Sind die Freitagslieblinge noch Freitagslieblinge, wenn sie so spät erscheinen? Ich finde schon. Deshalb gibt es sie eben auch dann noch, wenn sie streng genommen höchstens noch Wochenendlieblinge genannt werden dürften. Ich mach das einfach, wie ich will.

Mein Lieblingsessen der Woche für die Freitagslieblinge ist Pasta mit Ofenfeta und Tomaten. Tatsächlich geistert dieses Rezept schon geraume Zeit durch Social Media, man findet es unter seiner ursprünglichen finnischen Bezeichnung #uunifetapasta oder auch als „Creamy Feta Pasta“. Simpler als bei diesem Gericht geht Kochen wohl kaum noch:

  • 750g Tomaten und/oder jedes Gemüse, was man mag (in unserem Fall noch 2 Zucchini) in einer ofenfesten Form verteilen und mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und mit getrockneten Kräutern bestreuen. Ich nehme Rosmarin, Thymian und Oregano.
  • Drei geschälte Knoblauchzehen dazugeben. Alles vermischen.
  • Einen Block Feta in der Mitte platzieren, ebenfalls mit Öl beträufeln und mit Kräutern bestreuen, dann das Ganze bei 180° Umluft für 25-30 Minuten in den Ofen schieben. In der Zeit die Pasta kochen.
  • Pasta abgießen, ca. 2 Kellen Nudelwasser auffangen. Nach der Garzeit die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und Gemüse und Feta miteinander vermischen.
  • Mit dem Nudelwasser auflockern, dann die Pasta in die Auflaufform schütten und alles gut vermischen. Voilà!

Creamy Feta Pasta | berlinmittemom.com

Sieht nicht hübsch aus, geht aber blitzschnell und alle lieben es. Ich habe es neben den Tomaten schon mit Pilzen und Zwiebeln gemacht und am Schluss noch Babyleaves untergemischt. Schmeckt alles.

Der Mealplan der Woche ging wie jetzt immer montags online auf Insta. Irgendwie ist er mir selbst aber unter der Woche entglitten, ich habe also gar nicht alles so eingehalten, wie ich es geplant hatte. Manchmal kommen halt diese Alltagsdinge dazwischen.

Mealplan der Woche | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsbuch der Woche heißt „Ungezähmt“ und ist von Glennon Doyle, einer ehemaligen und supererfolgreichen US-Mombloggerin – eigentlich für mich ein Grund, von ihrem Buch wegzubleiben. Aber ich war durch ihr Instaaccount auf sie aufmerksam geworden und war dann doch sehr neugierig, was in ihrem dritten Buch so stehen mag. Glennon Doyle, Mehrfachautorin von autobiographischen Büchern, die wahrscheinlich am ehesten in die Ecke „Ratgeber“ passen, beschreibt in diesem Buch so etwas wie die erfolgreiche Neuerschaffung ihrer Selbst. Phönix aus der Asche. Sie schreibt über ihren Werdegang von der Alkoholikerin, die sich permanent betäuben muss, um die Normalität aufrecht zu erhalten, zu der Frau, die sich dann mit einem Befreiungsschlag von ihrem alten Leben losgerissen und alles neugestaltet hat. Es ist wirklich spannend, zu lesen, wie sie nicht nur ihre eigene Geschichte erzählt, sondern dabei einige erschütternde, weil so simple wie zutreffende Wahrheiten über die Biographien von modernen Müttern/Frauen formuliert. Da ist einiges dabei, das sitzt wie ein Schlag in die Magengrube.

Glennon Doyle: Ungezähmt | berlinmittemom.com

Ich finde es nicht besonders gut geschrieben, also vom literarischen Gehalt ist es vollkommen irrelevant. Aber ich denke, der Erkenntnisgewinn ist enorm. Und ich bin inzwischen (in der Hälfte des Buches) nicht nur mehr eine amüsierte und durchaus angetane Followerin in Social Media, sondern ein Fan dieser kleinen Frau mit dem Willen, zu Überleben – und zwar nicht irgendwie, sondern triumphal. Außerdem ist sie inzwischen mit Abby Wambach, der ehemaligen Profifußballerin verheiratet. Noch so ein Aspekt in ihrem Leben, den ich aus der Fangirl-Ecke bejubele.

