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über selfies, authentizität und fame ::: unsere instagram-regeln für teenager

Teenies im Netz: Unsere 10 Instagram Regeln für Teenager

"Hast du schon mein neues Insta-Foto geliket?" Mein Teenie steht neben mir und hält mir ihr Smartphone unter die Nase, während ich gerade versuche, eine Portion Waffelteig ohne Kleckern ins Waffeleisen zu gießen. "Was?" Ich schaue irritiert auf das Foto, das sie mir zeigen möchte und sehe: zwei Gesichter, dicht beeinander, zwei schnutige Kussmünder und zwei mehr oder weniger sinnvoll positionierte Hände mit albern gespreizten Fingern vor den Gesichtern. Das Herzensmädchen und ihre beste Freundin haben offenbar Selfies gemacht und auf Instagram geteilt. Uff. Und nicht zum ersten Mal wird mir bewusst: wir brauchen saubere Instagram Regeln für die Kinder. Und ich muss mit dem Teeniemädchen darüber sprechen, wie sie diese Plattform nutzen kann. Und wie nicht.

Teenies im Netz: Unsere 10 Instagram Regeln für Teenager

Social Media für Teenager – Ja, aber wie?

Diese Situation liegt schon ein gutes Jahr zurück und seitdem hat sich viel verändert. Meine Kinder haben, bis auf die Kleinste, eigene Handys und können zumindest im heimischen Wlan auch damit ins Internet. Schon lange bevor diese Situation hier zu Hause entstanden ist, haben wir uns mit Medienerziehung in der Familie und dem grundsätzlichen Umgang mit digitalen Medien für unsere Kinder gründlich auseinander gesetzt. Die Grundregeln des Umgangs mit digitalen Endgeräten, auch den mobilen, sind also hier im Hause (zumindest theoretisch) klar.

Aber für den Umgang mit Social Media hatten wir noch keine Regeln definiert. Wir haben natürlich für uns selbst einen Umgang damit gefunden, aber was und wie wir die Kinder in diese Welt entlassen wollten, dazu hatten wir noch keine feste Meinung. Eine Haltung ja, aber keine Regeln. Für den Bub ist es relativ einfach, denn er ist erst neun Jahre alt und damit laut den AGBs aller Plattformen ohnehin zu jung für ein Account, egal auf welchem Social Media-Kanal: für ein Account muss man mindestens dreizehn sein. Damit sieht es für unseren Teenager natürlich ganz anders aus und mir wurde einmal mehr bewusst, dass ich das mit ihr nicht so nebenbei machen kann. Und es ihr grundsätzlich zu verbieten, ist aus meiner Sicht auch keine Lösung, also mussten wir uns damit befassen. Und das haben wir.

Für die Teenies ist nämlich Facebook längst ein alter Hut und Twitter findet eigentlich so gut wie gar nicht (mehr) statt, aber Instagram, Snapchat und Musical'ly sind Kanäle, auf denen sie sich täglich bewegen. Höchste Zeit also für mich, diese Kanäle mal aus einer anderen als meiner eigenen Perspektive zu betrachten und über sinnvolle Social Media- und Instagram-Regeln für Teenager nachzudenken.

Instagram für Teenies: mehr als nur Duckfaces und Selfies

Instagram ist einer meiner liebsten Social Media Kanäle. Ich mag es, die schönen Bilder in meinem Feed zu sehen, dem Leben anderer auf diese Weise zu folgen und tatsächlich daran teil zu haben. Auch ich teile gerne die Eindrücke aus unserem Alltag und freue mich, wenn viele meiner Follower*innen mir Kommentare, Anregungen, Grüße unter meinen Fotos hinterlassen. Aber seit mein Teenie die Plattform selbständig nutzt, frage ich mich: wie nutzen die Kids eigentlich Instagram? Was ist dieses Insta für Teenies, ganz außerhalb meines eigenen Feeds? Denn sie teilt und sieht ja ganz andere Dinge, als schöne Foodfotos, Reisebilder, anderleuts Kinder und moderne Architektur, so wie ich. Weiß ich, was mein Kind da macht? Und viel wichtiger: weiß s i e es? Was will ich, dass sie sehen und teilen kann? Was bringe ich ihr bei, wie sie verantwortlich mit ihren Bildern und Informationen aus ihrem Leben umgeht?

