das wilde leben
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einmal einzelkind sein ::: lucia weihnachtsmarkt in der kulturbrauerei

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Gestern schrieb ich noch, wie mein Weihnachtsmojo zu leiden hatte unter lauter Sabotageversuchen und Widrigkeiten und wie sehr wir beide einen Weihnachtsmarktbesuch brauchen, heute schon fanden wir uns spontan auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei wieder – einer meiner liebsten Weihnachstmärkte in Berlin. Und das kam so.

Nach einem ausgedehnten Adventsfrühstück mit Nachbarsbesuch und Babycontent und ein paar Hausaufgabenarien, brachen Lieblingsbub und Herzensmädchen zu unterschiedlichen Verabredungen auf: der Bub zu Gast auf zwei Kindergeburtstagen hintereinander, das Herzensmädchen verabredet mit einer Freundin zum Bowlen und für eine Weihnachtsmarktstippvisite. Und während das Goldkind sich einsam und schlecht gelaunt an der Erde wälzte und zu keinen Aktivitäten anzuregen war und ich im Geiste schon meine To-Do-Liste aufschlug, um mich für den Nachmittag mit lästigen Tätigkeiten zu versehen, schickte der Mann, das Kindertaxi auf dem Weg nach Hause, mir eine Nachricht: „Zieht euch warm an, ich hole euch gleich ab und wir gehen auf den Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei!“ Unsere Laune hob sich mit einem Schlag und wir zogen fröhlich los – nur wir drei.

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Wir waren früh dran, deshalb war es noch hell und noch nicht so voll, genau so, wie mein Weihnachtsmojo und ich es lieben, und was soll ich sagen – es war herrlich. Und das Schönste war, dass wir das Goldkind mal ganz exklusiv hatten. Quasi als wäre sie ein Einzelkind ging sie zwischen uns, Hand in Hand in Hand, freute sich, hüpfte jeden zweiten Schritt und war ganz und gar vergnügt. „Ich kann alleine sagen, wo wir als nächstes hingehen?“ Sie konnte ihr Glück kaum fassen und wir auch nicht, und es wurde uns mal wieder sehr bewusst, dass sie als drittes Kind diese Situation natürlich niemals hat: alleine mit uns. Umso schöner fanden wir es jetzt.

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Wir überließen ihr tatsächlich die Führung (der Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei ist zum Glück sehr überschaubar von der Größe!), sie durfte drei Mal mit dem Kettenkarussell fahren und bekam Bratwurst, Kinderpunsch UND Nutellacrêpe und ihr kleines Gesicht wollte gar nicht mehr aufhören zu strahlen. Auf dem Heimweg im Auto hinten sagte sie dann seufzend: „DAS war schön! Aber morgen gehen wir mit den Großen hierhin, ja?“ Geschwisterkind ist eben Geschwisterkind, da fühlt sich alles andere eben nur mal ausnahmsweise gut an.

Meine drei Dankbarkeitspunkte sind also für heute…

1. … das glückliche Gesicht vom Goldkind, als es auf dem Kettenkarusell immer wieder an mir vorbeiflog.

2. … der Stolz vom Herzensmädchen, das mir seine fertige Powerpoint über die globale Erderwärmung präsentierte.

3. … der liebevolle Lieblingsbub, der das Nachbarsbaby nach dem Frühstück geduldig bespielte. Ein Schatz!

Ich bin jedenfalls nach dem Besuch vom Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei wieder ausgesöhnt mit meinem kleinen Weihnachtstief und habe mein Weihnachtsmojo aufgeladen. Jetzt kann die nächste Woche kommen und ich mich in alle Dinge stürzen, die ich noch auf dem Zettel habe.

Und ihr? Wie war euer Wochenende? Ich hoffe, euer dritte Adventssonntag war schön und voller Lichter!

signatur

3 Kommentare

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  2. Kati aus Erlangen sagt

    Die Freude beim Goldkind kann ich mir gut vorstellen! Ich habe auch drei Kids. Wir haben schon sehr früh „Mama/Papa-Tage“ eingeführt. An diesem Tag geht ein Kind mit Mama oder Papa irgendwas schönes Unternehmen. Alles Lieben das denn so haben sowohl die Kinder einen Elternteil, ganz exklusiv, aber wir Eltern eben auch mal ein einzelnen Kind ganz intensiv. Da entsteht eine ganz andere Beziehung zueinander.

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