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weniger regeln, mehr kuscheln! ::: meine 10 gegenmittel bei drohendem mama-meltdown

Heute morgen hatte ich einen kleinen Twitter-Chat mit einer Berliner Mit-Mama, der lieben Supermom. Und es ging darum, was wir Mütter unternehmen können, wenn wir merken, dass das Nervenkostüm dünn und dünner wird.

Wenn wir anfangen, ungerecht zu unseren Kindern zu sein, sie zu schnell und zu heftig an zu meckern und dabei sofort zu spüren, dass das so alles nur noch schlimmer wird. Wenn wir uns für unser Verhalten schämen und dennoch scheinbar keine Alternative sehen, als die allgemeine Familienordnung per Regeln durch zu setzen, koste es was es wolle. Im Zweifel kostet es uns weitere Nerven, die Kinder fangen ihrerseits an, durch zu drehen und alles bewegt sich in einem fürchterlichen, sich immer wiederholenden Teufelskreis. Es droht der Mama-Meltdown!

Deshalb habe ich beschlossen, den Shop-till-you-drop-Tuesday auf morgen zu verschieben und stattdessen flugs einen Blogartikel über meine 10 wichtigsten Gegenmittel zu schreiben, die bei mir zur Anwendung kommen, wenn der Mama-Meltdown mal wieder anklopft. Und das ist ja nicht allzu selten der Fall, denn der Alltag mit drei Kindern hat mitunter ein rasendes Tempo und birgt zig Gelegenheiten, zu denen alles mit einem Wimpernschlag aus dem Ruder laufen kann und blitzschnell in totales Chaos mündet.

Ich erinnere mich zum Beispiel an die Zeit, als ich mit neugeborenem Goldkind zu Hause angekommen war, frisch per Kaiserschnitt entbunden und daher auch noch recht eingeschränkt, mit Milcheinschuss und Hormonentzug befasst und gefühlsmäßig auf der Mama-Achterbahn. Und zu Hause warteten mein sechsjähriges Herzensmädchen, überschäumend und voller Tatendrang. Und mein noch nicht zweijähriger einigermaßen verstörter Bub, der gerade seine Brille bekommen und sich an das abwechselnde Auge-Zukleben per Pflaster noch nicht gewöhnt hatte, der nicht verstand, was das jetzt sollte, dass Mama mit einem neuen Baby im Arm nach Hause kam und der eigentlich dauernd und wegen allem weinte. Einerseits zerriss es mir das Herz, ich wollte mich um ihn kümmern, für ihn da sein, ihn trösten. Andererseits ging er mir mit seinem permanenten Geweine wahnsinnig auf die Nerven, denn ich war natürlich komplett unterschlafen, erschöpft und extrem nah am Wasser gebaut. Das Herzensmädchen ihrerseits wollte hilfreich sein, orientierte sich in ihrem Verhalten am Papa und versuchte, mir alles recht zu machen. Was, wie jede Mutter weiß, bei einer gerade 6-jährigen gerne mal fürchterlich in die Hosen gehen kann.

Da saß ich also auf dem Sofa, das Goldkind (danke, Kind, für dein buddhistisches Gemüt!) an der Brust und in Habacht-Stellung. Während das Herzensmädchen trotz Ermahnungen meinerseits versuchte, heißen Stilltee in der Kanne nebst Tasse und Gänseblümchen in der Vase AUF EINEM TABLETT zu mir zu transportieren. Mittendrin der Bub, im einen Moment noch mit Malen beschäftigt, im nächsten in Tränen aufgelöst, weil da irgend was nicht klappte. Das Herzensmädchen stolperte über die Duplosteine vom Bub, der Tee floss an die Erde, die Lieblingskanne in Stücken. Sie fing sofort an zu weinen und ihn zu beschuldigen. Er heulte gleich noch lauter mit, die Brille beschlug, er fing an, an seinem Augenpflaster zu zerren, weil das beim Weinen immer so stört…. Und dann ich. Komplett ausgeflippt. Gebrülle und Gemecker, was natürlich alles noch schlimmer machte. Goldkind von der Brust genommen: Geschrei. Es war die Hölle.

Natürlich ist es nicht immer so eine Extremsituation, oft aber eben doch. Und oft reicht es auch, dass drei Kinder nach einem langen Schul-/Kitatag von draußen reinstolpern, den Sand aus ihren Schuhen in den frisch geputzten Flur kippen, sich weigern, Hausaufgaben zu machen, Klavier zu üben, die Meerschweinchen zu füttern. Oder nicht alleine die Jacken ausziehen wollen und los heulen, weil ich nicht gestatte, dass um 18h noch zu den Nachbarskindern zum Spielen gegangen wird. Oder weil es keine Smarties gibt. Oder weil sie nicht in die Badewanne wollen. Oder oder oder.

Hier also meine 10 am häufigsten erfolgreich angewendeten Versuche, den eigenen Meltdown dabei abzuwenden.