Unsere 10 Instagram Regeln für Teenager

Tatsächlich ist es nicht so einfach, als Bloggerin, die mit dem Schreiben von Texten und Teilen von Bildern, Ideen, Fotografien ihr Geld verdient und für die die Social Media Kanäle ganz einfach dazu gehören, den eigenen Kindern glaubwürdige Regeln zu formulieren. Wie glaubwürdig sind denn meine Instagram Regeln für meine Tochter, wenn ich mich nicht selbst an den Grundlagen für diese Regeln messen lasse? Also haben wir gemeinsam überlegt und sind auch meine Kanäle mit einem kritischen Auge durchgegangen. Was habe ich da auf Twitter geschrieben? War das ok? Ist dieses oder jenes Posting auf meiner Facebookseite in Ordnung so? Und Instagram für Mamas? Wie sieht es da aus?

Was meine eigenen, ganz persönlichen Grundsätze angeht, ließ ich mir also vom Töchterlein auf den Zahn fühlen, bevor wir anfingen zu formulieren, was vernünftige und gute Regeln für die Nutzung von Instagram sind. Hier sind sie also, unsere gemeinsam aufgestellten…

10 Instagram Regeln für Teenager

Einige unsrer Regeln sind ganz einfach und lassen sich sowohl auf andere Social Media-Kanäle als auch auf's echte Leben übertragen, andere sind tatsächlich sehr Instagram spezifisch. Aber das sind unsere zehn Instagram Regeln für Teenager. Und wenn ich so drüber nachdenke: für alle anderen auch!

1. Denk zwei mal nach, bevor du postest!

Ja, es heißt "insta" und die ursprüngliche Idee ist, dass man quasi sofort den Moment teilt, in dem man gerade ein Foto machen will. Aber es heißt nicht, dass sich alles, was gerade in meinem Leben geschieht, auch zum Instagram-Post eignet. Die Frage ist also: muss ich wirklich jeden Augenblick teilen? Macht es den Moment schöner, besser, wichtiger? Manche Dinge sind möglicherweise zu privat oder sie betreffen eine weitere (oder mehrere) Person(en), die ich mitdenken muss. Vielleicht sind sie sogar verletztend oder kompromittierend für eine dritte Person, die mitliest? Es macht absolut Sinn, über einen Insta-Post länger als nur "insta" nachzudenken.

2. Privates oder offenes Profil – achte auf deine Privatsphäre

Meine Tochter hat ein geschlossenes Profil, weil sie es so möchte. Wir haben das lange besprochen und ich halte sie für schlau und differenziert genug, auch mit einem öffentlichen Profil gut umzugehen, aber sie hat bewusst das private Profil gewählt und lässt nur Follower zu, die sie kennt bzw. von denen sie genau weiß, wer sie sind. Sie hat eine klare Vorstellung von dem, was ihre Privatsphäre ist und mit wem sie sie teilen möchte bzw. wen sie reinschauen lässt. Dennoch hat auch sie schon die Erfahrung machen müssen, dass es Menschen gibt, die diese Einblicke missbrauchen, gemeine Kommentare hinterlassen oder per Screenshot Bilder an Dritte weitergeben. Deshalb lautet die zweite wichtige Regel: achte auf deine Privatsphäre und schütze sie. Das geht durch die Auswahl der Bilder sowie die Auswahl der Follower und, wenn es sein muss, konsequentes Blocken oder Melden von Trollen, Fakeprofilen und Bullies.

3. Follower sind keine Freunde: sei dir dessen bewusst.

Als geschlossenes Profil stellt sich die Frage nicht in dieser Schärfe, aber mit einem öffentlichen Profil kann es leicht passieren, dass die Grenze zwischen Freunden und Followern in der eigenen Wahrnehmung verschwimmt. In einigen Fällen ist das eine Entwicklung, die absolut Sinn macht! Auch ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass online gefundene Verbindungen genauso tragfähig sein können, wie die Freundschaften im analogen Leben, insofern wurden aus Followern natürlich Freunde. Aber dennoch ist es wichtig, zu unterscheiden: Follower schauen dir zunächst nur gerne zu, vielleicht kommunizieren sie nicht mal mit dir. Sie kennen dich nicht und du weißt umgekehrt nicht, wer da am Smartphone sitzt und deine Bilder anschaut. Diesen Unterschied im Kopf zu behalten, ist wichtig für die Auswahl dessen, was du auf deinem Instaprofil über dich preisgibst.