Meine Lieblingsserie der Woche fällt für mich flach, ich habe einfach gar nichts geschaut. Aber wer noch mal nachlesen will, was die Teenies hier in den letzten Wochen und Monaten so konsumiert haben, dem empfehle ich meinen Artikel von Anfang der Woche: Serientipps für Teenies.

Mein Lieblingsmoment der Woche war der Sonnenstrahl, der mich morgens geweckt hat und die damit verbundene Gewissheit, dass der Frühling kommt – egal, was sonst passiert. Dieses Werden in der Natur tröstet mich einfach immer und immer wieder.

Und der zweite Lieblingsmoment war die Podcastaufnahme mit meiner lieben Immi Laux. Endlich haben wir es mal wieder geschafft, eine Folge Kaffee, Stulle, Gin aufzunehmen! Die aktuelle Folge findet ihr bei Spotify, Apple Podcast, Soundcloud und überhaupt dem Podcastdealer eures Vertrauens.

Freitagslieblinge_ Morgensonne | berlinmittemom.com

Mein Lerneffekt der Woche hängt tatsächlich auch mit dem Buch von Glennon Doyle zusammen. Dort schreibt sie an einer Stelle darüber, dass wir lernen müssen, all unsere Gefühle zu fühlen und sie nicht in „gute“ und „schlechte“ einzuteilen. Wir sind nicht dafür gemacht, immer glücklich und zufrieden zu sein. Glück ist nicht das superiore Gefühl, auf das alleine es ankommt. Auch Wut, Angst, Trauer, Schmerz… haben ihre gleichwertige Berechtigung. Und sie haben eine Funktion. Erinnern wir uns daran, dass all diese Gefühle richtig und wichtig sind. Diese Woche war ich zwischendurch oft genervt und ungeduldig, mit mir selbst und dann auch mit meinen Liebsten. Ich wollte, dass das weg geht, aber es war nunmal da und ich musste damit klarkommen. Mit dem Reminder, dass auch dieses Gefühl okay und berechtigt ist, ging es leichter.

Freitagslieblinge: Frühlingsstrauß | berlinmittemom.com

FRAGESTUNDE…

Ich sammele diese Woche wieder eure Fragen, nächste Woche gibt es dann die Antworten.

Damit sind die Lieblinge der Woche komplett und ich hoffe, es geht euch allen gut. Kommt gut in die neue Woche und passt auf euch auf.

 

Last Updated on 8. März 2021 by Anna Luz de León

4 Kommentare

  1. Danke für die Erwähnung von Glennon Doyle! Ich war auch vor einer Weile über sie gestolpert und fand ihre Biographien ihre Äußerungen in Interviews interessant. War mir aber nicht sicher,ob ihre Bücherstapel wirklichllohnen oder eher ein amerikanischer Hype sind… Dann guck ich mir das noch mal näher an… :)

  2. Petra Häußermann Antworten

    Hallo Anna,
    wollte ein Feedback geben zu deinem letzten Instagram-Bild. Ich finde es total interessant, daß du deinen Lesern so viele Einblicke in euer Leben gewährst. Und ganz ehrlich: ich möchte über meinen eigenen Tellerrand schauen, andere Meinungen hören und Impulse bekommen. Dazu gehört einfach, daß man deine Meinung und Gefühle akzeptieren und respektieren kann. Und zudem möchte ich etwas Glamour sehen und eine aufgeräumte Wohnung :-) Insta ist doch auch irgendwie Entspannung und darf Lebensfreude zeigen. Sozialneid spielt hier sicher auch eine große Rolle bei denen, die dich kritisieren.
    Kurzum: ich freue mich über jede neue Anregung, ob schöne Bilder, Rezepte, Buchtipps, Serienkritiken…

    Liebe Grüße aus dem Schwabenland
    von Petra

  3. Gestern sehr spontan diese Pasta gemacht, (weil ich seit Tagen ein Kochtief habe). Allerdings mit höherem Gemüseanteil, weswegen es dann doch etwas mehr „kochen“ war. Also mit Paprika, Möhren, Zucchini und Lauch + Tomaten aus der Dose. Habe dann noch eine Käse-Semmelbrösel-Petersilienmischung obendrüber gemacht und es noch mal zehn Minuten in den Ofen geschoben. Kam sehr gut an.

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