1. Ommmm. Ganz im Ernst. Ein mindestens 60-sekündiges, innerliches „ommm“, das mich kurz wegträgt aus der Situation, die droht, sich in eine Art Vorhölle zu verwandeln: Augen zu, tief durchatmen, ommm denken. Wirklich, es kann helfen, mich vom Losbrüllen ab zu halten. Danach spreche ich betont ruhig und leise mit den Kindern. Das hilft zumindest mir, das Ganze nicht noch zu eskalieren. Außerdem ist das die einzige Haltung, mit der ich durch eine Situation komme, in der schon „etwas passiert“ ist, z.B. ein Glas umgefallen, etwas zerbrochen etc. – es ist ja schon geschehen. Das kann ich mit keinem Gemecker der Welt mehr rückgängig machen.

2. Zählen. Gerne auch laut, bevor ich die nächste Ansage mache. Falls ich eine mache. „Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig. So, jetzt beruhigen sich alle mal und wir machen eins nach dem anderen.“ Sortiert mich und oft auch die Kinder und hilft mir oft, selbst fokussiert zu bleiben und nicht die Nerven zu verlieren.

3. Rausgehen. Wenn es ganz schlimm ist. Den Raum verlassen und eine Tür hinter mir schließen. Das geht natürlich nicht in jeder Situation, aber wenn die Kinder beispielsweise beim Abendessen unaufhörlich zanken und nach der 100. Ermahnung immer noch nicht davon abzubringen sind, mache ich das ab und zu. Oft unterbricht das bei den Kindern das ewige Hin und Her. Sie wundern sich stattdessen über mich und fangen an, miteinander darüber zu reden. Manchmal reichen 2 Minuten dafür. Ich persönlich hätte gerne lieber 5. Oder 10. Oder…

4. Pick your battles! Eigentlich fast die wichtigste Gegenmaßnahme beim drohenden Mama-Meltdown. Ich überlege mir genau, was mir wirklich wichtig ist und bei welchen Themen ich jetzt mal locker lassen kann. Muss ich wirklich um jeden Preis Regel xy durchsetzen? Muss das Kind unbedingt um 18h reinkommen, oder geht’s auch mal ohne Baden und stattdessen mit Sand-Abschütteln vor der Tür und Waschlappen? Dafür lieber 20 Minuten länger Rollerfahren und glücklich sein? Muss immer mit der Zahnbürste vorm Waschbecken gestanden werden? Ja, es macht Sinn, aber manchmal lasse ich meinen Bub dabei auch an der Erde rumliegen, wenn es ihm dabei besser geht. Andere Regeln sind dafür indiskutabel: z.B. Anschnallen, Zähneputzen, Händewaschen.

5. Mehr Kuscheln! Wirklich. Es hilft. Ein kleiner, müder Mensch, der warum auch immer schlecht drauf ist, Zankereien mit den Geschwistern anzetteln will oder sich gleich heulend an die Erde legt, kann sich selbst nicht leiden. Mein Gemecker führt nur dazu, dass er sich noch weniger leiden kann. Und mich auch. Mir und meinem Kind hilft: lieb sein. Wenn ich mein Kind in die Arme nehme, ihm helfe, seine Sachen auszuziehen (ja, obwohl es das schon alleine kann und gerade deshalb manchmal nicht alleine machen will), und mir ein paar Augenblicke Zeit nehme, es zu drücken, zu küssen, zu streicheln und mit meiner Aufmerksamkeit zu verwöhnen, geht’s uns beiden besser. Bin ich lieb, ist das Kind meist auch wieder lieb. Funktioniert fast immer.

6. Events statt Alltag. Damit meine ich nicht großartige Unternehmungen, ganz im Gegenteil. Manchmal hilft es aber, den Alltag mit seinen immer gleichen Abläufen zu verlassen, um eine immer wiederkehrende Situation mal interessanter zu machen für die Kinder. Und für mich selbst. Sind die Kinder abends müde und maulig und wollen nicht essen? Schon gar nicht Stulle, Obst & Rohkost? Neiheiheinn, wir wollen Fischstäbchen, Ketchup, nein, eigentlich haben wir gar keinen Hunger? Wir wollen Fernsehen? Wir wollen auf keinen Fall in die Wanne? Doofe Mama? In solchen Situationen mache ich manchmal stattdessen mit den Kids ein Picknick auf dem Fußboden oder setze mich spontan mit in die Wanne. Es gibt nichts Schöneres, als mit den Kids im Kleinen einen Schritt aus dem Alltag raus zu machen. Plötzlich machen die Dinge wieder Spaß. Uns allen. (In die Kategorie gehört übrigens auch die morgendliche Bentobox, die gepimpte Brotbox, die ich jeden Morgen für die Kids mache. Macht mir mehr Spaß als Stulle schmieren und ihnen mehr Spaß beim Auspacken in der Kita/Schule.)