4. Geh bewusst mit deinen öffentlich geteilten Informationen um

Es gibt Informationen über uns, die können wir bedenkenlos teilen, auch mit völlig Fremden und auch im Internet. Zum Beispiel unsere Lieblingsfarbe, was wir gerne lesen, welche Musik wir gerne hören oder ob wir unsere Geschwister gerade leiden können oder nicht. Mit anderen Informationen sollten wir auf jeden Fall bewusster umgehen und uns genau überlegen, ob wir zum Beispiel die teure Kunstsammlung bei Opa unbedingt fotografieren und auch noch den Ortungsdienst für Instagram einschalten müssen, damit jeder auch sehen kann, wo sich die Sammlung befindet. Oder ob es schlau ist, zu berichten, dass die kleinen Geschwister gerade ganz alleine zu Hause sind. Es gibt so einiges, das besser unveröffentlicht bleibt. Sei dir dessen bewusst!

5. Zeige keine anderen Menschen ohne ihr Wissen und Einverständnis​

Wenn ich für mich entscheide, dass ich jetzt ein Foto von mir veröffentlichen will, ist das absolut meine Sache und absolut ok. Auch wenn du ein Teenager auf Instagram bist, hast du das Recht, diese Entscheidung für dich selbständig zu treffen. Aber triff sie nicht für andere über ihren Kopf hinweg. Sei dir immer sicher, dass andere Menschen auf deinen Fotos wissen, dass du das Bild veröffentlichen wirst und dass sie einverstanden sind. Alles andere ist nicht nur respektlos, sondern in Deutschland sogar strafbar.

Teenies im Netz: 10 Instagram Regeln für Teenager

6. Hast du das Recht an diesem Bild? Dann kannst du posten.

Viele Menschen (nicht nur Teenager!) machen sich keine Gedanken über Urherber- und Nutzungsrechte im Internet. Sie denken, alles, was dort veröffentlicht wird, ist zum freien Gebrauch für alle freigegeben. Das ist ein Irrtum. Die Gesetze zum Urheber- und Nutzungsrecht von Netzinhalten gibt es nicht nur, sondern ein Verstoß dagegen hat auch rechtliche Konsequenzen. Deshalb: poste immer nur deine eigenen Bilder. An allen anderen Bildern, die du von irgendwo her runtergeladen, kopiert oder gescreenshotted hast, hast du keine Rechte und du verstößt gegen geltendes Recht, wenn du solche Bilder postest.

7. Kommentieren: be nice, not nasty.

Wer Instagram nutzt, postet nicht nur selbst Bilder, sondern folgt auch anderen Profilen. Und natürlich kommentieren wir gegenseitig unsere Fotos und Texte und kommen so miteinander in Kontakt und ins Gespräch. Das ist der ganze Spaß bei Instagram&Co! Aber vergiss nie, dass hinter den anderen Accounts lebendige, fühlende und denkende Menschen stecken, wenn du andere Bilder kommentierst. Gefällt dir, was du siehst? Dann sag es. Findest du es doof oder langweilig oder hässlich? Verkneif dir einen Kommentar. Beleidige niemanden, greife niemanden an und urteile nicht über andere. Be nice, not nasty! Das ist wie Kommunikation im "echten" Leben.

8. Setz dir ein Limit

Instagram macht Spaß und es hat einen irren Sog. Ich kann mich auch ausführlich darin verlieren, andere Fotos durchblättern, kommentieren, Herzchen verteilen und selbst auf Kommentare antworten. Verlier dich nicht darin! Es soll Spaß machen und du sollst es genießen, aber es ist nicht wichtiger, als im Jetzt zu sein. Der Moment, den du gerade mit Freunden oder Familie erlebst, ist noch genauso schön und wichtig, wenn du ihn nicht postest. Und wahrscheinlich wirst du ihn auch viel intensiver auskosten, als wenn du dich stattdessen mit dem passenden Filter und den richtigen Hashtags für das perfekte Insta-Foto befasst.

9. Shiny happy Instagram? Miss dich nicht daran!

Die meisten Menschen zeigen die schönen Seiten ihres Alltags auf Instagram. Wir sehen perfekte Sonnenuntergänge, köstlich zubereitetes Essen, wundervolle Reisen, verliebte Menschen, tolle Jobs, coole Partys und beste Freunde. Niemand zeigt dort seine Einsamkeit oder die schlechten Noten oder den Stress mit Eltern oder Lehrern. Aber miss dich nicht daran. Nur weil jemand samstags zehn Bilder von einer lustigen Party postet, heißt das nicht, dass er nicht genau wie du schrecklichen Liebeskummer hat oder Krach zu Hause oder Streit mit der besten Freundin. Das Leben der anderen ist nicht besser, erfolgreicher oder leichter, nur weil es auf Instagram schön aussiehht. Das ist shiny happy Instagram und nicht der Maßstab für das echte Leben – niemandes Leben.

