch auf.

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9 Kommentare

  1. Deine Texte über Tod und Sterben sind mir besonders kostbar.
    Vielen Dank fürs Aufschreiben und Teilen!
    *R

  2. Schön, dass es die Freitagslieblinge noch gibt! Sie sind immer sehr spannend und ich liebe nichts mehr als zu lesen, wie schön und harmonisch oft die Essen bei euch sind! Und immer so liebevoll angerichtet! Deine Tecte über den Tod sind auch sehr schön!! Danke fürs Schreiben und Deine Arbeit!

  3. Pingback: #Freitags5 – 5 Tage 5 Fotos im Mai #01 - Heldenhaushalt

  4. Pingback: Brokkoli & Chucks | 5 Freitagslieblinge am 4. Mai 2018 – Fräulein Kassandra

  5. Liebe Anna,

    ich freue mich sehr, dass du dich entschieden hast, die Freitagslieblinge zu behalten. Ich lese sie bei dir und den anderen Kolleginnen unheimlich gerne. Ich persönlich habe beschlossen wesentlich weniger zu bloggen um unsere Lebensqualität zu steigern, deswegen gibt es die Lieblinge bei mir „nur“ in abgewandelter Form und als Monatsrückblick. Das bedeutet aber nicht, dass ich diese Kategorie doof finde. Ich hoffe es es in Ordnung, wenn ich mich in dieser Form weiterhin mit euch austausche?

    Danke übrigens für den Tipp für die Seite „Sterben üben“. Ich persönlich war im näheren Umkreis bisher wenig vom Tod betroffen, finde es aber sehr wichtig, das Thema viel mehr aus der Tabu-Ecke zu holen. Der Tod gehört nun mal zum Leben, auch wenn es uns Menschen schmerzt.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Barbara

    • Liebe Barbara, ich kann deine Entscheidung, zu Gunsten der Familienzeit weniger zu bloggen, sehr gut nachvollziehen, und ich freue mich, wenn du dich immer mal wieder an den Freitagslieblingen beteiligst. Sie sollen ja Freude machen und keinen Druck! Schön, dass du hier liest und immer wieder Dinge findest, die zu dir passen. Liebste Grüße, Anna

  6. Ich liebe die Freitagslieblinge auch wenn ich es dieses Mal erst schaffe sie heute am Montag zu lesen -guten Start in die Woche

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  8. Pingback: Freitagslieblinge - mit einem Rezept für leckeres Olivenbrot. - Titatoni

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