7. Entschuldigung sagen. Ist eine Situation schon eskaliert und alle meckern, heulen, brüllen rum (ich!)? Ist Kuscheln grad nicht angesagt, weil alles schon so verfahren ist? Für mich und meine Kinder ist es immer gut, wenn ich es dann schaffe, den ersten Schritt zu tun: „Entschuldige bitte, dass ich dich so angemeckert habe. Das war richtig blöd von mir und es tut mir sehr leid. Ich hab mich einfach so geärgert, dass du …. (random), deshalb habe ich gebrüllt. Das wollte ich eigentlich nicht.“ Meistens ist damit das Eis gebrochen und das Kuscheln kommt von ganz alleine. Außerdem hilft es den Kindern, sich ihrerseits entschuldigen zu können, zum Beispiel bei ihren Geschwistern.

8. Hilfe suchen und Hilfe annehmen. Das ist die all-time-Regel, die ein bisschen Vorlauf und Organisation braucht, die aber in meinen Augen unverzichtbar ist und einen fundamentalen Unterschied machen kann. Omas und Opas, Nachbarn und Freund*innen, Tanten und Onkel und natürlich ein vertrauenswürdiger, liebevoller Babysitter – alle diese Menschen können mit minimalem Aufwand den Alltag einer Familie mit Kindern maximal erleichtern. Nicht zu vergessen eine Putzhilfe! Schon 2x die Woche eine Stunde kinderfreie Zeit war für mich als frischgebackene Dreifach-Mama der Himmel auf Erden. Einfach mal schlafen. Ein Buch lesen. Ein Telefonat führen. In die Wanne gehen. Ungestört! Das gibt wieder Energie und Kraft für die täglichen Herausforderungen mit den Kindern. Wir haben hier in Berlin keine Familie, deshalb hatten wir von Anfang an immer einen Babysitter bzw. bei den beiden Kleinen vor Kita-Eintritt dann eine Kinderfrau, die 4 Vormittage die Woche für ein paar Stunden kam. Das war der pure Luxus für mich! Und für die Kinder eine bis heute innig geliebte Person ihres Vertrauens. Sie hat mir ermöglicht, die Mutter zu sein, die ich für meine Kinder sein wollte. Weil sie mir im Alltag ganz viel abgenommen hat.

9. Keine Selbstzerfleischung! Ist alles schief gegangen und der Meltdown war nicht abzuwenden? Habe ich mal wieder die Beherrschung verloren und meine Kinder angemeckert? Wider besseres Wissen? Das passiert den besten unter uns! Und es ist völlig normal. Ich sage nicht, dass es toll ist oder ok oder dass wir uns nicht damit befassen sollten, aber es hilft keinem, sich deswegen im Staub zu wälzen und sich selbst nieder zu machen. Shit happens, das wissen wir alle. Und unsere Kinder wissen es auch! Meine 3 freuen sich natürlich nicht, wenn ich ausflippe, aber sie wissen auch, dass ich sie immer aus tiefstem Herzen liebe, komme was wolle und dass ich ihnen niemals weh tun will mit meinem Verhalten oder dem, was ich sage. Passiert es dennoch, weil ich in der Situation überreagiert habe, muss selbstverständlich Regel 7 zum Einsatz kommen. Meine Kids haben mir noch immer verziehen und bisher jeden mütterlichen Ausraster unbeschadet überstanden.

10. Love yourself = love your kids. Das ist strenggenommen eigentlich keine kurzfristig anwendbare Regel, dennoch ist sie so wichtig. Wir Mütter müssen uns um uns selbst kümmern, wir dürfen über der Erfüllung der kindlichen Bedürfnisse nicht unsere eigenen vergessen, seien sie auch noch so klein. Wir sind Menschen und machen Fehler, das ist ok. Wir halten nicht alles aus, jederzeit. Wir brauchen Pausen und Leerlaufzeiten, wir brauchen gezielte Aktivitäten, die nur für uns gut sind und wir brauchen Zeit unter Erwachsenen, sei es im Job oder in der Freizeit. Wir sind keine Mama-Maschinen, die immer alles richtig machen und ständig funktionieren. Wir flippen aus, weil wir an unsere Grenzen kommen. Das verstehen auch unsere Kinder.

Ich finde, ich als Mama muss authentisch sein. Ich muss Fehler machen dürfen, ohne danach vor schlechtem Gewissen nicht mehr grade gehen zu können. Ich muss sagen können: „Ich möchte das jetzt nicht, ich kann das jetzt nicht.“ Und ich muss mich um mich kümmern dürfen/können, weil ich wichtig bin. Genauso wichtig, wie meine Kinder. Geht es mir nicht gut, geht es auch den Kindern nicht gut. Also brauche ich Bewegungsfreiheit und die innere Freiheit, um die Dinge zu tun, die mir wichtig sind und die zu lassen, die mich belasten. Bin ich gut zu mir, bin ich auch gut zu Kindern und kann ihnen meine Kraft, Energie und Liebe widmen. Und darauf kommt es an.

Doppelkuscheln mit Goldkind und Lieblingsbub.

Doppelkuscheln mit Goldkind und Lieblingsbub.