10. Sei du selbst. Auch auf Instagram

Wichtig ist, dass du du selber bleibst, egal, was du online oder offline tust. Du bestimmst, was du zeigst, aber das, was du zeigst, sollte etwas mit dir zu tun haben. Du musst nicht alles über dich öffentlich machen, um echt zu sein. Aber du solltest dich auch in deinem Instagram-Account wiedererkennen können. Erfinde für Instagram keine Menschen, Ereignisse oder Dinge in deinem Leben, die es so gar nicht gibt, sondern zeig lieber dich und wer du bist. Wofür du stehst, wofür du dich interessierst, was du gerne tust und was dich zum Lachen bringt. Auch das ist wie im echten Leben: wenn du Trends hinterher läufst, weil du denkst, dass du dann cooler bist, beliebter oder bekannter, wird das nicht funktionieren. Lass auch auf Instagram die Trends beiseite, zähl nicht deine Follower, sondern deine echten Freunde und definiere dich nicht über den "Insta-Fame", also darüber, wie viele Likes ein Bild von dir bekommt. Das sagt alles nichts darüber aus, wer du bist. Vergiss nicht: Instagram ist nicht dein Leben. Es ist überhaupt nicht das echte Leben. Es ist nur… Instagram.

Natürlich ist es mit unseren 10 Instagram-Regeln für Teenager wie mit allen Regeln: wir müssen sie gemeinsam immer wieder überprüfen, darüber sprechen und sie auch gegebenenfalls anpassen. Und Instagram ist nur eine von zig Social-Media-Plattformen, auf denen sich meine Kinder bewegen oder es zumindest möchten. Für alle brauchen wir Regeln. Im Moment lassen sich unsere Instagramregeln auch gut auf andere Netzwerke übertragen. Dennoch hat jedes Netzwerk seine Besonderheiten und nicht auf allen kenne ich mich als Mama so gut aus – ich nutze sie nämlich selber nicht, also ist mir längst nicht bei allen klar, wie sie funktionieren und was da gerade bei den Teenies trendet.

Zum Gück bin ich nicht die einzige Mama im Netz, die sich Gedanken um Socical Media für Teenager und Kinder macht: meine liebe Kollegin Leonie von Minimenschlein befasst sich heute mit Musical.ly, einem sozialen Netzwerk, auf dem 15 Sekunden lange Videos erstellt und geteilt werden können. Aber lest den Artikel von Leonie, sie erkärt genau, was man mit der App machen kann, warum die Teenies alle so verrückt danach sind und was aus Mamasicht sinnvolle Regeln für den Umgang sein könnten. Hier findet ihr ihren Artikel über ihre Musical.ly-Regeln für Teenager.

Wie handhabt ihr das mit den sozialen Netzwerken und euren Kindern? Haltet ihr sie eher fern oder dürfen sie machen, was sie wollen? Oder habt ihr, ähnlich wie wir, Regeln zur Nutzung? Wenn euch das Thema Medienerziehung mit Kindern und Teenagern interessiert, steige ich da auch gerne noch mal tiefer ein. Bei uns ist es nämlich (immer wieder) hochaktuell.

 

6 Kommentare

  1. Danke für den sehr guten Beitrag! Ich habe erst letztens auch über das Thema gebloggt (obwohl ich noch weit davon entfernt bin, dass es Thema bei meinen Kindern wird.) Anlass war bei mir der 7. Saferinternetday und ein Webtalk für Eltern im KiKa – ich denke wir brauchen wirklich mehr Bewusstsein für digitale Elternschaft. Und ich finde es toll, dass ihr das Thema zusammen angeht.

    LG die Provinzmutti Birgit

  2. Hab vielen Dank für deinen Text. Hier steht Instagram quasi vor der Tür. Meine große scharrt schon lange mit den Hufen, sie darf, wenn sie 14 ist (was bald soweit ist) und freut sich jetzt schon. Deine Regeln sind teilweise ja vor allem Leitfäden und das Verstehen von Instagram generell. Ich finde alle Punkte wichtig zu besprechen. Was macht Insta mit mir, was mit anderen? Wie viel Raum gebe ich dem Dienst und wie wirkt es sich auf mein reales Leben aus? Das sind alles wichtige Fragen.