Zu allerletzt sei in diesem Anti-Meltdown-Artikel noch mein Mann erwähnt. Den kann ich euch natürlich nicht als Gegenmaßnahme unter Punkt 11 hier aufzählen oder anempfehlen, dennoch ist er meine ganz persönliche Lieblingsmaßnahme gegen den Mama-Ausraster. Denn nicht nur hat er seinen persönlichen Meltdown-Zeitpunkt wesentlich später als ich meinen und kann mit seiner schier unerschöpflichen Geduld oft an Stellen übernehmen, wo ich an „ommm“ und „zählen“ schon lange vorbei bin; er kann mich außerdem in Situationen, in denen wir beide involviert sind, oft mit ganz wenig zum lachen bringen oder mir mit einem liebevollen Blick ein bisschen die Luft raus lassen. Danke, mein Herz! (Da er allerdings die meiste Zeit in vielen every-day-Situationen nicht dabei ist, greife ich gerne auf Punkt 1 – 10 zurück. Chihihi.)

Und wie ist das bei euch so? Was macht ihr, wenn der Alltag Purzelbäume schlägt und droht, euch unter sich zu begraben? Vielleicht gibt es ja noch viele brauchbare Ideen, die ich in die Liste meiner Gegenmaßnahmen aufnehmen kann und auf die ich bisher noch nie gekommen bin? Schreibt mir eure Tipps und Erfahrungen hier in die Kommentarfunktion oder auf meine Facebookseite – ich bin gespannt!

48 Kommentare

  1. Unterschrieben v.a. 4 und 5 und der Mann 🙂

    Weisst du was ich manchmal mache und manche werden sicherlich denken das ist ziemlick doof… aber wenn hier mal wieder alle/ einer viel Bloedsinn macht und ich am liebsten den Ausschaltknopf betaetigen wurde dann denke ich: wenn dem Kind was zustossen wuerde, nicht mehr bei uns sein wuerde und/ oder ihm jemand etwas tun wuerde….

    Da bin ich dann ganz schnell wieder auf „komm mal her und drueck mich“ mode!
    LG P.

    • Andrea sagt

      Hallo, 

      Ich habe ebenfalls drei Kinder und mir fielen eine menge Situationen ein,wo es mir genauso erging wie Ihnen. 

      Wenn ich nach meiner Arbeit aus dem Krankenhaus nach Hause komme und ich mir eigentlich nur noch Ruhe wünsche….. Aber natürlich keine vorfinde und sich die Kinder untereinander anzicken, weil sie genauso einen harten Tag hinter sich haben,  dann drehe ich die Musik auf und tanze mit meinen Kindern allen Frust weg.  Danach liegen wir lachend auf den Boden oder Sofa und die Situation ist erstmal entschärft und wir fühlen uns besser.   

  2. Ein ganz toller Artikel, vielen Dank dafür! mit einem Kind zu Hause ist es sicher nicht so schwierig, als wenn man 3 (und sich selbst) unter einen Hut bringen muss, aber vieles ähnelt sich natürlich trotzdem mit unserem Alltag. So ein Post hat der (MOM-)Bloggerwelt gefehlt!

  3. Sonja sagt

    Hoha, schreibst du über uns? Ich schreibe abends, wenn ich tags wieder gaaaanz genervt, vor allem von mir selbst war, alles von der Seele, nach dem Motto, Humor ist, wenn man trotzdem lacht, dann schreiben meist viele, viele zurück, dass es ihnen genauso geht und schon ist es geteiltes Leid! Here you are:

    7:30 Feueralarm! Es muss irgendwo brennen! Oder träume ich?

    7:31 Ich träume nicht, es brennt auch nicht. Ich habe die Schmatz- und Händchenschleckphase von Max verpasst und wir haben direkt Alarmstufe Rot.

    7:32 Max hat angedockt, ich versuche mit dem noch nicht hörgestürzten Ohr aus Sarahs Papa Mama Papa Mama in meinem Rücken herauszuhören, ob sie richtig wach ist.

    7:35 Alles gut, Sarah schläft noch, Max trinkt, ich döse und begrüße den Tag.

    7:36 gar nichts ist gut, Sarah muss beim Spielen den Funkwecker erwischt und auf 7:36 gestellt haben. Alle sind wach!

    7:41 Ich suche den Wecker, der aufgehört hat aber sicher gleich in die nächste Weckphase kommt, danke dabei insgeheim den Fingern von Sarah, dass sie mit 7:36 als Weckzeit noch gnädig waren

    7:42 Sarah entscheidet sich zu Weinen, Max ist am Brüllen, weil ich das Stillen unterbrochen habe, Sarah tröstet Max im Bett mit Patschepatsche auf den Kopf, muss dazwischen gehen, da Sarahs patschepatsche sehr kräftig sein kann.

    7:45 suche den Wecker jetzt mit Max auf der Schulter, Sarah weint, sie kann mit dem Schlafsack nicht alleine aussteigen.

    7:47 Wecker gefunden, war in einer Schublade, nochmal Danke an die Zuständigen, dass das nicht nachts passiert ist.

    7:50 Alle Tränen getrocknet. Wir putzen Zähne, bzw. Sarah putzt ihre Zähne mit meiner Hilfe, ich putze meine erstmal nicht, habe ja Max, der immer noch Hunger hat!!, auf dem Arm.

    8:15 Habe beide Kinder erfolgreich nebeneinander auf dem Wickeltisch platziert, alles gut, gleich gibt es Frühstück!

    8:18 War einen Moment unaufmerksam mit Sarah, weil Max einmal komplett umgezogen werden muss (warum nur gibt es keine speziellen Windeln für männliche Babys?), sie hat sich eine Tube Creme aufgedreht und über die Haare gedrückt, hübsch, heute also in der Öffentlichkeit wieder nur mit Mütze!

    8:20 Wechsle jetzt auch Maxs Oberteil nochmal, hatte die Windel noch nicht dran, der Erfinder des Rasensprenklers hatte wohl einen Jungen.

    8:25 jetzt ziehe ich Sarahs Oberteil wieder aus und ein Neues an, habe den Kampf um die Cremetube verloren.

    8:45 Das Frühstück verläuft ohne weitere Zwischenfälle

    8:54 Verspreche Sarah, ihr gleich nachdem ich Max gestillt habe, die volle Windel und das Oberteil, dass jetzt Quarkflecken vom Frühstück hat, zu wechseln.

    8:56 Sarah hat sich die Windel selbst ausgezogen und zeigt mir freudestrahlend den Inhalt, ganz sicher die Vorstufe zum Sauber werden, versuche es positiv zu sehen und nicht zu schimpfen.

    8:58 Wasche Sarah die Hände und versuche den brüllenden Max per Gedankenübertragung zu überzeugen, dass er heute noch bei einer Stillmahlzeit entscheiden darf, wann wir fertig sind!

    9:15 Max trinkt, Sarah spielt jetzt mit frischer Windel, neuem Oberteil, neuer Hose (Notiz an mich: muss ihr unbedingt beibringen, dass man schmutzige Finger nicht an der Hose abwischt!), ich döse, überdenke die Familienpolitik, Frauen die zuhause mit den Kindern bleiben sollten mehr verdienen, weil sie mehr verdienen!

    10.15 nach einer halben Sunde verzweifelter Suche nach Verletzungen an Sarahs Körper Begreife ich, dass sie endgültig und in seinem ganzen Ausmaß und Bedeutung das Wörtchen Aua gelernt hat, nämlich, dass Mama dann sofort hochnimmt, pustet, singt und ein Pflaster anbietet, ohrfeige mich selbst.

    10.45 Erwarte jeden Moment die Polizei, das Jugendamt, etc. Sarahs Aua Rufe reißen nicht ab.

    11:00 Sarah hat jetzt, aufgrund der Mandarinen, mit denen ich versucht habe sie ruhig zu stellen Bauchweh, sie hat mit Aua aufgehört und zeigt jetzt dada auf den Bauch.

    11:15 Nehme Paket für die Nachbarn entgegen, unnötig zu erwähnen, dass Max aufhören musste zu trinken. Postler fragt, ob alles gut ist, im Hintergrund kann er lautes Auauauauauaua hören. Bin mir sicher, dass er noch eine Zeit vor der Tür stehen bleiben wird. Wann wohl die Polizei eintrifft?

    11:16 Paket ist groß, Paket ist schwer, ich weiß mehr über das Kaufverhalten meiner Nachbarn als Payback.

    11:17 stelle errötend fest, dass meine Bluse noch offen steht, Postler kommt jetzt entweder täglich oder nie wieder, mal sehen…

    11:20 Gerade fällt mir ein, dass ich die Zähne noch immer nicht geputzt habe… Igitt, ich werde ein Assi…

    11:30 Habe Wasserfarben und Eier gerichtet um Ostereier mit Sarah zu bemalen. Max ist im Tragetuch, toll!

    11:31Sarah steigt mit übergroßem Enthusiasmus in ihre erste Wasserfarbenerfahrung und probiert die Farbe rot und dann mit der anderen Hand die Farbe blau. Beide schmecken gut.

    11.33 So schnell wie Sarah die Eier platt klopft kann ich gar nicht ausblasen.

    11:35 Ein Ei ist bemalt und wir sind megamegastolz! Es ist wunderschön

    11:37 Das läuft wie geschnitten Brot, das zweite Ei ist fertig

    11:45 wieder war ich kurz unaufmerksam, Sarah hat jetzt das Wasserglas zum Finger anfeuchten in den Farbkasten und daneben geleert

    11:48 die Ereignisse überschlagen sich, während ich noch die große Papierunterlage zwischen Farbkasten und Küchenunterlage platziere, patscht Sarah das Farbwasser mit den Händen durch die Küche, während ich wische, kippt Sarah das Farbwasser auf die Küchenunterlage, wische jetzt mit neuem Zewa, während Sarah das bunte Nasse auf die Ablage schlägt, bin jetzt mit meinem osterfarbenenen Tragetuch in der Küche nicht mehr zu erkennen (Max hat das erste mal blaugefärbte Haare)
    Habe meine Küche aufgegeben! Alles – bis auf die Eier – ist bunt!