     

    Ich werde sie für unsere Gespräche mitnehmen. Viele Regeln (Nett sein, keine Fotos von anderen) gelten noch aus der Zeit, in der sie whatsapp nutzte. Nun wird der Rahmen aber größer und ich bin gespannt, was ihr Inhalt sein wird und welche Kanäle sie im lauf der Zeit noch entdecken wird. Derzeit steht nur Instagram auf ihrer Liste. 🙂

     

    Gerade Berichte über Kanäle, die Eltern nicht nutzen (wie zB Musical.ly) finde ich wichtig. Denn oft weiß ich von deren Existenz nicht mal etwas. Also vielen Dank auch fürs verlinken zum Beitrag von Leonie.

     

    Janine

  3. Hendrika sagt

    Viel Dank für den super Bericht. Wir sind noch Jahre entfernt von Social Media und ich bin gespannt, was uns in 10-12 Jahren für App begleiten werden. Haben unlängst einen Vortrag gehört über Digitale Medien. Wir haben App kennengelernt und positives wie negatives für uns mitgenommen. Irgendwann werden wir unsere eigene Regeln definieren. 

    Danke für dein ausführlichen, ehrlichen Blog – weiter so!

  4. Ich finde das Thema Medienerziehung sehr spannend, da wir als Eltern selbst teilweise noch beim Erfahrung- sammeln sind und daher  wahrscheinlich gar nicht alle Aspekte berücksichtigen können. Ich lebe eher im ländlichen Raum, da ist auch manchmal eine gewisse Berührungsangst mit dabei. Und viele Kanäle sind nicht so präsent im Alltag. Gerade deshalb ist es für mich auch sehr interessant deine Sicht zu lesen.

    Meine Kinder sind aktuell noch zu jung um die sozialen Medien selbst zu nutzen. Aus jetziger Sicht habe ich eine ähnliche Meinung wie du. Verbieten bringt gar nichts. Einen sinnvollen Umgang zu finden und darüber zu sprechen wäre auch mein Ziel.

     

    Danke für diesen Artikel. 

  5. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich habe auch ein Teenager-Mädchen daheim, die einen Insta-Account hat. Privates Profil, dem ich folge. Das war mir wichtig.

    Folgende Regeln habe ich aufgestellt:

    – poste kein Foto von dir, auf dem Du leicht bekleidet bist, keine Ortsangabe wie z.B. gerade mit der Tram an Station… auf dem Weg zum …

    – poste kein Foto von anderen, die sie in einer unglücklichen Situation zeigen und in der du selber auch nicht fotografiert werden möchtest (aber auch nicht per Whatsapp teilen!) oder wo sie hässlich aussehen

    – nur Leute akzeptieren, die man wirklich kennt und weiß wer sie sind. Nicht die Cousine von einem Jungen aus der 9. Klasse, der glaube ich Paul heißt…. auch auf Whatsapp…

    – Thema Whatsapp: du musst natürlich NICHT Kettenbriefe weiter schicken….

    Ich folge ganz vielen Freundinnen von ihr auf Insta, die auch alle mir folgen und so habe ich einen kleinen Überblick was so passiert, ohne "uncool" zu sein. Bin ganz happy, daß die Teenies das (noch?) so schön mitmachen.

    Eine Freundin meiner Tochter hatte allerdings ein öffentliches Profil und Bikini-Fotos von sich gepostet. Und Fotos von Freundinnen. Ich fand das nicht gut und sagte ihr, daß sie bitte Fotos von meinem Kind so nicht posten soll. Mittlerweile ist sie aber auch nicht mehr öffentlich.

    Vor kurzem hatte ein Junge einen Kommentar hinterlassen, den er als cooles Kompliment gemeint hatte, das aber mehr als sexistisch war. Ich bat die Mutter den Kommentar zu löschen, was innerhalb von 2 Minuten geschah inkl. Entschuldigung an mich und meine Tochter. Auch das müssen die Kinder erst lernen, ich bin ihm da nicht böse, er hatte es ja eigentlich gut gemeint.  

    Den Hinweis von dir mit den Bildrechten muss ich ihr aber dringend noch sagen, das hatte ich so genau gar nicht auf dem Schirm!

    LG Martina

  6. Katharina sagt

    Frage an euch Eltern mit großen Kindern von einer noch nicht ganz Teeniemutter:

     

    Wie handhabt ihr das mit den rechtlichen Altersfreigaben? Ich bin da gar nicht firm drin, sind Facebook&whatsApp erst ab 16? Gibt es da eine Art FSK wie bei Filmen für euch?

    Man macht es sich leicht, wenn man sagt "nö, darfst du noch nicht, ist gesetzlich erst ab X." Thema erledigt. Und wenn es dann schon in der 6. eine Klassengruppe incl. Lehrer gibt, in der relevante Informationen geteilt werden? 

     

    Danke 🙂

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