    12:15 Vier Eier haben die Malaktion geschafft und dafür hat es sich gelohnt.

    12:45 Alles ist ruhig und damit gut. Max schläft, Sarah sitzt auf der Küchenablage, bewaffnet mit Gabel und Kindermesser und schneidet Karotten (tut sie natürlich nicht), ich werde eine „Couscous mit Gemüse der Saison Pfanne“ und einen grünen Salat kredenzen.

    12:47 Gar nichts ist gut, Sarah hat die Karotte, die Gabel und das Messer auf den Boden geworfen und weint bitterlich, es bleibt mir verborgen warum.. Max brüllt wie am Spieß, er scheint zu wissen, was der Grund für Sarahs Heulen ist.

    12:48 Setze Sarah, die jetzt in eine Ihrer Trotzviertelstunden geschlittert ist auf den Boden um schlimmere Unfälle zu vermeiden. Sie haut sich den Kopf auf den Boden, nur Max schreit noch lauter. Ertappe mich dabei, wie ich mir selbst Kinderlieder zur Beruhigung vorsumme.

    12:51 Räume mein Gemüse der Saison und den grünen Salat wieder in den Kühlschrank, das Couscous ersetze ich durch Grieß.

    12:53 Grießbrei ist fertig, dazu gibt es Apfelmus und Zimt. Super. Gehe auf die Toilette um kurz Ruhe zu haben, so weit ist es also gekommen. Erhöhe im Kopf noch einmal den „Frauen mit Kind“ Zuschuss vom Staat.

    13:30 Sarah hat sich beruhigt und ist bereit zu essen, Max hat getrunken und ist sehr zufrieden. Alles ist gut.

    13.45 Mittagsschlaf! Beide Kinder schlafen, Max links, Sarah rechts, ich bin die Ölsardine mit den immer noch ungeputzten Zähnen (wie mir gerade wieder einfällt) in der Mitte und weiß, dass ich mit niemandem auf Welt tauschen möchte!

    Es ist so ein Geschenk seine zwei schlafenden Kinder im Arm zu haben, das ist Liebe und Kraft tanken für den Nachmittag, an dem wir Drei eigentlich wieder nichts Besonderes zu etwas Besonderem machen!

    …Fortsetzung folgt!

    • DaBria sagt

      Nun muss ich doch meinen ersten Kommentar in einem Blog verfassen. Danke für diesen herrlichen Beitrag, Du solltest weiterhin so aufschreiben und das mal als Buch oder Glosse herausgeben! Ich habe Tränen gelacht, mich überall wiedergefunden (trotz „nur“ einer Tochter – in der Trotzphase) und mich trotz innerlichem „jajajagenausoistdasbeimirjaauch“ herrlich amüsiert. Die Tipps des Ausgangsblogs werde ich mir ausdrucken und an die Wand kleben, aber in Telegrammform, zur Erinnerung! Herzlichen Dank sagt DaBria

  4. Pingback: Lektionen | Harmonie Nest

  5. Wow DANKE für die Anstösse, einen kleinen „Notfallplan“ sollte man sich in den Küchenschranktür kleben oder so… hilft ungemein – allein das durchlesen erfordert 1 – 2 Minuten und die reichen oft zum runterkommen
    ich hab eine große 18jährige Tochter, wenn mit ihr mal was ist, wo ich merke „huch dass schreit nach Ärger“ versuche ich ihr erst einmal ein paar Minuten ganz aus den Weg zu gehen und dann mit Schabernack oder einer Runde Skipbo oder einem Stückchen Schoki die Situation wieder aufzulockern
    bei meiner Motte ist es so, dass ich auch da versuche einfach komplett aus der Situation zu gehen (wenn ich mich dran erinnere…seufz) und dann mit Schabernack, Kitzelattacken oder sonstigem alles zu vergessen oder einfach nur in den Arm nehmen und kuscheln

    Punkt 11 gibt es bei mir leider nicht, daher ist es manchmal auch eine arge Gratwanderung – aber DANKE für die Denkanstösse „ommmmmm“ funktioniert hier auch ganz gut 🙂 liebe Grüße Gaby

  6. Kathi sagt

    Super Gebote! Danke! Kann alle Punkte unterschreiben…ein weiterer, nicht zu unterschätzender Punkt, an den man nicht denkt und der auch vordergründig nicht einleuchtet: das Alter schenkt einem mehr Weisheit, als man denkt…:)…der 40er (bald zwei Jahre her bei mir), bei dem wir Frauen gerne so tun, als würde er uns nichts anhaben – totales Desaster und das bei den meisten meiner Freundinnen und auch bei mir…omg, ich dachte, weil ich so ein jugendlicher Typ mit Babyface bin, würde er an mir vorüberziehen ohne Vorkommnisse: mitnichten! Aber dann, Ladys, stellt sich eine wohlige „was kost‘ die Welt Stimmung ein“ und man tritt in eine Welt des Mutter-seins ein, die einem die Sicherheit gibt, dass man wirklich und wahrhaftig Mami ist und man freut sich darüber noch so jung geblieben zu sein, denn unsere Mütter hatten meist schon fast erwachsene Kids in dem Alter und waren schlicht schon Damen/Ladys…viele davon jedenfalls und meine besonders…wie auch immer, Gelassenheit kommt auf!!! Freut euch drauf!!!
    (Kathi in Wien, 4 Kinder)

  7. Hallo!
    Habe durch Zufall deinen Artikel gesehen, Fratzenbook von Mama Miez gepostet, und glatt gelesen, mit Tränen in den Augen, nicht weil er so schlimm ist, sondern weil ich gerade gestern über alle Punkte geschossen und aufgeflippt bin! Einfach kaputt und schrott!
    Da hätte ich deinen Punkteplan an der Kühlschranktür haben können!!!
    Dabei habe ich nur ein Kind, mir vorzustellen, wie es bei zwei oder gar dreien sein soll, das wage ich mir gar nicht auszumalen….
    auf jedenfall ist es gut zu wissen, das auch andere Frauen mal flippig in der Gegend rum rennen und doch nicht alles so schlimm ist wie es manchmal scheint!
    Ich werde Dir mal unaufällig folgen, vielleicht kann ich von Dir ja noch ein paar Tipp`s abstauben und ein wenig zu mir finden, falls Du Ideeen hast, die ich auch umsetzen kann….
    Schöne Grüße und in momentaner friedlicher Stille schreibend….

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  9. Beate Platl sagt

    Beim Lesen hab ich auch gedacht „woher kennst Du unsere Familie?“ 😉
    Wir haben zwar (bisher) nur ein Kind, aber der kommt mir auch manchmal wie 3 vor.
    Danke für die Tips, von denen wohl die meisten Mamas schon die Mehrzahl getestet oder in Anwendung haben.

    Guter Artikel!! 🙂 Danke dafür 🙂

  10. Heide sagt

    Vielen, vielen Dank… allein das Lesen hat mir gerade so richtig gut getan… weil in diesen besagten Momenten kommt doch immer wieder die Angst, dass das bei anderen Müttern nicht vorkommt… daaanke!!! Das hast Du einfach toll auf den Punkt gebracht!!!

    Und auch von mir die Frage: Was ist eine Bentobox?

    Ich werde nun öfter bei Dir reinschauen, war heute das erste Mal 😉

    LG
    Heide

  11. Wow danke für den tollen und hilfreichen Artikel. Das druck ich mir gleich für später aus.
    Unsere Kleine ist erst 8 1/2 Monate und da kam es noch nicht wirklich zu riesigen Meld Downs (nächtliches Schreien ausgeschlossen) aber ich bin mir sicher, dass kommt noch. 😉

  12. Pingback: » likes, shares & jede menge gänsehaut berlinmittemom

  13. Wir haben im Yoga gerade eine unglaublich hilfreiche Methode gelernt um unsere Gefühle, bzw. körperlichen Beschwerden während der Meditation zu negieren. Immer wenn etwas zwickt udn zwackt, egal ob Gedanken, oder der Körper, dann sagen wir uns kurz „NetiNeti“, was soviel bedeutet wie „nicht dies, nichts das“. Ich bin also nicht der Krampf in meinem kleinen Zeh, nicht mein schmerzender Rücken, und auch nicht die Gedanken an meine To-Do-List… da ich „NetiNeti“ als unglaublich hilfreich kennenlernen durfte, habe ich es direkt in den Alltag übernommen und es hilft mir ungemein mich von meinen Gefühlen zu distanzieren. Es ist wie ein Ausschaltknopf und es klingt niedlich… statt mir also zu sagen: „Jetzt, sei nicht so!“, oder „Lass das!“ sage ich mir „Neti Neti“ (irgendiwe klingt das für mich als sei da ein Schmunzeln drin verpackt, ein Augenzwinkern).

    Mir kommt es vor als wäre NetiNeti speziell für uns Mams entwickelt worden… in heiklen Situationen mit den Kindern, wo ich eigentlich gerne schreien oder heulen würde, versuche ich mich daran zu erinnern mit „neti neti“ Abstand zu gewinnen… neti neti, ich bin nicht mein gekränktes Bewusstsein, weil meine Große sagt sie liebt mich nicht mehr, oder sie hasst mich (weil ich z.B. sage sie muss jetzt ins Bett, darf keine Süssigkeiten haben, sich Schuhe anziehen weil es zu kalt ist, bzw. keine Sandalen tragen… ach es gibt 1000 gute Gründe mich zu hassen 😉 ). Genauso wenig bin ich aber mein heuldendes Kind das Ohrnschmerzen hat, oder einen furchtbaren Schreck beim Radfahren bekommen hat. „NetiNeti“ hilft mir – wenn ich daran denke es zu benutzen – in fast allen Lebenslagen Abstand zu gewinnen.

  14. Danke für diesen Artikel! Die meisten deiner Regeln versuche ich auch anzuwenden, wenn ich denn in der entscheidenden Sekunde dran denke 🙂 Das ist manchmal das schwierigste. Und erstaunlich schwierig finde ich auch das mit der Selbstzerfleischung. Gut, dass du es mit aufgenommen hast. 🙂
    Liebe Grüße!
    Steffi

  15. Ich wünsche immer Gelassenheit und Liebe – v.a. (mir) im Umgang mit den Kindern.
    Sehr schön auf den Punkt gebracht.

    • Liebe Sophie,

      das war lustig am Dienstag, denn der Titel des Blogposts „Weniger Regeln, mehr Kuscheln!“ war ursprünglich aus einem Gespräch bei Twitter, das ich mit der Supermom hatte. Daraus hat dann Béa von der Tollabox zitiert und unter anderem dich in dem Tweet mit adressiert. Und du kamst dann damit wieder bei mir an – so schließt sich der Twitter-Kuschel-Kreis! Da hatte ich mit dem Blogartikel aber bereits angefangen und mich gefreut, dass das offenbar bei allen auf so viel Zustimmung stieß. 🙂

      Das Foto der Kids ist schon fast ein Jahr alt, aber sie schmusen halt darauf so schön – das passte wie gespuckt.
      Ganz liebe Grüße, ich hoffe, wir sehen uns bei The Hive?

  16. Toller Artikel!

    Unser Punkt 11 ist ebenfalls der Partner. Ist der anwesend und riskiert der Andere die Kontrolle zu verlieren, geht er hin und sagt etwas im Stil von „ich übernehme jetzt“ und schiebt den anderen weg (manchmal merkt man’s ja selber gar nicht mehr, sondern erst hinterher…).
    Und neuerdings – seit die anale Phase angefangen hat – haben wir ein Safe-word: „Füdlefurz“ (auf Hochdeutsch etwa „Pofurz“). Darob muss Kurzer so sehr lachen, dass wir uns am Ende alle drei am Boden rollen.

  17. Super Artikel! Ich erwische mich oft dabei, dass ich mir um 17 Uhr inbrünstig wünsche, ich könnte die 3 jährigen Zwillinge schon ins Bett stecken, die 11 und 14 Jährigen irgendwo in die Besenkammer und einfach mal Ruhe haben…

    werde mir das ausdrucken und an den Kühlschrank hängen.

    Kathrin mit 4 Girls

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  19. Ein toller Artikel, vielen Dank! Ich finde es auch einfach schön zu lesen, dass auch andere Mütter solche Mama-Meltdowns haben. Das war mir vorher natürlich auch klar, ist aber trotzdem eine schöne Bestätigung. Und ein paar Tipps werde ich mir auch abgucken 🙂 Mein Mann ist aber tatsächlich die größte Entlastung, die es gibt – wenn er denn da ist. Was meist nicht der Fall ist :-/

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  23. Nina sagt

    Hallo Anna,
    Ich habe deinen blog vor ein paar tagen zufällig entdeckt. Als erstes hatte ich den mobbing blog gelesen und vor rührung fast geheult! Habe inzwischen noch mehr von dir gelesen-soooo toll! Baut mich total auf und etheitert meinnen alltag mit zwei kindern! Viiiiielen dank dafür und mach bitte weiter so…..lg nina

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  25. Hedi sagt

    Ein sehr schöner Text – doch bei einem Punkt wurde ich grün vor Neid: als Alleinerziehende kann ich mir keine Kinderfrau leisten. Und ich bin auch alleine für das Familieneinkommen verantwortlich, sprich: 40-Stunden-Woche im Job, daneben noch Haushalt und der tägliche, meist klägliche, Versuch, die Ideale, die ich habe, in Leben mit meinen zwei Kindern umzusetzen. Ohne die Möglichkeit, ab und an mal Luft zu holen, auch im Alltag, gerät selbst ein „Ommm“ zum Schrei in Konfliktsituationen.

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  27. MarMor sagt

    Hallo, was bin ich froh diesen Artikel gelesen zu haben. Ich leide an Depressionen, dass heißt im Erschöpfungszustand gehts mit mir schnell bergab, weil ich mir selbst für alles die Schuld gebe. Ich freue mich zu lesen, dass andere auch erschöpft sind und dass Mama vor Erschöpfung auch mal zu einem anderen Menschen werden kann, was sie eigentlich gar nicht will!

    Ich nutze zum Beispiel, immer noch viel zu spät – aber immerhin überhaupt, die Möglichkeit mal 2 Nächte bei ner Freundin oder meiner Mutter zu schlafen. Wirkt Wunder, macht meinen Kopf frei und ich kann meine Gedanken wieder ordnen!   

    Dankeschön, bitte schreibe immer wieder sowas 😉 !  

  28. Ayfer sagt

    Du bist eine fantastische Mama. Gleich nach den ersten Zeile kamen mir die  Tränen hoch, weil ich mich in der Erzählung wiedergefunden habe. Leider ist es mir immer noch nicht gelungen, den alltäglichen Chaos etwas entgegen zu wirken.  Ich fühle mich in einen Hamsterrad gefangen. Egal wie ich die Sache angehe, habe ich das Gefühl das  meine 3 Mädels zu kurz kommen….

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